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Archiv 2018

14.11.2018: Klimafreundliche Weihnachtsgeschenke

11.12.2018: energieLux-Prämierung

04.12.2018: Über 100 Teilnehmende auf der ANU-Bundestagung in Leverkusen

24.11.2018: Klimafreundliches und leckeres Weihnachtsmenü

19.11.2018: NaturGut Ophoven installiert zwei neue KlimaInfoStationen auf dem Gelände

13.11.2018: 22.777 Klimameilen für Klimakonferenz kommen aus Leverkusen

19.10.2018: Experimente im Klimalabor

16.10.2018: Janine Steeger und Kindergartenkinder lernen Grundnahrungsmittel aus aller Welt kennen und backen Brot

08.10.2018: Bundesverband der Kinder- und Jugendmuseen zu Gast auf dem NaturGut Ophoven

17.09.2018: Strahlender Sonnenschein beim Burgfest auf dem NaturGut Ophoven

07.09.2018: NaturGut Ophoven und wupsi starten Aktion „Autofreie Woche“

06.09.2018: Für Blitzmerker & Pausenclowns! - die BioBrotBox 2018

22.08.2018: Leben ohne Plastik - Die Leverkusenerin Judit Backhaus zeigt wie’s geht

13.08.2018: NaturGut Ophoven veranstaltete Ferienwoche mit Kindern aus Leverkusen und Krisengebieten

27.07.2018: Feriencamp auf dem NaturGut Ophoven

18.07.2018: Leverkusener Restaurants engagieren sich für die Lebensmittelrettung

12.07.2018: Fünftklässler der Gesamtschule Schlebusch legen Wildbienenwiese an

11.07.2018: Eine Woche ohne Elterntaxi

05.07.2018: Spiele und Spaß unter dem Motto „Gestärkt in den Sommer“

28.06.2018: Schule der Zukunft NRW veranstaltet Schülerakademie auf dem NaturGut Ophoven

19.06.2018: BioBrotBox 2018 - Wilfried Schmickler übernimmt die Patenschaft

14.06.2018: Regenbogenschule setzt auf Papiersparen und Recyclingpapier

24.05.2018: Gestärkt in den Sommer

09.05.2018: Fortbildung für NRW-Bildungszentren auf dem NaturGut Ophoven

02.05.2018: Das NaturGut Ophoven startet Aktion gegen Lebensmittelverschwendung

27.04.2018: Eine Woche ohne Elterntaxi - Wettbewerb für Schülerinnen und Schüler

19.04.2018: Saisonstart für Kurse an der Großen Dhünn- und Bever-Talsperre

17.04.2018: Aktiv für den Bienenschutz

16.04.2018: NaturGut Ophoven zum dritten Mal als UN-Dekade Projekt für Biologische Vielfalt ausgezeichnet

06.04.2018: Ferienwochen auf dem NaturGut Ophoven ein großer Erfolg

23.03.2018: NaturGut Ophoven startet neues Jahresprogramm

09.03.2018: Earth Hour – Klimaschutz bei Kerzenschein

06.03.2018: Refill in Leverkusen: Waldhaus Römer geht mit gutem Bespiel voran

26.02.2018: Mitsteigern für den guten Zweck

01.02.2018: Einzigartiges pädagogisches Programm druckfrisch erschienen

18.01.2018: Bildungszentren aus allen Bundesländern einigen sich auf Klimaschutz-Fahrplan für 2018

Pressemeldung vom 14. Dezember 2018

Klimafreundliches Weihnachten

Weihnachtszeit - das sollte Plätzchenduft, Geschenke und gemütliche Familienzeit bedeuten. Aber für die meisten Menschen bedeutet Weihnachten viel Stress und wenig Besinnlichkeit. „Weihnachten ist die große Zeit des Zuviel, sagte schon der englische Dichter James Henry Leigh Hunt im 19. Jahrhundert. Vielleicht sollten wir uns zur Weihnachtszeit fragen, ob  der übertriebene Konsum und die vielen Geschenke überhaupt notwendig sind", sagte Marianne Ackermann, 1. Vorsitzende vom Förderverein NaturGut Ophoven am Freitagmorgen auf einer Pressekonferenz.
Auch das Klima hat an Weihnachten nicht viel zu feiern, erklärte Hans-Martin Kochanek, Leiter des NaturGuts Ophoven. „Es fällt mehr Müll an als üblich, der Energieverbrauch steigt und die Straßen sind verstopft“. Die Transporter der diversen Zustelldienste prägen derzeit das Straßenbild, da so viel im Internet bestellt wird,  erläuterte der Geschäftsführer des Handelsverbands NRW - Rheinland, Marcus Otto. Er weiß eine Alternative: „Bewusster kaufen wir vor Ort ein. Im Einzelhandel erhalten sie eine gute Beratung.“ Shoppen im Internet verschärfe nicht nur die Konkurrenzsituation, sondern führe auch zu einer Erhöhung der Lärm- und Schadstoffbelastungen in den Städten durch die Lieferungen“.
Um mit viel Freude und klimafreundlich Weihnachten zu feiern, hat das NaturGut Ophoven noch weitere Tipps zusammengestellt.

Festtagsbeleuchtung
Im Vergleich zur Lichterkette mit herkömmlichen Leuchtmitteln können moderne LED-Lichter bis zu 80 Prozent Energie einsparen.

Klimafreundliche Geschenke
Müssen es teure Geschenke sein? Oft freuen sich Verwandte und Freunde viel mehr über die gemeinsame Zeit oder kreative, selbstgemachte Geschenke.

Geschenke verpacken ohne Müll
Anstatt die Geschenke in Folie oder Glanzpapier zu wickeln, können  auch das beliebte Zeitungspapier und schön beklebte Dosen als Geschenkverpackungen genutzt werden. Hübsch verziert mit Namensschild und Deko aus der Natur machen die Geschenke so viel her. Besonders nachhaltig sind auch Stoffsäckchen, die immer wieder benutzt werden können oder Geschirrtücher, die danach zum noch lange zum Einsatz kommen können.

Weihnachtsbraten aus der Region
Wer auf den Weihnachtsbraten nicht verzichten will, sollte gutes Fleisch vor Ort einkaufen. So werden nicht nur die lokalen Fleischer unterstützt, sondern auch die regionalen Produkte gefördert.

energieLux-Prämierung

Pressemeldung vom 11.12.2018

Ein goldener Stecker für die fleißigsten Klimaschützer

energieLux: Sechste Prämienausschüttung an Leverkusener Schulen und Kindergärten

28 städtische Schulen und 12 Kindertagesstätten haben sich im vergangenen Schuljahr am städtischen Projekt „energieLux - Klimaschutz in Leverkusener Schulen und Kindergärten“ beteiligt. Zum sechsten Mal zeichneten die Kooperationspartner Stadtverwaltung und Förderverein NaturGut Ophoven die Einrichtungen aus, die sich am fleißigsten für den Klimaschutz eingesetzt und Kosten gespart haben. Dazu gehört nicht nur das Energiesparen, sondern auch das Mülltrennen und -vermeiden. Denn auch damit können Kosten und CO2 eingespart werden.

Der Leverkusener Schuldezernent Marc Adomat und Britta Demmer vom NaturGut Ophoven überreichten am Dienstagmorgen in der Kita Dhünnstraße 12c „vergoldete“ Stecker an die drei Sieger. Mit 83 Punkten hat die Hans-Christian-Andersen-Grundschule aus Hitdorf die meisten Aktionen zum Klimaschutz durchgeführt. Auch die Gesamtschule Schlebusch wurde in diesem Jahr wieder geehrt, denn sie schaffte es, ihren Müll so zu reduzieren, dass ein Restmüllcontainer abgeschafft werden konnte. „Das spart der Stadt jährlich 3000 Euro ein“, so Marc Adomat.

Einen weiteren goldenen Stecker erhielt die Kita Dhünnstraße 12c aus Wiesdorf. Mit zahlreichen Aktionen sensibilisierten die Erzieherinnen die Kleinen zum Ressourcensparen. Zum Beispiel gehen kleine „Umweltpolizisten“ regelmäßig von Gruppe zu Gruppe und kontrollieren, ob kein Strom verschwendet wird und der Müll richtig getrennt ist. Aus alten Plastikverpackungen nähten die Kinder kleine Taschen. Mit der energieLux-Prämie vom Vorjahr hatte die Einrichtung eine Kindernähmaschine angeschafft. Wir haben den Eindruck gewonnen, dass Klimaschutz hier seit Jahren fest im Kindergartenalltag verankert ist“, erklärte Britta Demmer, Koordinatorin des energieLux-Projektes.
 
Im Juni 2012 wurde das Energiesparprojekt eingeführt, das umweltpädagogische Aktivitäten genauso belohnt wie nachgewiesene Sparergebnisse. Für beide Anstrengungen wird eine Prämie vergeben. Die drei Einrichtungen, die besonders viele Aktionen zum Klimaschutz und Mülltrennen und -vermeiden durchgeführt haben, erhalten neben ihrer energieLux-Prämie zusätzlich 500 Euro.

Alle teilnehmenden Schulen und Kindergärten haben zusammen 2,8 Prozent weniger Strom und 1,7 Prozent weniger Wasser verbraucht als im Vorjahr, dafür 0,8 Prozent mehr Heizenergie. „Das ist trotz der kleinen Steigerung beim Heizenergieverbrauch ein tolles Ergebnis, wenn man bedenkt, dass die Kinder bereits seit sechs Jahren dabei sind, so viel Energie und Ressourcen zu sparen wie möglich. Irgendwann haben wir die Obergrenze erreicht“, so Britta Demmer vom NaturGut Ophoven. Dann gelte es, das Niveau zu halten.

Das Umweltbildungszentrum koordiniert das Projekt und führt pädagogische Maßnahmen in den Schulen und Kindergärten durch. In allen Schulklassen beispielsweise werden Energiesprecher gewählt, die vom NaturGut-Team geschult werden. Sie achten darauf, dass richtig und effizient gelüftet wird, und das Licht nur dann angeschaltet werden soll, wenn es wirklich nötig ist. So genannte E-Teams spüren gemeinsam mit dem Hausmeister Energielecks im Gebäude auf und während einer Temperaturmesswoche überprüfen die Schulen und Kindergärten, ob die Heiztemperatur 20 Grad Celsius nicht übersteigt.

Pressemeldung vom 04.12.2018

Bildung für Klimaschutz – Theorie und Praxis in der Realität

Über 100 Teilnehmende auf der ANU-Bundestagung in Leverkusen

Die sehr gut besuchte Bundestagung der Arbeitsgemeinschaft Natur- und Umweltbildung fand in diesem Jahr am 3. und 4. Dezember in Leverkusen statt. Mit dieser Tagung wollten die ANU und das BNE-Regionalzentrum NaturGut Ophoven durch gute Beispiele inspirieren und zeigen, wie außerschulische Bildung für nachhaltige Entwicklung im Themenfeld Klimaschutz gestaltet werden kann.

Im Programm waren Vorträge zu neuen Erkenntnissen der Umweltpsychologie, zur Motivation zum Klimaschutz und ein weiterer zum Erkennen von echten Fakten zur Klimaerhitzung und dem Erkenntnisgewinn in Zeiten von Klimawandelleugnern.

Zudem werden die Ergebnisse des Projekts BildungKlima-plus, bei dem sich 16 außerschulische Bildungsstätten zu „BildungszentrenKlimaschutz” weiterentwickelt haben, vorgestellt. Hier hatte der Förderverein NaturGut Ophoven zwei Jahre lang die Projektleitung. Zu Beginn des Projekts führte das NaturGut Ophoven eine Recherche zu Klimabildungsangeboten durch. Die Potenzialanalyse zeigt, dass viele Bildungszentren hinter ihren Möglichkeiten zurück bleiben. Klimabildung im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) ist jedoch wichtig, um angesichts der enormen Herausforderungen des Klimawandels nötiges Wissen, die Kompetenz und auch die Motivation für Klimaschutz in der Bevölkerung aufzubauen. Auch das vorbildhafte Verhalten der eigenen Bildungseinrichtung birgt viele Potenziale, die bei weitem noch nicht ausgeschöpft sind wie etwa Einbau von LED-Lampen, Bezug von Ökostrom oder klimafreundliche Beschaffung. Deshalb möchte die Tagung weitere außerschulische Bildungszentren dazu ermutigen, Chancen für eine systematisch betriebene Klimabildung im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) stärker zu nutzen. So können zu Beginn, in der Pause oder zum Abschluss kurze, unkomplizierte pädagogische Bausteine ergänzt werden wie z.B. ein Spiel zur Anreise, damit gemeinsam über klimafreundliche Mobilität nachgedacht wird. Im Rahmen des Projektes BildungKlima-plus entwickelten sich 16 außerschulische Bildungsstätten, je ein Bildungszentrum pro Bundesland, zu BildungszentrenKlimaschutz weiter. Dabei sind nicht nur klassische Umweltbildungszentren im bundesweiten Netzwerk, sondern auch Museen, eine Volkshochschule und eine Jugendherberge. Dieses Projekt wird im Rahmen der nationalen Klimaschutzinitiative durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) gefördert. Barbara Einwag vom Landesverband Thüringen: „Jugendherbergen sind schon lange nicht mehr reine Beherbergungsbetriebe. Viele Klassen buchen pädagogische Programme und hier darf das Thema Klimaschutz natürlich nicht fehlen.” Auch die 900 Volkshochschulen in Deutschland bieten unglaublich viel Potential. Hier ist die Jugendherberge in St. Ingbert vorangegangen. Frank Ehrmanntraut von der Biosphären-VHS St. Ingbert betont: „Wir sind froh, dass wir beim Projekt mitgemacht haben und stolz jetzt Vorbild und Ansprechpartner für andere Volkshochschulen in Deutschland sein zu können.”

Pressemeldung vom 30.11.2018

Klimakonferenz in Leverkusen

Planspiel: 74 Leverkusener Schülerinnen und Schüler erstellen Maßnahmenkatalog zum Klimaschutz

Am Freitag drehte sich im Rathaus alles um das „Klima“ aus Anlass der Welt-Klimakonferenz in Kattowitz (3.-14.12.2018). 74 Schülerinnen und Schüler der Realschule am Stadtpark, des Landrat-Lucas-Gymnasiums und der Gesamtschule Schlebusch erarbeiteten im Rahmen eines Planspiels wie CO2 und andere Treibhausgase im Bereich Mobilität, Wirtschaft und Verwaltung in Leverkusen reduziert werden können.

Carla Benecke ist mit 13 Jahren eine der jüngsten Teilnehmerinnen. Sie wurde per Zufall der fiktiven Partei „Soziale Demokraten“ zugewiesen. Sie schlüpfte gerne in ihre Rolle als Stadträtin und war begeistert von dem Rollenspiel. „Wir diskutieren sehr ernsthaft über die Möglichkeiten den Klimaschutz in Leverkusen voranzubringen.“ Das habe ganz besonders die professionelle Atmosphäre ausgemacht, so die Schülerin. Oberbürgermeister Uwe Richrath begrüßte die Schülerinnen und Schüler im Ratssaal, bevor sich die einzelnen Fraktionen in den Besprechungsräumen Dhünn, Wupper und Rhein zu Beratungen zurückzogen. Ziel war die Klimaschutzmaßnahmen der Stadt Leverkusen genau unter die Lupe zu nehmen und eventuell Änderungen und Verbesserungen vorzuschlagen.

Im Bereich Mobilität gab es viele Ideen: Die Sanierung der Radwege, die Umstellung der Straßenbeleuchtung, Radgaragen neben Schulen und vor allem die Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs. Busse sollten klimatisiert und in einem häufigeren Takt fahren, so der Wunsch gleich zweier Parteien. Die sozialdemokratische Fraktion schlug vor, den Öffentlichen Nahverkehr in den Wintermonaten kostenlos zu gestalten. Das sei nicht so teuer wie ganzjährig und führe dazu, dass die Bürger im Sommer mit dem Fahrrad fahren würden, so der Fraktionsvorsitzende. Sein ungewöhnlicher Vorschlag erhielt leider keine Mehrheit im fiktiven Stadtrat.

Städte wie Leverkusen spielen eine wichtige Rolle in der Umsetzung des Nationalen Klimaschutzplans der Bundesregierung. Bis zum Jahr 2050 soll der Kohlendioxid (CO2)-Ausstoß im Vergleich zu 1990 deutschlandweit um 80 Prozent gesenkt werden. „Dabei müssen die Städte mit ihrem Bürgern mithelfen, denn sie verursachen einen großen Teil der klimaschädlichen Gase“, so Britta Demmer, Organisatorin des energieLux-Projektes in dessen Rahmen das Planspiel stattfand. „Demokratische Entscheidungen beruhen auf Mehrheiten und die sind nicht ganz einfach zu bekommen, auch wenn es um unsere gemeinsame Umwelt geht“, erklärte Britta Demmer.

