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Gegen Lebensmittelverschwendung

Jedes achte Lebensmittel, das wir kaufen, werfen wir weg. So landen alle Lebensmittel, die bis 2. Mai eines Jahres produziert werden, auf dem Müll. Eine interaktive Installation und Aktionen in Leverkusener Restaurants sollen die Gäste zu Verhaltensänderungen motivieren.

Die Installation im BioBistro des NaturGut Ophoven zeigt großformatige Bilder, die Lebensmittelverschwendung zu Hause und im Supermarkt veranschaulichen und das eigene Konsumverhalten hinterfragen. Hinzu kommen Pizzakartons mit Legespielen, die die Besucher vor der Bestellung an den Tisch gebracht bekommen. Welcher Mülleimer-Typ bist du? Wie kannst du Lebensmittel retten? sind Fragen, mit denen der Kunde sich nun im Spiel auseinandersetzt. Parallel wurde eine Kampagne in den Restaurants der Stadt gestartet, um Ideen zu entwickeln, wie weniger Lebensmittel verschwendet werden können. Beispiele sind etwa Möglichkeiten zum Nachnehmen, kleinere Portionen zu günstigerem Preis, die Restebox.

Unsere Zielgruppe
Der Förderverein NaturGut Ophoven möchte in diesem Projekt die Bevölkerung auf ihre Möglichkeiten der Verringerung der Lebensmittelverschwendung aufmerksam machen. Wir erreichen die Kunden da, wo sie Lebensmittel kaufen und verzehren und nehmen so direkt Einfluss.

Auf dem NaturGut Ophoven befindet sich das Kinder- und Jugendmuseum EnergieStadt mit dem BioBistro. Hier erreichen wir Schülerinnen und Schüler, die unsere pädagogischen Angebote nutzen und viele weitere Besucherinnen und Besucher. Speziell für den Ausstellungsshop wurden Einkaufszettel für den Verkauf produziert, damit die Gäste die Möglichkeit haben, das Thema mit nach Hause zu nehmen. Des Weiteren arbeiten wir mit zehn Leverkusener Restaurants zusammen und überlegen mit ihnen, welche Maßnahmen durchgeführt werden können, um die Menge an weggeworfenen Lebensmitteln zu reduzieren. Hier erreichen wir Betreiber und Gäste.

Unsere Idee für die nächsten 5 Jahre
Das BioBistro wird im Rahmen von pädagogischen Programmen pro Jahr von etwa 1900 Erwachsenen und 14000 Kindern besucht. Hinzu kommen ungefähr 8000 Individualbesucher. Wir möchten die Gäste motivieren, diese Aktion über die kommenden Jahre kontinuierlich zu nutzen, damit das Thema im Gespräch bleibt und damit erreichen, dass jährlich circa 60% weniger Lebensmittel weggeworfen werden. Das Personal des BioBistros wird hierfür regelmäßig geschult. Des Weiteren setzen die 10 Restaurants ihre Idee auch nach 5 Jahren noch um und bekommen viel Zuspruch hierfür von ihren Gästen. Die Aktionen wurden auch von anderen Restaurants übernommen.

Nachmachen? Wenn Sie privat oder als Gastronom ähnliche Aktionen planen und dabei Hilfe brauchen, wenden Sie sich bitte an: energiestadt@naturgut-ophoven.de

 

Förderantrag Umwelt-Kleinprojekt:

Verschwendung stoppen!

Projektzeitraum: 01.02.2018 - 31.7.2018

Die Zahlen sind erschreckend – jedes achte Lebensmittel, das wir kaufen, werfen wir weg. Die gute Nachricht ist, durch Bildungsmaßnahmen können Verbesserungen in der Regel um 60 %, in Ausnahmefällen sogar bis zu 90 %, erreicht werden.

Im Haushalt entstehen die Lebensmittelverschwendungen insbesondere durch folgende Gründe:

  • zu viel eingekauft
  • schlechte Lagerung
  • Verwechslung von Produkten
  • Wegwerfen von Produktteilen, zum Beispiel Apfelschalen oder Brotkrusten
  • Zubereitung zu großer Portionen, Reste werden weggeworfen
  • Missverständnis über die Produkthaltbarkeit.

Die verschwendeten Nahrungsmittel addieren sich in Deutschland auf gigantische Zahlen. Ein Drittel unserer Nahrung wird nicht genutzt. Alle Lebensmittel, die bis zum 2. Mai eines Jahres produziert werden, landen auf dem Müll: 18. Mio. Tonnen jedes Jahr. Der 2. Mai verdeutlicht daher symbolisch als „Tag der Lebensmittelverschwendung” dieses soziale, ökologische und ökonomische Problem. Der 2. Mai markiert in etwa den Tag im Jahr, ab dem die für Deutschland produzierten Nahrungsmittel nicht mehr auf dem Müll landen, sondern endlich verwertet und tatsächlich genutzt werden. Mit dem „Tag der Lebensmittelverschwendung” wird symbolisch verdeutlicht, dass wir in der Bundesrepublik fast ein Drittel des aktuellen Verbrauchs von Lebensmitteln ungenutzt verschwenden.

Laut WWF werden so jährlich 2,6 Millionen Hektar landwirtschaftliche Fläche bewirtschaftet, nur um die darauf angebauten Produkte wieder wegzuwerfen. Hinzu kommen unnötig freigesetzte Treibhausgasemissionen in Höhe von 48 Mio. Tonnen.

Der Förderverein NaturGut Ophoven möchte mit diesem Projekt einen weiteren Weg beschreiten, um die Bevölkerung auf ihre Möglichkeiten der Verringerung der Lebensmittelverschwendung aufmerksam zu machen.

Es soll eine interaktive Installation entwickelt und erstellt werden, die im Bildungsort BioBistro auf dem NaturGut Ophoven die vielen Besucher über die Lebensmittelverschwendung informiert, den Wunsch auf Veränderungen weckt und ihnen Möglichkeiten zur nachhaltigen Ernährung aufzeigt. Methodisch soll die Installation natürlich niemandem den Appetit verderben, sondern Lust machen auf Genuss, Klimaschutz sowie auf ressourcen- und geldbeutelschonendes Verhalten. Diese Installation soll Anfang Mai um den „Tag der Lebensmittelverschwendung 2018” mit einem medienwirksamen Pressetermin vorgestellt werden. So wird dieses Thema auf andere Art der Öffentlichkeit präsentiert. Die Installation verbleibt dauerhaft im BioBistro installiert und kann alle weiteren Besucher des BioBistros über ihre Chancen der Vermeidung von Lebensmittelabfällen informieren. Wir möchten uns dieses wichtigen Themas jedoch nicht nur durch diese Installation annehmen. Daher wollen wir im Rahmen dieses Projektes Restaurants in Leverkusen ansprechen und fünf davon für Aktionen gegen die Lebensmittel-verschwendung gewinnen. Dies könnte z. B. die Einführung der Restebox sein oder Maßnahmen zur Vermeidung von Resten durch Attraktivierung von kleineren Portionen (natürlich mit der Möglichkeit, um einen Nachschlag zu bitten). Das Projekt wird gefördert aus den Mitteln der Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen (SUE).