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Archiv 2017

11.08.2017: Zu teuer, zu umständlich, nicht gewusst.

13.07.2017: Wie lockt man Familien in die Natur?

11.07.2017: Kreative Schreibwerkstatt für Leverkusener Grundschulen

04.07.2017: NaturGut Ophoven lädt zum Abschluss der NRW.KlimaTage2017 zum Sommerfest ein

27.06.2017: Leverkusen ist Fairtrade-Town

20.06.2017: Was kommt auf den Grill?

19.06.2017: Restlos genießen im BioBistro

23.05.2017: 10 Tipps zum klimafreundlichen Schulstart

22.05.2017: 16 bundesweite Einrichtungen entwickeln sich zu „BildungszentrenKlimaschutz”

12.05.2017: Kaminbau Engel übergibt Spende an den Förderverein NaturGut Ophoven

11.05.2017: GBO spendet Klima-Kinderkochbücher für alle Leverkusener dritten Klassen

05.05.2017: Erstklassig! BioBrotBox 2017 - Die Elfen übernehmen Schirmherrschaft

21.04.2017: Ferien in Nimmerland

07.04.2017: 70 gelbe Säcke pro Familie

04.04.2017: Kunst für die Natur – neue Wildbienenhotels auf dem NaturGut Ophoven

03.04.2017: Aktiv für den Bienenschutz

28.03.2017: Wohltätigkeitsauktion und Spendentrödel brachten 4500 Euro

15.03.2017: NaturGut Ophoven startet neues Jahresprogramm

13.03.2017: Earth Hour – Klimaschutz bei Kerzenschein

10.03.2017: Wohltätigkeitsauktion und Kindertrödel auf dem NaturGut Ophoven

03.03.2017: Dicker Pulli Tag an elf Leverkusener Schulen

24.02.2017: Förderung der außerschulischen BNE Zentren NRW geht in die zweite Runde

14.02.2017: NaturGut Ophoven erhält Zuwendungsbescheid als BNE Regionalzentrum

10.02.2017: Es geht doch - Alternativen zum eigenen Auto

01.02.2017: Klimaschutz durch Nachbarschaft

08.01.2017: NaturGut Ophoven mit viel Elan ins neue Jahr 2017

Pressemeldung vom 11.10.2017

Zu teuer, zu umständlich, nicht gewusst

Eine Umfrage zeigt, warum wir Leverkusener nicht immer das Klima schützen.

Ab jetzt leben wir auf Kosten unserer Enkel. Anfang August haben wir Menschen alle natürlichen Ressourcen aufgebraucht, die die Erde innerhalb eines Jahres regenerieren und nachhaltig zur Verfügung stellen kann. Die Biokapazität der Erde beträgt pro Jahr 1,7 Globale Hektar pro Person. Jeder Mensch verbraucht im Schnitt jedoch allerdings 3,3 Hektar pro Jahr, so der World Wildlife Fund for Nature (WWF). „Wir leben also über unsere Verhältnisse. Das kann nicht lange gut gehen”, erklärte Hans-Martin Kochanek, vom NaturGut Ophoven am Freitag auf einer Pressekonferenz.

„Viele Leverkusener wissen das bereits und achten auch darauf, das Klima und die Ressourcen zu schützen”, so der Leiter des Umweltzentrums. Das ergab eine kurze Befragung von 17 Besuchern der Wiesdorfer City. Aber manchmal falle es noch schwer. „Im Bereich Ernährung, Konsum und Strom müssen noch viele Gewohnheiten überwunden werden um zukunftsfähiger zu leben. Hier spiegeln die Antworten der Leverkusener den bundesweiten Trend wieder”. Außerdem könnten noch einige Wissenslücken gefüllt werden.

Unser Verbrauch an Biokapazität geht einher mit dem Ausstoß an CO2. Wir Deutschen emittieren ca. 11 Tonnen im Jahr. Aber nur drei Tonnen kann unsere Atmosphäre mittelfristig ertragen, damit sich das Klima nicht überhitzt. Indem wir unser Verhalten und unseren Lebensstil verändern, können wir das ohne großen Komfortverlust schaffen, erklärte Kochanek. Es fordere vor allem eine gut isolierte Wohnung mit klimafreundlichem Heiz- und Wärmesystem sowie ein achtsames Mobilitäts- und Konsumverhalten.

Konsum: Mit 3,3 Tonnen pro Kopf ist Konsum der größte Posten bei unseren persönlichen CO2-Emissionen. Denn viel Energie steckt in der Produktion und dem Transport unserer Kleidung, Möbel oder Elektrogeräte. 13 von 17 Befragten versuchen alte Geräte und Kleider zu reparieren oder reparieren zu lassen, bevor neue gekauft würden. Nur vieren ist das zu mühsam. Sie kaufen lieber alles neu. Dieses positive Ergebnis ist sicherlich nicht repräsentativ für Deutschland, erklärte Britta Demmer vom NaturGut Ophoven. Denn jeder Deutsche kaufe im Durchschnitt 17 Kilogramm Kleidung jedes Jahr. Mindestens ebenso viel lande im Kleidersack oder Müll. „Weniger, dafür hochwertigere Kleidung mit Bio und Fair-Label zu kaufen, könnte unseren CO2 Fußabdruck erheblich reduzieren”, so Britta Demmer.

Mobilität: Mit 2,5 Tonnen CO2-Emissionen pro Einwohner und Jahr ist der Verkehr der drittgrößte Bereich. Besonders Flugreisen fallen ins Gewicht. Die meisten der befragten Leverkusener fliegen aus Geldmangel oder Flugangst jedoch nicht oder nur selten. Nur die zwanzigjährige Natalie fliegt zwei bis dreimal im Jahr in Urlaub und ein 77jähriger Rentner will auf seine Fernostreisen nicht verzichten.
Allerdings nutzen alle gerne öffentliche Verkehrsmittel oder das Fahrrad und verzichten lieber auf das eigene Auto.
„Plus 5,4 Tonnen CO2 kommt auf die persönliche CO2 Bilanz, wenn nur eine zusätzliche Flugreise nach New York hinzukommt oder man jeden Tag mit seinem Auto zwanzig Kilometer zur Arbeit pendeln muss”, erklärt Britta Demmer.

Strom: Mit fast 0,8 Tonnen CO2-Emissionen pro Kopf und Jahr belastet auch der Strom unsere Ökobilanz. Die meisten Befragten gaben an, beim Kauf elektrischer Geräte darauf zu achten, dass sie effizient sind. Auch Steckerleisten benutzen fast alle um Stand-by Verluste zu vermeiden. Allerdings nutzen nur wenige die Möglichkeit Ökostrom zu nutzen. Dabei sinke die Umweltbelastung nahezu auf 0, so Olivia Müller, stellvertretende Sprecherin BUND-Leverkusen. Doch die meisten finden, er wäre zu teuer. „Das hat sich geändert. Eine Familie, die ca. 3500 Kilowatt Strom im Jahr benötigt, würde bei dem teuersten Anbieter nur 60 Euro im Jahr mehr bezahlen als bei einem konventionellen,” hat sie errechnet. Das ist gerade mal eine Tankfüllung voll. Anbieter von „Grüner Strom Label” finanzieren mit 0,5 ct pro kWh außerdem sinnvolle innovative Energieprojekte. Viele der Befragten wissen außerdem nicht, wo sie ihn herbekommen. Unter www.gruenerstromlabel.de würde man leicht fündig. Die Wechselformalitäten übernehme ganz unkompliziert der neue Anbieter. „Es gibt bereits zehn Anbieter von regenerativer Energie in Leverkusen u.a. auch die EVL.”

Ernährung: Mit 1,4 Tonnen pro Einwohner und Jahr ist die Ernährung der viertgrößte Posten bei unseren persönlichen CO2-Emissionen. In Deutschland werden jährlich gut 500 Kilogramm Lebensmittel pro Kopf verbraucht. Auf die Frage nach dem Einkaufsverhalten bei Nahrungsmitteln sagten zwölf, dass sie regionale Produkte wählten, nur fünf entschieden sich dagegen, da die Auswahl zu klein und zu teuer sei. Aber nur wenige greifen bei Biolebensmittel zu, obwohl diese je nach Produkt bis zu 30 Prozent CO2 einsparen. Zu teuer seien die Produkte, ein anderes Argument nicht zuzugreifen war mangelndes Vertrauen. „So viel Bio, wie heute angeboten wird, gibt es gar nicht,” so Ditmitri S. aus Rheindorf. Bei einer deutschlandweiten Befragung sind es bereits 19,1 Prozent der Befragten, die auf Bioprodukte – gesichert mit dem Bio-Label - zurückgreifen. Viel sparen können wir auch bei gut geplanten Einkäufen – zur Zeit landet von den 500kg immer noch unglaubliche 82 kg in der Tonne – d.h. jedes achte Lebensmittel werfen wir weg.

„Auch weniger Fleisch zu essen, führt zu einem kleineren CO2-Fußabdruck”, so Hans-Martin Kochanek. Von den 17 Befragten machen das bereits 11. Nur sechs können auf ihr tägliches Fleisch nicht verzichten. Der 50jährige Manfred M. aus Schlebusch meint sogar, dass er ohne Fleisch nicht leben könne. Den auch gesundheitlich positiven Trend zu weniger Fleisch zeigen deutschlandweite Untersuchungen, so Kochanek. „Das Institut für Demoskopie Allensbach geht von rund 8 Millionen Vegetariern in Deutschland aus. Das sind rund 10 Prozent der Bevölkerung”. „Jeder hat hier einen großen Spielraum lecker zu genießen. Bereits einmal in der Woche kein Fleisch zu essen spart 5% CO2 –Emission, ein Vegetarier, der ausschließlich Bio-Produkte genießt, schafft sogar eine Reduktion von 42% CO2 –Emission”.

Um seinen ökologischen Fußabdruck zu ermitteln, finden Interessierte einen Rechner unter www.footprint-deutschland.de/inhalt/berechne-deinen-fussabdruck
Um seine CO2-Emissionen zu errechnen: www.uba.co2-rechner.com

Bildunterschrift: Wir beuten unsere natürlichen Reserven aus. Das ist nicht fair gegenüber zukünftigen Generationen, meinen Britta Demmer (NaturGut Ophoven) und Olivia Müller (BUND).

Pressemeldung vom 13.07.2017

Wie lockt man Familien in die Natur?

NaturGut Ophoven stellt Untersuchung vor

Eltern wünschen sich mehr Anleitung und Inspiration, so ein Ergebnis des Projekts „Familien in die Natur”, dass der Förderverein NaturGut Ophoven e.V. ein Jahr lang in Leverkusen durchgeführt hat. Gemeinsam mit dem Erziehungswissenschaftler Prof. Dr. Ulrich Gebhard von der Universität Hamburg und dem Umweltpsychologen Dr. Dirk Scheffler sowie der Kommunikationsberaterin Janine Steeger wurden die Erkenntnisse am Donnerstagmorgen auf dem NaturGut Ophoven diskutiert.

„Die Freizeit der gegenwärtigen Kindergeneration verlagert sich zunehmend nach drinnen. Familien gehen viel weniger in die Natur”, erklärte die Projektleiterin Ute Pfeiffer-Frohnert vom NaturGut Ophoven. Das seien nicht nur die Erfahrungen des Umweltbildungszentrums, sondern auch Ergebnisse vieler bundesweiter Studien. Obwohl die Bedeutung von Natur für eine gesunde Entwicklung von Kindern unbestritten sei, sehen viele Eltern nicht die Notwendigkeit ihren Kindern diese Zeit zu geben. Mit der Frage, woran das liegt und was Bildungszentren dagegen tun können, beschäftigte sich das Projekt, das von der Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW gefördert wird.

„Vielen Eltern erscheint Klavier, Englisch oder Ballett sinnvoller als das Spielen am Bach oder der Bau einer Hütte im Wald. Andere Gründe sind volle Terminkalender, Leistungsdruck, Angst vor Gefahren wie Stürzen oder Zecken, aber auch die fehlende Inspiration der Eltern”, so Fasbender. Diese wissen häufig selber nichts mit der Natur anzufangen. Sie brauchen Anleitung und wünschen sich das von Zentren wie dem NaturGut Ophoven.

Viele Kinder wollen in die Natur, man müsse nur die Rahmenbedingungen in den Städten schaffen, ergänzte Ulrich Gebhard. „In Baden-Württemberg werden demnächst die Kommunen dazu verpflichtet Naturerfahrungsfreiräume in den Wohnvierteln zu schaffen, in denen Kinder und Familien Natur erleben und gestalten können”, so der Erziehungswissenschaftler.

Stadtnahe Plätze in Leverkusen wie der Wuppermann Park oder der Neulandpark sollten Angebote für die Familien bieten. „Die Freiräume müssen fußläufig sein, sonst werden sie nicht genutzt”, ergänzte Umweltpsychologe Dr. Dirk Scheffler. Auch Brachen eignen sich als Freiraum für Naturerlebnisse, die ein herkömmlicher Spielplatz nicht bieten könne. Schuldezernent Marc Adomat begrüßte die Idee, diese Freiräume in die Arbeit des NaturGut Ophoven einzubauen.

„Naturerfahrung hat mit gutem Leben und mit Sinn zu tun, weniger mit Umweltaktivismus”, so Scheffler. Entsprechend müsse man das Thema auch vermarkten um erfolgreich zu sein. Natur als „coole Marke” zu verkaufen würde dem nicht widersprechen, so Janine Steeger, Kommunikationsberaterin für Nachhaltigkeit. Allerdings solle nicht der Naturschutz, sondern die Erfahrung der Kinder im Vordergrund stehen. „Solche frühen positiven Erfahrungen hängen später bei Erwachsenen mit umweltfreundlichen Verhalten zusammen”, sagte der Umweltpsychologe Scheffler.

Zahlreiche Interviews mit Familien und Fachexperten sowie eine umfangreiche Grundlagenrecherche halfen dabei, das Freizeitverhalten einer modernen Familie besser zu verstehen, um sowohl Naturangebote als auch das Naturmarketing zeitgemäß und attraktiv zu gestalten. „Die Ergebnisse des Workshops zeigen, dass es sich lohnt die pädagogische Arbeit immer wieder wissenschaftlich überprüfen zu lassen,” so Marc Adomat. Die Projektergebnisse liefern Ansätze, wie Umweltbildungszentren in Deutschland ihr Bildungsangebot weiterentwickeln können.

Pressemeldung vom 11.07.2017

Kreative Schreibwerkstatt für Leverkusener Grundschulen:

208 Elfchen zum Thema Busfahren

Gemeinsam mit der wupsi hat der Förderverein NaturGut Ophoven einen Schreibwettbewerb für Grundschulkinder zum Thema Busfahren veranstaltet. Thema war das Busfahren als umweltfreundliche Alternative zum Autofahren. Jedes Elfchen sollte mit dem Wort „Busfahren” beginnen. 208 toll gestaltete Elfchen wurden eingesandt. Das machte die Arbeit für die vierköpfige Jury nicht leicht. Da alle Einsendungen den formalen Kriterien entsprachen und sich mit dem Thema beschäftigt haben, konnte am Ende nur die Originalität der Präsentation entscheiden.

Heute wurden die drei Gewinnerklassen prämiert:

1. Platz: Klasse 3c der Regenbogenschule für ihre Elfchen und vier selbst gebastelte Busse aus Recyclingmaterialien
2. Platz: Klasse 3a der Regenbogenschule für ihre 20 Elfchen, die als ein riesiges Plakat -einen großen Bus darstellen
3. Platz: Klasse 3b der GGS Bergisch Neukirchen für ihre schön gemalten Elfchen, jedes in Form eines Busses

Als Preise bekamen die Schulklassen jeweils eine Pausen-Spiele-Box.

Dr. Hans-Martin Kochanek, Leiter des NaturGuts Ophoven, freut sich über die vielen Einsendungen und die hohe Qualität: „208 Elfchen aus 22 Klassen von 7 Schulen haben teilgenommen. Mit dieser Aktion wollten wir erreichen, dass klimafreundliche Mobilität auch schon bei den Kleinsten zum Thema wird.”

Marc Kretkowski, Geschäftsführer der wupsi, ist begeistert von der zahlreichen Teilnahme: „Ich freue mich, dass sich die Schüler mit dieser Schreibwerkstatt mit dem Busfahren und damit für den Klimaschutz auseinandergesetzt haben. Rund 20 Prozent des CO2-Ausstoßes werden in Deutschland im Verkehrssektor verursacht, mehr als die Hälfte kommt allein aus den Auspuffrohren der rund 44 Millionen Autos in Deutschland. Eine Busfahrt dauert zwar vier Minuten länger, verursacht aber dafür siebenmal weniger CO2 -Belastung als eine Fahrt mit dem Auto. So ist ein attraktiver Busverkehr ein Aktivposten bei der Reduzierung des Energieverbrauchs im Verkehrssektor. Bereits bei einer Bus-Auslastung von 30 % verbraucht eine Person nur 2 Liter Kraftstoff auf 100 km. Zu den Spitzenzeiten hoher Nachfrage werden sogar nur 0,5 Liter benötigt. Der Durchschnittsverbrauch eines Pkw liegt dagegen durchschnittlich bei 6,6 Liter pro Person und 100 km.”

Das Elfchen von Marina aus der 3. Klasse der Regenbogenschule zeigt, dass auch die Kinder sich mit dem Bus als CO2-sparenden Alternative beschäftigt haben:

Busfahren
Der Umweltschutz
Busfahren ist klimafreundlich
Wir schützen die Umwelt
Gemeinsam!

Die Schulleiterin Kirsten Tang freut sich, dass die ersten beiden Plätze von Klassen der Regenbogenschule belegt wurden: „Die Kinder der Regenbogenschule bringen viele unterschiedliche Sprachen mit. Deutsch stellt unsere gemeinsame Sprache dar, in der gespielt, gelernt aber auch wichtige Themen des Zusammenlebens besprochen werden. Darum bin ich besonders stolz, dass die beiden Klassen hier ihre enorme Kreativität bewiesen haben.”

Pressemeldung vom 04.07.2016

Spiele und Spaß rund um das Thema Klimaschutz

NaturGut Ophoven lädt zum Abschluss der NRW.KlimaTage2017 zum Sommerfest ein

Ein buntes Bühnenprogramm mit Tanz und Musik sorgt für gute Laune auf dem NaturGut Sommerfest am Sonntag, den 9. Juli. Zum Abschluss der NRW.KlimaTage2017 bietet das NaturGut Ophoven für Groß und Klein von 11 bis 17 Uhr viele spannende Mitmach- und Spielaktionen zum Thema „Recycling”, „klimafreundliche Ernährung”, „Erneuerbare Energien” und „Artenvielfalt”. Die vielen Aktionen werden gefördert von der Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW.

Besucher sind außerdem herzlich eingeladen ihre ungenutzte Handys und Brillen mitzubringen. Das sind wichtige Ressourcen, die wiederverwendet oder -verwertet werden können. Kinder und Jugendliche haben die Möglichkeit an einer Spielzeugtauschbörse teilzunehmen.

Alle Kinder und Familien, die einen Sommerfest-Aktionspass besitzen, haben natürlich auch freien Eintritt ins Kinder- und Jugendmuseum. Auch das diesjährige Sparkassen-Umwelträtsel für die Schule dreht sich um „Klimaschutz und Nachhaltigkeit”. Um 14 Uhr sind 50 tolle Preise zu gewinnen.

Imker Reinhold Glüsenkamp lädt außerdem zu Bienenführungen ein. Viele weitere Stände von NABU und BUND, Energieversorgung Leverkusen, Kinderschutzbund oder Eine-Welt-Laden informieren über Themen der Nachhaltigkeit. Regionale Leckereien vom Grill oder aus dem Backofen laden zu Verweilen ein.

Medienvertreter sind herzlich eingeladen, darüber zu berichten.

Vorläufiges Bühnenprogramm (Änderungen vorbehalten):

11:00 Uhr Eröffnung durch unsere 1. Vorsitzende Marianne Ackermann
11:30 Uhr SK Dance Factory mit Claudia Brehl
12:30 Uhr Bläserklasse der Gesamtschule Schlebusch
12:30 Uhr Bienengartenführung, Reinhold Glüsenkamp
13:00 Uhr Musikschule Stern-Art
14:00 Uhr Preisverleihung des Sparkassen-Umwelträtsels
15:00 Uhr Bienenführung mit Reinhold Glüsenkamp
15:30 Uhr Kindersambagruppe von Nasch Dwor

Weitere Infos erhalten Sie beim NaturGut Ophoven von Britta Demmer, Tel. 02171 73499-44, E-Mail: britta.demmer@naturgut-ophoven.de

Pressemeldung vom 27.06.2017

Leverkusen ist Fairtrade-Town

In einer Festveranstaltung am 16. Juni wurde Leverkusen offiziell als Fairtrade-Town anerkannt. Es ist eine Auszeichnung dafür, dass viele Geschäfte, wie auch unser Bio-Bistro auf dem NaturGut Ophoven fair gehandelte Waren anbieten.

In seiner Festrede betonte Transfair-Ehrenbotschafter Manfred Holz: „Kaufen Sie also möglichst nur noch: bio-fair-regional und saisonal! Wir haben alle eine gemeinsame Verantwortung, dass diejenigen, die uns täglich den Tisch decken, auch selber satt werden – das gilt aber auch für unsere Landwirte, Fleischer und Bäcker! Mit dem Kauf von Fairtrade-Produkten geben sie nämlich keine Spende oder Almosen, sondern leisten einen nachhaltigen Beitrag zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen und bekämpfen somit aktiv eine der Fluchtursachen. Fair ist also, nicht billig einzukaufen, wofür andere teuer bezahlen!”

Hier können Sie die gesamte Rede von Laudator Manfred Holz nachlesen:

Sehr geehrter Oberbürgermeister Richrath! My Fair Ladies & Gentlemen!

Ich freue mich sehr, als Fairtrade-Ehrenbotschafter mit Ihnen dieses Event „Fairtrade-Town” zu feiern, hier in dieser familienfreundlichen Kommune mit hoher Lebensqualität, wie ich heute bei meinem Rundgang erneut feststellen konnte.

Fairer Handel: diese Idee setzte hier schon seit Jahren enorme Kräfte frei, aber auch jede Menge Kreativität in Gang, angefangen im Rathaus, bis hin zu Vereinen, Kirchengemeinden, Schulen, Betrieben und Geschäften. Sie sehen, hier ist ein geballtes Engagement für den fairen Handel vorzufinden! Ich bin sehr beeindruckt.

Für die Auszeichnung „Fairtrade-Town” sind weltweit die gestellten fünf Anforderungen recht hoch, aber erfüllbar. So einen Titel bekommt man nicht geschenkt! Ihre Stadt hat mit Bravour die Kriterien bestens geschafft, wie wir es gerade so eindrucksvoll gehört haben.

Ich danke recht herzlich allen Beteiligten, vor allem der Steuerungsgruppe für das ehrenamtliche Engagement. Diese Auszeichnung ist aber nicht allein das Ziel, sondern Anfang und Auftrag für weitere Aktivitäten. Dieser Titel wird für zwei Jahre vergeben, danach müssen weiterhin alle Kriterien erfüllt sein.

Es brauchte Zeit, bis wir Konsumenten das Gütesiegel nicht als gelegentliches Beruhigungsmittel für das eigene Gewissen verstanden. „Fairer Handel” lebt vom Handeln! Als reichste Industrienation stehen wir in der Pflicht, unseren konkreten Beitrag gegen die Armut zu leisten. „Wenn auf der Welt so viel geteilt würde wie bei Facebook, dann gäbe es keine Armut!” Absolute Spitze ist der Faire Handel bei der A-Note: 84% der Deutschen kennen das Fairtrade-Siegel und 95% der Käufer halten das Siegel für vertrauenswürdig und bewerten die Qualität dieser Produkte gleich gut oder noch besser als die konventionellen Produkte.
Kommen wir zur B-Note, hier könnte so mancher Wert noch besser sein: Etwa 4% Marktanteil haben die fairen Kaffeebohnen. Es ist schon interessant, dass viele Kaffeetrinker teuere Kaffeemaschinen besitzen, aber billigen Kaffee trinken. Das gilt auch für so manche Kücheneinrichtung.

Von der Eintagsfliege zum Langstreckenengagement
Vor 25 Jahren wurde TransFair e.V. von 36 Organisationen wie Brot für die Welt, Misereor, Kolping, Kindernothilfe, Pfadfinder und Welthungerhilfe gegründet mit folgenden Zielen: Ein einheitliches Siegel, sowie verbindliche Standards des fairen Handels, angefangen beim fairen und stabilen Preis bis hin zum Umwelt- und Klimaschutz.

Fairtrade wächst 2016 in Deutschland um 18%
Der Umsatz betrug rund € 1,2 Mrd. Ziel in diesem Jahr ist dann ein Gesamtumsatz von € 1,5 Mrd. Herr Oberbürgermeister Richrath, da zähle ich ganz stark auf Leverkusen!!! Jeder Bundesbürger konsumierte faire 13 Euro mit jeder Menge Steigerung nach oben! Österreich mit 30 €, Grossbritannien mit 39 € und die Schweiz mit 69 € bleiben weiterhin unangefochtene Spitzenreiter. Deutschland ist erfreulicherweise seit Jahren weltweit der dynamischste Fairtrade-Markt. Fairtrade ist also eine Bewegung in Bewegung!!

„Aus der exotischen Nische zur Bürgerbewegung!”
Der faire Handel hat sich mittlerweile seines Images entledigt, bisher nur für eine relativ kleine Bevölkerungsgruppe gut informierter und „Dritte Welt” bewusster Menschen reserviert zu sein. Inzwischen gibt es fast keinen Laden mehr in Deutschland, der gar kein Fairtrade-Produkt anbietet.

Bundesweit bieten derzeit 345 Partner mehr als 7.000 gesiegelte Produkte, in 800 Eine Welt Läden (so wie hier in Leverkusen), in 42.000 Geschäften und in über 30.000 Gastro-Betrieben an. Übrigens, der Bioanteil liegt weiterhin bei über 70%!

Kaffee ist mit über 17.000 t das wichtigste Produkt, gefolgt von Bananen und Blumen. Jede 4. Rose ist fair gehandelt und kann in 22.000 Verkaufsstellen erworben werden. Deutschland ist hier Weltmarktführer! Kaufen SIE also möglichst nur noch: bio-fair-regional und saisonal! Wir haben alle eine gemeinsame Verantwortung, dass diejenigen, die uns täglich den Tisch decken, auch selber satt werden – das gilt aber auch für unsere Landwirte, Fleischer und Bäcker!

Mit dem Kauf von Fairtrade-Produkten geben Sie nämlich keine Spende oder Almosen, sondern leisten einen nachhaltigen Beitrag zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen und bekämpfen somit aktiv eine der Fluchtursachen.

Fair ist, nicht billig einzukaufen, wofür andere teuer bezahlen! Fairtrade handelt als unabhängige Initiative nicht selbst mit Waren, sondern vergibt sein Fairtrade-Siegel für fair gehandelte Produkte. Die regelmässigen Kontrollen bewirken eine strenge Einhaltung der Kriterien. Jede gute „Eine Welt Arbeit” kann zu einem festen Bestandteil des Profils und Images einer jeden Kommune werden – und Leverkusen ist da richtig gut dabei!

Im Fussball kennt sich Leverkusen schon lange in der Champions League aus. Ab heute spielt aber Leverkusen in der fairen Champions League zusammen mit Amsterdam, Kopenhagen, London, Paris, Rom und Madrid. Diese Metropolen sind ebenfalls Fairtrade-Towns!