In einer Kommune sei der Klimaschutz eng verwoben mit vielen anderen Aufgaben wie Wohnungsbau und Verkehrsinfrastruktur, erklärte Oberbürgermeister Uwe Richrath den Schülerinnen und Schülern. „Man muss viele Zwänge und Interessen berücksichtigen, um zu einem realistischen Ergebnis zu kommen“. Oft seien es Kompromisse. Oberbürgermeister Uwe Richrath habe gerne die Räumlichkeiten für das Planspiel zu Verfügung gestellt. „Denn ich finde es wichtig, dass junge Menschen wie ihr politische Entscheidungsstrukturen kennenlernt und euch einmischt, denn es geht um eure Zukunft“.

Hintergrund: energieLux -  Klimaschutz in Leverkusener Schulen und Kindergärten
Die Klimakonferenz findet im Rahmen des Projektes energieLux– Energiesparen in Leverkusener Schulen und Kindergärten“ statt. 28 Schulen und 12 Kindergärten nehmen an dem städtischen Projekt teil. Weitere Informationen unter www.energieLux.de
nm

Pressemeldung vom 24.11.2018

Weihnachten lecker und klimafreundlich essen

Pfarrhaushälterin Annette Koster, Pfarrer Peter Beyer und Superindendent Gerd-René Loerken zeigen wie’s geht

Der Braten gehört für viele traditionell zum Weihnachtsschmaus. Wies das Weihnachtsmahl 2018 festlich und vor allem köstlich werden kann und das auch noch klimafreundlich, zeigen der katholische Pfarrer Beyer und seiner Haushälterin Annette Koster sowie der evangelische Superintendent Gerd-René Loerken. Gemeinsam mit dem Leiter des NaturGut Ophoven, Hans-Martin Kochanek und der Ersten Vorsitzenden Marianne Ackermann bereiteten sie am Dienstagnachmittag ein klimafreundliches Drei-Gänge-Weihnachtsmenü zu: eine winterliche Maronen Suppe zur Vorspeise, ein Kräuter-Nuss-Braten an einer Pilzsauce mit Feldsalat zur Hauptspeise und einen klassischen Honig-Bratapfel mit Vanillesauce zu Dessert.

„Was wir essen, wo und wie wir Lebensmittel einkaufen, lagern und zubereiten, das alles hat großen Einfluss auf das Klima“, erklärte Hans-Martin Kochanek. Klimaschutz könne also jeder leicht beim Einkauf praktizieren. Ein Mensch esse durchschnittlich 500 Kilogramm Lebensmittel im Jahr und produziere dadurch etwa zwei Tonnen Kohlendioxid. „Durch unsere Art des Einkaufes, der Lagerung und Verarbeitung können wir Verbraucher aktiv werden“. „Gerade zur Weihnachtszeit wird häufig zu viel eingekauft. Die Auslagen sind so verführerisch. Und vieles landet dann im Müll“, so Marianne Ackermann. Um keine Lebensmittel zu verschwenden, solle man unbedingt mit einer Einkaufsliste losgehen und folgende Tipps beachten:

Aus der Region
Lebensmittel aus der Region haben einen kürzeren Transportweg, das spart CO2-Emissionen. Bei regionalem Obst und Gemüse etwa betragen die Emissionen durch den Transport durchschnittlich 230 Gramm CO2 pro Kilo, aus anderen europäischen Ländern 460 Gramm und beim Transport aus Übersee mit dem Schiff sogar 570 Gramm. Eine Lieferung per Flugzeug ist immer um ein Vielfaches umweltschädlicher: Pro Kilo Obst oder Gemüse werden dabei im Durchschnitt 11.000 Gramm CO2 freigesetzt.

Bio statt normal
Bioprodukte sind umweltfreundlicher. Je nach Lebensmittelart verursacht biologisch erzeugte Ware im Schnitt 5% bis 23% weniger CO2-Emissionen. Dies ist hauptsächlich auf den weitgehenden Verzicht von künstlichen Düngemitteln zurückzuführen. Somit ist der Kauf von ökologisch angebauten Lebensmitteln nicht nur ein Beitrag zum Klimaschutz, sondern auch fördernd für einen gesunden Körper und ein starkes Immunsystem.

Lieber nur einen Sonntagsbraten
Die weltweite Viehwirtschaft ist schädlicher für das Klima als der komplette Verkehrssektor mit all seinen Autos, Motorrädern und Flugzeugen. „Die Produktion von Rindfleisch setzt  43-mal so viel CO2-Äquivalente frei wie der Anbau von Gemüse“, weiß der Leiter des NaturGut Ophoven, Hans-Martin Kochanek. Schuld daran sind u.a. die Fütterung mit Soja aus Übersee und mit Kraftfutter bei der Massentierhaltung und der hohe Methanausstoß der Rinder bei der Verdauung. Wer trotzdem nicht auf Fleisch verzichten möchte, sollte lieber weniger, dafür gutes Bio-Fleisch aus der Region kaufen, erklärt der Leiter des NaturGuts Ophoven. Wild sei auch nicht ganz so klimaschädlich wie Rindfleisch.

Eine gute Möglichkeit Weihnachten zu genießen und Klimaschutz zu betreiben ist daher eine gesunde Ernährung nach der Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (moderater Fleischkonsum) und die Nutzung von Biolebensmitteln. Dadurch können bis zu 50 % der CO2-Emissionen vermieden werden.

Pressemitteilung vom 19.11.2018

„Fakt oder Fake?” und „Gewohnheiten brechen beim Klimaschutz”

NaturGut Ophoven installiert zwei neue KlimaInfoStationen auf dem Gelände

Oberbürgermeister Uwe Richrath übergab am Montagmorgen zwei neue Installationen auf dem NaturGut Ophoven der Öffentlichkeit. Die erste Stele, die im Rahmen des Projektes BildungKlima-plus errichtet wurde, setzt sich mit dem Thema „Fake News” (erfundene Nachrichten) auseinander. Eine weitere KlimaInfoStation legt den Fokus auf individuelle Klimaschutzmaßnahmen bzw. die Gründe, warum derartige Vorhaben selten umgesetzt werden. Beide Informationsstelen sind für die Öffentlichkeit gedacht, aber auch für die pädagogische Arbeit mit Schulklassen sehr sinnvoll, erklärt Projektmitarbeiter Christoph Hoppe bei der Vorstellung.

Die bunten Stellen mit vielen Informationen, Tipps aber auch persönlichen Fragen regen zum Nachdenken an. Optische Täuschungen, Hörclips, Lose-Automaten und Schnüre animieren, sich aktiv mit dem Klimaschutz auseinander zu setzen. „Die Bevölkerung für den Klimaschutz nachhaltig zu gewinnen, kann nur über Bildung gelingen”, erklärte Oberbürgermeister Richrath bei der Pressekonferenz. Er sei glücklich, dass das NaturGut Ophoven immer wieder neue Aspekte beleuchte und Wege suche diese wichtige Aufgabe umzusetzen.

Die Themen „fake news” und „Gewohnheiten brechen” in Bezug auf Klimaschutz seien auf diese Weise einzigartig präsentiert, so Hans-Martin Kochanek, Leiter des NaturGut Ophoven. „Solche Stelen findet man in ganz Deutschland nicht.” Die Inhalte seien aktueller denn je: Neue Studien belegen, dass sehr viele Menschen Probleme haben „Fake” (Lüge, Täuschung) und „Fakt” auseinander zu halten. „Die enorme Informationsflut in den digitalen Medien erschwert eine vernünftige Bewertung und Überprüfung der Fakten”, so Kochanek. Daher sei es das Ziel dieser Installation, auf Fake News aufmerksam zu machen und ihre Gefahren anhand der Klimathematik zu erläutern.

Ungefähr die Hälfte unseres Verhaltens erfolge automatisch – aus der Gewohnheit heraus. Wir hinterfragen oft nicht, ob sie klimaschädlich ist, oder nicht. Fällt es uns auf, ändern wir sie trotzdem nicht nachhaltig, erklärt Hans-Martin Kochanek. „Wir legen unsere Pläne nach kurzer Zeit wieder auf Eis, weil sie gegen unserer Gewohnheiten sind oder wir wissen schlichtweg nicht, wo wir anfangen sollen”, so der Leiter des NaturGut Ophoven. Die Installation soll an diesem Punkt helfen. Auf spielerische Art und Weise werden Besuchende unterstützt, einen bestimmten Klimaschutz-Vorsatz zu fassen. Sie können entweder ihr Vorhaben selber aussuchen oder den Zufall entscheiden lassen und am Automaten ein KlimaLos ziehen. Als Symbol der Motivation und Bereitschaft, das Klima zu schützen und etwas zu bewegen, werden die Gäste aufgefordert, an entsprechender Stelle einen Knoten in ein Seil zu machen. Dieser gilt, ähnlich wie ein Knoten im Taschentuch, als Gedächtnisstütze. Um diese Erinnerungshilfe auch mit nach Hause zu nehmen, enthält das KlimaLos aus dem Automaten einen Aufkleber mit entsprechendem Vorsatz.

Die Installationen wurden im Rahmen des Projektes BildungKlima-plus entwickelt. Das Projekt wird im Rahmen der nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit gefördert. Die NKI trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei, sie macht den Klimaschutz erlebbar und schafft zahlreiche Beispiele zur Nachahmung. Hintergrund zum Projekt BildungKlima-plus Ziel des zweijährigen Projekts, koordiniert durch den Förderverein NaturGut Ophoven, ist es, ein Netzwerk Bildung für Klimaschutz aufzubauen. So soll ein konkreter Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen und zur Erreichung der Klimaschutzziele der Bundesregierung geleistet werden. Unter dem Motto „Gemeinsam voneinander lernen” entwickeln sich 16 außerschulische Bildungsstätten zu BildungszentrenKlimaschutz weiter. Zusammen formen sie ein bundesweites Netzwerk, welches die Vielfalt an Klimabildungsaktivitäten widerspiegelt und gemeinsam weiterentwickelt. Die 16BildungszentrenKlimaschutz sind Impulsgeber und Vorbilder für wiederum andere Bildungszentren. Dadurch werden weitere außerschulische Bildungseinrichtungen im Bereich der Klimabildung weiterentwickelt und noch mehr Menschen werden erreicht.

Weitere Infos erhalten Sie beim NaturGut Ophoven von Ute Rommeswinkel, Tel. 02171/73499-41, E-Mail: ute.rommeswinkel@naturgut-ophoven.de

Pressemeldung vom 13.11.2018

22.777 Klimameilen für Klimakonferenz kommen aus Leverkusen

Schuldezernent Marc Adomat ehrt die kleinen Klimaschützer


In Leverkusen waren wieder kleine Klimaschützer unterwegs: Von April bis November 2018 wurden in vier Kindergärten und sechs Schulen grüne Klimameilen gesammelt: Jeder Weg, der zu Fuß, mit dem Roller, dem Fahrrad oder mit dem Bus zurückgelegt wurde, zählt symbolisch für eine grüne Meile. Die Leverkusener Kinder wurden am Dienstagmorgen von Marc Adomat, Schuldezernent der Stadt Leverkusen in der Thomas Morus Grundschule für 22.777 Klimameilen geehrt. „Mobil sein ist sehr wichtig in unserem Leben, aber es darf nicht immer mit dem Auto sein. Zu Fuß, mit dem Fahrrad oder aber mit dem öffentlichen Nahverkehr ist jeder viel klimafreundlicher unterwegs“, so Adomat.

Zusammen mit den grünen Meilen aus anderen europäischen Städten werden die Leverkusener Meilen der Kinder auf der diesjährigen UN-Klimakonferenz in Katowice, Polen (3. -14.12.2018) an die Politiker überreicht. Allein in Deutschland sind dieses Jahr über 80.000 TeilnehmerInnen aus mehr als 500 Einrichtungen gemeldet. Auch in Österreich, Italien, Polen, Mazedonien, Weißrussland und den Niederlanden sind zahlreiche Einrichtungen mit dabei. Es ist ein Zeichen dafür, dass auch die Kleinsten sich schon aktiv für das Klima und ihre Zukunft einsetzen. „Nach den erfolgreichen Verhandlungen von Paris 2015 geht es dieses Jahr vor allem darum, das so genannte „Regelbuch“ zu verabschieden. In diesem sind konkrete Maßnahmen für die Staaten festgelegt, um die Klimaveränderung zu stoppen“, erklärte Britta Demmer vom NaturGut Ophoven.

Alle Einrichtungen nehmen am städtischen Projekt „energieLux - Klimaschutz an Leverkusener Schulen und Kindergärten“ teil, das vom NaturGut Ophoven koordiniert wird. „Die Kinder werden immer sensibler und möchten sich für eine lebenswerte Zukunft stark machen. Die Thomas-Morus-Schule hat sich mit 6010 Meilen besonders angestrengt, da sie die Aktion gleich zwei Wochen lang durchgeführt haben. Aber auch die GGS Im Kirchfeld mit 4175 grünen Meilen und die GGS Opladen mit 3972 grünen Meilen, sowie die GGS Kerschensteinerstraße, die Hans-Christian-Andersen-Schule, GGS Erich-Klausener und die Kitas Nikolaus-Groß-Straße, Dhünnstraße 12c, Sandstraße und Hans-Schlehan-Straße haben fleißig Klimameilen gesammelt.

Hintergrund:
Seit 2002 sammeln Kindergarten- und Schulkinder in aller Welt grüne Meilen für das Weltklima, neun europäische Länder nehmen in diesem Jahr an der Klimameilen-Aktion teil. Leverkusen ist in diesem Jahr das zehnte Mal dabei. Weitere Infos: www.kindermeilen.de.

Pressemitteilung vom 22.10.2018

Eine Frage der Einstellung

NaturGut Ophoven und die Leverkusener Verbraucherzentrale geben Tipps zum richtigen Heizen und Lüften

Auch wenn zum Teil noch sommerliche Temperaturen herrschen, viele haben ihre Heizung schon angestellt. „Obwohl die Heizung nicht das ganze Jahr in Betrieb ist, entfällt auf sie 70 Prozent des Energieverbrauchs im Bereich Wohnen“, erklärte Marianne Ackermann, erste Vorsitzende des Fördervereins NaturGut Ophoven am Montagmorgen auf einer Pressekonferenz. Deshalb mache es sich bezahlt für Portemonnaie und den Klimaschutz beim Heizen und Lüften ein paar Tipps und Tricks zu beachten, so Ackermann. Bernhard Pilch, Geschäftsführer der Leverkusener Verbraucherzentrale stimmt zu. Es müssen keine teuren Investitionen in eine neue Heizanlagegetätigt werden. „Allein mit Verhaltensänderungen kann schon viel Energie eingespart werden“, so der Verbraucherschützer. Im Folgenden zehn einfach Tipps, um merklich Heizkosten einzusparen und zum Klimaschutz beizutragen.

Lüften
Um die Feuchtigkeit aus dem Raum heraus zu lüften, sollte man täglich 2 bis viermal Lüften, je nachdem wie häufig man sich in dem Raum aufhält.

Im Winter möglichst Quer- und Stoßlüften, damit die Raumluft schnell ausgetauscht wird und dabei Wände und Mobiliar nicht auskühlen.

Dauerlüften durch gekippte Fenster verschwenden Energie. Außerdem kühlen die Fensterlaibungen verstärkt aus, was das Schimmelpilzrisiko erhöht.

Unmittelbar nach dem Duschen, Baden, Kochen oder Bodenwischen sollte Stoßgelüftet werden.

Heizen
Schon wenige Grad Celsius machen beim Energieverbrauch einen großen Unterschied aus: Jedes zusätzliche Grad erhöht den Wärmeverbrauch um 6%. Stellen Sie deshalb die Temperaturen so niedrig wie möglich ein.

Im Wohnbereich reichen 20 Grad für ein gemütliches Raumklima aus. In der Küche 18 bis 19 und im Schlafzimmer 17 bis 18 Grad. Im Badbereich darf es ruhig etwas wärmer sein.

Zum Aufheizen der Wohnräume sollten Sie die Thermostatventile nicht höher als auf die gewünschte Temperaturstufe einstellen: Stellen Sie die Ventile auf eine höhere Stufe (zum Beispiel auf 5 statt auf 3), wird es nicht schneller warm, sondern am Ende wärmer.

Heizkörper sollten nicht durch Möbel, Gardinen oder Verkleidungen abgedeckt werden, damit die Leistung des Heizkörpers voll genutzt werden kann.

Weil nachts tiefere Außentemperaturen herrschen, verbraucht das Warmhalten der Wohnung über Nacht mehr Energie. Darum empfiehlt es sich, die Heizung nachts um drei bis fünf Grad Celsius herunterzudrehen („Nachtabsenkung“), das entspricht bei Thermostatventilen ungefähr anderthalb Temperaturstufen. Kühler sollte es über Nacht nicht sein, da das Wiederaufheizen der Räume am nächsten Tag sonst zu viel Energie benötigt.

Das Schließen der Rollläden über Nacht verringert die Wärmeverluste durch das Fenster um rund 20 %. Geschlossene Vorhänge verstärken diesen Effekt und helfen ebenfalls, die Heizkosten gering zu halten.

Pressemeldung vom 19.10.2018

Experimente im Klimalabor

26 Grundschüler besuchen Herbstakademie auf dem NaturGut Ophoven

„Popcorn kann man allein mit der Kraft der Sonne machen“, erklärt die neunjährige Saskia begeistert. In einem Solarkocher auf dem Hof des NaturGut Ophoven haben 26 Ferienkinder den Mais zum Poppen gebracht. Zum 15. Mal nahmen Leverkusener Grundschülerinnen und -schüler an der  Herbstakademie auf dem NaturGut Ophoven teil. In der von der Bürgerstiftung finanzierten Ferienwoche ging es diesmal um den Klimaschutz. Experimente mit Sonnen-, Wind- und Wasserenergie wurden im „Klimalabor“ durchgeführt und Beispiele aus der Natur gesucht, die uns helfen klimafreundlich zu leben. Teilnehmen konnten Kinder, die besonders an Natur und Umwelt interessiert sind und von ihren Schulen für die Kinderakademie vorgeschlagen wurden.

„In der Sonnenwerkstadt lernten die Kinder wie mit Hilfe der Sonne Energie erzeugt wird. Mit den Solarbaukästen konnten sie dann selber kleine Autos bauen und in der Sonne auf dem Hof ausprobieren“, erklärt Cordula von der Bank, Koordinatorin des Ferienfreizeit auf dem NaturGut Ophoven. Aber auch Experimente zum Treibhauseffekt wurden durchgeführt. Mit Thermometern konnten die Kinder selber messen wie unter Schüsseln die Luft immer wärmer wurde.

Angelika Seewald, vom Schulpsychologischen Dienst führte mit den Schülerinnen und Schülern eine Denksport Rallye durch und war begeistert von dem Interesse und den kreativen Ideen der Jungen und Mädchen. „Bei den jungen Leverkusener Forschern sei bereits ein ausgeprägtes Verständnis für Ressourcenschutz und die Verantwortung für unsere Zukunft zu erkennen, so Seewald weiter.

Dem neunjährigen Gabriel hat der Bau von Solarautos am meisten Spaß gemacht. Für ihn wie für die meisten Kinder steht am Ende der Ferienwoche fest, dass sie so wenig CO2 wie möglich freisetzen wollen um die Klimaerhitzung aufzuhalten. Saskia versichert, sie werde in Zukunft nur noch mit dem Fahrrad oder dem Bus in die Schule fahren und Theresia will ihre Mutter überzeugen, nicht mehr den Trockner zu benutzen, sondern die Wäsche auf die Leine zu hängen um Strom zu sparen und zum Klimaschutz beizutragen. „Dabei werde ich ihr auch helfen“, versichert sie. Benjamin Rörig, Geschäftsführer der Bürgerstiftung war beeindruckt mit wie viel Begeisterung die Kinder von den Aktivitäten in der Ferienwoche berichteten.  

Pressemeldung vom 16.10.2018

Welternährungstag 2018

Janine Steeger und Kindergartenkinder lernen Grundnahrungsmittel aus aller Welt kennen und backen Brot

Am 16. Oktober 2018, dem Welternährungstag, soll daran erinnert werden, dass weltweit rund 800 Millionen Menschen nicht ausreichend mit Lebensmitteln und sauberem Trinkwasser versorgt sind. Auch das NaturGut Ophoven beteiligt sich als BNE-Regionalzentrum im Landesnetzwerk NRW an diesem Aktionstag.
Beim Kurs „Kleine Brotbäcker: Vom Getreide zum Brot“ verfolgen Kindergartenkinder den Weg des Brotes vom Getreidefeld bis auf den Esstisch. Die Kinder lernen hier wie aus Getreide Brot wird. Jedes mahlt Getreidekörner, knetet Teig und formt sein eigenes Brot. Dabei setzen sie sich mit allen Sinnen mit der Erzeugung von Lebensmitteln auseinander und lernen sie wertzuschätzen.
Zum anderen erfahren sie, dass Kinder in anderen Ländern andere Grundnahrungsmittel essen, so zum Beispiel in Afrika Hirse und in Mexiko Mais. Heute können die Kinder selber auf dem NaturGut Ophoven leckeren Hirsebrei oder Maisfladen probieren.

Andrea Rotgänger, Bildungsreferentin des NaturGuts Ophoven macht mit den Kindern Hirsebrei und erklärt dabei: „In vielen Ländern Afrikas essen die Menschen nicht so viel Brot wie wir. Ein wichtiges Nahrungsmittel ist Hirse. Hirsekörner werden im Mörser zerstampft. Daraus wird ein Brei gekocht, den man mit den Fingern essen kann. Viele  Menschen essen Hirsebrei oft zum Frühstück, zum Mittagessen und zum Abendessen.“
Janine Steeger: „Anfassen, schmecken, erleben, Lebensmittel kennenlernen und deren Herkunft erforschen: All das ist so wichtig, damit Kinder den Wert von Lebensmitteln begreifen.“

Hans-Martin Kochanek: „Die Kinder erleben heute, dass es verschiedene Grundnahrungsmittel auf der Welt gibt. Sie erkennen auch, dass es leider nicht bei allen Kindern so ist, dass es immer genug Lebensmittel gibt.  Viele Kinder auf der Welt haben nicht genug zu essen, weil es nicht ausreichend regnet und die Pflanzen auf den Feldern verdorren oder weil Krieg die Ernte zerstört hat. Diese globalen Probleme sollten für uns Ansporn sein lokal zu handeln: bewusst Essen aus der Region zu kaufen, unsere Mahlzeiten gut zu planen, um möglichst wenig Lebensmittel wegwerfen zu müssen.“ (In deutschen Privathaushalten landen pro Kopf und Jahr mindestens 55 Kilogramm Lebensmittel im Müll. Das sind mehr als 1 kg in der Woche. Viele davon originalverpackt und ungenutzt. Wir kaufen zu viel ein, lagern unsere Lebensmittel falsch, verwerten Reste nicht weiter.


Hintergrund
Aktionstage im Rahmen des Welternährungstages 2018 vom 5.-16. Oktober 2018
Am 16. Oktober 2018 ist Welternährungstag, der die Öffentlichkeit Jahr für Jahr darauf aufmerksam macht, dass noch immer eine unfassbare Anzahl Menschen Hunger leidet:  Rund 800 Millionen Menschen sind nicht ausreichend mit Lebensmitteln und sauberem Trinkwasser versorgt. Zwischen dem 5. und 16. Oktober finden deshalb in ganz NRW TREFFPUNKTE BNE - Bildung für nachhaltige Entwicklung statt. Dort informieren die Regionalzentren des BNE-Landesnetzwerkes NRW über die heutige Welternährungssituation. Die vielfältigen Aktionen stehen im Zusammenhang mit dem UN-Weltentwicklungsziel „Kein Hunger bis 2030“. Die BNE-Regionalzentren sind  Orte für alle, die Neues lernen, sich austauschen, gleichgesinnte Menschen treffen und eine zukunftsfähige und nachhaltige Gesellschaft mitgestalten wollen. Das ist Bildung für nachhaltige Entwicklung - BNE!

Pressemeldung vom 08.10.2018

Bundesverband der Kinder- und Jugendmuseen zu Gast auf dem NaturGut Ophoven

Am 8.10.2018  war der Bundesverband der Kinder- und Jugendmuseen auf dem NaturGut Ophoven zu Gast, der über 36 Kinder- und Jugendmuseen und Initiativen in Deutschland, Österreich und der Schweiz vertritt. So waren u.a. das Kindermuseum Nürnberg, das MachMit miraculum Aurich, das MACHmit! Museum Berlin, das Klick Kindermuseum Hamburg und das Kindermuseum Junges Schloss Stuttgart vertreten.
Kinder- und Jugendmuseen sind Familienorte, die für alle Kinder jedweder kulturellen und sozialen Herkunft offenstehen, um ihnen zu vermitteln, dass Wissen Spaß macht, dass man von anderen Kulturen lernen und profitieren kann, dass Naturwissenschaften aufregend wie ein Kriminalroman sein können, Kunst eigene Texte hat und die Welt ein großes Abenteuer für Neugierige ist. Anders als noch vor 20 Jahren ist heute politisch und gesellschaftlich die Bedeutung und Rolle von Kindermuseen unstrittig und  fester Bestandteil der Kulturlandschaft.   Inzwischen bieten auch viele große Museen mit bedeutenden Sammlungen spezielle Präsentationen für Kinder an.
Spannend ist es, dass die Besucher in Kindermuseen immer jünger werden, so dass das nächste Treffen des Verbands die Zielgruppe „U3“,  Kinder unter drei Jahren  in den Fokus setzen wird.

Ute Pfeiffer-Frohnert vom Leverkusener Kinder- und Jugendmuseums EnergieStadt: „Ich finde es sehr wichtig, dass wir Kinder- und Jugendmuseen uns immer wieder bewusst machen, dass wir Bildungsorte sind, um professionelle, aber auch ausreichend niedrigschwellige Angebote für alle Kinder und ihre Familien schaffen!“
Hintergrund:
Gegründet wurde  der Bundesverband der Kinder- und Jugendmuseen 1996, mit dem Ziel die Kinder und Jugendmuseen zu etablieren, die zum damaligen Zeitpunkt mit großen Legitimationsschwierigkeiten zu kämpfen hatten. Während das Modell „Museum für Kinder“ in den USA schon große Erfolge aufweisen konnte, war in Deutschland die Gründung von  Zielgruppenmuseen eher ungewohnt und musste gegen viele Vorbehalte kämpfen. Er vertritt die Interessen der Kinder- und Jugendmuseen in Deutschland, um die besondere Bedeutung der Kinder- und Jugendmuseen als kulturelle Bildungsorte in einer breiten Öffentlichkeit darzustellen und die Besonderheit der Arbeit der Kinder- und Jugendmuseen hervorzuheben.


Pressemeldung vom 17.09.2018:

Strahlender Sonnenschein beim Burgfest auf dem NaturGut Ophoven

Barbara Löhr erhält Ehrenamtspreis

Tausende kleine und große Besucherinnen und Besucher kamen auf das traditionelle Burgfest mit einem großen Angebot an Verkaufs- und Aktionsständen, die für eine mittelalterliche Atmosphäre sorgten. An vielen Handwerkerständen wurde Gefilztes und Gebasteltes, Schmuck, Naturkosmetik, Marmeladen und manches mehr feilgeboten. Beim Drechsler konnte sich jeder aus einem Stück Holz einen tollen Kerzenständer drechseln und die kleinen Schmiede formten beim Kinder-Schmied mit kräftigen Schlägen das glühende Eisen. An den vielen Trödelständen war eine Menge los und gut erhaltene Schätzchen wurden beim Stöbern entdeckt und erfreuten die neuen Besitzer. Für die Kinder gab es viel zu entdecken. Sie konnten Burgen bauen, weben und sich bei mittelalterlicher Kurzweil und in Mutproben üben.

Beim Burgfest wurde auch die zehnjährige Kooperation zwischen dem NaturGut Ophoven und dem Bienenprojekt der Gesamtschule Schlebusch gefeiert. Seit zehn Jahren arbeitet die städtische Gesamtschule mit NaturGut Ophoven daran, die Lebens- und Arbeitsbedingungen der wichtigen Insekten in der Stadt zu verbessern. So standen Honigzapfen, Bienenführungen, Blütenfilzen, Bienenbasteln und das Anlegen von Mini-Bienengärten auf dem Programm und machten viel Spaß. Mit diesen Aktionen wurden viele Besucher für das wichtige Bienenthema sensibilisiert. Ein besonderer Höhepunkt war die Verleihung des „HOVspatzen”, der an einen besonders engagierten Ehrenamtler verliehen wird. In diesem Jahr ging die Ehrung an Barbara Löhr. Barbara Löhr hilft seit Jahren engagiert bei fast allen Großveranstaltungen mit und gestaltet phantasievolle Kindergeburtstage im Kinder- und Jugendmuseum EnergieStadt. „Vereine wie wir sind auf ehrenamtliche Hilfe angewiesen. Alleine können wir die Vielzahl der Aufgaben nicht meistern”, erklärte die erste Vorsitzende des Fördervereins Marianne Ackermann. Seit 2002 wird der Ehrenamtspreis „HOV-Spatz” vom Förderverein verliehen. Der kunstinteressierte Leverkusener Prof. Dr. Eberhard Weise spendete das Kunstwerk, das von dem bereits verstorbenen Künstler Kurt Arentz geschaffen wurde. „Die zwei Bronzespatzen auf dem Backstein symbolisieren unsere Arbeitsweise: aktiv, gesellig und immer im Einsatz für die Natur”, so Marianne Ackermann weiter.

Pressemeldung vom 07.09.2018:

Wer kann auf‘s Auto verzichten?

NaturGut Ophoven und wupsi starten Aktion „Autofreie Woche” im Rahmen der „Europäischen Woche der Mobilität”

Das NaturGut Ophoven startet zusammen mit der wupsi die Aktion „Autofreie Woche”. Sie soll dazu anregen das Auto stehen zu lassen und auf klimafreundlichere Verkehrsmittel umzusteigen.

Mit dem Auto ist der Einkauf schnell erledigt und die Fahrt zum Arbeitsplatz trocken und bequem. Die vier Räder haben unseren Alltag sehr erleichtert. Doch das Auto hat nicht nur Vorteile, wie Hans-Martin Kochanek bei der Vorstellung der Aktion „Autofreie Woche” erklärte: „Fast ein Fünftel der gesamten deutschen CO2-Emissionen werden durch den Verkehrssektor verursacht. Mehr als die Hälfte dieser Emissionen stammt aus den Auspuffen der rund 44 Millionen Autos in Deutschland. Zudem ist die gesundheitsschädliche Feinstaubbelastung in deutschen Innenstädten durch Autos in vielen NRW-Städten zu hoch. Wir müssen die Feinstaubbelastung dringend senken, damit die Menschen - gerade in den Innenstädten - gesunde, saubere Luft atmen können – und das geht durch die Senkung des Autoverkehrs. Wir können so in Leverkusen nicht weitermachen, denn unser heutiges Mobilitätsverhalten ist zukunftsschädlich.”

Michael Porr ist ein tolles Beispiel, dass ein Leben ohne Auto funktionieren kann: „Ich bin Familienvater von 3 Kindern. Meine Frau und ich haben uns entschieden, dass wir möglichst wenig mit dem Auto fahren. Unser Ziel ist es, dass wir das Auto ganz abschaffen. Gerade probieren wir deshalb auch ein Carsharing-Angebot aus. Wir benutzen aber schon jetzt viel häufiger unsere Räder und Bus und Bahn. So machen wir bewusst jetzt mehrere Einkäufe wöchentlich mit dem Fahrrad oder dem Fahrrad.”

Wir brauchen in Leverkusen eine Mobilitätswende vom Individualverkehr zum ÖPNV. Deshalb soll es im nächsten Frühjahr auch Fahrradverleihsystem geben und wir arbeiten an einer Mobilitätsberatungs-App,” sagte Marc Kretowski, Geschäftsführer der wupsi GmbH. Er ergänzt: „Durch die niedrige Schadstoffbelastung im Vergleich zum Individualverkehr tragen die wupsi-Busse aktiv zum Klimaschutz bei und entlasten die Menschen von Schadstoff- und Lärmemissionen.”

Das sind gute Gründe einmal umzudenken. Das NaturGut Ophoven und die wupsi laden deshalb interessierte Familien und Privatpersonen zu einem Experiment ein: die Autofreie Woche vom 17.-23. September 2018. Für eine Woche sollen sie ihr Auto stehen lassen und anstelle dessen Busse, Bahnen, Fahrräder oder ihre Füße benutzen. Um den Umstieg zu erleichtern, stellt die wupsi den ersten 10 Teilnehmern bei Bedarf ein WochenTicket für Leverkusen zur Verfügung. Mit der Aktion möchte das NaturGut Ophoven und die wupsi anregen, dass sich die Leverkusener Gedanken über ihr Mobilitätsverhalten machen. Es geht nicht darum das Auto zu verteufeln, sondern zu überlegen, welche Fahrten unnötig sind und auf diese zu verzichten, wie etwa die Fahrt zum nächsten Briefkasten oder die Fahrt zum nahgelegenen Bäcker.

Anmelden können sich alle Interessierten bis spätestens zum Sonntag 16.9.2018. Persönlich auf dem Burgfest auf dem NaturGut Ophoven oder vorab per eMail an: ute.rommeswinkel@naturgut-ophoven.de, Tel. 02171/73499-41.

Weitere Infos erhalten Sie beim NaturGut Ophoven von Ute Rommeswinkel, Tel. 02171/73499-41, E-Mail: ute.rommeswinkel@naturgut-ophoven.de

Pressemeldung vom 06.09.2018

Für Blitzmerker & Pausenclowns! - BioBrotBox 2018

1710 Boxen wurden gepackt und an alle Leverkusener Grundschulen verteilt

Getreu dem diesjährigen Motto der BioBrotBox-Aktion „Für Blitzmerker & Pausenclowns” packten mit viel Spaß und Freude der Schuldezernent Marc Adomat, sowie Fernando Carro und Meinolf Sprink von Bayer Leverkusen und viele Freunde und Unterstützer des Projekts.

