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Rezepte für Familien „Raus in die Natur”

Projektzeitraum 1.1.2019 - 31.12. 2021

Hintergrund des Projektes:
Ein Rezept werden wir in unserem Projekt natürlich nicht ausstellen, denn das allseits zu beobachtende Phänomen unserer Gesellschaft, dass Familien immer weniger in die Natur gehen, ist ja keine Krankheit, sondern das Ergebnis vieler sozialer und ökonomischer Faktoren. Ziel des Projektes ist es, auf neue Art und ganz praktisch Unterstützungen für Familien zu erstellen, damit diese wieder mehr Interesse daran haben, in die Natur zu gehen.

Der aktuelle Trend
In den letzten Jahren wird ein Trend unserer Gesellschaft immer deutlicher: Kinder und Jugendliche gehen immer weniger in die Natur. Sie halten sich sehr häufig zuhause oder in anderen Räumen auf. Die Jugendreporte der letzten Jahre zeigen erstaunliche Fakten auf – so sind 49 Prozent der Kinder zwischen vier und zwölf Jahren noch nie selbstständig auf einen Baum geklettert!
Eine besondere Schlüsselposition für diese Entwicklung liegt in der Veränderung in den Familien. Denn das Naturbild von Kindern wird geprägt durch reflektierende Gespräche mit Eltern oder Großeltern. Die Familie dient daher nicht nur der Erziehung, sondern fungiert auch als Bildungsort. Eltern sind prägend, sie tragen durch ihr Handeln entscheidend zur Entwicklung und Bildung ihrer Kinder bei.
Die heutige Generation der Eltern hat vielfach bereits ein sehr distanziertes Verhältnis zur Natur. Die Eltern hatten in ihrer Kindheit selten Kontakt zur Natur und dies zeigt sich häufig in einem geringen Interesse an natürlichen Zusammenhängen. Denn es zeigt sich eine große Diskrepanz zwischen Kindern, die nie Natur erleben und Kindern, die wenigstens einmal im Monat in der Natur sind. Wer nie in der Natur ist, kann damit auch weniger anfangen. Das gilt sowohl für Kinder als auch für Eltern. Das elterliche Desinteresse färbt dann auf die Kinder ab.

Ziele des Projekts:
Auf Basis dieser Fakten und unserer langjährigen Erfahrungen möchten wir mit diesem Projekt an zwei entscheidenden Stellschrauben des Themenkomplexes „Familien in die Natur” ansetzen: 1. Wir wollen ein Buch „Ratgeber für Eltern” entwickeln.
Damit wollen wir Eltern Anregungen geben, sich ihrer eigenen Werte in Sachen Kindererziehung bewusst zu werden und diese mit den Bedürfnissen für das gesunde Aufwachsen ihres Kindes in Einklang mit der Natur zu bringen.

Noch ein Erziehungsbuch, ein Ratgeber für Eltern – macht das denn Sinn, könnte man sich angesichts dieses Projektziels fragen. Diese Frage können wir gut nachvollziehen, gerade angesichts des riesigen Angebots an Elternratgebern wie „Natur-Spaß-Buch”[1] oder auch „Superkids”[2]. Bei genauerem Hinsehen erweist sich jedoch:
• Die große Vielfalt an Büchern für die Eltern zeigt den Bedarf und die Nutzung durch die Zielgruppe auf. Das Buch ist lange nicht tot – es erfreut sich neben Internet und sozialen Medien weiterhin hoher Attraktivität und kann so die Eltern in unserem Sinne ansprechen.

• Die seit Jahren in vielen Varianten angebotenen Naturführer für Familien konnten den oben beschriebenen Trend in der Gesellschaft nicht intensiv beeinflussen, denn sie sprechen nur die bereits in Sachen Natur interessierten Eltern an. Die in jedem Buchhandel erhältlichen Bücher wie „Das große kleine Buch: Kräuterwanderung mit Kindern”[3] oder „Mit Kindern die Natur entdecken: 88 Ideen für Spiele und Spaß rund ums Jahr”[4] erfüllen somit die Rolle einer „Gebrauchsanleitung”. Ähnlich wie die Anleitung für ein Brettspiel – und diese wird ja auch nur dann gebraucht, wenn die Familie sich entschlossen hat, ein Brettspiel zu spielen.

• Bücher, die Eltern Anregungen geben, sich ihrer eigenen Werte in Sachen Kindererziehung bewusst zu werden, gibt es vereinzelt.
Was aber fehlt, ist ein Buch, welches auf attraktive, zielgruppengerechte und moderne Art Eltern bei der Reflexion ihrer Werte bei der Kindererziehung unterstützt. So könnte erreicht werden, dass diese die positiven Effekte der Natur auf die Entwicklung der Kinder kennen und schätzen lernen und ihnen einen entsprechenden Stellenwert im „Terminkalender” einräumen.

2. Wir wollen die außerschulischen Bildungseinrichtungen und die Natur- und Umweltschutzvereine in NRW anregen, die wichtige Bildungsarbeit für „Familien in die Natur” auf der Basis der oben aufgezeigten Grundlagen im Sinne der Bildung für nachhaltige Entwicklung verstärkt anzubieten.

Zielgruppen:
Die Zielgruppen im ersten Projektsegment sind Eltern, sodann ihre Kinder und die Großeltern. Im zweiten Projektsegment kommen die pädagogischen Fachkräfte an außerschulischen Familienbildungsorten, an BNE-Zentren und die Organisatoren der Bildungsangebote von Natur- und Umweltschutzvereinen hinzu.

An dieser Stelle berichten wir regelmäßig, wie es mit dem Projekt weiter geht!

Das Projekt wird gefördert von: