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Regio Guides- Jugendliche werden zum Kulturlandschaftsführer ausgebildet

Im September 2008 konnten sich Jugendliche zwischen 14 und 16 Jahren, die hinter die Fassaden ihrer Stadt blicken wollten, auf dem NaturGut Ophoven zu „Regio Guides” ausbilden lassen. Die Veranstaltung wurde gefördert von der Regionale 2010, einem Strukturprogramm des Landes Nordrhein-Westfalen.

Leverkusen neu entdecken

Auf dem Programm standen spannende Exkursionen, zum Beispiel zur letzten rheinischen Sensenfabrik, die seit 2005 Industriemuseum ist und heute Veranstaltungsort für zahlreiche kulturelle Events. Die Teilnehmer erhielten ein GPS-Training, um das, für die Öffentlichkeit unzugängliche, Gelände des ehemaligen Bahnausbesserungswerks in Leverkusen zu erkunden. Außerdem erklären Experten Hintergründe und alles Wissenswerte über die außergewöhnlichen Orte.

Unter professioneller Anleitung haben die Teilnehmer ihre Erlebnisse zu Foto-, Radio- und Textreportagen aufbereitet und erhielten zum Abschluss den „Regionalen Kulturlandschaftsführerschein”. Dieser berechtigt die Jugendlichen, Besucherführungen in der Stadt Leverkusen durchzuführen. Denn Ziel ist es, dass die Jugendlichen ihr neu erworbenes Wissen weitergeben.

Projektbericht Regio Guides

Ein Jahr später - RegioGuides unterwegs auf der Wupper

„Das war total krass. Die Landschaft sieht vom Wasser her ganz anders aus,” kommentiert die 18-jährige Larissa Eul die vierstündige Kanufahrt. Ein 14-köpfiges Team bestehend aus neun ausgebildeten Regio Guides, Betreuern vom NaturGut Ophoven und dem NABU-Mitarbeiter Bernd Sonntag paddelte am Samstag vom Wupperhof in Solingen bis nach Opladen. Ein Jahr nach der offiziellen Ausbildung als RegioGuides bekamen die Jugendlichen noch einmal eine kleine Ergänzung zu ihren regionalen Kenntnissen. Ihr heutiges Ziel: die Fauna und Flora des Flusses zu erkunden.

Nach einer kurzen botanischen Einführung des NABU- Mitarbeiters ging es gleich los. Natürlich nicht ohne eine Aufgabe. Bernd Sonntag ließ die Jugendlichen nach Wasserpflanzen Ausschau halten und sich die Stellen merken, wo sie vorkommen. „Viele haben wir nicht gesehen,” lacht Larissa am Ende der Tour, „wir waren zu beschäftigt damit, das Boot zu lenken und den Steinen in der Wupper auszuweichen.” Tatsächlich gibt es auch kaum Wasserpflanzen in der Wupper, weil der Untergrund oft betonhart ist und sich dort keine Wurzeln halten können, erklärt Bernd Sonntag. „Man findet da, wo es Kiesel auf dem Grund gibt nur den Wasserhahnenfuß.” Geraldine Foth war darüber erstaunt wie viele Neophyten, also eingewanderte Pflanzen, sich am Ufer breit machen: „Das indische Springkraut, die Herkulesstaude oder der Japanische Staudenknöterich überwuchern die Böschungen komplett und verdrängen die einheimischen Pflanzen an vielen Stellen,” berichtet die 18-Jährige erstaunt. Obwohl niemand gekentert ist, sind alle nass geworden. Zwei heftige Regenschauer haben die Paddler erwischt, aber die Stimmung trotzdem nicht getrübt.

www.regionale2010.de

Ansprechpartnerin: Ute Rommeswinkel, 02171 73499-41