In diesem Jahr bekommen in Leverkusen 1710 Erstklässler zum Schulstart eine wiederverwendbare Brotbox voll mit vielen leckeren Zutaten aus ökologischem Anbau für ein gesundes Frühstück überreicht. Zusammen mit den 2501 Schülern aus dem Rheinisch Bergischen Kreis sind es über 4211 Kinder, die so für eine gesunde Ernährung sensibilisiert werden sollen. Der Schulderzernent Marc Adomat ist sehr froh, dass es die BioBrotBoxAktion in unserer Stadt gibt. „Es ist wichtig, dass unsere Kinder mit einem Frühstück in die Schule gehen. Außerdem möchte ich mich ausdrücklich bei den Sponsoren bedanken, denn wir müssen als Stadt keinen Cent dazugeben!” Schuldezernent Marc Adomat ergänzt: „Klasse, dass das Team des Fördervereins NaturGut Ophoven es wieder geschafft hat so viele Partner zu mobilisieren.”

Ute Pfeiffer-Frohnert ist im 13. Jahr für diese Aktion verantwortlich. Sie freut sich, dass die Realisierung wie jedes Jahr erfolgreich war und dieses Jahr die Box dank neuer Ideen und Engagement auch wieder mehr Inhalt hat. Ausdrücklich bedankt sie sich bei den vielen Partnern, die jedes Jahr die Aktion unterstützen wie auch der Fußballverein Bayer 04 Leverkusen.

Hintergrund:
Bundesweit erhalten zehntausende ErstklässlerInnen zum Start des neuen Schuljahres die wiederverwendbare Bio-Brotbox, gefüllt mit einem gesunden Pausenfrühstück. Ziel der 17. Bio-Brotbox Aktionen ist es, dass jedes Kind täglich ein gesundes Frühstück erhält und Informationen über Ursprung und Wertigkeit von Lebensmitteln bekommt.

Netzwerk für gesundes Schulfrühstück erreicht ein Viertel aller Abc-Schützen
Die erste Bio-Brotbox Aktion fand 2002 in Berlin statt. Seither entstand ein bundesweites Netzwerk Ehrenamtlicher, die in ihrer Region eine Bio-Brotbox Aktion zum Schuljahresbeginn durchführen, unterstützt von zahlreichen Unternehmen der Naturkostbranche und anderer Wirtschaftszweige. Rund 75 Initiativen verteilen in diesem Jahr Bio-Brotboxen für etwa 175.000 ErstklässlerInnen und erreichen damit rund ein Viertel aller Abc-Schützen bundesweit.

Gut gefrühstückt – gut gelernt
Fast jedes dritte Schulkind in Deutschland geht morgens mit leerem Magen aus dem Haus. Auch in der Schule haben die Kinder oft kein geeignetes Frühstück dabei. Zu Recht gilt aber das Frühstück als die wichtigste Mahlzeit des Tages und als Basis für das Lernen und Arbeiten. Auch die Qualität des Frühstücks spielt dabei eine wichtige Rolle. Insbesondere Vollkornprodukte, fettarme Milchprodukte, Rohkost und Obst sind eine gute Basis für erfolgreiches Lernen. Mit den bundesweiten Bio-Brotbox Aktionen setzen sich die Veranstalterinnen und Veranstalter jedes Jahr für gesunde Ernährung und eine nachhaltige Ernährungsbildung von Schulkindern ein. Die wiederverwendbare Brotbox soll Eltern und Kinder täglich daran erinnern, wieder gefüllt zu werden.

Bundesfamilienministerin übernimmt Schirmherrschaft
Bundesfamilienministern Franziska Giffey übernimmt die bundesweite Schirmherrschaft für die diesjährigen Bio-Brotbox Aktionen. In ihrem Grußwort dankt die Bundesministerin allen Ehrenamtlichen, den beteiligten Firmen und allen Partnerinnen und Partnern, die sich an der Bio-Brotbox Initiative beteiligen. Die Bio-Brotbox sei „ein gutes Beispiel für erfolgreiche Eigeninitiative”, so die Bundesministerin.

Weitere Infos: www.bio-brotbox.de

Pressemeldung vom 22.8.2018

Leben ohne Plastik

Die Leverkusenerin Judit Backhaus zeigt wie’s geht

Käse in eingeschweißter Folie, Gurken im Plastikkondom, Joghurt im Kunststoffbecher: Plastik findet sich beim Einkauf überall. Judith Backhaus verzichtet seit einem halben Jahr auf Plastikverpackungen, Einwegbesteck und Coffee-to-go-Becher und vieles mehr, das aus Kunststoff hergestellt ist. „Denn Plastik schadet der Umwelt und unserer Gesundheit”, so die Sprachvermittlerin.

Plastik macht krank
Bestandteile des Plastiks wie Weichmacher oder Bisphenol A können über die Nahrung in unseren Körper gelangen. Wissenschaftler gehen davon aus, dass diese Stoffe unseren Hormonhaushalt beeinflussen und im Zusammenhang mit Fruchtbarkeitsstörungen, Herz- und Krebserkrankungen stehen.

Plastik schadet der Umwelt
Über acht Millionen Tonnen Plastikabfälle gelangen jedes Jahr in unsere Ozeane. Meeresbewohner verwechseln die Kunststoffe mit Nahrung und verhungern. Andere verfangen sich in dem Müll und verenden qualvoll. Kunststoffmüll verrottet nicht. Eine Plastiktüte zerfällt frühestens nach 100 Jahren und Plastikflaschen benötigen für ihre Zersetzung 450 Jahre, so das Umweltbundesamt.

Es geht auch ohne
Grund genug für Judith Backhaus auf Plastik zu verzichten. Das ist nicht ganz einfach, weil viele Nahrungsmittel in Plastik verpackt sind, Seifen und Kosmetik oft Mikroplastik enthalten und Waschmittel und Reinigungsmittel überwiegend in Plastikflaschen erhältlich sind. „Aber es gibt für alles eine Lösung und Alternativen”, so Backhaus. Obst und Gemüse kauft sie auf dem Markt, im Hof- oder Bioladen oder auch in Supermärkten. „Immer mehr Supermärkte gehen dazu über, wieder unverpackte frische Nahrungsmittel anzubieten”, so Backhaus.

In kleinen wiederverwertbaren Netzen beispielsweise transportiert sie das Obst und Gemüse nach Hause. Zahnpasta in Tablettenform bestellt sie im Internet und Haarseife kauft sie im Konzeptladen Himbeertörtchen in Wiesdorf. Aber auch Bioläden wie Lebensbaum in Opladen bieten viele Produkte ohne Plastikverpackungen an. „Nudeln in gewachstem Papier oder Biogurken ohne „Plastikkondom” sind hier zu haben.

Inhaber Lutz Sembray berichtet aber auch, dass es auf Grund der Hygieneauflagen viele Dinge nicht ohne Verpackung geben kann und der Handel bisher nicht auf das zunehmende Umweltbewusstsein reagiert hat. „Insbesondere das wachsende Angebot an Fertiggerichten kommt zurzeit scheinbar nicht ohne Plastik aus”. Sich Zeit nehmen und wieder selber kochen mit frischen Zutaten, sei die umweltfreundlichste Alternative.

Der Einkauf verlange ein bisschen mehr Überlegung und Organisation, so Judith Backhaus. „Aber dadurch wird es tatsächlich billiger. Man kauft wertiger ein und schmeißt nichts mehr weg”, so ihre Bilanz. Früher sei sie die Regalreihen entlang gelaufen und habe von links und rechts in den Einkaufswagen gelegt. Heute kaufe sie gezielter ein: kein Kauf aus Reflex. „Ich koche jetzt frischer und merke, dass ich gesünder lebe”. Fertiggerichte und Süßigkeiten fallen weg, da sie meist in Plastik verpackt sind. „Auf Plastik zu verzichten, bedeutet keinen Verzicht und schon gar keinen Verlust”, so Hans-Martin Kochanek, vom NaturGut Ophoven. Man könne Schritt für Schritt vorgehen und dort anfangen, wo es am leichtesten fällt. „So wird der Einkauf wieder zu einem Abenteuer”.

Tipps um Plastik einzusparen:
• Ab jetzt immer dabei: der Jute-/Baumwollbeutel
• Tschüss Coffee-to-go Becher!
• Trinkwasser aus dem Hahn in der eigenen Trinkflasche
• Lebensmittel ohne Plastikverpackung kaufen
• Augen auf beim Kosmetik-Kauf: auf Mikroplastik verzichten
• Alternativen aus Holz, Glas oder Metall - z.B. in der Küche
• Kleidung aus Naturfasern statt aus Plastikfasern
• Reparieren oder tauschen statt wegschmeißen

Viele weitere Tipps für ein Leben mit möglichst wenig Plastik unter www.besser-leben-ohne-plastik.de oder www.plastikfreileben.de.

Weitere Infos erhalten Sie beim NaturGut Ophoven von Britta Demmer, Tel. 02171/73499-44, E-Mail: britta.demmer@naturgut-ophoven.de

Pressemeldung vom 13.08.2018

Kinderhelden – gerecht, wild und fair

NaturGut Ophoven veranstaltete Ferienwoche mit Kindern aus Leverkusen und Krisengebieten

Dr. Clock - er kann in der Zeit vorwärts und rückwärts reisen und das, was schief gelaufen ist, wieder in Ordnung bringen. Der neunjährige Elias stellt sich so die Kräfte eines Superhelden vor. Er trägt eine Teller große Uhr vor der Brust, schwarze Handschuhe und einen schwarzen Hut mit einem ausgedienten Radiowecker auf dem Kopf, dazu eine alte verspiegelte Sonnenbrille.

Mit 24 anderen Jungen und Mädchen aus Leverkusen und Krisengebieten aus aller Welt verbachte er eine Ferienwoche auf dem NaturGut Ophoven. Unter dem Motto: „Kinderhelden leben gerecht, wild und fair” bastelten die Kinder vier Tage lang aus kaputten Fahrradschläuchen, alten Kleidern, Pappe, Draht und vielem mehr ihre Vorbilder. Ziel der Woche war es, so Magdalena Burger, Leiterin der Ferienwoche, dass die Kinder erfahren, dass jeder Mensch auf seine Weise ein Held ist. „Jeder hat besondere Kräfte und Eigenschaften, die er nutzen kann um die Welt ein bisschen besser zu machen”.

Der neunjährige Juan aus Syrien beispielsweise kann gut übersetzen. Er wird häufig von Bekannten angerufen um zu helfen. Dann flitzt er mit seinem Einrad oder mit seinem Fahrrad zu den Freunden um zu dolmetschen. Deshalb hat er ein Kunstwerk aus Fahrradteilen zusammengestellt.

Neben dem Basteln von Skulpturen philosophierten die Kinder jeden Tag in Gesprächsrunden, was sie zu Helden macht und wie sie ihre eigenen Kräfte nutzen könnten. „Ein Superheld kann Kontakte knüpfen, falls jemand Außenseiter ist”, meinte Milad und Bartol erklärte: „Eine Superkraft zu haben ist sinnvoll, z.B. Musik machen. Das verändert bei anderen die Laune” oder miteinander spielen, das mache glücklich. Die kleine Amina meinte „Ein Superheld kann Wackelzähne ziehen.”

Die Ideen sammelten die Kinder bei gemeinsamen Teamtrainings und Spielen in der Natur rund um das NaturGut Ophoven. Klimaschutz und Gerechtigkeit waren immer wieder Themen, die in der Diskussion aufgeworfen wurden. Beim Besuch der KlimaGlück-Ausstellung im Kinder- und Jugendmuseum EnergieStadt des NaturGut Ophoven wurde den Jungen und Mädchen klar, dass nicht nur sie unter der Hitze des Sommers leiden, sondern dass auch das Wohlergehen von Kindern und Familien in aller Welt von unserem Klima abhängt. Daher hilft es allen Kindern, wenn auch die Kinderhelden zuhause für den Klimaschutz aktiv sind.

Dass die Ferienwoche stattfinden konnte, wurde durch eine Förderung des Ministeriums für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes NRW im Rahmen des Kinder- und Jugendförderplans NRW ermöglicht.

Am Freitagmittag stellte das NaturGut Ophoven die Skulpturen aus. Leverkusens Schuldezernent Marc Adomat war dabei. „Es ist immer wieder erstaunlich zu sehen, wie kreativ Kinder sind.” Auch Leiterin Magdalena Burger war beeindruckt von der Feriengruppe. „Obwohl sich die Kinder vorher nicht kannten, wurden sie sehr schnell zu einem Team.”

Weitere Infos erhalten Sie beim NaturGut Ophoven von Britta Demmer, Tel. 02171/73499-44, E-Mail: britta.demmer@naturgut-ophoven.de

Pressemeldung vom 26.07.2018

Dem Klimawandel auf der Spur

Feriencamp auf dem NaturGut Ophoven

Palmen in Düsseldorf? Strand und Meer in Köln? Im KlimaCamp ist alles möglich. Doch wer ist eigentlich dieses Klima und warum wandelt es sich? 28 Leverkusener Ferienkinder gehen der Sache auf den Grund. Im Rahmen des Projektes BildungKlima-plus bereisen sie eine Woche lang verschiedene Länder dieser Erde mit dem Klimamobil und entdecken spannende Welten.

Am Montag ging es um das Thema Mobilität und Klimaschutz. Besonders viel Spaß hatten die Kinder dabei das CO2-neutrale Auto mit Luftballonantrieb zu basteln. Aus Korken, Schaschlikspießen, Bierdeckel und gebrauchten Kronkorken bauten sich die Kinder fantasievolle Gefährte. „Erfreulich ist, dass schon viele von ihnen wissen, dass Autoabgase schlecht fürs Klimas sind”, erklärt Christoph Hoppe, Leiter der Ferienfreizeit.

Anders sah es beim Thema Ernährung aus. Am Dienstag ging es um saisonale und regionale Nahrungsmittel. Beim Kartoffelpyramiden-Staffellauf und dem Zubereiten von Smoothies mit Himbeeren und Erdbeeren erhielten die Jungen und Mädchen viele Informationen darüber, was unsere Ernährung mit dem Klimawandel zu tun hat. „Was hier wächst, braucht nicht über weite Strecken transportiert zu werden”, erklärt die achtjährige Leonie. „Deshalb ist es besser fürs Klima”.

Jeder Tag der Ferienwoche ist einem anderen Thema gewidmet. Neben der Ernährung und der Mobilität ging es am Mittwoch um den Wald und welche Bedeutung er für uns und das Klima hat. Ein Experiment soll den Jungen und Mädchen verdeutlichen, wie viel besser der Waldboden Wasser speichern kann im Gegensatz zu Sand. Am Nachmittag wird aus Altpapier neues Papier gemacht.

Am Donnerstag und Freitag wird das Plastik unter die Lupe genommen sowie die Erneuerbaren Energien untersucht. „Allerdings steht das Spiel und der Spaß immer im Vordergrund, es ist ja schließlich eine Ferienfreizeit”, so Hoppe. „Wir wollen den Kindern natürlich Wissen vermitteln, aber ihnen auch verdeutlichen, dass Klimaschutz keine Bürde ist, sondern Spaß machen kann. Man braucht nur ein bisschen Kreativität und Fantasie dazu”.

Weitere Infos erhalten Sie beim NaturGut Ophoven von Britta Demmer, Tel. 02171/73499-44, E-Mail: britta.demmer@naturgut-ophoven.de

Pressemeldung vom 18.07.2018

Zu gut für die Tonne

Leverkusener Restaurants engagieren sich für die Lebensmittelrettung

Jahr für Jahr landen in Deutschland elf Millionen Tonnen Lebensmittel im Wert von circa 25 Milliarden Euro im Müll. Um diese Menge zu transportieren, sind 440.000 Sattelschlepper notwendig. Hintereinander aufgereiht, ergäbe das eine Strecke von Oslo nach Lissabon und zurück. „Eine unvorstellbar große Menge an Energie und Ressourcen werden dadurch jährlich verschwendet”, erklärt Britta Demmer vom NaturGut Ophoven. Mit dem Projekt „Verschwendung stoppen!” will das NaturGut Ophoven Verbraucher motivieren, achtsamer mit Lebensmittel umzugehen.

Insbesondere Gastronomen haben ein großes Potential der Lebensmittelverschwendung vorzubeugen. Sechs Leverkusener Restaurants wie das Schmalztöpfchen, das Speiselokal KD in Opladen, der Herkenrath Hof in Schlebusch und das Fellini in Wiesdorf sowie der Opladener Feinkochtopf und das Bistro im NaturGut Ophoven achten bereits darauf, möglichst wenige Lebensmittel zu verschwenden. Im Rahmen des Projekts, das von der von der Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW finanziert wird, will das Umweltbildungszentrum weitere Restaurants gewinnen.