Im Namen von FairTrade gratuliere ich recht herzlich zu diesem Titel. Es ist mir eine große Ehre, diese Auszeichnung vorzunehmen. 2009 wurde Saarbrücken die 1. FTT in Deutschland, gefolgt von Neuss. Seitdem wurden 488 weitere Städte, Gemeinden, Landkreise, Inseln und Stadtbezirke mit dem begehrten Titel ausgezeichnet.

Heute aber wird Leverkusen die 489. Fairtrade-Town in Deutschland und die 118. in NRW.

Herzlichen Glückwunsch!

Manfred Holz – Fairtrade Ehrenbotschafter

Pressemeldung vom 20.6.2017

Was kommt auf den Grill?

NaturGut Ophoven stellt klimafreundliche Brennstoffe vor

Wie kann man klimafreundlich grillen? Für die CO2-Bilanz ist es zwar entscheidender, was auf den Rost gelegt wird, aber auch die Auswahl des richtigen Brennstoffs trägt zum Klimaschutz bei.

Holzkohle
Jährlich werden deutlich über 240.000 Tonnen Grillholzkohle und Grillbriketts nach Deutschland importiert. Das meiste stammt aus Osteuropa, Paraguay, Nigeria und Nicaragua. Die Kohle aus Afrika und Südamerika entsteht häufig als Nebenprodukt bei der Waldrodung für Plantagen und Viehweiden. Nicht selten stammt es aus illegal geschlagenen Tropenwäldern. „In Deutschland wird diese Kohle um- bzw. abgefüllt und mit heimischen Restabfällen vermischt. Das ist für das Label „Made in Germany” ausreichend”, erklärt Britta Demmer. Kohle aus echten heimischen Hölzern zu kaufen, bedürfe deshalb einiger Recherche.

Klimafreundliche Alternativen

Beim Kauf sei das FSC-Siegel (Forest Stewardship Council, Ziel ist die Erhaltung der Wälder für zukünftige Generationen) ein Indikator für Rohstoffe aus ökologisch verträglicher Waldwirtschaft, erklärt Stefan Brandt, Hobby-Griller und ehrenamtlicher Mitarbeiter des NaturGuts Ophoven. Es gibt Holzkohle und -briketts aus deutscher Produktion aus nachhaltig bewirtschafteten Buchenbeständen und mit günstigeren Transportwegen. „Der höhere Preis der Produkte relativiert sich durch eine längere Brenndauer”, so Stefan Brandt. Leider gäbe es nicht viele Anbieter.
Neuerdings werden Grillbriketts auch aus Kokosfasern und Olivenkernen auf dem deutschen Markt angeboten. Sie sind Abfallprodukte, die bei der Produktion von Kokosmilch oder bei der Pressung von Olivenöl anfallen. Da sie aus Griechenland oder Asien stammen fällt ein längerer Transportweg an, als aus Deutschland. Im Sinne der Klimabilanz sind sie daher zweite Wahl.
Hans-Martin Kochanek warnt vor Briketts aus Braunkohle. „Diese sind häufig sehr günstig, aber am schädlichsten für unser Klima, da Braunkohle ein fossiler Brennstoff ist und CO2 freisetzt, das besser unter der Erde bleiben sollte”.

Der Grill macht den Unterschied
Neben der Qualität des verwendeten Brennstoffs, ist auch die Art des Grills relevant für die Umweltbilanz. Kugelgrills können mit weniger Brennstoff als klassische Grills betrieben werden. „Nach dem scharfen Angrillen wird der Deckel geschlossen und das Grillgut wird in der indirekten Zone gar”, so Brandt. Vorteilhaft sei auch die Möglichkeit, nach dem Grillen den Deckel aufzulegen, alle Luftöffnungen zu schließen und die Kohle durch Sauerstoffentzug zu ersticken. Die Restkohle kann dann bei nächster Grillgelegenheit erneut entzündet werden.
Besonders schädlich für die Umwelt sind die Einweggrills. Nicht nur weil sie viel Müll und häufig Brandlöcher im Rasen hinterlassen, sondern weil die Produktion der Einweg-Aluschalen viel Energie und Rohstoffe verschlingt, so Brandt. Außerdem stamme die mitgelieferte Kohle meist aus Schwellen- und Entwicklungsländern.
Zum Anzünden sind wachsgetränkte Faserblöcke oder Holzwollebündel am sinnvollsten, aber auch Holzspäne oder FSC zertifizierte Grillanzünder sind eine gute Wahl. „Bloß kein Papier, Kiefernzapfen oder chemische Zündhilfen verwenden”, warnt Stefan Brandt, „da werden krebserregende Stoffe frei”.

Rezepte für das klimafreundliche Grillen
vebu.de/vebu/kampagnen/vegan-grillen
www.rezepte-zum-grillen.com/grillen-vegetarisch
    
Hintergrund zur Leverkusener Klimakampagne:
Die Aktion ist Teil der Leverkusener Informations- und Öffentlichkeitskampagne „Klimaschutz - jeder jeden Tag”, Aktionen und Veranstaltungen mit vielen Tipps und Anregungen für das tägliche Leben sollen Leverkusener Bürger den Klimaschutz nahe bringen. Mehr unter: www.naturgut-ophoven.de.

Pressemeldung vom 19.06.2017

Restlos genießen im BioBistro

Beste-Reste-Box bei Kindergeburtstagen der Hit

Wer kennt das nicht? Das Essen schmeckt wunderbar, aber dennoch bleibt etwas übrig? Schade, wenn die Reste in die Tonne wandern. In Deutschland sind das 11 Mio. Tonnen im Jahr, davon 1,9 Mio. Tonnen in Kantinen und Restaurants. Umgerechnet wandern pro Gast und Jahr 23,6 Kilogramm Lebensmittel in die Tonne. Das ist nicht vertretbar. Deshalb beteiligt sich das BioBistro des Kinder- und Jugendmuseums EnergieStadt an der Aktion „Restlos genießen”.

Gerade beim Kindergeburtstag „KochDuell”, bei dem Kinder und Jugendliche mit viel Spaß selber den Kochlöffel schwingen, wird das Einpacken nicht verzehrter Speisen in die Beste-Reste-Box von den Gästen super angenommen. Beim Kochduell treten zwei Gruppen gegeneinander an und kochen aus verschiedenen Zutaten ein Menü. Beim gemeinsamen Essen wird zum Abschluss entschieden, welche Gruppe das Duell gewonnen hat. Dem Geburtstagskind werden vorab je nach Jahreszeit Menüvorschläge gemacht. Alle Zutaten stammen aus Bioanbau.

Verantwortlich für das BioBistro ist Ute Pfeiffer-Frohnert: „Wir sind stolz, dass wir in Leverkusen Vorreiter sind und die einzige Einrichtung sind. Noch besser wäre es aber, wenn sich viele weitere Gastronomen, Kantinen und Caterer entschließen würden sich der Aktion anzuschließen. Die Beste-Reste-Box soll zu einem festen Bestandteil der Restaurantkultur werden.”

Es ist ganz einfach mitzumachen. Restaurants können sich unter www.restlos-geniessen.de registrieren. Neben der Beste-Reste-Box bekommen die Teilnehmenden Infomaterialien wie Speisekarteneinleger, Türaufkleber, um die zur Wertschätzung von Lebensmitteln bei den Gästen zu fördern. Mit der Beste-Reste-Box hat man die Möglichkeit aktiv zu werden und den Gästen die Scheu zu nehmen, danach zu fragen, ob sie ihre Essensreste mit nach Hause nehmen können. Denn der Wunsch der Gäste ist da: Etwa 46 Prozent der Deutschen nehmen zumindest manchmal übrig gebliebene Speisen beim Restaurantbesuch mit nach Hause. Rund 56 Prozent wünschen sich, dass diese Möglichkeit von den Restaurants aktiv angeboten werden würde. Dies ergab eine Befragung von TNS Emnid im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft.

Weitere Infos zur bundesweiten Kampagne: www.restlos-geniessen.de Die Aktion „Restlos genießen” haben die Initiative „Zu gut für die Tonne!” des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) und Greentable, das Infoportal für nachhaltige Gastronomieangebote initiiert. Als Partner im stationären Handel vertreibt Metro Cash & Carry Deutschland GmbH die Beste-Reste-Box bundesweit. Die Box ist Teil einer bundesweiten Aktion gegen Lebensmittelverschwendung. Über 200 Gastronomen nutzen sie bereits. Sie leisten damit einen sinnvollen Beitrag zur Vermeidung von Lebensmittelabfällen und zur Sensibilisierung der Verbraucherinnen und Verbraucher und sorgen für ein nachhaltiges Image ihres Betriebs.

Pressemeldung vom 23.05.2017

10 Tipps für den umweltfreundlichen Schulstart

energieLux stellt die klimafreundliche Schultasche in der Kita Sandstraße vor

In Leverkusen werden rund 1600 Kinder nach den Sommerferien eingeschult. Bereits jetzt halten Eltern und Vorschulkinder Ausschau nach Tornistern, Federmäppchen, Stiften, Heften und vielem mehr. Bunt und hipp muss es sein… aber bitte auch umweltfreundlich! Das NaturGut Ophoven hat im Rahmen des Projektes „energieLux- Klimaschutz an Leverkusener Schulen und Kindergärten” einen kurzen Ratgeber zusammengestellt mit Tipps und hilfreichen Infos rund um den klimafreundlichen Schulstart.

Hefte aus Altpapier herzustellen sei viel umweltfreundlicher als dafür den Rohstoff Holz zu verwenden. Deshalb solle man zum Schulstart darauf achten Material mit dem Blauen Engel zu kaufen, so Britta Demmer vom NaturGut Ophoven. „Es ist kaum von dem Papier aus reinen Holzfasern zu unterscheiden: es ist reinweiß, kein Füller verläuft mehr und das Radieren geht völlig problemlos.” Auch Schnellhefter seien in umweltfreundlichem Recyclingpapier erhältlich.

Bei der Auswahl der Tornister gibt es seit geraumer Zeit auch umweltfreundliche Alternativen. In Fachgeschäften werden Schulranzen aus 100 % recycelten PET-Flaschen angeboten. „Diese sehen genauso farbenfroh aus wie die konventionellen Schultaschen. Aber durch die Nutzung der PET-Flaschen wird die Umweltbelastung enorm verringert: Unsere natürlichen Ressourcen werden geschont und Plastikmüll findet eine neue Verwendung.”

Gesund und klimafreundlich

Nicht nur umweltfreundlich, sondern auch gesund soll der Schulstart sein. In vielen Materialien stecken Gifte, so die Organisatorin des energieLux-Projektes. Manche Malstifte und Klebestifte enthalten Lösungsmittel. Das ist schädlich für die Gesundheit. Aber es gibt Alternativen, wie nachfüllbare Stifte auf Wasserbasis. Viele Buntstifte sind außerdem mit Lack überzogen. „Da Kinder häufig beim Nachdenken auf dem Stift herumbeißen, sollte man diese meiden und Buntstifte ohne Lackschicht kaufen”, so Demmer.

Ein weiterer Tipp gilt dem Schulweg: Auch hier kann man zum Klimaschutz beitragen. Die Schülerinnen und Schüler sollten möglichst zu Fuß oder mit dem Rad zur Schule gebracht werden. „Das Kind sammelt so in Begleitung nicht nur Erfahrungen im Straßenverkehr, sondern kann sich durch die Bewegung an der frischen Luft auch besser im Unterricht konzentrieren”, so Britta Demmer. Gemeinsam leisten Eltern und Kinder damit auch einen Beitrag für die Umwelt und für mehr Sicherheit im Straßenverkehr.

Hintergrund: energieLux -  Klimaschutz in Leverkusener Schulen und Kindergärten

In Schulen und Kindergärten wird seit vier Jahren bereits erfolgreich das Klimaschutzprojekt „energieLux – Energiesparen in Leverkusener Schulen und Kindergärten” umgesetzt. 28 Schulen und 9 Kindergärten nehmen an dem städtischen Projekt teil. Im vergangenen Jahr konnten durch energieeffizientes Verhalten und bauliche Maßnahmen über vier Mio. Kilowattstunden Heizenergie und Strom eingespart werden. Weitere Informationen unter www.energieLux.de

Den Flyer und weitere Informationen über die Aktion erhalten interessierte Kitas und Eltern beim NaturGut Ophoven von Britta Demmer unter 02171 73499-44 oder per E-Mail an britta.demmer@naturgut-ophoven.de.

Pressemeldung vom 22.05.2017

Exportschlager NaturGut Ophoven: Noch mehr Bildung für Klimaschutz durch Bildungszentren

16 bundesweite Einrichtungen entwickeln sich zu „BildungszentrenKlimaschutz”

In Deutschland gibt es viele außerschulische Bildungszentren. Dies sind u.a. Umweltbildungszentren, Jugendherbergen oder Waldschulheime. All diese Bildungseinrichtungen haben viele Möglichkeiten Bildung für Klimaschutz durchzuführen – sowohl auf dem Gelände als auch im Gebäude. Ziel des zweijährigen Projekts „BildungKlima-plus”, welches im Rahmen der nationalen Klimaschutzinitiative durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) gefördert wird, ist die Anzahl der Bildungseinheiten zum Klimaschutz bundesweit zu erhöhen.

Dazu soll ein bundesweites Netzwerk aus 16 BildungszentrenKlimaschutz, je eines pro Bundesland, aufgebaut werden. Dies institutionsübergreifend, d. h. Umweltbildungszentren tauschen sich beispielsweise mit Jugendherbergen oder Nationalparkzentren über ihre Klimabildungsaktivitäten aus und entwickeln sie gemeinsam weiter.

