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Inspire - Außerschulische Lernorte in den Unterricht einbinden

Partnerstädte aktiv für die Umweltbildung

Die Faure-Kommission der UNESCO hat festgestellt, dass das informelle Lernen etwa 70 % aller menschlichen Lernprozesse umfasst. Museen, Ausstellungen oder Umweltzentren sind vornehmlich Orte, an denen informell gelernt wird, und sie bieten zudem vielfältige Möglichkeiten für die Nutzung durch die Schulen.

Von 2008 bis 2009 haben deshalb Projektpartner aus drei Ländern, die Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg, das NaturGut Ophoven, die Universität Daugavpils aus Lettland und die Staatl. Hochschule in Ratibor, Polen, im Projekt „INSPIRE – Inpire school education by non-formal learning” zusammengearbeitet. Sie entwickelten Konzepte um das Thema Klimawandel, erneuerbare Energien und effiziente Energienutzung in einer außerschulischen Lernumgebung zu behandeln. Der dabei von ihnen verwendete Ansatz kann auch für Länder von Nutzen sein, die nicht am Projekt beteiligt waren. Ergebnisse des Projektes sind eine Analyse der derzeitigen Einbindung außerschulischer Kooperationspartner in die Schulbildung. Diese Analyse wurde zu Beginn des Projekts durchgeführt.

Analyse des non-formalen Lernens in den drei Projektländern

Darauf aufbauend hat jedes Partnerland fünf Unterrichtseinheiten für außerschulische Bildungseinrichtungen entwickelt, die in die Lehrpläne der Schulen eingebunden werden können. Die innovativen Lernmodule zum Thema Energie für außerschulische Lernorte sollen den Lehrern eine Vorstellung davon geben, wie durch die Anwendung didaktisch-methodischer Elemente, die in außerschulischen Lernumgebungen angewandt werden, bessere Lernresultate im Unterricht erzielt werden können. Die Lerneinheiten sind so konzipiert, dass sie sowohl von außerschulischen Bildungseinrichtungen als auch von Lehrern in der Schule verwendet werden können. Darüber hinaus bieten sie den Lehrern Anregungen zur Erstellung eigener Unterrichtseinheiten.

15 Unterrichtseinheiten zum Thema Klimawandel und Energie

In einem eigens entwickelten Fortbildungskurs sollen die Lehrer an die innovative Einbindung außerschulischer Unterrichtseinheiten über erneuerbare Energien und die effiziente Energienutzung herangeführt werden, die das Lernen in der Schule effektiv unterstützen können. Inhaltlich konzentriert sich die Fortbildung auf eine Einführung in die 15 im Rahmen des Projekts entwickelten Lehrmodule sowie auf die Kombination nicht-formalen Lernens und die Kooperation zwischen Schulen und außerschulischen Bildungsorten.

Im Projekt-Handbuch werden die Ergebnisse zusammengefasst dargestellt: Inspire-Handbuch

Mehr finden Sie außerdem unter: www.inspire-project.eu

Abschlusstreffen der Projektpartner am 27.10.2009 auf dem NaturGut Ophoven

Am 27.10. trafen sich die Projektpartner auf dem NaturGut in Leverkusen, um rückblickend die Erfahrungen und Ergebnisse aus der zweijährigen Projektarbeit zu betrachten und um die Maßnahmen zur weiteren Verbreitung der Ergebnisse zu besprechen. Gleichzeitig wurde das Treffen dafür genutzt besonders den ausländischen Partnern zu zeigen, wie außerschulische Bildungseinrichtungen in Deutschland arbeiten.

Als Gastredner besuchte Herbert Reul, Mitglied im europäischen Parlament als Experte für Energiefragen, das INSPIRE-Abschlusstreffen. Er hob die besondere Rolle der Lehrer bei der Bewusstseinsbildung junger Menschen für nachhaltigen Umgang mit der Ressource Energie und die Bedeutung von Projekten wie diesem hervor, die dazu beitragen, dem Lehrer diese verantwortungsvolle Rolle bewusst zu machen und ihn ermutigen, die Werte die er lehrt, auch im Alltag vorzuleben. „Die beste Investition ist die in Menschen”, betonte er. „INSPIRE zeigt den richtigen Weg, das umzusetzen.”

Ansprechpartnerin: Andrea Wegner, 02171 73499-46.

Das Projekt wurde durchgeführt mit Unterstützung des „Programms für lebenslanges Lernen” der Europäischen Union.