Jenny Maus von der Opladener Speisekneipe KD achtet bereits seit zwei Jahren darauf, weniger Lebensmittel wegzuschmeißen. Sie stellte fest, dass viele Gäste ihre Teller nicht leer aßen. „Die Portionen waren zu groß, deshalb verkleinerten wir sie. Wer "extra groß" möchte, kann dies gern gegen einen Aufpreis bestellen”, erklärte die Gastronomin. Außerdem bietet das Speiselokal den Gästen an, die Reste einzupacken. „Wir geben dazu immer den Tipp, wie man das Essen am besten wieder erwärmt, damit es weiterhin schmeckt”.

Ähnlich macht es der Feinkochtopf in Opladen. Monika Weidner packt den Teller der Gäste von vornherein nicht so voll und bietet den Kunden einen kostenlosen Nachschlag in der gewünschten Menge an. „Diese Regelung wird von unseren Gästen sehr gerne angenommen und trägt nicht nur dazu bei Lebensmittelverschwendung zu vermeiden: die Kunden schätzen diesen Service sehr und viele sagen, dass sie sich ein wenig wie zu Hause fühlen.”

Beide Restaurants verzichten weitgehend auf Fertigprodukte. „Wir kochen fast ausschließlich mit frischen Zutaten und arbeiten lieber unter der Devise: Was weg ist, ist weg!”, so Jenny Maus. Fertigprodukte verleiten dazu, dass man zu viel davon kauft und auf Vorrat hortet. Nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums müssen diese Sachen dann weggeschmissen werden. Ähnlich sei es mit eingefrorenen Lebensmitteln. Oft landen sie dann nach wenigen Tagen in der Tonne, erklärt die Gastronomin. „Seit wir bewusster einkaufen, werfen wir nicht mehr so viele Lebensmittel weg”.

Auch die Initiative „Zu gut für die Tonne!” des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) machen sich gegen diese Verschwendung stark mit der Aktion „Restlos genießen”. Dabei sollen die Restaurants ihren Gästen aktiv anbieten, nicht verzehrte Speisen einzupacken – für den zweiten Hunger zu Hause. Über 200 Restaurants bundesweit verteilen dazu bereits die nachhaltigen Beste-Reste-Boxen. „Wertvolle Speisereste mitzunehmen, muss hierzulande niemanden in Verlegenheit bringen”, so Hans-Martin Kochanek vom NaturGut Ophoven.

Weitere Infos erhalten Sie beim NaturGut Ophoven von Britta Demmer, Tel. 02171/73499-44, E-Mail: britta.demmer@naturgut-ophoven.de

Pressemeldung vom 12.07.2018

Fünftklässler der Gesamtschule Schlebusch legen Wildbienenwiese an

Gemeinsam aktiv für Leverkusens Bienen

Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule Schlebusch gestalten in ihrer Projektwoche eine neue Wildbienenwiese. Sie müssen kräftig arbeiten, um den Oberboden abzutragen, sodann den Boden abzumagern um dann einheimische Blumen einzusäen, die dann Wildbienen als Nahrungsgrundlage und Lebensraum dienen.

Es ist schon eine überwältigende Zahl: bis zu 2000 verschiedene Tierarten können auf einer naturnahen Wiese leben. Mehr als 60 Blumenarten kommen auf einer natürlichen Blumenwiese vor. Schmetterlinge, Hummeln und Bienen brauchen den Nektar und Pollen der Blüten als „Tankstelle”. Vögel genießen den Samen und die Insekten. Auch Igel finden in diesem Lebensraum jede Menge Nahrung.

„Eine Neuanlage einer Blumenwiese ist nicht so schwer”, freut sich die Gesamtschullehrerin Eileen Greißner. „Unseren Fünftklässlern hat es richtig Spaß gemacht hier kräftig mit anzupacken.” Der Schüler Emir, 11 Jahre ergänzt: „Das Arbeiten hat mir Spaß gemacht. Ich mag sehr gerne Blumenwiesen, viel lieber als niedrigen Rasen.”

Hans-Martin Kochanek freut sich über das Engagement und gibt Tipps, wie jeder seinen Rasen zu Hause zu einer Blumenwiese aufwerten kann, denn jeder hat im eigenen Garten viele Möglichkeiten etwas für die bedrohten Insekten zu tun.

Er empfiehlt folgendes Vorgehen:
Rasen/Wiese durch Ausstechen von Rasenziegeln 5–10 cm tief entfernen.
Boden umgraben und möglichst viele Wurzeln entfernen, mit Rechen zu feiner Krümelstruktur umarbeiten.
Eine dicke Lage eines Sand-/Kiesgemischs auftragen und mit dem vorhandenen Unterboden mischen, denn das dient der Ausmagerung des Bodens.
Vor der Aussaat (günstig April-Mai) den Boden ca. 1 Woche ruhen lassen.
Einheimisches Saatgut verwenden, möglichst ohne Klee, da dieser Stickstoff bindet und so den Boden nährstoffreicher und damit die Blumenwiese weniger bunt werden lässt. Auch auf Grassamen sollte man auf jeden Fall verzichten. Eine geeignete Pflanzenliste gibt es hier: www.nabu-leverkusen.de.

Die Gründe für die Anlage einer Blumenwiese sind sehr vielfältig, denn sie ist Lebensraum für unsere Vogelwelt, bieten Nahrung für Schmetterlinge & Co und mit vielen bunten Blüten auch ein Genuss für uns Menschen. Zudem helfen uns Blumenwiesen auch beim Atmen helfen. Bereits eine Blumenwiese von 1 x 1,5 m Größe produziert im Jahr so viel Sauerstoff wie ein Mensch benötigt.

Pressemeldung vom 11.07.2018

Eine Woche ohne Elterntaxi

Auszeichnung und Preise für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Wettbewerbs

Jeder Schulweg, der zu Fuß, mit dem Fahrrad oder öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt wird, ist nicht nur gut für die Umwelt und das Klima, sondern auch ein Gewinn für die Gesundheit, das Wohlbefinden und Selbstbewusstsein der Kinder und Jugendlichen. Aus diesem Grund hat das NaturGut Ophoven gemeinsam mit der wupsi den Wettbewerb „Eine Woche ohne Elterntaxi” organisiert, bei dem alle Teilnehmenden versucht haben, eine Woche ohne die Autofahrten durch die Eltern auszukommen.

Am Wettbewerb haben insgesamt 259 Schülerinnen und Schüler aus 27 Klassen der Jahrgangsstufe 1-6 teilgenommen. Mit dabei waren 76 Teilnehmende aus 11 Klassen der Klassenstufe 5 und 6 der Gesamtschule Schlebusch, 89 Kinder der KGS Thomas-Morus-Schule aus 8 Klassen und 94 Kinder der GGS Bergisch Neukirchen. Von den 8 Klassen der GGS Bergisch Neukirchen hatten die Klassen 1b und 2a mit jeweils 19 Kindern die meisten Tagebücher ausgefüllt.

Marc Kretkowski: „Ich freue mich, dass so viele Klassen teilgenommen haben und so durch den Wettbewerb Werbung für den CO2-freundlichen Schulweg durch Busse, Fahrrad und zu Fuß gemacht worden ist. Jeder Schulweg, der so zurückgelegt wurde, ist nicht nur gut für die Umwelt und das Klima, sondern auch ein Gewinn für die Gesundheit der Kinder. ”

Alle Kinder und Jugendlichen bekommen für ihre Teilnahme eine Urkunde. Als Preise überreichten Marc Kretkowski und Hans-Martin Kochanek der Klasse 1b eine Betriebsführung auf dem wupsi-Betriebshof. Außerdem gab es für die Klasse 2a neue Pausenspiele.

Die beiden Klassen 6d und 6g mit den meisten Teilnehmenden der Gesamtschule Schlebusch bekamen Karten für ein Bundesligaheimspiel der Werkselfen. Auch die beiden Klassen (1a und 3c) der KGS Thomas-Morus-Schule erhalten je einen Ausflug zum wupsi-Betriebshof und Pausenspiele. „Toll, dass so viele Kinder sich angestrengt haben, ohne die Autofahrten durch die Eltern auszukommen. Man sieht in den Tagebüchern, dass viele Eltern in der Woche mit dem Fahrrad ihre Einkäufe erledigt haben. Optimierungsbedarf gibt es noch bei den Freizeitfahrten, denn diese wurden in der Aktionswoche doch noch sehr oft mit dem Auto getätigt”, freut sich Hans-Martin Kochanek, Leiter des NaturGuts Ophoven.

Die Schulleiterin Vera Bellgardt informiert über die Aktion an der Grundschule Bergisch-Neukirchen: „Die Woche ohne Elterntaxi haben wir in unsere umweltfreundliche Woche integriert. Eine solche Aktion ist wichtig, denn fast jeden Morgen verstopfen die Elterntaxis unseren Parkplatz durch den morgendlichen Chauffeurdienst. Wir würden uns sehr wünschen, wenn die Kinder öfter zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem Bus kommen würden. Das wäre für alle ein Gewinn, insbesondere für das Wohlbefinden und Selbstbewusstsein der Kinder.”

Pressemeldung vom 05.07.2018

Spiele und Spaß unter dem Motto „Gestärkt in den Sommer”

NaturGut Ophoven lud zum Sommerfest ein

Hunderte von Gästen besuchten den NaturGut Sommer unter dem Motto „Gestärkt in den Sommer”. Ein buntes Bühnenprogramm mit Tanz und Musik sorgte für gute Laune am Sonntagnachmittag. Viele Mitmach- und Spielaktionen rund um das Thema „Essen, was hier und heute wächst”, warteten auf Groß und Klein: Es wurde Gemüse eingetopft, ein Saisonkalender gebastelt und ein riesengroßes Halligalli Spiel sorgte für Spaß. Auch das diesjährige Sparkassen-Umwelträtsel für die Grundschulen und Klassen 5 und 6 drehte sich ums klimafreundliche Essen.

Um 14 Uhr wurden die Gewinner des diesjährigen Sparkassen-Umwelträtsel für die Schule von Oberbürgermeister Uwe Richrath und dem Sparkassen Vorstand Rainer Schwarz gezogen. Es gab über 50 tolle Preise zu gewinnen, u.a. ein Smartscope, mit dem man kleine Tiere vergrößern und mit dem Handy abfotografieren kann, drei Naturforscherrucksäcke zum Experimentieren, Taschenmesser und Schnitzbuchanleitung oder ein Waldlehrbuch mit Taschenfernglas. Die Klasse mit den meisten Teilnehmern hieß in diesem Jahr die 3a der Don Bosco Schule. Sie gewann einen Klimakochkurs auf dem NaturGut Ophoven.

Aber auch die Erwachsenen kamen nicht zu kurz: Imker Reinhold Glüsenkamp lud zu Bienenführungen ein. Viele weitere Stände von NABU und BUND, Energieversorgung Leverkusen, Green Peace oder Eine-Welt-Laden informierten über Themen der Nachhaltigkeit. Türkische Pizza und andere Leckereien mit regionalen Zutaten luden zum Verweilen ein.

Weitere Infos erhalten Sie beim NaturGut Ophoven von Britta Demmer, Tel. 02171/73499-44, E-Mail: britta.demmerqnaturgut-ophoven.de

Pressemeldung vom 28.06.2018

Schule der Zukunft NRW veranstaltet Schülerakademie auf dem NaturGut Ophoven

60 Schülerinnen und Schüler aus ganz Nordrhein-Westfalen haben am Mittwoch intensiv zum Thema Klimaschutz auf dem NaturGut Ophoven geforscht und experimentiert. „Ich bin begeistert, wie engagiert und motiviert die Schülerinnen und Schüler mitmachen und wie viel sie schon wissen” erklärte Britta Demmer, vom NaturGut Ophoven.

Im Rahmen der Kampagne „Schule der Zukunft” hat die Natur- und Umweltschutzakademie NRW (NUA) zusammen mit dem NaturGut Ophoven zu dieser Schülerakademie eingeladen. Die Jugendlichen zwischen 12 und 18 Jahren konnten Autos bauen, die mit Wasserstoff oder Solarenergie betrieben wurden, sich mit Energiesparen in der Schule und dem richtigen Recyceln von Müll beschäftigen oder sich Gedanken machen, wie das Energienetz der Zukunft aussehen muss.

Der Zusammenhang zwischen Energie und globalen Klimaveränderungen war das Thema der Schülerakademie und die Frage, wo und auf welche Weise jeder Einzelne seinen Beitrag leisten kann. Die Schülerinnen und Schüler hatten die Möglichkeit sich in vier verschiedenen Workshops auszuprobieren, in denen es um Alternative Antriebstechniken ging, um regenerative Energiequellen, Energiesparen und die Energienetze. Gerade das Wasserstoffauto hatte es den jugendlichen Forschern angetan. Denn dies ist das ideale Auto der Zukunft. Die 16jährige Annika findet es sehr wichtig, sich mit diesen Themen auseinanderzusetzen: „Denn es geht um unsere Zukunft.” Neben den Pädagogen des NaturGut Ophoven, leiteten auch die EnergieAgentur.NRW und die RheinEnergie AG einen Workshop.

Die Kampagne „Schule der Zukunft” ist ein gemeinsames Angebot der für Schulen und Umwelt zuständigen Ministerien in Nordrhein-Westfalen. Seit 2003 werden Schulen, Kindertagesstätten und Netzwerke begleitet und Möglichkeiten aufzeigt, wie junge Menschen in eine lebenswerte Zukunft mitgestalten können. Im Rahmen der Kampagne werden Schulen unterstützt, Bildung für nachhaltige Entwicklung im Unterricht und Schulalltag umzusetzen.

Pressemeldung vom 19.06.2018

Für Blitzmerker und Pausenclowns! - BioBrotBox 2018

Wilfried Schmickler übernimmt die Patenschaft

Ganz getreu dem diesjährigen Motto der BioBrotBox-Aktion „Für Blitzmerker und Pausenclowns” konnte das NaturGut Ophoven den renommierten Kabarettisten Wilfried Schmickler für das Projekt gewinnen. Wilfried Schmickler ist in Leverkusen-Hitdorf geboren und ist der Stadt sehr verbunden. „Ich freue mich sehr, dass ich in diesem Jahr die Patenschaft für die BioBrotBox-Aktion übernehmen durfte. Mein erster Schultag ist schon sehr, sehr lange her. Aber auch schon damals durfte das Pausenbrot im Tornister nicht fehlen. Denn, wer in der Schule nichts isst, dem fehlt die Energie zum Lernen. Und ohne Energie, macht das Lernen einfach keinen Spaß.” informiert Wilfried Schmickler. Er ergänzt: „Hätte ich als kleiner Junge nicht jeden Tag meine Pausenbrote gegessen, würden mir heute nicht so viele gute Ideen einfallen, mit denen ich die Menschen zum Lachen und hoffentlich ein bisschen zum Nachdenken bringe. Am liebsten mochte ich auf meinen Broten: Käse mit Tomaten, Leberwurst mit Gewürz-Gurken und Schoko-Streusel mit Salat.”

In diesem Jahr bekommen in Leverkusen 1620 Erstklässler zum Schulstart eine wieder verwendbare Brotbox voll mit leckeren, ökologischen Naschereien überreicht. Zusammen mit den 2800 Schülern aus dem Rheinisch Bergischen Kreis sind es über 4420 Kinder, die so für eine gesunde Ernährung sensibilisiert werden sollen.

Ute Pfeiffer-Frohnert organisiert jetzt im 13. Jahr die Aktion: „Besonders stolz bin ich heute auf unsere Brotboxpatenkinder, denn sie sind der Beweis wie bunt und lebendig unser Zusammenleben ist. Valentina, Adam und Hamsa zeigen dies heute beispielhaft und repräsentieren diese Vielfalt für viele Schulklassen.”

Der Erfolgsweg des Biobrotbox-Netzwerkes für bewusste Kinderernährung begann 2002 in Berlin. Bei den Bio-Brotbox-Aktionen werden Erstklässlern zur Einschulung eine wieder verwendbare Frühstücks-Dose mit Zutaten aus ökologischer Landwirtschaft überreicht. Die Bio-Brotbox-Aktionen werden in der Regel von breiten gesellschaftlichen Bündnissen ehrenamtlich organisiert und privatwirtschaftlich finanziert. Zahlreiche Unternehmen der Naturkostbranche und anderer Wirtschaftszweige zeigen mit der Beteiligung an Bio-Brotbox-Aktionen in ihrer Region soziales Engagement und setzen sich dafür ein, möglichst vielen Menschen Informationen zu bewusster Ernährung zu vermitteln. Für viele Eltern und Kinder ist die Bio-Brotbox der erste Kontakt mit Lebensmitteln aus ökologischer Herstellung.

Weitere Infos: www.bio-brotbox.de

Pressemeldung vom 14.06.2018

Kapieren ohne kopieren!