Durchgeführt wird das Projekt durch das seit bereits über 30 Jahren aktive NaturGut Ophoven in Leverkusen. Mit Hilfe eines Wettbewerbes wurden 15 weitere außerschulische Bildungszentren gesucht, die sich zu BildungszentrenKlimaschutz weiterentwickeln möchten. Sie werden z.B. bei der Weiterentwicklung zur klimaneutralen Einrichtung unterstützt, weiterhin bei der Umsetzung von effektiven Bildungsmaßnahmen zur Treibhausgasminderung und Ressourcenschonung (fachlich und finanziell). Diese 16 Zentren sollen als Impulsgeber und Vorbild für andere Bildungszentren, vor allem aus den eigenen Dachverbänden und in ihrer Region, wirken. So sollen z. B. durch Fortbildungen Anregungen für die Bildungsarbeit an außerschulischen Bildungszentren zum Thema Klimaschutz und nachhaltige Nutzung von Ressourcen an weitere Einrichtungen weitergegeben werden.

Folgende Bildungszentren aus den einzelnen Bundesländern sind dabei:

Ökostation Freiburg (Baden Württemberg)

Naturerlebniszentrum Burg Schwaneck (Bayern)

Naturschutzzentrum Ökowerk Berlin (Berlin)

NABU-Naturerlebniszentrum Blumberger Mühle (Brandenburg)

Klimahaus Bremerhaven 8°Ost (Bremen)

Gut Karlshöhe (Hamburg)

Umweltbildungszentrum Licherode (Hessen)

Naturerbe Zentrum Rügen (Mecklenburg-Vorpommern)

Schulbiologiezentrum Hannover (Niedersachsen)

NaturGut Ophoven (Nordrhein-Westfalen)

Ev. Landjugendakademie (Rheinland-Pfalz)

Biosphären-VHS St. Ingbert (Saarland)

Auwaldstation Leipzig (Sachsen)

Haus des Waldes (Sachsen-Anhalt)

Nationalpark-Zentrum Multimar Wattforum (Schleswig-Holstein)

DJH Lvb. Thüringen/JH Weimar (Thüringen)

Uwe Richrath, Oberbürgermeister Stadt Leverkusen: „Als Oberbürgermeister bin ich stolz, dass wir das NaturGut Ophoven in Leverkusen und damit eines der renommiertesten Umweltbildungszentren Deutschlands haben.” Er ergänzt: „Ich freue mich, dass das NaturGut Ophoven jetzt sein Wissen bundesweit weitergeben kann und wir durch die Zusammenarbeit mit Ihnen die Chance bekommen unsere Angebote weiter zu optimieren und in verschiedenen Bereichen weiter zu entwickeln.”

Weitere Infos zum Pressetermin erhalten Sie beim NaturGut Ophoven von Ute Rommeswinkel, Tel. 02171 73499-41, E-Mail: ute.rommeswinkel@naturgut-ophoven.de

Pressemitteilung vom 12.05.2017

Scheckübergabe Kaminbau Engel an den Förderverein NaturGut Ophoven

2016 feierte die Hitdorfer Firma Kaminbau Engel ihren 50. Geburtstag. Anläßlich dieses Jubiläums hat die Firma einen Ofen zugunsten des Fördervereins NaturGut Ophoven versteigert. Der Erlös wurde zudem großzügig aufgerundet, so dass der Geschäftsführer Christian Engels einen Scheck über 1550 Euro an die 1. Vorsitzende Marianne Ackermann des Förderverein NaturGut Ophoven überreichen konnte. Marianne Ackermann freut sich über die Finanzspritze: „Wir können das Geld sehr gut für die Anschaffung von Materialien für unsere Kurse mit Schulklassen und Kindergartengruppen gebrauchen.”

„Als wir über unser Geschenk zum 50. Geburtstag nachdachten, kamen wir schnell auf das NaturGut Ophoven. Denn dort wird schon seit Jahren viel Wissen über gesundes Wohnen vermittelt” sagte Christian Engel bei der Scheckübergabe. Gerade Kamine und Kachelöfen sind aufgrund der Strahlungswärme gesunde und natürliche Wärmespender. Für dieses Heizen mit Zukunft gibt es viele gute Möglichkeiten. So kann man das Wohlbefinden in den eigenen vier Wänden nachhaltig, z. B. durch eine Wandheizung, verbessern. Diese bieten eine angenehme und gleichmäßige Strahlungswärme. Sie ist platz- und heizkostensparend, belastet nicht die Atemwege durch die bei anderen Heizsystemen üblichen Luft- und Staubverwirbelungen und gibt trotz niedriger Wassertemperatur Wärme schneller in den Raum ab als konventionelle Heizsysteme. Zum anderen kann man sich mit Lehmputz baubiologisch gesehen ein echtes Stück Natur in das Haus holen. Lehmputz ist frei von Gift- und Schadstoffen und schafft durch seine feuchtigkeitsregulierende Wirkung ein gesundes Raumklima. Die relative Luftfeuchte wird durch Lehmputz unter 55 % gehalten, so dass Hausstaubmilben und Schimmelpilze keine Chance haben. Da die Luftfeuchtigkeit aber auch nicht unter 40 % fällt, vermeidet man das Austrocknen der Haut sowie der Schleimhäute. Zahlreiche Krankheiten, die Umweltmediziner auf ungesunde Wohnverhältnisse zurückführen, kann jeder so vermeiden.

Fragen zum Pressetermin bitte an Ute Rommeswinkel, NaturGut Ophoven, 02171 73499-41, ute.rommeswinkel@naturgut-ophoven.de

Pressemeldung vom 10.05.2017:

An die Töpfe - fertig los!

GBO spendet Kinderkochbücher zur klimafreundlichen Ernährung für alle Leverkusener dritten Klassen

Klimawandel und Klimaschutz sind heute schon Thema in der Grundschule, aber noch zu selten wird darüber informiert, dass unsere Ernährung einen erheblichen Einfluss auf das Klima hat. Das soll sich ändern.

Deshalb wurden heute Schülerinnen und Schüler der Regenbogenschule mit verschiedenen Spiel-Aktionen und einem Koch-Workshop zu echten Klimaköchen ausgebildet. Vorab wurden der Klasse verschiedene Rezepte geschickt. Die Kinder entschieden sich gemeinsam für selbstgemachte Pommes und selbstgemachten Ketchup, einen quietschgrünen Gurkensalat und zum Nachtisch eine vegane Schokoschnitte. Das selbstgekochte, klimafreundliche und gesunde Menü wurde dann nach dem Essen auf seine Klimatauglichkeit überprüft. Außerdem machten die Kinder ein Verpackungsmemory, ein Biosiegelpuzzle und ein spannendes „Obst- und Gemüse-Jahreszeiten Halli-Galli” und lernten so, dass bei der Produktion von Lebensmitteln klimaschädliche Gase wie CO2 ausgestoßen werden.

Mit Hilfe der finanziellen Unterstützung des Gemeinnützigen Bauvereins Opladens werden jetzt sofort allen dritten Klassen der Leverkusener Grundschulen das Kochbuch „Ich koche - Sterneköche fürs Klima” zur Verfügung gestellt, um im Unterricht bzw. im Nachmittags-Programm des Ganztags klimafreundlich zu kochen. Neben vielen klimafreundlichen Rezepten, finden Sie eine Vielzahl von Küchentipps und Klimageheimnissen, die kindgerecht das Thema vermitteln. Themen wie Lebensmittelverschwendung und Tierhaltung werden genauso erklärt wie regionale und saisonale Produkte. Bernd Fass, Vorstand Gemeinnütziger Bauverein Opladen eG: „Wir freuen uns, dass wir durch unsere finanzielle Förderung alle dritten Klassen in Leverkusen mit diesem tollen Kochbuch ausstatten können. Ich bin begeistert von den vielen Rezepten und den zahlreichen Klimageheimnissen und Küchentipps, die sich in dem Buch finden lassen.”

Ute Pfeiffer-Frohnert: „Mit dem Kochbuch wünschen wir allen Drittklässlern viel Spaß und wir würden uns sehr freuen, wenn viele Schülerinnen und Schüler auch bald Kochlöffelhelden fürs Klima werden.” Auf der Homepage vom NaturGut Ophoven stehen mehrere Unterrichtseinheiten kostenfrei zum Thema zur Verfügung. Die dafür benötigten Materialien können alle selbst erstellt werden. Außerdem können die Lehrkräfte auch ein passendes pädagogisches Programm zu diesem Kochbuch auf dem NaturGut Ophoven buchen.

Unter folgendem Link gibt es die Infos zu den Programmen und den Fördermöglichkeiten:
naturgut-ophoven.de/fuer-schule-und-kindergarten/angebote-energiestadt/schulen/

Pressemeldung vom 5.5.2017

Erstklassig! - BioBrotBox 2017

Die Elfen übernehmen Schirmherrschaft

Getreu dem diesjährigen Motto der BioBrotBox-Aktion „Erstklassig” konnte das NaturGut Ophoven erstmals eine komplette erstklassige Mannschaft für das Projekt gewinnen: Die 1. Damen-Handballmannschaft des TSV Bayer 04 Leverkusen, die Werkselfen, mit ihrer Trainerin Renate Wolf unterstützen die diesjährige Aktion.

Auch in diesem Jahr bekommen in Leverkusen 1500 Erstklässler zum Schulstart eine wiederverwendbare Brotbox voll mit leckeren, ökologischen Naschereien überreicht. Zusammen mit den 2540 Schülern aus dem RBK sind es über 4040 Kinder, die so für eine gesunde Ernährung sensibilisiert werden sollen.

Bundesweit wird in diesem Jahr schon die zweimillionste Biobrotbox verteilt.

Ute Pfeiffer-Frohnert ist im zwölften Jahr für diese Aktion verantwortlich: „Wir haben uns gedacht, dass wir das wichtige Thema „Gesunde Ernährung” noch mehr in die Breite tragen müssen, denn der aktuelle Ernährungsreport 2017 hat gezeigt, dass 89 % der Deutschen sich zwar gerne gesund ernähren wollen, aber es häufig nicht tun. So kochen nur 39 % selbst und ernähren sich stattdessen gerne von Tiefkühlpizza oder anderen Fertiggerichten. Deshalb haben wir in diesem Jahr nicht nur einen Paten, sondern eine ganze Mannschaft.” Gerade für Sportlerinnen und Sportler ist ja eine gesunde und Ernährung wichtig und somit ist die 1. Damen-Handballmannschaft des TSV Bayer 04 Leverkusen der ideale Pate der diesjährigen Aktion.

Die Trainerin Renate Wolf: „Wir haben gerne die Schirmherrschaft für die BioBrotBox 2017 angenommen. Für uns ist eine gesunde Verpflegung neben dem erfolgreichen Training ein ausschlaggebender Faktor für den sportlichen Erfolg.”

Marc Adomat, Schuldezernent der Stadt Leverkusen: „Ich bin sehr froh, dass es die BioBrotBox-Aktion in unserer Stadt gibt. Es ist wichtig, dass unsere Kinder mit einem Frühstück in die Schule gehen und von Anfang an lernen, dass gesunde Lebensmittel wichtig sind. Außerdem möchte ich mich ausdrücklich bei den Sponsoren bedanken, denn wir müssen als Stadt keinen Cent dazugeben!” Er ergänzt: „Klasse, dass das Team des Fördervereins NaturGut Ophoven es wieder geschafft hat so viele Partner zu mobilisieren.”

Hintergrund: Der Erfolgsweg des Biobrotbox-Netzwerkes für bewusste Kinderernährung begann 2002 in Berlin. Die Biobrotbox findet in Deutschland immer mehr Freunde und Initiativen, die die Aktion in Städten oder sogar ganzen Bundesländern durchführen. Mittlerweile erhalten in Deutschland 25 % aller Erstklässler eine Biobrotbox mit einem gesunden Frühstück aus Ökolandbau. Die Bio-Brotbox-Aktionen werden in der Regel von breiten gesellschaftlichen Bündnissen ehrenamtlich organisiert und privatwirtschaftlich finanziert. Unternehmen und Organisationen zeigen mit Produkt-, Geld- und Dienstleistungsspenden ihr soziales Engagement.

Weitere Infos erhalten Sie beim NaturGut Ophoven von Ute Rommeswinkel, Tel. 02171 73499-41, E-Mail: ute.rommeswinkel@naturgut-ophoven.de

Pressemeldung 21.04.2017

Ferien in Nimmerland

20 Kinder erlebten mit Peter Pan Abenteuer auf dem NaturGut Ophoven

Auch wenn es nicht so warm war wie in Nimmerland: die 20 Jungen und Mädchen hatten riesigen Spaß dabei, Abenteuer zu bestehen wie der fliegende Junge mit seinen Kameraden. Vier Tage lang entdeckten die Kinder in der Ferienfreizeit „Mit Peter Pan ins Nimmerland” die Natur auf dem NaturGut Ophoven, bauten Hütten und Samenbomben und erforschten die erblühende Natur.

Zum Aufwärmen wurden in den Seminarräumen am Nachmittag Feenflügel gebastelt, Schokolade selbst gemacht oder Handpuppen hergestellt. „Wir haben Socken gefärbt und daraus ein Krokodil gebastelt”, erklärte die siebenjährige Julia am vorletzten Tag ihrer Ferien. Das Krokodil ist ein Verbündeter von Peter Pan im Kampf gegen seinen Erzfeind Kapitän Hook.

Die sechsjährige Cosima kennt die Geschichten von Peter Pan und der kleinen Fee Tinkerbell aus dem Fernsehen. Besonders gut gefallen habe ihr in der Ferienfreizeit, die grünen Peter-Pan-Kappen aus Papier zu basteln und die Feengläser mit glitzerndem Sand zu bekleben. Das möchte sie zu Hause als Teelicht benutzen. „In der Geschichte wird Tinkerbell von Kapitän Hook immer in ein Feenglas eingesperrt, wenn er sie schnappt”, erklärte die sechsjährige Cosima begeistert.

