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Projekt Klimabildung +,  Klimaschutz und das innere Dilemma

Projektbeschreibung

Mit „Klimabildung+” stellten sich die Pädagogen des NaturGuts einer echten pädagogischen Herausforderung: Es galt, Grundschulkindern die Notwendigkeit des Klimaschutzes zu vermitteln, ohne sie in ihrem Alltag einzuschränken oder ihnen gar Angst zu machen. „Wir können mit diesem Projekt wichtige neue Impulse für die Klimabildung umsetzen”, freuen sich Annika Wachten und Ute Rommeswinkel, die das Projekt koordinieren.
„Klimabildung in der Primarstufe beschäftigt sich bislang häufig mit direkten Verhaltenstipps wie Stromsparen, klimafreundlicher Mobilität oder dem richtigen Heizen und Lüften”, berichtet der Leiter des NaturGuts Hans-Martin Kochanek. Das alles sei wichtig, aber eben nur ein Aspekt der komplexen Klimaschutz-Thematik. Die globalen Zusammenhänge des Klimaschutzes würden in der Altersgruppe der Sechs- bis Zehnjährigen bislang seltener besprochen.

Darf ich ein T-Shirt kaufen, das mir gut gefällt, das aber unter zweifelhaften Bedingungen in Bangladesch gefertigt wurde? Sollte ich im Winter auf Erdbeeren verzichten? Kann ich ein neues Handy bekommen, obwohl das alte noch funktioniert? Bei solchen Fragen geraten Kinder in einen für sie schwer lösbaren Konflikt. Sie möchten einerseits das Klima schützen, auf der anderen Seite aber auch auf ihren gewohnten Komfort nicht verzichten. „Kognitive Dissonanz” nennen die Pädagogen dieses innere Dilemma, mit dem sich die neuen Unterrichtsreihen des NaturGuts Ophoven beschäftigen.

Das Institut für Biologie und ihre Didaktik der Universität Köln leistete fachdidaktische Beratung. Für die wissenschaftliche Evaluation des Projekts wurde die e-fect dialog evaluations consulting eG beauftragt.


Unterrichtsmaterialien zum Download für Lehrkräfte

Die Programme wurden getestet, evaluiert, überarbeitet und stehen hier für Lehrkräfte kostenlos zur Verfügung. In unserer Broschüre werden diese ausgearbeiteten Unterrichtseinheiten jeweils kurz für Lehrkräfte vorgestellt. Darüber hinaus vermittelt die Broschüre umfangreiches Hintergrundwissen wie zum Thema „Kognitive Dissonanz und Entscheidungskompetenz”. Sie enthält weitere Unterrichtsideen, eine nach Themen sortierte Literaturliste und die Beschreibung einer Projektwoche.

Broschüre "Klimaschutz, was geht?! Klimaschutz und das innere Dilemma" (PDF)

Zu den einzelnen Modulen
Klasse 3 und 4:
Basismodul
Klimaschutz in Tüten?! Klimafreundliches Abfallverhalten
Mit dem Fahrrad in die Zukunft?! Klimafreundliche Mobilität
Der Rebound-Effekt beim Klimaschutz?! Kennenlernen des Rebound-Effektes
Erdbeeren im Winter?! Klimafreundliche Ernährung
Ein T-Shirt kommt selten allein?! Klimafreundlicher Konsum

Die Erfahrungen im Projekt haben gezeigt, dass sich die Themen auch für die Klassen 5 und 6 hervorragend eignen. Entsprechend wurden die Unterrichtseinheiten angepasst und stehen ebenfalls als kostenfreier Download zur Verfügung.

Klasse 5 und 6:
Basismodul
Klimaschutz in Tüten?! Klimafreundliches Abfallverhalten
Mit dem Fahrrad in die Zukunft?! Klimafreundliche Mobilität
Der Rebound-Effekt beim Klimaschutz?! Kennenlernen des Rebound-Effektes
Erdbeeren im Winter?! Klimafreundliche Ernährung
Ein T-Shirt kommt selten allein?! Klimafreundlicher Konsum


Veröffentlichungen

Im Artikel „Moralische Fähigkeiten fördern” in den ökopädNews (Mai 2016) gibt es interessante Hintergrundinformationen, wie Kinder schon im Grundschulalter Handlungs- und Entscheidungskompetenzen mit auf den Weg zum Klimaschützer erhalten können. Die Projektergebnisse wurden außerdem im Journal of Health, Environment, & Education (HEE) der Universität zu Köln veröffentlicht. Hier geht es zum Artikel Coping with cognitive dissonance in climate protection through dilemma stories in climate education. Ansprechpartnerin: Sonja Fasbender, ute.rommeswinkel@naturgut-ophoven.de

 

 


Das Projekt wurde gefördert aus Mitteln der RheinEnergie AG:



Ansprechpartnerinnen:
Ute Rommeswinkel, ute.rommeswinkel@naturgut-ophoven.de, 02171 73499-41