Regenbogenschule setzt auf Papiersparen und Recyclingpapier

Rund 250 kg Papier verbraucht jeder Deutsche pro Jahr. Das ist zu viel, fanden die Schülerinnen und Schüler der Regenbogenschule. Eine Woche lang haben sie deshalb ihren Kopierer „in den Urlaub geschickt”, um festzustellen wie es ist, ohne Arbeitsblätter zu lernen. „Wir haben allein durch diese Aktion viele Blätter Papier eingespart”, erklärte Marianne Ackermann, Lehrerin an der Regenbogenschule.

Im Rahmen des städtischen Projekts „energieLux - Klimaschutz an Leverkusener Schulen und Kindergärten” will die Schule Lehrer und Schüler motivieren, Ressourcen einzusparen. Bereits zum dritten Mal hat die Einrichtung auf den Kopierer verzichtet. In diesem Jahr sogar ein Woche lang. „Es wurde auch nicht vorkopiert, denn die Schülerinnen und Schüler hatten die Anweisung kopierte Arbeitsblätter zurückzuweisen”, erklärte Ackermann.

Nicht nur den Schülern auch den Lehrern machte die symbolische Aktion fürs Papiersparen Spaß: „Anstatt in den Pausen vor dem Kopierer Schlange zu stehen, genossen die Lehrerinnen und Lehrer ihre Zeit im Lehrerzimmer um auszuruhen oder sich zu unterhalten”, erklärte Marianne Ackermann. Als Alternative zum kopierten Arbeitsblatt nutzten die Kollegen im Unterricht die Tafel oder das Buch.

Wie wichtig das Papiersparen ist: Deutschland importiert ca. 80 Prozent seines Zellstoffes für die Papierindustrie. Das ist in Sachen Natur ein riesiges Problem. Denn die Hauptlieferanten dafür sind Schweden, Finnland, Brasilien, Kanada, Spanien und Portugal. Auch aus den Urwäldern Russlands gelangen Faserstoffe zu uns. Nicht alles stammt aus zertifizierten Papierplantagen und wird wieder aufgeforstet. Die Regenwaldstiftung OroVerde schätzt, dass nach wie vor rund 20 Prozent der Holzfasern aus Urwäldern stammen und unkontrolliert und unwiederbringlich entnommen werden.

Deutschland ist Recyclingweltmeister in Sachen Papier
Papier kann bis zu 6 Mal recycelt werden. Erst dann sind die Papierfasern so kurz, dass sie nicht mehr verwendet werden können. Aus dem recycelten Papier lässt sich hervorragend neues Papier herstellen. Das 100 Prozent recycelte Papier ist in Deutschland für jeden Bürger leicht zu erkennen, denn es ist mit dem „Blauen Engel” gekennzeichnet. So kann jeder allein mit dem Kauf seines Papieres leicht die Wälder dieser Erde schützen.

Marianne Ackermann bestellt beim Memo-Versand, ein Versandhandel für Recycling- Bürobedarf die recycelten Schulheft klassenweise. „Der Versandhandel liefert kostengünstig und unkompliziert”, so Marianne Ackermann. Bezahlt werde das Material vom Förderverein, in den die Eltern zu Beginn des Schuljahrs einzahlen. „Das ist eine win-win Situation”, sagt die Lehrerin. „Denn die Eltern haben nicht die Arbeit ständig neue Hefte zu kaufen und ich brauche den Kindern nicht hinterherzulaufen, wenn ihre alten Hefte voll sind”. Das könne unter Umständen bis zu drei Wochen dauern, bis die Kinder bzw. Eltern reagieren.

In Schulen werden nach Angaben von Recycling-Initiativen pro Jahr bis zu 200 Millionen Schulhefte benutzt, davon sind schätzungsweise nur fünf bis zehn Prozent aus recyceltem Papier. Also gibt es da noch sehr viel Potential.

Bestellung von umweltfreundlichen Unterrichtsheften z.B. unter: www.memo.de.

Weitere Infos erhalten Sie beim NaturGut Ophoven von Britta Demmer, Tel. 02171/73499-44, E-Mail: britta.demmer@naturgut-ophoven.de

Presseinformation vom 24.05.2018

Gestärkt in den Sommer

NaturGut Ophoven startet Projekt zur regionalen und saisonalen Ernährung

Spargel, Erdbeeren Rhabarber, die ersten regionalen und saisonalen Früchte und Gemüse sind auf den Märkten und in den Geschäften zu finden. Mit dem Projekt „Gestärkt in den Sommer“ will das NaturGut Ophoven Kinder und Erwachsene dafür sensibilisieren, wie wichtig es ist, Nahrungsmittel aus der Region zu kaufen. Nicht nur um die hiesigen Bauern zu unterstützen, sondern auch um unsere Ressourcen sinnvoll zu nutzen. Im Rahmen einer nachhaltigen Lebensweise sollen aktuelle Generationen nicht das Leben zukünftiger Generationen gefährden oder verschlechtern.

Deshalb hat das NaturGut Ophoven mit Unterstützung der Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW aus Anlass der Aktionstage für Nachhaltigkeit 2018 Unterrichtseinheiten für Schulen entwickelt, in denen es um unsere Ernährung geht. Neben der Entwicklung der Unterrichtseinheiten gehen die Mitarbeiter des NaturGuts Ophoven im Rahmen des Projekts „Gestärkt in den Sommer“ auch in die Grundschulen und besprechen dort mit den Kindern die Wertigkeit von regionalem und saisonalem Essen. Ein gemeinsamer Blick in die Frühstücksbox soll klären, was vielleicht optimiert werden kann. Außerdem können die Schülerinnen und Schüler an einem Wettbewerb zum Thema „Regionales und saisonales Essen“ teilnehmen. 50 tolle Preise können die  Kinder dann auf dem NaturGut Sommer Fest am 3. Juni gewinnen.

Auch das diesjährige Fest NaturGut Sommer am 3. Juni steht unter dem Motto: Gestärkt in den Sommer. Besucher können sich auf Kulinarisches aus der Region freuen und die Spielaktionen für die Kinder behandeln die Themen regional und saisonal.

Pressemeldung vom 09.05.2018

Wer schützt das Klima, wenn nicht wir?

Fortbildung für NRW-Bildungszentren auf dem NaturGut Ophoven

Unter diesem Motto fand am Donnerstag, den 03.05.2018 eine Fortbildung für außerschulische Bildungszentren aus ganz NRW auf dem NaturGut Ophoven statt. Präsentiert wurden Hintergrundinformationen rund um Klimawandel und Klimaschutz und Best-Practice Beispiele für Klimabildung. Darüber hinaus wurden Möglichkeiten aufgezeigt, wie man als Organisation Klimaschutz vorleben kann.

Die Teilnehmenden befassten sich mit ihrer persönlichen Motivation zum Klimaschutz, nachdem eine individuelle Begriffsklärung des Wortes „Klimaschutz” erfolgt war. In intensiver Gruppenarbeit entstanden institutionsübergreifend erste Konzeptideen, um Klimabildung für verschiedene Zielgruppe attraktiv anzubieten und motivierende Handlungsänderungen anzustoßen. „Verantwortung übernehmen” und „aktiv werden für den Klimaschutz” sind die beiden Ziele, die die Netzwerkpartner des bundesweiten Netzwerks „16 BildungszentrenKlimaschutz” mit ihrer Bildungsarbeit erreichen möchten.

Die Teilnehmenden haben viele Impulse erhalten, um an ihrem Bildungsort mehr Bildung für Klimaschutz umzusetzen. „Es war ganz spannend und lehrreich mit jede Menge neuer Ideen, Inspirationen und Umsetzungsanreizen.”

Das Netzwerk wurde im Rahmen des vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit und der Nationalen Klimaschutz Initiative geförderten Projekts „BildungKlima-plus” gegründet. Ansprechpartner für NRW ist das NaturGut Ophoven in Leverkusen, welches das Projekt auch leitet.

Pressemeldung vom 02.05.2018

Zu gut für die Tonne

Das NaturGut Ophoven startet Aktion gegen Lebensmittelverschwendung

Jedes achte Lebensmittel, das wir kaufen, werfen wir weg. Bundesweit landen elf Millionen Tonnen Lebensmittelabfall im Müll – und das jedes Jahr. „Die Haushalte sind dabei die größten Verschwender”, erklärte Ute Pfeiffer-Frohnert vom NaturGut Ophoven am Mittwochnachtmittag auf einer Pressekonferenz. „Mit einer Installation im BioBistro des Kinder- und Jugendmuseums EnergieStadt und einer Aktion mit Leverkusener Restaurants wollen wir auf die Problematik aufmerksam machen”, so die Leiterin des Kinder- und Jugendmuseum EnergieStadt. Bürgermeister Bernhard Marewski unterstützt das Projekt, das von der Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW finanziert wurde:„ Die Installation hilft dabei zu überdenken, warum wir so viel wegschmeißen und wie wir das ändern können.”

An einer Säule im Bistro veranschaulichen zwei großformatige Comics wie zu Hause und im Supermarkt Lebensmittel verschwendet werden und es werden Tipps gegeben wie das vermieden werden kann. Außerdem hinterfragen Poster an der Wand das eigene Konsumverhalten: „Lasse ich mich durch Sonderangebote verführen und kaufe Dinge, die ich nicht brauche?” oder „Lagere ich Lebensmittel falsch?” Außerdem erhalten die Besucher des Bistros ab heute 3 verschieden gestaltete Pizzakartons vor ihrer Bestellung. Mit einem Fragespiel sollen den Hungrigen die Zeit bis zur Ankunft des Menüs vertrieben werden, aber die Wartezeit soll auch genutzt werden, auf das sensible Thema aufmerksam zu machen. Im Karton 1 wird die Frage gestellt: Welcher Mülleimer Typ bist du? Der Besucher darf sich die persönlichen Gründe aussuchen, warum er Lebensmittel weg schmeißt. Im Karton „Welcher Pizzatyp bist du?” erfährt er wieviel C02 unterschiedlicher Pizzabelag emittiert und begreift, wie viele wertvolle Ressourcen verloren gehen, wenn ein Drittel aller produzierten Lebensmittel verschwendet werden. Im Karton „Wie kannst du Lebensmittel retten?” kann der Besucher aus Tipps auswählen, künftiger achtsamer und nachhaltiger mit Lebensmitteln umzugehen.

Aber nicht nur im eigenen Haushalt werden Nahrungsmittel verschwendet auch in Restaurants. Deshalb will das NaturGut Ophoven auch Speiselokale motivieren, Lebensmittel zu retten. „Es gibt da einige Möglichkeiten: man kann unterschiedlich große Portionen anbieten oder signalisieren, dass es gegen Zuzahlung auch einen Nachschlag geben kann”, so Pfeiffer-Frohnert. Die Initiative „Zu gut für die Tonne!” des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) machen sich gegen diese Verschwendung stark mit der Aktion „Restlos genießen”. Dabei sollen die Restaurants ihren Gästen aktiv anbieten, nicht verzehrte Speisen einzupacken – für den zweiten Hunger zu Hause. Über 200 Restaurants bundesweit verteilen dazu bereits die nachhaltigen Beste-Reste-Boxen. „Wertvolle Speisereste mitzunehmen, muss hierzulande niemanden in Verlegenheit bringen”, so Pfeiffer-Frohnert.

Das Schmalztöpfchen und das Speiselokal KD in Opladen sowie der Herkenrath Hof in Schlebusch engagieren sich bereits für die Lebensmittelrettung. Andere Speiselokale, die Interesse haben, können sich gerne beim NaturGut Ophoven informieren.

Weitere Infos erhalten Sie beim NaturGut Ophoven von Britta Demmer, Tel. 02171/73499-44, E-Mail: britta.demmer@naturgut-ophoven.de

Pressemeldung vom 27.04.2018:

Eine Woche ohne Elterntaxi - Wettbewerb für Schülerinnen und Schüler

Jeder Schulweg, der zu Fuß, mit dem Fahrrad oder öffentlichem Verkehrsmittel zurückgelegt wird, ist nicht nur gut für die Umwelt und das Klima, sondern auch ein Gewinn für die Gesundheit, das Wohlbefinden und Selbstbewusstsein der Kinder und Jugendlichen. Aus diesem Grund veranstaltet das NaturGut Ophoven gemeinsam mit der wupsi einen Wettbewerb „Eine Woche ohne Elterntaxi”, bei dem alle Teilnehmenden versuchen eine Woche ohne die Autofahrten durch die Eltern auszukommen. Angesprochen sind Grundschulen und weiterführende Schulen.

Ziel ist es, Werbung für CO2-freundlichen Schulweg durch Busse, Fahrrad und zu Fuß zu machen, denn jeder Schulweg, der so zurückgelegt wird, ist nicht nur gut für die Umwelt und das Klima, sondern auch ein Gewinn für die Gesundheit der Kinder.

Ein kleines Mobilitäts-Tagebuch soll eine Woche lang die Kinder und Jugendlichen und ihre Eltern zum Nachdenken anregen. „Am besten wäre es, wenn den Schülern, die nah bei der Schule wohnen, die Fahrt im Elterntaxi unangenehm vor den Mitschülern ist”, erklärt Dr. Hans-Martin Kochanek.

Marc Kretkowski, Geschäftsführer der wupsi: „Es ist wichtig, dass Kinder bereits früh lernen, dass es gute und vor allem umweltfreundliche Alternativen zum Auto gibt. Ich freue mich schon jetzt auf die zurückgesandten Tagebücher – vielleicht gibt es ja witzige Zeichnungen, lustige Songtexte, Gedichte oder Fotos von schönen Momenten eines Schulwegs, egal ob zu Fuß, mit dem Rad oder dem Bus. Kinder, die kein Schüler- oder PrimaTicket haben, aber dennoch in der Woche das Busfahren austesten wollen, können bei uns ein Ticket für diese Woche erhalten.” Die fertigen Ergebnisse können auf der Homepage des NaturGutes und der wupsi eingesehen werden. Auch eine Ausstellung der Schule ist möglich.

Ute Rommeswinkel vom NaturGut Ophoven erklärt den Ablauf des Wettbewerbs: „In dieser Woche laden wir die Schulen ein mitzumachen. Alle Interessenten bekommen für die teilnehmenden Klassen die kleinen Mobilitäts-Tagebücher zugeschickt. Die Schulen haben Zeit bis zum 22.6. mitzumachen. Am 29.6. wird eine Jury die Gewinner für die „klimafreundlichsten Einträge” im Tagebuch und „beste Kreativleistung” auswählen. Anfang Juli erfolgt dann die Auswahl der Jury, Bekanntgabe der Gewinner und die Preisverleihung mit einer Präsentation. Alle Teilnehmenden erhalten für ihre Teilnahme eine Urkunde.

Möchten Sie mehr wissen? Möchten sie mitmachen? Dann melden Sie sich bitte bei Ute Rommeswinkel, ute.rommeswinkel@naturgut-ophoven.de, Tel. 02171/73499-41

Gemeinsame Pressemitteilung von NaturGut Ophoven und Wupperverband vom 19.04.2018

Saisonstart für Kurse an der Großen Dhünn- und Bever-Talsperre

Schulklassen der Jahrgangsstufen 1 bis 5 können sich anmelden

Die kostenlosen Kurse des NaturGuts Ophoven und des Wupperverbandes starten in die neue Saison. Nun können Schulklassen der Jahrgangsstufen 1 bis 5 wieder auf Entdeckungsreise an der Großen Dhünn-Talsperre in Wermelskirchen und an der Bever-Talsperre in Hückeswagen gehen. Die Anmeldung erfolgt beim NaturGut Ophoven unter der Rufnummer 02171-73499-44 oder per Mail an britta.demmer@naturgut-ophoven.de.

Die Kurse starten jeweils mit einer Einführung und der Besichtigung der Talsperre. Besonders spannend ist der „Blick in die Unterwelt”, in den Kontrollgang im Talsperrendamm der Bever- und der Großen Dhünn-Talsperre.

Während an der Bever-Talsperre im Anschluss an die Besichtigung das Thema Wasserkraft in der Praxis ausprobiert wird, widmet sich der praktische Teil der Kurse an der Trinkwassertalsperre Große Dhünn dem Thema Gewässeruntersuchungen an der Dhünn.

Bei beiden Kursangeboten lautet das Motto „spielend lernen” und es wird deutlich: Wasser ist ein spannendes Thema.

Davon konnte sich die Montanusschule aus Burscheid am 19. April an der Großen Dhünn-Talsperre überzeugen. 50 Schülerinnen und Schüler der Klassen 4a und 4b besichtigten den Staudamm und konnten anschließend in der Dhünn erforschen, welche Kleinlebewesen im Bach leben.

Pro Jahr bieten das NaturGut Ophoven und der Wupperverband insgesamt 60 Kurse an der Bever-Talsperre und der Großen Dhünn-Talsperre an.

Informationen zu diesem Umweltbildungsangebot gibt es auch unter www.wupperverband.de / Termine, Führungen und unter www.naturgut-ophoven.de.