Von 9.30 Uhr bis 15 Uhr dauerte jeweils ein Ferientag. Jeder Tag begann damit, dass Lisa Pauly oder Simon Schößer, die Leiter der Ferienfreizeit, den Kindern einen Abschnitt aus dem Klassiker von James Matthew Barrie vorlasen. Dieser wurde bereits 1904 von dem Engländer geschrieben und im vergangenen Jahrhundert vielfach adaptiert, als Musical, Theaterstück oder Film. Die Ferienkinder kennen alle die berühmte Zeichentrickversion von Disney.

„Aufgrund der Textgrundlage haben wir dann den Tag gestaltet und entweder Hütten auf Nimmerland gebaut oder Feenflügel gebastelt”, erklärte Simon. „Es ist toll zu sehen, welche Dynamik und Kreativität die Kinder entwickeln und wie sie sich gegenseitig helfen”, freute sich Lisa Pauly, die seit einem Jahr als Bundesfreiwillige auf dem NaturGut Ophoven arbeitet und die Ferienfreizeit mitgestaltet hat. „Computer und Co. habe hier keinem gefehlt”, so die 18-Jährige.

Pressemeldung vom 03.04.2017

Aktiv für den Bienenschutz

Schüler der Gesamtschule Schlebusch bauen eine Trockenmauer auf dem NaturGut Ophoven

„Die Steine der Mauer fixieren wir mit Lehm und Sand. Darin bauen dann die Wildbienen ihre kleinen Höhlen”, erklärte Tobias. Der Elfjährige gehört zur Bienen-AG der Gesamtschule Schlebusch. Gemeinsam mit fünf Mitschülern, Lehrer und Imker Reinhold Glüsenkamp sowie Tobias´ Vater schichteten sie bis zu zwanzig Kilo schwere Bruchsteine zu einer ein Meter hohen Mauer im Bienengarten des NaturGuts Ophoven auf. „Mit dem Bau der Trockenmauer wird ein sehr wichtiger Bereich des Wildbienenschutzes in Angriff genommen”, erklärte Reinhold Glüsenkamp.

Insgesamt brachten zwanzig Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule Schlebusch am Montagmorgen das NaturGut Ophoven in Sachen Bienenschutz auf Vordermann. Neben der Trockenmauer, topften vier Schülerinnen gemeinsam mit der Elternvertreterin und professionellen Landschaftspflegerin Andrea Bolz-Küster junge Bienenbäume um und säten Blumen. Eine weitere Gruppe pflanzte auf der Bahntrasse eine Winterlinde und zwei Schülerinnen beschrifteten kleine Hinweistafeln, um Trachtbäume zu markieren.

Die Arbeit mit Lehm und Sand machte den Jungen sichtlich Spaß. „Das ist auf jeden Fall besser als Mathe”, kommentierte der zwölfjährige Jureck und verdichtete die sandigen Fugen mit einem Hammer. Seit 2015 engagiert sich das Bienenprojekt der Gesamtschule Schlebusch mit dem Bau von Wildbienenunterkünften. Bisher konstruierten sie Wildbienenhäuser in Lärmschutzwänden wie in der Bahnstadt Opladen oder in Holzstelen auf dem NaturGut Ophoven. „Da aber ungefähr 75 Prozent der Wildbienen ihre Nester im Erdreich bauen und besonders trockene, sonnige Standorte unter Steinen lieben, hat die AG in diesem Jahr eine Trockenmauer in Angriff genommen”, so Glüsenkamp.

„Die Honig- aber auch die Wildbienen erfüllen eine unersetzbare Aufgabe. Sie bestäuben fast alle Blütenpflanzen, was eine Voraussetzung für die Bildung von Früchten ist”, erklärte Reinhold Glüsenkamp. Ein Drittel aller Früchte werde durch Bienen befruchtet. Viele der hier lebenden Wildbienen sind aber vom Aussterben bedroht, so der Imker. Deshalb sei es wichtig, für sie Wohnungen und Nahrung in unseren Gärten und Parks zu schaffen. Solche Mauern bieten nicht nur Unterkunft für Bienen, sondern verschönern auch den Garten.

Pressemeldung vom 07.04.2017

70 gelbe Säcke pro Familie

Kaum eine Nation trennt den Müll so akribisch wie die Deutschen. Ausländer reiben sich häufig die Augen: Die Zeitung landet im Altpapier, die leere Shampooflasche im gelben Sack, die Kartoffelschalen auf dem Kompost und der alte Spülschwamm im Restmüll. Jedes Jahr fallen in deutschen Kommunen und Gemeinden rund 50 Mio. Tonnen Abfall an. Damit gehören wir zu den größten Müllproduzenten in der Welt. Daran ändert auch unser ausgefeiltes Entsorgungskonzept nicht.<7p>

„Alles wird getrennt, sortiert und wenn möglich wiederverwertet. Das denken wir jedenfalls, wenn wir alles in den bunten Tonnen und Tüten verschwinden lassen”, erklärt Ingrid Mayer, Sprecherin der BUND Kreisgruppe Leverkusen. Dem sei leider nicht so: „Beispielsweise werden zur Zeit nur rund 30 Prozent der Inhalte der gelben Säcke recycelt”. Der Grund: Verpackungen sind zu verschmutzt, um sie wieder zu verwerten und viele Plastikhüllen sind aus mehreren Schichten unterschiedlichster Materialien zusammengesetzt. „Das können selbst moderne Sortiermaschinen nicht trennen”, so die Umweltschützerin. Die Folge sei, dass zwei Drittel der von uns getrennten Verpackungsmaterialien letztendlich doch in der Müllverbrennungsanlage enden.

Nach Angaben der Leverkusener Abfallbetriebe (AVEA) füllt eine vierköpfige Leverkusener Familie 70 gelbe Säcke im Jahr. Seit 15 Jahren habe sich daran kaum etwas geändert, so der Müllentsorger. Die Müllflut bleibt ungebremst. „Die Industrie achtet zu wenig auf die Vermeidung, genauso wie die Konsumenten”, erklärt Britta Demmer vom Förderverein NaturGut Ophoven. „Zwar werden die Verpackungshersteller von der Politik aufgefordert Verantwortung zu übernehmen. Sie müssen sich beispielsweise an der Finanzierung des Dualen System beteiligen. Aber das hält sie nicht davon ab, immer mehr Waren so zu verpacken, dass sie nicht recycelt werden können und deshalb im Verbrennungsofen landen”. Das müsse sich ändern und die Politik stärkere Impulse setzen, so Britta Demmer vom NaturGut Ophoven.<7p>

Pressemeldung vom 04.04.2017

Kunst für die Natur – neue Wildbienenhotels auf dem NaturGut Ophoven

So geht es: Wildbienenschutz für Garten und Balkon

„Jeder Garten- oder Balkonbesitzer kann wirkungsvoll den nützlichen Wildbienen helfen und das ohne große Kosten und mit einfachen Mitteln. Nisthilfen benötigen kaum Platz, aber bieten tolle Möglichkeiten auch im kleinsten Garten oder auf dem Balkon die faszinierende Lebensweise dieser Insekten zu beobachten.” freut sich Markus Märtens, Dezernent für Bürger, Umwelt und Soziales bei der Vorstellung des neuen Kunstwerks „Familie Wildbiene” auf dem NaturGut Ophoven. Die fünf Holzstelen stehen für eine Familie und zeigen, dass Nisthilfen für Wildbienen viele verschiedene Formen haben können. Viele kennen vielleicht den Holzblock oder die Tonziegel mit Löchern, aber man kann sich auch ganz nach eigenem Geschmack seine Nisthilfe für den Garten oder den Balkon bauen. So entstand die Idee der neuen Kunstinstallation auf dem NaturGut Ophoven, die zusammen mit Markus Märtens eingeweiht wurde.

In Deutschland gibt es über 500 verschiedene Wildbienen-Arten, die jeweils nicht in großen Staaten, sondern allein leben. Jedes Wildbienen-Weibchen sucht oder baut eine Brutzelle und deponiert darin einen Vorrat aus Nektar und Blütenstaub. Ist genügend Proviant vorhanden, legt die Einsiedlerbiene ein Ei darauf ab und verschließt die Brutzelle. Die aus dem Ei schlüpfende Larve ernährt sich selbständig vom Futtervorrat und verpuppt sich anschließend. Die Bedeutung der Wildbienen und Wildwespen ist immens, denn sie bestäuben z. B. unzählige Wild- und Nutzpflanzen. Einzelne Arten haben sich auf bestimmte Pflanzen spezialisiert. So werden Gurken, Tomaten oder auch die Obstbäume von ihnen bestäubt.

„Niemand sollte sich die ungemein faszinierende Lebensweise der einzeln lebenden Bienen und Wespen entgehen lassen. Insbesondere Kinder und Jugendliche können mit Hilfe von „Bienenhotels” eine positive Beziehung zu Insekten aufbauen. Deshalb bietet es sich an, Bruthilfen beobachtbar etwa auf Balkon oder Terrasse aufzuhängen. Alle Bewohner sind absolut friedlich: Niemand braucht Angst vor ihnen zu haben. Für den Menschen sind die Nützlinge absolut ungefährlich. Die fleißigen Insekten säubern sogar alte, verlassene Brutzellen und beziehen sie dann neu,” informiert Dr. Hans-Martin Kochanek, Leiter NaturGut Ophoven.

„Bedauerlicherweise sind viele Nisthilfen für die Bedürfnisse der Insekten ungeeignet. Manche werden kaum besiedelt und einige können wegen ungeeigneter Materialien und Bauweisen unter Umständen sogar schaden. Engagierte Naturfreunde investieren oft vergeblich Arbeit, Zeit und Geld. Das ist ärgerlich, wollten sie doch etwas Gutes tun,” informiert Cille Körner vom Förderverein NaturGut Ophoven.

Auf dem NaturGut Ophoven wurden jetzt Holzstelen nach den neuesten Erkenntnissen gebaut und aufgestellt. So bieten sie mit 3 – 8 mm großen Löchern Unterschlupf für verschiedene Arten, sind aus Hartholz und nach Süden ausgerichtet. Cille Körner erläuterte, wie Nisthilfen nach neuesten Erkenntnissen gebaut werden sollen:

Empfehlenswert und besonders einfach herzustellen sind Nisthölzer mit Bohrgängen für hohlraumbewohnende, solitär lebende Wildbienenarten.
Es sollte ausschließlich entrindetes Hartholz, am besten Esche, benutzt werden. Idealerweise wird ins Längsholz gebohrt, also nicht in das Hirnholz, das an den kreisförmigen Jahresringen zu erkennen ist. Der Bohrlochdurchmesser sollte 3 – 8 mm betragen.
Je größer der Bohrdurchmesser ist, desto größer muss der Abstand zwischen den Bohrlöchern sein, um Risse zu vermeiden. Die Bohrtiefe entspricht der jeweiligen Bohrerlänge. Das Holzstück darf nicht durchbohrt werden, muss also tief genug sein.
Den Bohrer solange hin- und her bewegen, bis die Wände glatt sind. Querstehende Holzfasern am Eingang abschmirgeln. Besonders geeignet sind Holz-Bohrer, Spiralbohrer die direkt einen „Senker” dabei haben. Je glatter das Bohrloch, umso besser! Bohrmehl durch Ausklopfen entfernen.
Bruthilfen befestigt man so, dass sie der Sonnenseite zugewandt sind, d.h. Süd oder Südost. Zudem an einem möglichst regen- und windgeschützten Standort fest anbringen, also nicht baumelnd im Wind oder bodennah, damit sie nicht durch Pflanzen beschattet werden. Die „Flugbahn” soll stets frei bleiben.
Nisthilfen jahrelang ungestört draußen am gleichen Standort belassen, also auch im Winter.
Strangfalzziegel bieten ideale Löcher zur Besiedelung.
Nisthilfen in alten Blechdosen mit sauber abgeschnittenem Schilf (z. B. aus Schilfrohrmatten) oder Strohhalmen (nicht aus Plastik) werden gern angenommen.
Ein Reinigen der Nisthilfen ist erst nach Jahren nötig. Dazu spezielle Tipps einholen.
Fertige Nisthilfen bekommt man z. B. im InfoTreff der Naturschutzverbände NABU und BUND Leverkusen in der Gustav-Heinemann-Str.11.

So bitte nicht:
Vermeiden Sie untaugliche Nisthilfen, insbesondere solche mit Glasröhrchen zur Beobachtung der Nistaktivitäten im Inneren. Bei Verwendung dieses wasserdampfundurchlässigen Materials kann die Wildbienenbrut in den Röhrchen verpilzen und damit absterben.
Für Nisthilfen aus Holz wird leider oft frisches, nicht abgelagertes Holz verwendet, die Bohrungen werden oft zu dicht gesetzt. So entstehen Risse, die von Wildbienen gemieden werden.
Zu vermeiden sind auch Bohrlöcher im Hirnholz von Baumscheiben. Hier entstehen schnell Risse, außerdem zieht leichter Feuchtigkeit ins Holz ein als bei Bohrungen ins Längsholz. Bohrgänge mit angrenzenden Rissen werden von Wildbienen gemieden.
Loch- und Hohlziegel werden nicht besiedelt, sind aber dennoch Bestandteil von fast jedem „Wildbienenhotel”. Verwenden Sie lieber Strangfalzziegel, deren Löcher gerne besiedelt werden.
Auch die oft empfohlene horizontale Bündelung von markhaltigen Stängeln entspricht nicht den Lebensgewohnheiten der Tiere: Diese orientieren sich in der Natur an freistehenden, mehr oder weniger vertikalen Strukturen. Lassen Sie lieber zum Beispiel abgestorbene Königskerzenstängel stehen oder stellen Sie dürre Brombeer-Ranken auf.
Schwierig sind sogenannte „Weidenruten-Lehmwände” zur Förderung grabender Bienenarten, weil das Lehmmaterial fast immer viel zu hart ist.
Eine Sammlung von Kiefernzapfen in der Nisthilfe mag zwar ästhetisch sein, ist aber für Wildbienen ungeeignet.

