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Jugendszene Lev - kreativ fürs Klima

Fünf Leverkusener Jugendzentren starteten Modellprojekt zum Klimaschutz

Am 12. November fand der erste Leverkusener Kinderklimagipfel mit fünf Leverkusener Jugendzentren auf dem NaturGut statt. Die Jugendzentren JZ Bunker, Haus der Jugend, „Die 9” - Kinder- und Jugendtreff, Evangelische Jugend Schlebusch und KiJu Christus König präsentierten dort ihre Ergebnisse des Modellprojekts „Jugendszene Lev: Klima kreativ!”. Das vom Landschaftsverband Rheinland geförderte Projekt hatte zum Ziel, das globale Problem Klimawandel für Kinder und Jugendliche greifbar und erlebbar zu machen. Von April bis Dezember 2011 wurde das Projekt umgesetzt.

Aktiver Beitrag zum Klimaschutz

Partizipative Methoden und eine intensive Arbeit mit modernen Medien kennzeichneten das Projekt. Der Umgang mit Videokamera, Computer und Aufnahmegeräten bildeten einen Schwerpunkt der Arbeit. Um aber den unterschiedlichen Interessen der Kinder und Einrichtungen gerecht zu werden, wurde auch mit vielen anderen Medien und Materialien gearbeitet. Die Projekte der einzelnen Jugendzentren behandelten die Themen Ressourcenschutz, Energiesparen, Müllvermeidung und Konsum. Es entstanden durch die Arbeit Filme, Werbemittel, Kunst und ein Musical.

Schulungen

Bevor die Jugendlichen und Kinder loslegen konnten, wurden zuerst die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Jugendzentren geschult. Im Juni 2011 wurden die Leitungen sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Jugendzentren für die Themen Klima- und Ressourcenschutz sensibilisiert und es wurden fachspezifische Informationen vermittelt. Die Teilnehmer wurden mit der Methode und Durchführung von pädagogischen Einheiten im Sinne der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) vertraut gemacht.

Jugendszene Lev: Bildung für nachhaltige Entwicklung

Jugendszene Lev: Bildung für nachhaltige Entwicklung

1. Kunst aus Abfall - Jugendzentrum Christus König

Bei der Auftaktveranstaltung zum „Abfallprojekt” kreierten elf Jungen und Mädchen des Jugendzentrums Christus König aus alten Schrauben, Solarschrott und Schwämmen kleine Kunstwerke. Pia (8 Jahre) präsentierte auf dem Pressetermin im Jugendzentrum stolz einen selbst erfundenen Kitzelautomat. „Man muss die Feder berühren, damit es funktioniert,” verriet Pia den Trick. „Das ist ja die Erfindung des Jahrhunderts”, kommentierte Silke Almaz vom Jugendzentrum Christus König, die die AG „Kunst aus Abfall” leitete. Zum Auftakt des Projekts hatte Dr. Schrotti vom NaturGut Ophoven das Jugendhaus Christus König besucht und den Kindern erklärt, wie man Abfall vermeiden kann, Dinge nicht direkt wegwerfen muss, sondern auch reparieren kann und aus Müll und Schrott sogar tolle Kunstwerke bauen kann. Auf dem Klimagipfel stellten die Abfallexperten ihre Müllkunst vor und machten ein Müllquiz mit den Abgeordneten der anderen Jugendzentren.

Anleitung zum Bauen einer Tetrapack Geldbörse
Projekt-Ablaufplan
Kursprogramm Dr. Schrotti
Video

Kursprogramm Dr. Schrotti

2. Was bedeutet eigentlich Klima für Sie? - Haus der Jugend

Mit einem weißen T-Shirt auf dem Leib und einem Stoffmalstift in der Hand streiften Jungen und Mädchen vom Jugendzentrum Haus der Jugend Opladen durch ihr Viertel und fragten Passanten, was das Klima für sie bedeute. „Klima ist ... cool, ... Leben, ... heiß, ... gefährdet - aber auch ... verschissen, ... der Verlierer oder ... egal”- konnte man später bei der Auswertung auf den T-Shirts lesen.

Die Performance war der Auftakt für die Aktion „Werbung für das Klima – prima Klima oder was?”. Die Hauptaktionen fanden in der 1. Herbstferienwoche statt. Die Kinder zeichneten in der Fußgängerzone Einschätzungen von Bürgerinnen und Bürgern zum Klimaschutz per Video auf. Aus den Ergebnissen entwickelten die Jugendlichen den Slogan „We love our planet” und ein Logo, das sie auf dunkelblaue T-Shirts druckten. Das sehr gelungene Design präsentierten sie auf dem Klimagipfel am 12. November und zusammen mit ihrem Video.

