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Grünes Klassenzimmer - Landesgartenschau Leverkusen 2005

Vom 16. April bis zum 09. Oktober 2005 konnten Kindergarten- und Schülergruppen in dem 50 ha großen Park der Landesgartenschau in Leverkusen „Sonnige Zeiten” erleben. Das Erlebnisprogramm „Sonnige Zeiten” des Grünen Klassenzimmers bestand aus rund 80 spannenden und lehrreichen Angeboten für alle Schulformen und Altersgruppen rund um das Thema Natur und Umwelt. Denn was konnte besser zum Motto der Landesgartenschau „Neuland entdecken” passen als das spielerische und handelnde Lernen von Kindern und Jugendlichen?

Besucherrekord für das Grüne Klassenzimmer in Leverkusen
55.000 Kinder besuchten das Erlebnisprogramm „Sonnige Zeiten” während der Leverkusener Landesgartenschau. Das ist absoluter Besucherrekord. Seit vielen Jahren ist das Umweltprogramm für Schulklassen von 1 bis 10 eine feste Institution bei Landesgartenschauen in NRW.

Der Leverkusener Oberbürgermeister Ernst Küchler ist stolz auf die Leistung des NaturGutOphoven. „Hier fand eine intensive pädagogische Betreuung und keine Massenabfertigung statt.” Auf jeweils 15 Kinder kam ein pädagogisch ausgebildeter Betreuer. Mehr als 70 Honorarkräfte und viele Kooperationspartner haben tatkräftig bei der Umsetzung mitgeholfen. Angesichts der PISA-Ergebnisse sei die pädagogische Arbeit und die Unterstützung von Schulen durch außerschulische Lernorte von elementarer Bedeutung für eine Stadt, so der Bürgermeister.

Das Besondere
Bisher waren Grüne Klassenzimmer nur für die Pädagogik zuständig. In Leverkusen wurden jedoch zusätzlich sieben umfangreiche Installationen erstellt: die 300 m² große WeidenBurg, die SolarAllee, Nistwand, PC-Station mit der Baubio-CD „Natürlich Bauen”, der EnergieGarten, der HochspannungsGarten und die BlumenWiese.

Erstmals wurden die Schulklassen im Grünen Klassenzimmer in Kleingruppen aufgeteilt. Ein Referent betreute maximal 15 Kinder. 3706 Kleingruppen wurden so mit dem Umweltprogramm bekannt gemacht. Insgesamt haben 837 verschiedene Einrichtungen die Angebote des Grünen Klassenzimmers wahrgenommen. Schwerpunkt waren Grundschulen, aber auch Bio-Leistungskurse, alle anderen Schularten wie Sonderschulen, Berufskolleg für ErzieherInnen, viele Kindergärten. Außerdem Universitäten, Vereine, Studienseminare, Jugendherbergen, Kirchengemeinden. Besonders abenteuerlich waren die Tage, an denen ganze Schulen das Grüne Klassenzimmer besuchten. An einem Tag kam eine Grundschule aus Herzogenrath (Kreis Aachen) mit über 300 Personen.

Das Grüne Klassenzimmer ist eines der umfangreichsten und größten Projekte anlässlich der Dekade in Nordrhein-Westfalen. Möglich wurde dies dank der umfangreichen Förderung durch das Ministerium für Umwelt, Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen und durch die engagierte Arbeit des Fördervereins NaturGut Ophoven.

Marianne Ackermann vom Förderverein betonte, dass das Grüne Klassenzimmer nicht nur Kindergarten- und Schulgruppen angesprochen hat, sondern alle Besucher der Landesgartenschau, und zwar über die Informationen in den verschiedenen Gärten und Installationen und bei den vielen Kursen, die an den Wochenenden stattgefunden haben. „Fast jeder Besucher der Landesgartenschau hat den EnergieGarten oder die WeidenBurg gesehen. Bestimmt jeder zweite und damit über 250.000 Menschen haben sich dort über natürlich Bauen oder erneuerbare Energien informiert.”

Wie geht es weiter?
Die vom NaturGut errichteten Installationen auf der Landesgartenschau wie die SolarAllee und der EnergieGarten mit Sonnenpyramide, SolarBlume, WasserRad sowie ErdReich werden abgebaut und auf dem NaturGut wieder errichtet. Das Grüne Klassenzimmer lebt in der Erlebnisausstellung EnergieStadt weiter. Viele für die Landesgartenschau neu entwickelte Kurse wie „Viel Lärm um Dezibel und Co” oder Renner wie „KreativWerkstatt: Drachen und Windungeheuer” und „Fantastische Wassermobile” werden dort durchgeführt.