Fragen zum Pressetermin bitte an Ute Rommeswinkel, NaturGut Ophoven, 02171/73499-41, ute.rommeswinkel@naturgut-ophoven.de

Pressemeeldung vom 28.03.2017:

Wohltätigkeitsauktion und Spendentrödel brachten 4500 Euro

NaturGut Ophoven spendet für ein Klimaschutzprojekt in Madagaskar und den OLEO Gesundheitsfonds

Bei frühlingshaften Temperaturen eröffnete Oberbürgermeister Uwe Richrath die zehnte Wohltätigkeitsauktion auf dem NaturGut Ophoven. Viele Besucherinnen und Besucher nutzten das schöne Wetter um mit zu steigern oder zum Frühlingsbeginn ein Schnäppchen auf dem gleichzeitig stattfindenden Trödel zu ergattern.

An zahlreichen Trödelständen gab es gebrauchte Kinderkleidung und Spielsachen, die so wieder einen neuen Besitzer fanden. „Trödeln ist aktiver Klimaschutz” sagte der Leiter des NaturGuts Ophoven, Hans-Martin Kochanek. „So werden gebrauchte Dinge weiter benutzt und wandern nicht auf den Müll. Das spart Energie und Rohstoffe”.

Die ersten Exponate der Auktion brachte der Oberbürgermeister unter den Hammer. Es wurde unter anderem geboten für einen Handball mit den Unterschriften der deutschen Damen-Nationalmannschaft (siehe Foto), ein Wochenende im Romantikhotel, Restaurant- und Wellnessgutscheine, Weinpakete und vieles mehr. Gemeinsam mit dem Erlös des Trödelstandes und der Tombola kamen so 4500 Euro für den guten Zweck zusammen. Die Auktion hat viele Unterstützer. Zahlreiche Leverkusener Geschäfts- und Privatleute haben für die Auktion und Tombola gespendet. Über 300 Gutscheine und Sachpreise wie Gourmetkörbe, Fanartikel, Kosmetikartikel etc. standen für Auktion und Tombola bereit.

Besonderes Engagement für die Spendenaktion zeigte der „Family Fitness Club” mit dem Inhaber Mario Kück aus Schlebusch. Das Fitnessstudio „Family Fitness Club” unterstützte die Wohltätigkeitsveranstaltung mit einer Spendenaktion, bei der 1185 Euro zusammenkamen (siehe Foto).

Dieses Jahr werden zwei Organisationen mit dem Erlös bedacht: Es wird zum einen ein Klimaschutzprojekt in Madagaskar unterstützt. Um der voranschreitenden Abholzung auf Madagaskar entgegenzuwirken, werden durch das Geld die Herstellung und Verteilung von Solarkochern ermöglicht sowie Schulungsprogramme durchgeführt. Zum anderen wird der Leverkusener Fonds für gesunde Ernährung und Bewegung OLEO gefördert. Mit diesen Geldern werden Präventions-Kurse im Themenbereich Gesunde Ernährung und Bewegung für Schulklassen finanziert.

Pressemeldung vom 15.03.2017

Spaß, Spannung und Wissen: NaturGut Ophoven startet neues Jahresprogramm

150 Kurse für Klein und Groß, Jung und Alt

Mit 150 Kursen wird Kindern, Erwachsenen und der ganzen Familie wieder ein vielfältiges Angebot zu den Themen Natur erleben, Umwelt und Nachhaltigkeit im neuen Jahresprogramm 2017/2018 des Fördervereins NaturGut Ophoven angeboten.

Einen großen Schwerpunkt bilden die Angebote für die Kleinsten ab 3 Jahren. In der Natur und im Kindermuseum erkunden schon die Kleinsten mit allen Sinnen ihre Umwelt. „Bei euch piept´s wohl?” (15.4.) oder „Natur kreativ: Künstler gesucht!” (24.4.) und Dreiteiler wie „Kleine NaturGärtner”, „Vorschule in der Natur” machen viel Spaß und vermitteln erstes Natur- und Umweltwissen.

Das NaturGut Ophoven ist ein spannender Ort, an dem Kinder faszinierende Abenteuer erleben. Für die sechs- bis zehnjährigen Kinder gibt es wieder in allen Schulferien die beliebten Ferienprogramme: Los geht es in den Osterferien mit „Wir treibens´ bunt!” (10.-13.4.) und „Mit Peter Pan ins Nimmerland.” (18.04.-21.04.). Außerdem gibt es jede Woche spannende Angebote für Grundschulkinder wie „Willkommen zur Walpurgisnacht!”, „Multitalent Biene”, „EnergiePiraten”. Neu im Angebot gibt es z. B. „Tiere wie sie bauen und wohnen” oder „T-Shirt-Alarm: Werde dein eigener Designer”.

Für Kinder und Jugendliche ab 10 Jahren gibt es u.a. einen Kurs „Wellness für Mädchen” (6.5.), aber auch „Crossboccia” oder ein „Krimidinner”. Ein besonderes Angebot für Jugendliche ab 15 Jahren ist der kostenfreie Workshop „Hauptsache Karriere oder doch etwas mit Sinn?!”, der am Donnerstag 6. April von 18-20 Uhr stattfindet.

Lernen kann man in jedem Alter. Das NaturGut Ophoven will die Lernkultur zwischen den Generationen fördern. So entdecken am 1.4. Zwergenkinder ab 2 Jahren mit Begleitung den Frühling. Erstmals wird für die Kleinsten zusammen mit Ihren Eltern eine „NaturGut Spielegruppe” angeboten, die sich am 4. Mai trifft. Oder es gibt eine gemeinsame „Fledermausexkursion” (12.5.), „Geocaching für Familien” (14.5.), „Kochduell: Klein gegen Groß” (21.5.) und ein neuer „Mutter-Tochter-Nähkurs”.

Selbstverständlich werden auch viele interessante Kurse für Erwachsene angeboten. „FilzWerkstatt” (29.4.), ein „Nähkurs Upcycling” und verschiedene Kochevents „Kochen über den Tellerrand!”. Diese Kochkurse werden von Menschen aus aller Welt geleitet. Mit viel Spaß wird zusammen gekocht, gegessen und sich ausgetauscht. Ein besonderer Termin ist auch der Kinonachmittag „Landraub” am 23. April. In Kooperation mit Animus Leverkusen wird der gesellschaftspolitische Film über das Thema Landraub an Kleinbauern in Kolumbien und Afrika thematisiert.

Ob Trödelmarkt (am Sonntag 26.3.), NaturGut Sommer und das Burgfest - die Feste auf dem NaturGut Ophoven sind beliebt und sind Angebote für die ganze Familie.

Maßgeschneiderte Kurse für private Kleingruppen gibt es für jeden, der seinen runden Geburtstag oder das Jubiläum mal nicht im Sitzen feiern will, sondern auf einem entspannenden und informativen Kräuterspaziergang, einer FilzWerkstatt oder Backen wie im Mittelalter - für jeden ist etwas dabei.

Für alle Kurse wird sich verbindlich über ein Onlineformular auf der Homepage www.naturgut-ophoeven.de angemeldet.

Das Programmheft liegt an allen öffentlichen Stellen aus, ist aber auch auf dem NaturGut Ophoven kostenlos erhältlich oder kann unter 02171/73499-21 angefordert werden. Das Programm und viele Infos zum NaturGut findet man auch im Internet unter www.naturgut-ophoven.de oder bei facebook.

Pressemitteilung vom 13.04.2017

Earth Hour – Klimaschutz bei Kerzenschein

Am Samstag, den 25. März 2017 ist es wieder so weit: Die Welt macht das Licht aus. Ab 20:30 Uhr schalten weltweit Millionen von Menschen für eine Stunde die Lichter aus, um ein Zeichen für den Schutz unseres Planeten zu setzen. Auch Wahrzeichen wie das Brandenburger Tor, der Kölner Dom, die Dresdner Frauenkirche stehen im Dunkeln.

In Leverkusen lädt das NaturGut Ophoven alle Restaurants ein, an der Aktion teilzunehmen. „Acht namhafte Lokale machen schon mit“, erklärte Marianne Ackermann, erste Vorsitzende des Naturguts Ophoven bei der Vorstellung des Projekts am Freitag. Die „Olive“ und das „Schmalztöpfchen“ in Opladen, das Restaurant „Haus am Park“ in Küppersteg, das Restaurant Fellini in Wiesdorf, das Restaurant „Schloss Morsbroich“, die Dombrauerei und die Pizzeria „Hey Walter“ in Manfort sowie der „Herkenrath Hof“ in Schlebusch.

Zwischen 20.30 Uhr und 21.30 Uhr wird das Essen in den Lokalen für die Gäste zum gemütlichen „Candle-Light-Dinner“, bei dem sie sich außerdem auf die eine oder andere Überraschung freuen dürfen, so Ackermann. Der Herkenrath Hof in Schlebusch und das Haus am Park werden neben einem Candle-Light-Dinner Gerichte mit Zutaten aus der Region anbieten. Das Restaurant Fellini in Wiesdorf hat vegane und vegetarische Speisen auf seiner Menükarte und bietet einen Abend mit Gitarrenmusik – natürlich unplugged. So auch das Schmalztöpfchen in Opladen, bei dem die spanische Küchenkraft in die Saiten greift.  Die Pizzeria „Hey Walter“ kreiert speziell für den Tag die vegetarische Earth Hour Pizza und einen Burger.

„Interessierte Gäste sollten möglichst bald einen Tisch reservieren, da die Earth Hour mit ihrer besonderen Atmosphäre in den vergangenen Jahren sehr beliebt war“, erklärte Britta Demmer vom NaturGut Ophoven. Seit sieben Jahren nimmt Leverkusen wie über 240 andere deutsche Städte an der symbolischen Aktion für den Klimaschutz teil. Es soll natürlich nicht bei der Symbolik bleiben, so Demmer. „Wir wollen zeigen, dass Klimaschutz nicht Verzicht bedeutet, sondern kluger Konsum und dazu einen Anstoß geben.“

Acht bekannte Leverkusener Restaurants machen bei der Earth Hour bereits mit:

Haus am Park (Manfort)
Bismarckstraße 186, 51373 Leverkusen
www.hausampark.de,  0214/46370

Herkenrath Hof (Schlebusch)
Bergische Landstraße 74-76, 51375 Leverkusen
www.herkenrath-hof.de, 0214/5006731

Schmalztöpfchen (Opladen)
Augustastraße 8, 51379 Leverkusen
www.schmalztoepfchen.com, 02171/7377000

Dombrauhaus (Manfort)
Saarstraße 1, 51375 Leverkusen
www.dombrauhaus.de, 0214/8505860

Olive (Opladen)
Opladener Platz 1, 51379 Leverkusen
www.olive-opladen.de, 02171/3405646

Restaurant Schloss Morsbroich (Manfort)
Gustav-Heinemann-Str. 80, 51377 Leverkusen
www.restaurant-morsbroich.de, 02171/28379

Hey Walter (Manfort)
Moosweg 4a, 51377 Leverkusen
0214/31129365

Fellini (Wiesdorf)
Hauptstraße, 51375 Leverkusen
www.ristorante-fellini.net, 0214/31496917

Weitere Restaurants können sich gerne anschließen. Kontakt: britta.demmer@naturgut-ophoven.de. Restaurants, die an der Earth Hour teilnehmen, listet das NaturGut Ophoven auf seiner Homepage www.naturgut-ophoven.de auf und informiert auf facebook darüber.

Hintergrund:

Die Earth Hour findet dieses Jahr bereits zum elften Mal statt. Organisiert wird die weltweite Kampagne vom WWF (World Wild Life Fund). Was 2007 in Sydney begann, weitete sich schnell zu einem globalen Ereignis aus. An der letzten Earth Hour in 2016 nahmen über 7000 Städte und Gemeinden in 178 Ländern teil. Nach Angaben des WWF werden sich auch dieses Jahr wieder Millionen Menschen auf der ganzen Welt beteiligen. Weitere Infos unter: www.earthhour.wwf.de.

Bildunterschrift: Feiern die Earth Hour am 25. März: Roberto Mancuso (Restaurant Fellini), Marianne Ackermann (NaturGut Ophoven), Melanie Olivadoti, Iris Merkel (Restaurant Schmalztöpfchen) [obere Reihe] und Essana Vondac (Restaurant Fellini), Dietmar Kuhl (Restaurant Herkenrath Hof) und Walter Di Cara (Restaurant Hey Walter

Pressemeldung vom 10.03.2017:

Steigern Sie mit!

Wohltätigkeitsauktion und Kindertrödel am Sonntag 26. März auf dem NaturGut Ophoven

Am Sonntag, den 26. März veranstaltet das NaturGut Ophoven wieder seinen traditionellen Kindertrödel mit der Wohltätigkeitsauktion und hofft, dass der Frühling sich meldet. Zahlreiche Trödler, aber auch Stände vom NABU und BUND, des Eine-Welt-Vereins Horizontes und ein Stand mit Handgemachten Seifen haben sich angemeldet. Ein Blickfang wird sicher wieder der große Spendentrödelstand des NaturGuts, dessen Einnahmen ebenfalls in vollem Umfang für die gute Sache gespendet werden. Besucher sind von 11 bis 16 Uhr herzlich auf dem NaturGut Ophoven willkommen.

Um 13 Uhr ist es dann wieder so weit und ein Wochenende im Romantikhotel zur Schwane in Volkach inklusive einem Viergänge-Menü für 2 Personen, eine Übernachtung im Lindner Hotel an der BayArena, Yogagutscheine, Eintrittskarten für Minigolf, Gutscheine für Wellness und Massage, Baukästen von Fischer Technik oder eine Sportscam und mehr können bei der Wohltätigkeitsauktion ersteigert werden.