Anleitung Sticker
Video

3. Energiedetektive auf der Suche nach Stromfressern - Jugendzentrum Bunker

„Was ist Kohle und wie funktioniert ein Kraftwerk? Wie heißen die bekanntesten Stromquellen und was ist der Klimawandel?” – Diese Fragen und noch einige mehr stellten sich rund 15 Kinder im Wiesdorfer Jugendzentrum Bunker im Rahmen des Projekts „Jugendszene Lev: Klima kreativ!”. Mit einem richtigen Detektivausweis ausgestattet, deckten die kleinen Ermittler ein Verbrechen auf, das jeder von ihnen schon einmal begangen hatte: Stromverschwendung! Damit die Kinder erkunden konnten, welches Gerät wie viel Strom verbraucht und wo eventuell Strom eingespart werden kann, hatte Bert Gigas, vom NaturGut Ophoven den Bunker-Kindern drei Messgeräte dagelassen. „Vielleicht können wir so die Stromrechnung reduzieren und uns für das gesparte Geld etwas Neues für den Bunker kaufen!”, hoffte Heiner Gronenburg, Leiter der Jugendgruppe. „Ob es eine Kiste Wassereis oder vielleicht sogar ein neuer Fußball oder etwas noch größeres wird, liegt nun selbst in den Händen der EnergieDetektive.” ergänzte er. Auf dem Klimagipfel zeigten die beteiligten Kinder und Jugendlichen ihren selbst erstellten Film über ihr Projekt „Energiedetektive”.

Tutorial für Stop-Motion-Filme
Video

4. Umweltmusical Dr. Ping und die Freunde der Erde - Evangelische Jugend Schlebusch

Frida will sich künftig nicht mehr so lange föhnen. Samuel macht häufiger das Licht aus, wenn es sowieso keiner braucht. Und Victoria will mehr auf Recyclingprodukte achten, „weil Müll dem Klima schadet”. Die guten Vorsätze waren geballt, als die 16 Teilnehmer des Ferienprojekts „Klimaschutz und Musik” Bilanz zogen. Die Evangelische Jugend Schlebusch (ejs) hatte sich mit dem Thema Klimaschutz beschäftigt und verschiedene Lieder wie „Sonne, Wasser, Wind” und die „Freunde der Erde” einstudiert. Chris spielte Gitarre, Nicole Geige und Patrick Klavier. Einen Globus hatten die Kinder im Alter zwischen acht und 14 Jahren aus einem alten Hoppsball und Pappmaché gebastelt, an dem sicherlich auch mancher Entdecker seine Freude gehabt hätte. Waren doch ganz neue Erdteile hinzugekommen. Aber selbst wenn die Welt eigentlich groß genug erscheinen dürfte, ächzt sie angesichts von Schadstoffen, Rodung und Versiegelung. Die Kinder forschten nach Stromfressern, interviewten Besucher des Schlebuscher Wochenmarkts und recherchierten, welche Elektrogeräte beim Stromverbrauch besonders sparsam sind. Auf dem Klimagipfel im November präsentierten sie ihre Klimaschutz-Lieblingslieder in tollen Klima-T-Shirts.

Klimaspiele
Projekt-Ablaufplan
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5. Müll sortieren, Müll vermeiden, Spielzeug reparieren - „Die 9”

Kein Produkt hält ewig! Dies gilt für die Wasserpistolen aus Plastik, Sweatshirts, Schuhsohlen, Jonglage-Spielsachen und Stofftiere der Kinder und Jugendlichen genauso wie für das große Sofa aus dem Jugendtreff „Die 9”.
Denn irgendwann nimmt jeder Gegenstand einen mehr oder weniger großen Schaden. Ist ein Gegenstand erst einmal kaputt, wird allzu oft die voreilige Vermutung geäußert, dass eine Reparatur nicht mehr lohnt. Dabei fehlen häufig nur ein wenig Kleber oder ein paar Nadelstiche, die das Stofftier retten oder ein bemalter Stoffflicken, der das Sweatshirt zum Lieblingsstück machen. Das schont nicht nur unseren Geldbeutel, sondern auch die Umwelt.
Die Kinder und Jugendlichen des Jugendtreffs „Die 9” haben herausgefunden, dass gemeinsames Reparieren nicht nur Spaß, sondern auch Sinn macht. Jeder brachte kaputte Sachen und Material zum Reparieren mit: Nadel, Garn, Knöpfe, Stoffkleber, Leim, Montagekleber, Farbe, etc. Aus den kaputten Sachen und durch die gegenseitige Unterstützung wurde repariert „was das Zeug hält!” Und das Zeug hält – wie man auf den Fotos sehen kann!

Projekt-Ablaufplan
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Gefördert wurde das Projekt vom:

Ansprechpartnerin:
Ute Rommeswinkel, 02171 73499-41