Pressemeldung vom 17.04.2018

Aktiv für den Bienenschutz

Schüler der Gesamtschule Schlebusch helfen Bienengarten des NaturGuts Ophoven auf Vordermann zu bringen

Die 12-jährige Amelie und die 13-jährige Annika pflanzen Schleifenblumen und Steinkraut in die Ritzen der Trockenmauer. Im vergangenen Jahr wurde sie von den Schülerinnen und Schülern der Gesamtschule Schlebusch angelegt, um für Wildbienen Wohnraum zu schaffen. Beim diesjährigen Projekttag ging es darum, diese Natursteinmauer zu begrünen. Die Hilfe für die Bienen ist ein wichtiges Anliegen für Annika. „Es geht ja schließlich auch um unsere Zukunft”, erklärt sie, „denn die Bienen erfüllen eine wichtige Aufgabe. Sie bestäuben fast alle Blütenpflanzen”, erklärte sie.

Ein Drittel aller Früchte werde durch Honig- und Wildbienen befruchtet, ergänzt Lehrer und Imker Reinhold Glüsenkamp. Viele der hier lebenden Wildbienen seien aber vom Aussterben bedroht, so der Imker. „Deshalb ist es wichtig, für sie Wohnungen und Nahrung in unseren Gärten und Parks zu schaffen.” Ganz nebenbei bieten die Mauern nicht nur Unterkunft für Bienen, sondern verschönern auch den Garten. „Die Trockenmauer ist ein sehr wichtiger Bereich des Wildbienenschutzes”, erklärte Reinhold Glüsenkamp, denn die meisten Wildbienenarten leben zwischen Steinen und im Erdreich.

Insgesamt halfen zwanzig Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule Schlebusch am Montagmorgen das NaturGut Ophoven in Sachen Bienenschutz auf Vordermann zu bringen. Neben der Trockenmauer, topften sie gemeinsam mit der Landschaftspflegerin Andrea Bolz-Küster junge Bienenbäume um und säten Blumen. Der Trachtkalender wurde entkrautet und die Schülerinnen und Schüler pflanzten auf dem NaturGut Ophoven und dem Baumparcour auf der Balkantrasse Saalweiden, ein wichtiger Trachtbaum für die Bienen.

Jedes Jahr verbringen die Schülerinnen und Schüler des Wahlpflichtfaches Naturwissenschaften der Gesamtschule Schlebusch einen Tag auf dem NaturGut Ophoven und engagieren sich für die Bienen. In der Schule haben sie bereits sehr viel Wissen angesammelt, das sie auch mit nach Hause tragen. Der 13jährige Luca konnte seine Eltern überzeugen, ihren Garten möglichst bienenfreundlich anzulegen. „Wir haben im vergangenen Jahr Apfel- und Bienenbäume im Garten angepflanzt und viele Blumen und Stauden, damit die Bienen genug Nahrung finden.”

Weitere Infos erhalten Sie beim NaturGut Ophoven von Britta Demmer, Tel. 02171/73499-44.

 

Pressemitteilung vom 16.04.2018

NaturGut Ophoven zum dritten Mal als UN-Dekade Projekt für Biologische Vielfalt ausgezeichnet

Janus Fröhlich, Botschafter für Biologische Artenvielfalt überreicht Auszeichnung für Erhöhung der Artenvielfalt auf dem NaturGut Ophoven

Das NaturGut Ophoven darf zum dritten Mal in Folge den begehrten Titel „Ausgezeichnetes Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt” tragen. Janus Fröhlich, UN-Botschafter für Biologische Artenvielfalt und ehemaliger Schlagzeuger der Kölner Band „Die Höhner” überreichte Marianne Ackermann und Felix Keil die Auszeichnung: „Ich freue mich sehr dem NaturGut Ophoven das dritte Mal in Folge diese begehrte Auszeichnung überreichen zu können. Sie ehrt eine Organisation, die sich in außerordentlicher Weise für den Erhalt der Artenvielfalt bemüht.”

Seit Januar 2014 trägt das NaturGut Ophoven den Titel „Ausgezeichnetes Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt” für sein Amphibion-Projekt. Das Umweltbildungszentrum hatte einen Lebensraum für Amphibien und andere seltene Tierarten wie für den Springfrosch und Kammmolch geschaffen – so wie es in der Natur normal ist - mit Teichen, Steinhaufen, Schotterflächen, Holzhaufen und Hecken. Auch andere bereits auf dem Gelände vorkommende Amphibienarten - Wasser- und Grasfrosch, Berg- und Teichmolch und Erdkröte - finden hier einen geeigneten Lebensraum vor. Arten, die in Leverkusen und anderen Ballungsgebieten nur schwer ein Zuhause finden. Das NaturGut Ophoven war eine der ersten Einrichtungen in NRW, die diese Auszeichnung erhalten hat.

Jetzt bekam das NaturGut Ophoven die erneute Auszeichnung, da weitere Pflegemaßnahmen im Amphibion durchgeführt wurden und Erfolge zu verzeichnen sind: Die seltenen Arten wie der schillernde Eisvogel und Zauneidechse und neue Arten wie z.B. die rot leuchtende Feuerlibelle in 2017 wurden gesichtet. Die pädagogische Nutzung erfolgt mit verschiedenen Kursen wie z.B. „Leben in stehenden und fließenden Gewässern” oder bei der „Ausbildung von Amphibienexperten”. Um den Artenschutz für Wildbienen zu erweitern wurde eine Nisthilfegruppe aufgebaut.

Rüdiger Scholz, Mitglied des Landtags unterstrich, dass Artenschutz für uns alle so wichtig ist: „Je vielfältiger die Natur ist, desto leichter kann sie auf Veränderungen wie der Temperatur, des Wetters oder Lebensbedingungen reagieren. Je mehr Landschaften zerstört werden und Tierarten aussterben, desto schneller gerät die Natur aus dem Gleichgewicht und wird als Lebensraum auch für uns Menschen immer schwieriger. Felix Keil, 2. Vorsitzender des Fördervereins NaturGut Ophoven unterstreicht: „Wir löschen die Festplatte der Natur – und haben noch nicht einmal ein Backup. Es ist vor allem der Mensch, der die biologische Vielfalt gefährdet. Er zerstört Lebensräume, um Städte zu errichten oder Landwirtschaft zu betreiben. Er überfischt das Meer, verschmutzt die Umwelt, überdüngt die Felder und schleppt Tiere in fremde Gebiete ein, die sich dort zu stark und zu schnell vermehren.”

Zur Auszeichnung:
Ziel der UN-Dekade Biologische Vielfalt 2011–2020 in Deutschland ist es, möglichst viele Menschen für den Schutz und den Erhalt der Biodiversität zu begeistern. Am Ende des Jahrzehnts sollen mehr Menschen wissen, was biologische Vielfalt ist, warum wir sie brauchen und wie jeder etwas dazu beitragen kann, sie zu erhalten. Die biologische Vielfalt nimmt weltweit und auch in Deutschland stark ab. Um diesen überwiegend durch menschliches Handeln bedingten Rückgang aufzuhalten, haben die Vereinten Nationen das Jahrzehnt von 2011 bis 2020 zur UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgerufen. Die Dekade unterstützt die Ziele und weltweiten Aktivitäten der Konvention über die Biologische Vielfalt (CBD), die in Deutschland in der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt verankert sind. Im Rahmen der UN-Dekade finden in Deutschland verschiedene Aktivitäten statt, um mehr Menschen für die Erhaltung der biologischen Vielfalt, unserer natürlichen Lebensgrundlage, zu sensibilisieren.

Pressemeldung vom 06.04.2018:

Drache Kokosnuss reist durch die Zeit mit 30 Leverkusener Kindern

Ferienwochen auf dem NaturGut Ophoven ein großer Erfolg

Pfeil und Bogen schnitzen wie die Indianer, Malen nach Steinzeitart oder Armbrustschießen wie im Mittelalter. Jeden Tag haben die Kinder der zweiten Osterferienwoche ein anderes Abenteuer zu bestehen. Denn sie reisen mit dem Drachen Kokosnuss in vergangenen Zeiten.

Am Dienstag waren Sie in der Steinzeit, am Mittwoch mussten sie im Mittelalter mit Pferd und Armbrust den Drachen Kokosnuss befreien. Aber bevor sie das erledigt hatten, wurden sie in der Burg Ophoven zum Ritter geschlagen, Gaukler wurden ausgebildet und in der Küche Butter und Kräuterquark nach alten Rezepten hergestellt. Kompass und Sonnenuhren wurden gebastelt und mit Federn gemalt, so dass die Jungen und Mädchen einen Eindruck vom Alltag im Mittelalter bekamen.

Dem 10jährigen Milan hat das Gaukeln sehr viel Spaß gemacht, denn das war die einzige Unterhaltung, die man im Mittelalter kannte. Fernsehen gab es ja noch nicht. „Wir haben uns verkleidet und ein Rollenspiel gespielt.” Während der Ferienfreizeit lernen die Kinder ohne Strom auszukommen – ganz im Sinne des Klimaschutzes, erklärt Annika Wachten, Organisatorin der Ferienfreizeit. „Zum Malen, Basteln und Spielen nutzen sie nur ihre eigene Energie.”

Lukas Knauf, Bundesfreiwilliger und einer der Referenten der Ferienfreizeit ist begeistert von der bunten und sehr aktiven Truppe. „Die Kinder sind sehr reiselustig und alle sehr belesen”, staunt er. Die Geschichten des Drachen Kokosnuss kannten alle 30 Jungen und Mädchen. „Dennoch haben alle aufmerksam zugehört, wenn wir täglich aus dem Buch vorlasen und damit wussten, wohin die Reise an dem Tag ging.”

Am Donnerstag wurden wilde Tiere besucht und am Freitag Indianer. Hinter dem Kinder- und Jugendmuseum EnergieStadt bauten die Kindern mit Stöcken und Ästen Tipis, Traumfänger und Trommeln. „Mir hat das Spielen draußen viel Spaß gemacht”, so die 10jährige Janine. Sie verbringe ansonsten viel Zeit zu Hause. Trotz des zum Teil kühlen Wetters haben die 30 Jungen und Mädchen viel Spaß gehabt. Wenn es regnete konnten sie ihren Bewegungsdrang auch in der EnergieStadt ausleben.

Weitere Infos erhalten Sie beim NaturGut Ophoven von Britta Demmer, Tel. 02171/73499-44, E-Mail: britta.demmer@naturgut-ophoven.de

 

Pressemeldung vom 23.03.2018:

Spaß, Spannung und Wissen: NaturGut Ophoven startet neues Jahresprogramm

172 Kurse für Klein und Groß, Jung und Alt

Mit 172 Kursen wird Kindern, Erwachsenen und der ganzen Familie wieder ein vielfältiges Angebot zu den Themen Natur erleben, Umwelt und Nachhaltigkeit im neuen Jahresprogramm 2018/2019 des Fördervereins NaturGut Ophoven angeboten.

Einen großen Schwerpunkt bilden die Angebote für die Kleinsten ab 3 Jahren. In der Natur und im Kindermuseum erkunden schon die Kleinsten mit allen Sinnen ihre Umwelt. Bei den 3-5jährigen wird wieder der Dreiteiler „Kleine NaturGärtner” (16.4.) angeboten, aber auch neue Kurse wie z.B. „Der König und die verschwundene Ananas” ermitteln erstes Natur- und Umweltwissen.

Das NaturGut Ophoven ist ein spannender Ort, an dem Kinder faszinierende Abenteuer erleben. Für die sechs- bis zehnjährigen Kinder gibt es wieder in allen Schulferien die beliebten Ferienprogramme wie die Ferienwoche „Biene Maja und ihre Freunde”, „KlimaCamp” oder „Kinderhelden”. Außerdem gibt es jede Woche spannende Angebote für Grundschulkinder wie „Willkommen zur Walpurgisnacht!” oder „Walderfahrung für junge Künstler”. Außerdem rollt passend zur Fußball-Weltmeisterschaft der Fair Kick Ball auf dem NaturGut. Für Jugendliche gibt es erstmals einen „NaturGutEscape”, bei dem die Teilnehmenden verschlüsselte Daten freiknobeln müssen. Außerdem wird zum ersten Mal ein „Poetry-Slam” angeboten. Lernen kann man in jedem Alter. Das NaturGut Ophoven will die Lernkultur zwischen den Generationen fördern. So entdecken am 14.4. Kinder ab 2 Jahren mit Begleitung den Frühling. Unter der Rubrik „Frischluftzeit für Familien” werden verschiedene gemeinsame Erlebnisse in der Natur angeboten. So können die Familien auf GPS-Schatzsuche (22.4.) gehen oder Waldabenteuer mit Lagerfeuer erleben.

Aber auch für Erwachsene bietet das Programm viel Interessantes. So z.B. die Veranstaltung „Frühlingskräuter und vegane Kräuteraufstriche” (22.4.), ein Upcycling-Kurs für Nähbegeisterte (28.4.) oder auch „Heizen mit Holz”.

Hier geht es zum Veranstaltungsprogramm

Cille Körner, die beim Förderverein für das Veranstaltungsprogramm verantwortlich ist, betont: „Das NaturGut Ophoven ist ein von Land NRW anerkanntes BNE-Regionalzentrum. Viele der Kurse werden daher gefördert durch das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen. Wir sind stolz, dass wir wieder dieses außerordentlich breit gefächerte Programm auf die Beine gestellt haben.”

In diesem Jahr werden besonders viele Kurse zum Thema Naturerlebnis angeboten, denn es ist gut erforscht und unbestritten, dass der kindlichen Entwicklung Natur einfach gut tut. Natur verbessert die motorischen Fähigkeiten und macht sie fit für die Schule. In der Natur können sich Kinder ausprobieren und Abenteuer erleben. Sie können sich frei entfalten und erweitern ganz nebenbei ihr Wissen über Natur und Umwelt. Deshalb lautet das Fazit von Marianne Ackermann: „Natur tut Kindern und Erwachsenen gut, weil sich unsere Lebensqualität verbessert. Also runter vom Sofa und rein in die Natur.”

Für alle Kurse wird sich verbindlich über ein Onlineformular angemeldet.

Das Programmheft liegt an allen öffentlichen Stellen aus, ist aber auch auf dem NaturGut Ophoven kostenlos erhältlich oder kann unter 02171/73499-21 angefordert werden.

 

Pressemeldung vom 09.03.2018

Earth Hour – Klimaschutz bei Kerzenschein

Vegan, bio oder regional: Fünf Leverkusener Restaurants setzen ein Zeichen für den Klimaschutz

Am 24. März 2017 ist es wieder soweit: Die Welt macht das Licht aus. Ab 20:30 Uhr schalten weltweit Millionen von Menschen für eine Stunde die Lichter aus, um ein Zeichen für den Schutz unseres Planeten zu setzen. Auch Wahrzeichen wie das Brandenburger Tor, der Kölner Dom, die Dresdner Frauenkirche stehen im Dunkeln.

In Leverkusen lädt das NaturGut Ophoven alle Restaurants ein, an der Aktion teilzunehmen. „Fünf bekannte Esslokale machen schon mit“, erklärte Britta Demmer vom Naturgut Ophoven bei der Vorstellung des Projekts am Freitag. Das Restaurant „Fellini“ in Wiesdorf, das „Schmalztöpfchen“ in Opladen, das Restaurant „Haus am Park“ in Küppersteg, die Dombrauerei und der „Herkenrath Hof“ in Schlebusch.

Zwischen 20.30 Uhr und 21.30 Uhr wird das Essen in den Lokalen für die Gäste zum gemütlichen „Candle-Light-Dinner“, bei dem sie sich außerdem auf die eine oder andere Überraschung freuen dürfen, so Demmer. Der Herkenrath Hof in Schlebusch und das Haus am Park oder das Schmalztöpfchen sowie das Dombauhaus werden neben einem Candle-Light-Dinner Gerichte mit Zutaten aus der Region anbieten. Das Restaurant Fellini in Wiesdorf hat vegane und vegetarische Speisen auf seiner Menükarte und verwöhnt die Gäste mit Gitarrenmusik – natürlich unplugged.

„Interessierte Gäste sollten möglichst bald einen Tisch reservieren, da die Earth Hour mit ihrer besonderen Atmosphäre in den vergangenen Jahren sehr beliebt war“, erklärte Britta Demmer vom NaturGut Ophoven. Seit acht Jahren nimmt Leverkusen wie über 320 andere deutsche Städte an der symbolischen Aktion für den Klimaschutz teil. Es soll natürlich nicht bei der Symbolik bleiben, so Demmer. „Wir wollen zeigen, dass Klimaschutz nicht Verzicht bedeutet, sondern kluger Konsum und dazu einen Anstoß geben.“

Fünf bekannte Leverkusener Restaurants machen bei der Earth Hour bereits mit:

Haus am Park (Manfort)
Bismarckstraße 186, 51373 Leverkusen
www.hausampark.de,  0214/46370

Herkenrath Hof (Schlebusch)
Bergische Landstraße 74-76, 51375 Leverkusen
www.herkenrath-hof.de, 0214/5006731

Schmalztöpfchen (Opladen)
Augustastraße 8, 51379 Leverkusen
www.schmalztoepfchen.com, 02171/7377000

Fellini (Wiesdorf)
Hauptstraße, 51375 Leverkusen
www.ristorante-fellini.net, 0214/31496917

Dombrauhaus (Manfort)
Saarstraße 1, 51375 Leverkusen
www.dombrauhaus.de, 0214/8505860

Weitere Restaurants können sich gerne anschließen. Kontakt: britta.demmer@naturgut-ophoven.de. Restaurants, die an der Earth Hour teilnehmen, listet das NaturGut Ophoven auf seiner Homepage www.naturgut-ophoven.de auf und informiert auf facebook darüber.