Zahlreiche Geschäfts- und Privatleute aus Leverkusen und Umgebung haben für die Auktion gespendet. Es gibt diverse Restaurantgutscheine, Eintrittsgutscheine für Museen und Schwimmbäder oder aber Winzerpräsente stehen für die Auktion bereit.

Besonderes Engagement zeigt auch der „Family Fitness Club” aus Leverkusen. Er unterstützt die Wohltätigkeitsveranstaltung mit einer Spendenaktion. Weitere tolle Preise kann man bei der Tombola am KlimaGlücksrad gewinnen. Der Erlös der Auktion fließt in diesem Jahr wieder in ein Klimaprojekt in Madagaskar und den Gesundheitsfonds OLEO, durch den Schulklassen und Kindergartengruppen an Kursen zu Ernährung und Bewegung auf dem NaturGut Ophoven teilnehmen können.

Für das leibliche Wohl der Besucher ist natürlich gesorgt mit Spezialitäten aus Afghanistan und der Türkei, Kuchen, Waffeln, Fritten Würstchen und Leckerem aus dem Steinofen.

Pressemeldung vom 03.03.2017

Heizung aus, Pulli an

„Dicker Pulli”-Tag an elf Leverkusener Schulen

„Es war so warm unter den Decken”, stöhnte die neunjährige Josefine. Sie hatte sich mit ihren beiden Klassenkameraden, Lennard (10) und Kaan (10) für das Klimaspiel gemeldet. Auf dem Boden kauernd, legte ihnen Jaqueline Langer vom NaturGut Ophoven eine graue Decke nach der anderen über. Für jede Energieverschwendung, die die Mitschülerinnen und Mitschüler nannten eine. „Diese Decken symbolisieren das CO2, das wir beim Energieverschwenden verursachen”, so die Umweltpädagogin.

Das Team des Umweltbildungszentrums besuchte jede Klasse der GGS Waldschule, um mit den Kindern über den Zusammenhang von Energiesparen und Klimaschutz zu sprechen. Anlass war der „Dicke Pulli-Tag”, den die Schule am Freitag durchführte. Hausmeisterin Irina Rein hatte die Heizung abgesenkt. Dennoch schien kein Kind zu frieren. „Wir haben ja alle Jacken und Pullover an”, erklärte Lennard. Der Pullovertag fand im Rahmen des Projektes „energieLux – Klimaschutz an Leverkusener Schulen und Kindergärten” statt.

„So wie euch unter den CO2-Decken beginnt auch die Erde unter den Klimagasen zu schwitzen”, erklärte die Umweltpädagogin den Kindern. Für jeden Tipp um das Klima zu schützen, entfernte sie wieder eine Lage. Das war schnell geschehen: die Schülerinnen und Schüler hatten viele Ideen wie sie im Alltag Energie sparen können.

„Wir wollen mit der Aktion die Schülerinnen und Schüler für einen aktiven Klimaschutz sensibilisieren und ihnen zeigen, dass Energiesparen bei ihnen selbst anfängt”, erklärte Britta Demmer vom NaturGut Ophoven. Der „Dicke-Pulli-Tag” veranschauliche ihnen bewusst, dass sie durch ihr Mittun Dinge verändern können. „Die Kinder lernen, dass wir viel Energie sparen können, wenn wir uns witterungsentsprechend anziehen und im Winter nicht im T-Shirt zur Schule kommen”, so die Projektleiterin. Zehn weitere Leverkusener Grundschulen haben in diesem Jahr am Dicken Pulli-Tag teilgenommen.

Energiesparen hilft aber nicht nur dem Klima. Experten haben errechnet, dass sich der Energieverbrauch in jeder Einrichtung bereits durch die Absenkung von einem Grad Celsius um sechs Prozent reduziert. Über fünf Millionen Euro gibt die Stadt Leverkusen jährlich dafür aus, die öffentlichen Gebäude wie Schulen, Kindergärten und die Verwaltung mit Strom zu versorgen und zu heizen.

Meldung vom 24.03.2017

Förderung der außerschulischen BNE Zentren NRW geht in die zweite Runde

Am 21.02. und 22.02.2017 fand in Lünen die inzwischen 20. Umweltbildungswerkstatt NRW mit über 50 Teilnehmern statt. Und es gab sehr Erfreuliches zu berichten: Die ersten Umsetzungserfahrungen mit dem Fach- und Förderkonzept  der außerschulischen BNE-Zentren liegen vor und wurden von Victor Haase, dem zuständigen Abteilungsleiter im MKULNV vorgestellt. Er konnte zur Freude der Anwesenden mitteilen, dass die Förderung der außerschulischen Bildungseinrichtungen in 2017 nicht nur fortgesetzt wird, sondern, dass die dafür zuständige Titelgruppe im Haushalt mit 3,35 Millionen Euro ausgestattet wurde. „Wir wissen, welch außergewöhnliche Anstrengung dies für Sie und Ihr Team im Ministerium bedeutet hat, und ich möchte mich im Namen aller in der Bildung für nachhaltige Entwicklung Tätigen bei Ihnen dafür sehr herzlich bedanken“, sagte die Vorsitzende der ANU-NRW Martina Schmidt von Boeselager. Viktor Haase ging zudem auf die aktuelle Entwicklungen der Bildung für nachhaltige Entwicklung ein. So wurde in NRW z.B. die BNE-Strategie verabschiedet. Die Modellphase zur BNE-Zertifizierung wurde abgeschlossen und der Übergang in den Echt-Betrieb findet jetzt statt. Die entsprechende Personalstelle wird gerade ausgeschrieben.

Aber auch bildungsfachlich präsentierte die 20. Umweltbildungswerkstatt NRW unter dem Titel „Außerschulische BNE im Spannungsfeld voller Terminkalender, Dissonanzen und neuen Dimensionen“ viel Neues. Außerschulische Bildung für nachhaltige Entwicklung verändert sich immer weiter und befindet sich dabei im Spannungsfeld vielen Anforderungen gerecht zu werden. Wie kann die bisherige Zielgruppe „Familie" gehalten bzw. für die Umweltbildung wieder neu gewonnen werden ? Die pädagogische Auflösung von sich widerstrebenden Ansprüchen und Wünschen in unseren Veranstaltungen bildeten so einen weiteren Schwerpunkt.

Ute Pfeiffer-Frohnert und Sonja Fasbender vom Förderverein NaturGut Ophoven stellten die Ergebnisse des Projekts „Familien in die Natur“ vor. Sie analysieren Beweggründe und Hemmschwellen der Zielgruppe „Familie" in ihrer Freizeit in die Natur zu gehen. Es ergab sich z.B., dass viele Freizeitaktivitäten von Familien geprägt sind von Sinnsuche und Ergebnisorientierung, so dass ein Aufenthalt in der Natur als scheinbar „zu wenig wert“ eingeschätzt wird. Im Workshop ging es dann verstärkt darum, mit Praxisübungen ein Gefühl für zeitgemäßes Naturmarketing zu erhalten, durch das sich Familien angesprochen fühlen und Angebote in der Natur wahrnehmen.

Annika Wachten vom Förderverein NaturGut Ophoven stellte das Projekt „Klimabildung+” vor. Schwerpunkt des Projekts ist der Umgang mit kognitiver Dissonanz. Welche Entscheidungsmöglichkeiten hat der Einzelne in Dilemmasituationen? Mithilfe von Dilemma-Geschichten und weiteren Materialen setzen sich die Schülerinnen und Schüler gezielt mit dem Themenbereich „Klima und Klimaschutz“ auseinander und können dabei sowohl globale Zusammenhänge erkennen als auch individuelle Konsequenzen ableiten. Die Motivation der Lernenden für dieses vielschichtige Thema wird vor allem durch die Einbeziehung von Alltagserfahrungen gesteigert. Im Workshop werden verschiedene Unterrichtseinheiten vorgestellt und gemeinsam erarbeitet, sowie das Thema „Kognitive Dissonanz" im individuellen Erleben intensiv bearbeitet.

Dr. Michael Kopatz vom Wuppertalinstitut beschäftigte sich mit dem Thema „Neue Dimensionen in der Bildung – kommunale Suffizienzbremsen“. Besonders war die Vorstellung des Buchs „Ökoroutine.  Damit wir tun, was wir für richtig halten“, denn dieses Buch macht Schluss mit umweltmoralischen Appellen. Es zeigt, dass wir verantwortungsvoll leben können, ohne uns tagtäglich mit Klimawandel oder Massentierhaltung befassen zu müssen, denn »Öko« soll einfach zur Routine gemacht werden. Was unmöglich erscheint, ist konzeptionell denkbar einfach: Mülltrennung, Sparlampen, Effizienzhäuser – alles längst akzeptiert oder in Reichweite. Was wir zur Durchsetzung brauchen, sind neue, innovative Standards und Limits: Wenn Geräte weniger oft kaputt gehen, die Tierhaltung schrittweise artgerechter wird oder bedenkliche Zusatzstoffe aus Lebensmitteln verschwinden – welcher Verbraucher würde sich darüber beschweren? Michael Kopatz präsentiert eine Vielzahl leicht umsetzbarer, politischer Vorschläge für alle Lebensbereiche, damit die Utopien von heute schon bald die Realitäten von morgen werden.
Den Bogen zu den weltweiten Aktivitäten schlug dann abschließend Katarina Roncevic mit der Vorstellung des Weltaktionsprogramms und stellte dabei die Bedeutung des Programms für die BNE heraus.

Pressemeldung vom 20.02.2017

Biodiversität im Garten – was hat mein Meisenkasten mit Klimaschutz zu tun?

Es gibt in Deutschland etwa 20 Millionen Gärten und Kleingärten – und damit eine enorm große  Möglichkeit, etwas für die Natur zu tun. Bunte Wildblumenwiesen, natürliche Verstecke und heimische Gehölze bieten Insekten, Vögel, Igel und Co. im Garten eine Heimat. So gibt es viele „einfache“ Möglichkeiten, etwas für die Artenvielfalt und darüber hinaus auch für den Klimaschutz zuhause im eigenen Garten zu tun.

Hans-Martin Kochanek, Leiter NaturGut Ophoven erläutert, was der Einsatz für die Artenvielfalt denn mit dem Klimaschutz zu tun hat: „Tatsache ist, dass der Schutz der biologischen Vielfalt von Pflanzen und Tieren überall auf der Erde notwendig ist. Denn nur die von uns Menschen vorgefundene riesige Anzahl verschiedener Pflanzen und Tiere – die biologische Vielfalt – hält unser natürliches System auf der Erde im Gleichgewicht. Die Stabilität dieses Ökosystems, in dem wir  Menschen auch ein Teil sind, basiert erwiesenermaßen auf der unfassbar großen Anzahl von Tieren und Pflanzen“. Prognosen zufolge könnten klimatische Veränderungen bis zum Ende dieses Jahrhunderts eine große Gefahr für die biologische Vielfalt werden: Klimazonen verschieben sich, häufiger auftretende Extremereignisse wie Starkregen, Sturmfluten oder Hitzewellen haben negativen Einfluss auf die Artenvielfalt und damit auf die der Ökosysteme.

Ingrid Mayer, Sprecherin des BUND Leverkusen betont: „Es ist zwingend notwendig, dem Schutz der Biodiversität zu einer größeren Bedeutung in Politik und Öffentlichkeit zu verhelfen. Dazu haben wir viele Chancen. So z.B. dass bald bei jedem Neubau von Gebäuden in Leverkusen Nisthilfen, Dachbegrünung oder naturnahe Wiesen Standard sind“.

Jede Verlangsamung des Klimawandels, also jede Reduktion des Kohlendioxid-Ausstoßes, gibt den Arten und Lebensgemeinschaften mehr Zeit, sich „zu erholen“ und an die veränderten Umweltbedingungen anzupassen. Andersherum können intakte und vernetzte Ökosysteme zum Klimaschutz beitragen, indem sie in der Funktion als Kohlenstoffsenken große Mengen an Kohlendioxid speichern oder aber die Auswirkungen des Klimawandels „abpuffern“. Und je größer und stabiler die Vielfalt der Arten, Gene und Ökosysteme ist, desto besser werden auch wir Menschen mit den klimatischen Bedingungen der Zukunft zurechtkommen.

Erich Schulz, Vorsitzender des NABU Leverkusen zeigt auf: „Erfreulicherweise sind die Chancen der Förderung der biologischen Vielfalt im Garten sehr groß. Sie beginnt bei Nisthilfen für Meisen, Spatzen, Schwalben oder Mauersegler, dem Anpflanzen von einheimischen Bäumen und Blumenstauden, aber auch Reisighaufen für Igel oder Rotkehlchen, der Anlage eines naturnahen Teiches oder der Verringerung der Versiegelung im Garten.“ Wichtig ist, dass in jedem Garten viele der bei uns einheimischen Blumen und Sträucher vorhanden sind. Denn nur diese bieten unseren Vögeln oder Schmetterlingen ein reichhaltiges Nahrungsangebot. So bietet der Goldregen nur 4, Kirschlorbeer nur 3 Vogelarten Nahrung, während der einheimische Weißdorn 30 Vogelarten Nahrung bietet. Der schwarze Holunder ist da noch besser, bei ihm finden über 60 Vogelarten einen reich gedeckten Tisch. Viele Tipps zu Ihren Chancen für mehr Natur im Garten finden Sie auch unter www.bund-leverkusen.de oder www.nabu-leverkusen.de
 

Pressemeldung vom 14.02.2017

NaturGut Ophoven erhält von Minister Remmel den Zuwendungsbescheid als BNE Regionalzentrum

Das NaturGut Ophoven wurde vom NRW-Umweltministerium als BNE-Regionalzentrum ausgewählt. Dadurch bekommt die Umweltbildungsstätte erstmals eine Grundunterstützung durch das Land NRW. „Seit mehr als 20 Jahren sind wir mit dem Land NRW im Gespräch, um solch eine Förderung von Umweltbildungseinrichtungen zu etablieren. Nun ist es endlich Realität geworden. Ein toller Augenblick”, sagte der Leiter des NaturGut Ophoven Dr. Hans-Martin Kochanek bei der Übergabe des Fördermittelbescheides durch den Umweltminister Remmel an den Förderverein NaturGut Ophoven.

