Leverkusen im Oktober erstmals an der bundesweiten Aktion Woche des Sehens dabei

Leverkusen, 6.10.2026
Die Woche des Sehens findet jährlich vom 8. bis 15. Oktober statt und informiert in zahlreichen Veranstaltungen über Blindheit, Sehbehinderung und Augengesundheit. Auf Initiative des Beirats für Menschen mit Behinderungen beteiligt sich Leverkusen in diesem Jahr erstmals mit einem Veranstaltungsprogramm an der Woche des Sehens. Gemeinsam mit dem NaturGut Ophoven, dem Museum Morsbroich sowie den Gästeführer*innen Leverkusen und Bergisches Land e.V. werden drei Veranstaltungen angeboten, in denen die Sinneswahrnehmung im Fokus steht. Die Leverkusener Veranstaltungen zur Woche des Sehens sind zwar speziell auf die Bedürfnisse für Menschen mit Seheinschränkungen angepasst, aber grundsätzlich für alle Interessierten geöffnet. Die Teilnehmenden sind eingeladen, ihre Umwelt mit anderen Sinnen zu erleben – tastend, hörend, riechend oder schmeckend.
Das NaturGut Ophoven beteiligt sich am Programm der Woche des Sehens mit der Veranstaltung „Kräuterwanderung“ am 15.10. Auf einem Spaziergang über das NaturGut Ophoven entdecken die Teilnehmenden Kräuter und Bäume durch Riechen, Fühlen und Schmecken und lernen ihre besonderen Eigenschaften kennen. Dabei erfahren sie Wissenswertes über die Heilwirkungen und Verwendungsmöglichkeiten in der Küche. Eine kleine Kostprobe aus der Kräuterküche – zum Beispiel Lavendelgelee oder Maronenmarmelade – rundet das Erlebnis ab.

Blindheit verhüten und verstehen
Gutes Sehen ist nicht selbstverständlich. Häufig fällt das erst auf, wenn die eigene Sehleistung nachlässt oder sogar Erblindung droht. In Leverkusen leben 630 Menschen, die laut Schwerbehindertenausweis von einer Sehbehinderung oder Blindheit betroffen sind (Stand: 31.12.2025). „Ein Ziel der Woche des Sehens ist es, der Verhütung und Heilung von Augenerkrankungen und Blindheit in Deutschland und in Entwicklungsländern mehr Beachtung zu geben“, erklärt Bettina Wigger vom Blinden- und Sehbehindertenverein Rhein-Wupper. „Zum anderen geht es darum, allen sehbehinderten und blinden Mitmenschen einen gleichberechtigten und barrierefreien Alltag zu ermöglichen“, ergänzt Marion Hentschel, Beraterin beim Verein Pro Retina Deutschland, Regionalgruppe Leverkusen.