Hintergrund:Die Earth Hour findet dieses Jahr bereits zum zwölften Mal statt. Organisiert wird die weltweite Kampagne vom WWF (World Wild Life Fund). Was 2007 in Sydney begann, weitete sich schnell zu einem globalen Ereignis aus. An der letzten Earth Hour in 2017 nahmen über 7000 Städte und Gemeinden in 180 Ländern teil. Nach Angaben des WWF werden sich auch dieses Jahr wieder Millionen Menschen auf der ganzen Welt beteiligen. Weitere Infos unter: www.earthhour.wwf.de.

Pressemeldung vom 06.03.2018

Refill in Leverkusen: Waldhaus Römer geht mit gutem Bespiel voran

Plastikmüll vermeiden, Leitungswasser trinken, Wasserflasche auffüllen

Das Waldhaus Römer an der Wupper wurde als neue Refill Station in Leverkusen vorgestellt. Als erste Refill Station Leverkusens ist bereits das NaturGut Ophoven aktiv. Viele weitere Stationen sollen folgen, um gegen Müll durch Plastikflaschen vorzugehen, auf die Verschmutzung durch Plastikmüll hinzuweisen und den umweltfreundlichen Konsum von Trinkwasser aus der Leitung zu fördern.

Die Idee ist so simpel wie gut: Durstige Menschen mit einer leeren Wasserflasche und Cafés, Restaurants, Geschäfte oder Unternehmen mit einem frei zugänglichen Wasseranschluss, Trinkwasserspender oder Trinkbrunnen zu verbinden. Den Weg weist künftig ein Aufkleber, der die Orte als „Refill Station“ erkennbar macht. Hier können Durstige kostenlos ihre Wasserflasche mit Leitungswasser füllen. Sigrid Fischer, Inhaberin vom Waldhaus Römer ist von der Idee begeistert: „Wir machen gerne als Abfüllstation mit. Es kommen bei uns sehr viele Spaziergänger vorbei, die sich über das Angebot freuen, kostenfrei Leitungswasser in mitgebrachte Wasserflaschen aufzufüllen.“

Britta Demmer vom NaturGut Ophoven hat das Projekt nach Leverkusen geholt: „Mit unserer Beteiligung am Projekt von Refill Deutschand wollen wir den Müll der Plastikflaschen eindämmen, denn in Deutschland werden stündlich 2 Millionen Einweg-Plastikflaschen verbraucht. Beteiligte Geschäfte in Leverkusen können somit zeigen, dass sie sich für Nachhaltigkeit einsetzen“, erklärt sie. Hans-Martin Kochanek, Leiter des NaturGuts Ophoven, bekräftigt sie in diesem Anliegen: „Deutsches Kranwasser ist erstklassig und gesund.“

Wer Interesse hat sich zu beteiligen, kann sich ab sofort bei Britta Demmer vom NaturGut Ophoven melden, Tel. 02171 / 73499-44 oder britta.demmer@naturgut-ophoven.de. Außerdem können sich Interessierte an der Kasse des Kinder- und Jugendmuseums EnergieStadt die kostenfreien blauen  Aufkleber von Refill Leverkusen abholen. Danach muss  der Aufkleber nur noch gut sichtbar am Fenster oder an der Tür angebracht werden und dann heißt es schon „Wasser nachfüllen“. Mitmachen können alle Länden mit einem Wasserhahn und Öffnungszeiten, von Apotheke, Buchladen, Café, Bistro bis Schuhladen. Die Abfüllung erfolgt auf eigene Verantwortung.
Im März 2017 wurde das Projekt in Hamburg gestartet und ist jetzt in Leverkusen angekommen. Vorbild für das Projekt ist Refill Bristol, wo das Projekt schon seit 2015 erfolgreich läuft.

Hintergrund zu deutschem Trinkwasser
Wann immer es um Trinkwasser aus dem Hahn geht, zweifeln viele an der Qualität des Wassers. Ist es noch eine gute Idee, aus der Leitung zu trinken? Schließlich ist auch immer wieder von Bleispuren die Rede, oder Bakterien wie Legionellen lauern in den Rohren. Rückstände von Medikamenten sollen ebenfalls im Wasser landen. In manchen Regionen ist das Wasser sehr hart, also sehr kalkhaltig. Schadet das?
Unser Leitungswasser ist rein und gesund.
Grundsätzlich gilt: Was in Deutschland aus dem Hahn kommt, ist Wasser erster Klasse. Damit das so bleibt, betreiben Wasserversorger großen Aufwand, um das Trinkwasser gründlich aufzubereiten, bis es rein ist. Und das gelingt erstaunlich gut. Wie viel Nitrat im Grundwasser enthalten ist, ist für die Qualität des Trinkwassers erst einmal unerheblich. Verfahren wie die Elektrodialyse oder die Umkehrosmose beseitigen den Düngestoff fast spurlos. Dabei wird das Wasser entweder mit Hilfe von Strom oder unter Druck gefiltert. Verbleibende Nitratreste sind verschwindend gering und gesundheitlich unbedenklich. Untersuchungen des Umweltbundesamtes sowie der Stiftung Warentest haben ergeben, dass der Grenzwert von 50 Milligramm pro Liter Hahnwasser nicht überschritten wird.
Wasserversorger filtern, klären und reinigen das Grundwasser von allen möglichen Verunreinigungen. Schadstoffe, Bakterien und Medikamentenrückstände überschreiten die gesetzlich vorgegebenen Grenzwerte in der Regel nicht. Die Verantwortung der Betriebe endet jedoch, sobald das Wasser durch die Rohre innerhalb eines Hauses fließt.
Der Eigentümer muss sicherstellen, dass die Leitungen frei von Schadstoffen wie Blei oder Bakterien wie Legionellen sind. In den meisten Häusern sind die Rohre in gutem Zustand, sodass sich die Bewohner nicht sorgen müssen. In sehr alten Gebäuden ist die Ausstattung manchmal noch ein Problem. Wer sich unsicher ist, ob das Wasser aus dem eigenen Hahn wirklich unbedenklich ist, kann es testen lassen. Die örtlichen Gesundheitsämter bieten üblicherweise Kontrollen an. Filter für Trinkwasser sind in der Regel nicht nötig, zumal diese schnell zu Keimfallen werden können, wenn sie nicht regelmäßig gewechselt und sauber gehalten werden.

Pressemeldung vom 26.02.2018

Mitsteigern für den guten Zweck!

Wohltätigkeitsauktion und Kindertrödel am Sonntag 18. März auf dem NaturGut Ophoven

Am Sonntag, den 18. März veranstaltet das NaturGut Ophoven wieder seinen traditionellen Kindertrödel mit der Wohltätigkeitsauktion. Zahlreiche Trödler, aber auch Stände vom NABU und BUND, des Eine-Welt-Vereins Horizontes und ein Stand mit Naturfotografien haben sich angemeldet. Ein Blickfang wird sicher wieder der große Spendentrödelstand des NaturGuts, dessen Einnahmen ebenfalls in vollem Umfang für die gute Sache gespendet werden. Besucher sind von 11 bis 16 Uhr herzlich auf dem NaturGut Ophoven willkommen.

Um 13 Uhr startet die Wohltätigkeitsauktion: ein Wochenende im Romantikhotel zur Schwane in Volkach inklusive einem Mehrgänge-Menü für 2 Personen, eine Übernachtung im Lindner Hotel an der BayArena, ein Ostermann Jubiläumsgutschein über 250 Euro, Gutscheine für Wellness und Massage und vieles mehr können ersteigert werden.

Zahlreiche Geschäfts- und Privatleute aus Leverkusen und Umgebung haben für die Auktion gespendet. Es gibt diverse Restaurantgutscheine, Eintrittsgutscheine für Museen und Schwimmbäder oder aber Winzerpräsente stehen für die Auktion bereit.

Der Erlös der Auktion fließt in diesem Jahr wieder in ein Klimaprojekt in Madagaskar und den Gesundheitsfonds OLEO, durch den Schulklassen und Kindergartengruppen an Kursen zu Ernährung und Bewegung auf dem NaturGut Ophoven teilnehmen können.

Für das leibliche Wohl der Besucher ist natürlich gesorgt mit Spezialitäten aus der Türkei, Kuchen, Waffeln, Fritten Würstchen und Leckerem aus dem Steinofen.

Pressemeldung vom 01.02.2018

Einzigartiges pädagogisches Programm druckfrisch erschienen

91 verschiedene Angebote für Kindergärten bis Sekundarstufe II auf dem NaturGut Ophoven

Der Förderverein NaturGut Ophoven hat sein pädagogisches Programm komplett überarbeitet. Alle Programme wurden auf Herz und Nieren geprüft. So wurden Anregungen von Lehrerinnen und Lehrern aufgenommen, Zahlen aktualisiert und Spiele und Experimente überarbeitet. Herausgekommen ist ein Angebot für alle Altersstufen vom Kindergarten bis zur Sekundarstufe II, das mit 91 verschiedenen Programmen durch seine Vielfalt und Qualität überzeugt. „Wir haben Anregungen von Lehrerinnen und Lehrern aufgenommen, Spiele und Experimente überarbeitet und natürlich neue Kurse entwickelt”, erklärte Marianne Ackermann, 1. Vorsitzende des Fördervereins vom NaturGut Ophoven bei der Vorstellung des Programmheftes. „Zu uns kommen die Lehrkräfte sehr gerne, da einerseits alle Kurse sind auf die Inhalte der Lehrpläne abgestimmt worden und ergänzen so optimal den schulischen Unterricht. Anderseits kann man hier den Kindern Primärerfahrungen in der Natur bieten, die im Klassenraum nicht möglich sind” so die hauptberufliche Lehrerin.

Neben den Klassikern, die immer gerne gebucht wurden, wie die Kurse „Naturforscher unterwegs”, „Vom Getreide zum Brot” oder „Wir sind ein Team”, habe das NaturGut Ophoven diesmal einen Schwerpunkt auf den Klimaschutz gelegt, so Dr. Hans-Martin Kochanek, Leiter des Umweltbildungszentrum: „Diese thematische Fokussierung ist uns sehr wichtig, denn wir alle müssen unsere Bildungsaktivitäten in Sachen Klimaschutz erweitern und optimieren. Das erfordert unsere Zeit.” So können jetzt Kurse gebucht werden wie „Erdbeeren im Winter”, „Stadtfieber” oder „Planet gesucht – Klimaschützer im Weltall”.

„Auf dem NaturGut Ophoven können wir den Kindern Erfahrungen bieten, die im Klassenraum nicht möglich sind. Ich hätte mir gewünscht, dass es das zu meiner Schulzeit auch gegeben hätte”, so Oberbürgermeister Uwe Richrath. Er sei froh, dass die Stadt Leverkusen gemeinsam mit dem Förderverein das NaturGut Ophoven mit seinem vielfältigen Gelände und seinem Kinder- und Jugendmuseum betreiben kann. „Nur wenige Kommunen haben das Privileg einen solch fachlich hochqualifizierten, engagierten und anerkannten außerschulischen Lernort zu haben und damit die Ausbildung unserer Kinder zu bereichern”, erklärte Thomas Wieners, Schulrat der Stadt Leverkusen aus eigener Erfahrung. „Hier erlernen die Kinder und Jugendliche im Kontext eines ganzheitlichen ökologisch orientierten Programms, Dinge genau zu beobachten, zu experimentieren und Zusammenhänge zu begreifen”. Es sei wichtig, dass Basisqualifikationen, Grundwissen und naturwissenschaftliche Phänomene anschaulich mit allen Sinnen vermittelt werden.

Für alle Altersstufen wurden die Bildungsangebote zum Klimaschutz intensiviert. Neue Kurse für den Kindergarten sind außerdem „Der König, sein Daumen und der Müll” und „Kindermuseum für die Kleinsten” – ein Angebot für Kinder von 1-3 Jahren. Neu sind auch die Programme zum Thema Apothekergarten für Klasse 3-8, die 25 x kostenfrei gebucht werden können. Mehr Infos zum neuen pädagogischen Programm: naturgut-ophoven.de/fuer-schule-und-kindergarten/

Fragen zum Pressetermin bitte an Ute Rommeswinkel, NaturGut Ophoven, 02171/73499-41, ute.rommeswinkel@naturgut-ophoven.de

Pressemeldung vom 17.01.2018

Bildungszentren aus allen Bundesländern einigen sich auf Klimaschutz-Fahrplan für 2018

Auf dem NaturGut Ophoven fand eine Strategie-Tagung statt

Die Bundesrepublik war zu Gast in Leverkusen. Bei einer Strategie-Tagung auf dem NaturGut Ophoven am 16. und 17. Januar berieten die Leitungen von 16 außerschulischen Bildungszentren, wie sie mehr für den Klimaschutz tun können. Pro Bundesland war ein Bildungszentrum mit Vorbildcharakter vertreten. Im vergangenen Jahr haben sich 16 Bildungszentren zu einem bundesweiten Netzwerk zusammengeschlossen, unter der Leitung vom NaturGut Ophoven. Die Bildungszentren verfolgen ein wichtiges gemeinsames Ziel: nicht nur die Bevölkerung in Sachen Klimaschutz weiterzubilden, sondern auch selber Vorbild beim Klimaschutz zu werden.

Bei dem Treffen ging es unter anderem um die Ermittlung des CO2-Ausstoßes der Einrichtungen und um Chancen zur Reduktion von CO2-Emissionen. Dr. Oliver Thaßler, Leiter der Umweltbildung und Umweltkommunikation am Naturerbe Zentrum Rügen: „Nach der Strategie-Tagung bin ich mir sicher, dass sich unsere Einrichtung bis Ende 2019 klimaneutral zertifizieren lassen sollte.”

Bernhard Marewski, Bürgermeister der Stadt Leverkusen: „Das Projekt zeigt anschaulich, wie Klimabildung vor Ort effektiv und nachhaltig verankert werden kann. Ich bin beeindruckt von den Fortschritten. Denn genau darum muss es in Deutschland jetzt gehen, also um die lokale Umsetzung von politischen Beschlüssen, wie die des Pariser Klimaabkommens.”
Viele der Bildungseinrichtungen haben bereits ihre pädagogischen Programme weiterentwickelt und die Themen Klimawandel und Klimaschutz stärker integriert. Zum Beispiel wurden im Nationalpark-Zentrum Multimar Wattforum in Schleswig-Holstein die Themen Klimawandel und Klimaschutz in Forschertouren eingebaut und eine Thementour zum Klimawandel für die Stufen 9-10 und 11-13 neugestaltet. In der Auwaldstation Leipzig findet ab sofort ein Wettbewerb „Die klimafreundliche Brotdose” für alle Schulklassen statt. Beim Programm „Leckereien aus der Natur” ergänzte die Auwaldstation das Spiel „Deutschland sucht das Superessen”, das den Zusammenhang von Ernährung und Klimaschutz erklärt. Das Ökowerk Berlin hat Kindergeburtstage mit Klimabezug neu ins Programm aufgenommen. Im Haus des Waldes in Sachsen-Anhalt lernen Kinder und Jugendliche neuerdings über nachhaltige Forstwirtschaft hinaus den Zusammenhang von Klimawandel und Borkenkäfer-„Alarm” kennen. Auch in Rheinland-Pfalz gibt es Neuerungen in der Bildungsarbeit: In der evangelischen Landjugendakademie können sich Jugendliche ab 14 Jahren zu Klimamultiplikatoren ausbilden lassen.

Dr. Hans-Martin Kochanek, Leiter des NaturGuts Ophoven: „Die Tagung zeigt auf, wie ganz unterschiedliche Bildungseinrichtungen, z.B. Volkshochschulen, Jugendherbergen, Museen und Umweltzentren ihr großes Potential der Bildung für Klimaschutz noch mehr nutzen können. Die heutige Tagung ist auch in anderer Hinsicht ein voller Erfolg, sie hat die 16 BildungszentrenKlimaschutz als Netzwerk weiter zusammenwachsen lassen und so viel kreatives Potential freigesetzt.”

Das Projekt „BildungKlima-plus” wird gefördert vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI). Die NKI trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei, sie macht den Klimaschutz erlebbar und schafft zahlreiche Beispiele zur Nachahmung.
Weitere Infos auf der Projekthomepage: www.16bildungszentrenklimaschutz.de