Möglich wurde dies durch ein neues Förderprogramm mit dem das NRW-Umweltministerium seine Aktivitäten im Bereich der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) verstärkt. NRW-Umweltminister Remmel: „Ich bin froh, dass ich mit dem Start des Förderprogramms die Umweltbildungszentren und das tolle NaturGut Ophoven unterstützen kann.” Die Landesmittel werden aus dem neuen Programm für Umweltbildungseinrichtungen des Umweltministeriums bereitgestellt. Die Einrichtungen erhalten im ersten Förderzeitraum bis zum 31.03.2017 eine Zuwendung von bis zu 60.000 Euro für ihre Bildungs- und Vernetzungsaktivitäten als Regionalzentrum im „Landesnetzwerk Bildung für nachhaltige Entwicklung NRW”. Für die folgende, ganzjährige Förderperiode ist eine Zuwendung von bis zu 110.000 Euro je Einrichtung möglich.

Im ersten Schritt wurden 8 regional bedeutsame Umweltbildungseinrichtungen, die als Regionalzentren im Landesnetzwerk mitarbeiten wollen und ihre Bildungsarbeit im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung gestalten, vom Land ausgewählt. Neben dem NaturGut Ophoven handelt es sich um die Bergische Agentur für Kulturlandschaft in Nümbrecht, die Klimawelten Hilchenbach, das Landschaftsinformationszentrum Wasser und Wald Möhnesee, das Naturschutzzentrum Bruchhausen in Erkrath, den Schulbauernhof Emshof in Telgte, den Wahrsmannshof in Rees und die Waldschule Cappenberg in Selm.

Die beteiligten Umweltbildungseinrichtungen arbeiten künftig in einem landesweiten Verbund zusammen und kooperieren mit weiteren Partnerinnen und Partnern vor Ort, z. B. mit Einrichtungen des „Globalen Lernens” und anderen Nachhaltigkeitsakteuren. Die neu gegründete BNE-Agentur NRW in der Natur- und Umweltschutzakademie NRW übernimmt die Koordinierung der Zusammenarbeit.

Für die Umweltbildungseinrichtungen stellt der Start des Förderprogramms einen Meilenstein dar. Erstmalig unterstützt ein Förderprogramm gezielt den Aufbau stabilerer Strukturen in der außerschulischen Umweltbildung in NRW. Die Rolle der Einrichtungen als wichtige Partnerinnen aller Bildungsbereiche für ein an den Teilnehmenden orientiertes, „lebenslanges Lernen” – von der Kindertagesstätte, dem Familienzentrum über die Schule bis zur Hochschule und beruflichen Bildung – wird so gebührend anerkannt. Erfahrung und Handeln stehen im Mittelpunkt der Bildungsangebote, wenn Themen wie Klimawandel und globale Gerechtigkeit, Biodiversität oder Gewässerschutz bearbeitet werden.

Mit den regionalen Schwerpunkteinrichtungen soll die Grundlage für eine erfolgreiche Umsetzung der Landesstrategie „Bildung für nachhaltige Entwicklung – Zukunft Lernen NRW” verbessert werden. Für Groß und Klein soll eine qualifizierte Bildungsarbeit für eine nachhaltige Entwicklung an vielen Stellen in NRW angeboten werden. Allen verbindet das gemeinsame Ziel, Lernerfahrungen für Menschen jeden Alters möglich zu machen, unsere heutige Lebensweise zu hinterfragen und zu verändern. NRW-Umweltminister Johannes Remmel betont: „Wir brauchen ein Umdenken in den Köpfen der Menschen und zukunftsfähige Lebensformen. Bildung für nachhaltige Entwicklung ist das Rüstzeug, das wir für den notwendigen Wandel brauchen.”

Pressemeldung vom 10.02.2017

Es geht doch - Alternativen zum eigenen Auto

„Ohne Ende Staus auf den Straßen, die Feinstaub- und Stickoxidbelastung nimmt von Jahr zu Jahr zu.“ Die Situation kenne man nicht nur aus Leverkusen, viele Kommunen in NRW haben damit zu tun, so Hans-Martin Kochanek vom NaturGut Ophoven. Es gibt zu viele Fahrzeuge in Leverkusen. „Auf jeden zweiten Leverkusener – Kinder und Jugendliche eingerechnet –  kommt ein Auto“, so Kochanek weiter. 85.862 Pkws sind im Stadtgebiet unterwegs und es werden von Jahr zu Jahr mehr. In den vergangenen zehn Jahren sind laut städtischer Statistik 10 Prozent (8000 Autos) dazugekommen. Das schadet nicht nur unserer Gesundheit, sondern auch dem Klima, so der Leiter des Umweltzentrums auf einer Pressekonferenz am Freitag. Aber es gibt Alternativen zum eigenen Auto: Carsharing und Mitfahrgelegenheiten sind eine Möglichkeit, das Verkehrsaufkommen zu reduzieren.

Yvonne Pfeifenschneider aus Opladen pendelt jeden Tag ins 60 Kilometer entfernte Jülich. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln sei ihre Arbeitsstelle im Forschungszentrum nicht zu erreichen und mit dem eigenen Auto sei das jeden Tag viel zu stressig. Deshalb habe sie mit vier Arbeitskollegen eine Fahrgemeinschaft gegründet. „Das spart Sprit, ist weniger stressig, weil man nur einmal in der Woche mit Fahren dran ist und die Luft wird weniger verschmutzt.“ Sie habe ihre Mitfahrer über das firmeneigene schwarze Brett gefunden. Aber es gäbe auch Internetplattform wie „flinc“, auf der man leicht Gleichgesinnte finden könnte. flinc.org

Birgit Weghaus aus Leverkusen hat vor einigen Jahren ihr Auto abgeschafft. Sie fährt zur ihrer Arbeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Fahrrad und nutzt für weitere Strecken das carsharing Angebot von Flexicar - und das bereits seit 16 Jahren. „Für Fahrten abends und nachts, wenn der ÖPNV schwächelt oder Tagesausflüge ins Bergische Land ist das carsharing optimal“, so die 55-Jährige. Sie spare viel Geld ohne eigenes Gefährt, habe aber trotzdem die Freiheit ein Auto zu nutzen, wenn sie will. „Manchmal brauche ich es nur einmal im Monat. Man fährt viel weniger und bewusster“. Fünf verschiedene Mietautos von Flexicar seien für sie innerhalb von 5 bis zehn Gehminuten verfügbar.

In Leverkusen bieten Flexicar und die wupsi das Carsharing-Model an. Verschiedene Fahrzeugmodelle stehen an festen Parkplätzen bereit. Die Buchung erfolgt online oder über eine 24 Stunden-Telefonzentrale. Mittels einer Chipkarte kommt man an den Autoschlüssel. Neben einer Anmeldegebühr bezahlt man pro Stunde und Strecke. Die Tankkosten sind bereits enthalten. www.flexicar.de, www.wupsi.de

Pressemeldung vom 01.02.2017

Klimaschutz durch Nachbarschaft

Wenn Nachbarn sich gegenseitig Werkzeug leihen, wenn sie verderbliche Lebensmittel vor dem Urlaub abgeben oder der eine Nachbar dem anderen zeigt, wie man ein Radio repariert, dann geht es zum einen um Verbesserung der Lebensqualität durch gemeinsame Aktivitäten, aber es handelt sich auch um gelebten Klimaschutz.

Gerade Nachbarschaft ist es, die Antworten auf die großen gesellschaftlichen Themen wie demographischer Wandel, Anonymisierung der Gesellschaft, nachhaltiger Umgang mit Ressourcen und Sicherheit in sich birgt. Starke und lebendige Nachbarschaften wirken im Kleinen und für jeden Einzelnen. Sie verbessern unsere Lebensqualität dort, wo wir die meiste und wichtigste Zeit verbringen.

Das Thema „Nachbarschaft” liegt voll im Trend, zeigen die Zahlen: Allein 2016 haben Nachbarn in mehr als 100 Städten und ländlichen Regionen bereits über 2.000 Nachbarschafts-Netzwerke auf nebenan.de gegründet. Inzwischen gibt es verschiedene Nachbarschaftsnetze wie z.B. www.nebenan.de, www.wirnachbarn.com oder www.nachbarschaft-netzwerk.net.

Manfred Urbschat nutzt die Online-Plattform nebenan.de seit einigen Monaten in der Nachbarschaft Schlebusch/Leimbacher Berg aktiv: „Das ist eine tolle Sache. Jede Woche bekommt man eine Benachrichtigung mit Neuigkeiten aus deiner Nachbarschaft. So wurde letzte Woche ein Um-/Aufbau für einen Bollerwagen gepostet.” Er ist von den Vorzügen der Nachbarschaftsnetze überzeugt. „Es wäre schön, wenn mehr solche Nachbarschaftsnetze in Leverkusen zustande kommen würden.” Er erzählt, wie das Nachbarschaftsnetzwerk „Schlebusch/Leimbacher Berg” entstanden ist: „Ein Ehepaar ergriff die Initiative und machte eine private Postwurfaktion mit den Anmeldemöglichkeiten im Netzwerk www.nebenan.de. Einige Nachbarn traten bei, kommunizierten, es gab ein erstes Treffen mit 30 Leuten und man warb mit der Idee wieder bei anderen Nachbarn. So ist die Gruppe Schlebusch/Leimbacher Berg inzwischen auf 70 Teilnehmende angewachsen.” Die Beispiele für die Nachbarschaftsaktivitäten in Schlebusch reichen von einem Markt für Gebrauchtes, Hilfsanfragen und Angebote von Babysitting bis zur Mithilfe beim Bau eines Karnevalzugwagens für eine Grundschule.

Dr. Hans-Martin Kochanek, Leiter NaturGut Ophoven ist beeindruckt von den verschiedenen Möglichkeiten der Nachbarschaftshilfe. „Gerade Nachbarschaften bieten vielfältige Ansätze für mehr Klimaschutz im Alltag. Nachbarschaftliche Initiativen können in einer sehr wirkungsvollen Weise zum Klimaschutz vor Ort beitragen und stärken gleichzeitig den Zusammenhalt. Sie ermöglichen schnelle, individuelle und nachhaltige Lösungen und schaffen so kurze Wege für den Klimaschutz. Klimaschutz ist also für alle gut!”

Die Nachbarschaftsinitativen setzen beim Alltagshandeln der Bürgerinnen und Bürger an und bewirken, dass beispielsweise weniger Energie, Ressourcen und Fläche verbraucht wird, weniger Nahrungsmittel vernichtet werden etc. Sie bewirken auch, dass mehr Grün in die Städte kommt, um das Klima zu schützen und die Lebensqualität zu steigern. Durch die gemeinsamen Aktivitäten stärken sie zudem den Zusammenhalt in Nachbarschaften und tragen zu einer Verbesserung der Lebensqualität in dem jeweiligen Stadtteil bei.

Pressemeldung vom 08.01.2017:

NaturGut Ophoven mit viel Elan ins neue Jahr 2017

NaturGut Ophoven dankt Ehrenamtlern für große Unterstützung

Trotz widriger Bedingungen mit Glatteis schauten rund 70 Mitglieder und Freunde des Fördervereins NaturGut Ophoven beim traditionellen Neujahrsempfang am 9. Januar auf ein ereignisreiches Jahr 2016 zurück und wurden von Marianne Ackermann, 1. Vorsitzende des Fördervereins und Hans-Martin Kochanek, Leiter der Umweltbildungseinrichtung über anstehende Veränderungen für die kommenden Monate eingestimmt.

Dabei wurde zunächst ein Stopp an der neuen Stepperstation im Kinder- und Jugendmuseum EnergieStadt eingelegt. Diese Station wurde durch das Engagement des Fördervereinsmitglied Claus Peter Brandt von der Firma IKS Engineering modernisiert und komplett mit Hard- und Software im November neu ausgerüstet. Gerade den vielen teilnehmenden Kindern mit ihren Eltern, aber auch bunt gemischte Erwachsenenteams machte die Rallye „Stromjäger retten das Klima!” besonders viel Spaß.

Nach einem leckeren Mittagessen ließen Ackermann und Kochanek im Kino des NaturGuts das Jahr 2016 Revue passieren. Dabei betonte er die außerordentliche Rolle des Ehrenamtes für das Umweltbildungszentrum: „Ohne Ehrenamtler wären die vielseitigen Aktionen nicht in diesem Ausmaß möglich gewesen!” Da 2017 noch ereignisreicher werde, hoffen sie auch weiterhin auf große Unterstützung und viele neue Helfer.

Außerdem wurde erstmals ein virtueller Rundgang in 360 Grad-Format gezeigt, der demnächst auf der Homepage des NaturGuts zu sehen sein wird, der von Rüdiger Bendel kostenfrei erstellt wurde. Er wurde auf dem Neujahrsempfang das erste neue Fördervereinsmitglied des Jahres 2017. Marianne Ackermann: „Wir hoffen, dass wir in diesem Jahr viele neue Mitglieder im Förderverein NaturGut Ophoven begrüßen können, denn nur mit der Unterstützung von vielen Menschen können wir viel erreichen und ein attraktives Bildungsprogramm anbieten, unser Gelände pflegen, unsere beliebten Feste feiern und neue Projekte ins Leben rufen.” Zudem betonte sie, dass es viele Vorteile für die Fördervereinsmitglieder wie reduzierte Preise für alle Kurse, regelmäßige Infos und Rabatt im Ausstellungsshop und auch bei der Bestellung von Weidenmaterial gibt. Beim abschließenden gemeinsamen Kaffeeklatsch gab es tolle Gelegenheiten zum Austausch mit Menschen, die sich gemeinsam für unsere Zukunft einsetzen.