###FONTSIZE_SELECTOR###
menu

Fassadenbegrünung - Klimaschutz am Haus

Begrünte Fassaden bringen die Natur zurück in die Stadt. Wo Pflanzen wachsen, Blumen blühen und Vögel leben, fühlt sich auch der Mensch wohl. Fassadenbegrünung hilft zudem, dass Städte sich dem wandelnden Klima anpassen.



Vorteile

Wer die Fassaden seines Hauses begrünt, gewinnt auf ganzer Linie:

1. Wärme dämmen und Energie sparen
Wenn eine immergrüne Pflanze ausgewählt wird, hilft die Fassadenbegrünung im Winter bei der Wärmedämmung.

2. Beschattung und Kühlung
Im Sommer schützt die Begrünung die Fassade vor starker Sonneneinstrahlung. Dadurch kommt es zu einem angenehmen Kühleffekt.

3. Gebäudeerhaltung
Die Begrünung bietet einen Schutz gegen Hagel, UV-Strahlen, starke Temperaturschwankungen, Schadstoffe und Schmutz.

4. Lärmschutz
Lärm wird von einer nackten Wand reflektiert; eine begrünte schluckt den Schall.

5. Ästhetik und Schönheit
Die Begrünung verschönert die Fassade und ermöglicht eine individuelle Gestaltung.

6. Verbesserung des Mikro- und Stadtklimas
Eine begrünte Fassade hält bei Starkregen Wasser zurück. Sie kühlt durch Beschattung und Verdunstung die Umgebung. Zudem bindet sie Staub und filtert Luftschadstoffe.


Boden- oder wandgebunden?

Fassadenbegrünungen gibt es in zwei Ausprägungen:Die bodengebundene Begrünung ist die traditionelle Form mit Kletterpflanzen mit oder ohne Kletterhilfen. Bei der wandgebundenen Begrünung wachsen die Pflanzen in Gefäßen an der Außenwand.

Vergleich einer boden- und einer wandgebundenen Fassadenbegrünung

BodengebundenWandgebunden
Formen




direktbewuchs
der Fassade;
Bewuchs mit Kletterhilfen

Pflanzgefäße an Tragkonstruktionen;
Senkrechte vertikale Gärten (in Modulen oder ganzflächig)

Pflanzen



Kletterpflanzen (Selbstklimmer,
Ranker, Schlinger)

Stauden, Kletterpflanzen, Kleingehölze, Moose


Gestaltungsspielraum

gering/mittel

groß

Wasser-/
Nährstoffversorgung

bei Bedarf

Anlage erforderlich

Bautechnische Anforderungen

gering

hoch

Kosten

eher gering

eher hoch

Pflegeaufwand

mittel, zunehmend

mittel-hoch

Ökologisches Potential mittelhoch

Wichtig: Schädigen Kletterpflanzen die Fassade?

Die klassische Form der Fassadenbegrünung erfordert Kletterpflanzen. Sie leiden jedoch unter dem Gerücht, dass sie die Fassade schädigen könnte.

Diese Aussage stimmt so nicht. Nur eine unüberlegte Fassadenbegrünung führt dazu, dass die Fassade Schaden nimmt. Denn die Wahl einer Kletterpflanze ist abhängig von der Art der Fassade. Es gibt sogenannte Selbstkletterer sowie Pflanzen, die eine Kletterhilfe benötigen.

Selbstkletterer sollten nur auf intakten Untergründen ohne Risse, Spalten und offene Fugen eingesetzt werden. Ansonsten können Triebe in diese Löcher eindringen. Wenn sie dann weiter wachsen und dicker werden, könnten sie die Fassade schädigen. Zu den Selbstkletterern zählen zum Beispiel der Efeu und der Wilde Wein.

Bei Fassaden mit Außendämmung sowie Holz- und Trapezblechwänden sind grundsätzlich nur Gerüstkletterpflanzen (bzw. wandgebundene Begrünungssysteme) zu empfehlen. Hierzu zählen Weinreben, Blauregen, Geißblatt, Kletterhortensie, Pfeifenwinde uvm. Die Kletterhilfen müssen witterungsbeständig, stabil und fest verankert sein.

Generell ist darauf zu achten, dass die Triebe von Kletterpflanzen nicht in Fugen und Spalten oder unter Dachpfannen wachsen. Schneiden Sie die Pflanzen rechtzeitig, ist die Gefahr gebannt.

Besprechen Sie Ihr Vorhaben mit einer Fachkraft, um sowohl eine geeignete Kletterpflanze und die richtige Kletterhilfe zu nutzen sowie eventuelle bautechnische Anforderungen abzudecken. Auf diese Weise stellen Sie sicher, dass Sie lange Zeit viel Freude an Ihrer Fassadenbegrünung haben.


Wunderschön: Begrünte Gebäude


...und die Tierwelt fühlt sich wohl!


Auch ein Zaun kann leben!

1, 2 oder 3? - Welcher Zaun gefällt Ihnen am besten?