###FONTSIZE_SELECTOR###
menu

 

Aktionsnetzwerk Zukunft Lernen

Weltweite Dekade der Bildung für Nachhaltigkeit

Der Auftakt wurde mit der Aktionskonferenz am 8.3.2005 gestartet und fortan lief das Projekt bis ins Jahr 2012. Umwelt- und Schulministerium, die Deutsche UNESCO-Kommission und das Aktionsnetzwerk Zukunft Lernen (AZUL) hatten zur Auftaktkonferenz am 8. März in Düsseldorf Akteure und Experten eingeladen. Nordrhein-Westfalen ist eines der ersten Bundesländer, das die UN-Dekade in Deutschland auf den Weg bringt.

Es wird aktiv die von den Vereinten Nationen im Rahmen der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung 2005 bis 2014” anvisierten Maßnahmen und Ziele unterstützen. Das erklärten gemeinsam Umweltministerin Bärbel Höhn und Schulministerin Ute Schäfer. Die Aktionskonferenz am Nachmittag mit mehreren Workshops zu allen relevanten Bildungsbereichen und eine Abendveranstaltung mit den Ministerinnen Bärbel Höhn und Ute Schäfer boten ein abwechslungsreiches Programm mit Politik und Kultur.

Der Workshop „Kids for future”, moderiert vom Leiter des NaturGut Ophoven Dr. Hans-Martin Kochanek, beschäftigte sich mit der Entwicklung von Projekten für die Kindergärten der Zukunft – Nachhaltige Orte des Lernens. Die 450 Teilnehmer verständigten sich auf Grundzüge für einen NRW-Aktionsplan zur nachhaltigen Bildung und verabschiedeten die „Düsseldorfer Erklärung” mit Impulsen zur Dekade der Bildung für Nachhaltigkeit in NRW.

Düsseldorfer Erklärung zum Auftakt der UN-Dekade

Verabschiedet von den Teilnehmern der NRW-Auftaktveranstaltung zur UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung” am 08.03.2005 in Düsseldorf

I. Bildung ist ein Schlüssel für eine zukunftsfähige demokratische Gesellschaft – lokal, national und global. Die Teilhabe an Bildung ist zugleich ein Grundrecht für alle Menschen, unabhängig von Einkommen, Geschlecht und sozialem Status.
Wir - die Teilnehmerinnen und Teilnehmer von Auftakt NRW - begrüßen deshalb den Beschluss der Vollversammlung der Vereinten Nationen (UN) vom 20. Dezember 2002, die Jahre 2005 bis 2014 zur Weltdekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung” auszurufen. Wir unterstützen die in der „Hamburger Erklärung” der Deutschen UNESCO-Kommission vom 11. Juli 2003 formulierten Maßnahmen zur Umsetzung der Dekade in Deutschland und den daraus resultierenden Nationalen Aktionsplan. Damit wird die Bedeutung von Bildung und lebenslangem Lernen für eine nachhaltige Entwicklung auf allen Ebenen unterstrichen. Wir sind der Auffassung, dass eine Orientierung der schulischen und außerschulischen Bildungsinstitutionen auf das Leitbild der Nachhaltigen Entwicklung einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der Bildungsqualität leisten kann.
Kinder, Jugendliche und Erwachsene sollen befähigt werden, ihre Lebenswelt aktiv hin zu einer zukunftsfähigen Gesellschaft zu entwickeln und die ökologischen, ökonomischen, sozialen und kulturellen Bedingungen vor Ort und in der Region zu verbessern.

II. Im Rahmen einer innovativen Bildung für nachhaltige Entwicklung in NRW wollen wir:
Erfahrungen und Konzepte aus dem Schul-, Umwelt-, Eine Welt-, Hochschul-, Sozial und Wirtschaftsbereich zusammenführen und darauf aufbauend neue Lernformen initiieren und die Qualifizierung von Lehrenden umfassend weiter entwickeln.
Neue Kooperationen und Partnerschaften eingehen und bestehende ausbauen; wir wollen dabei ein besseres Verständnis untereinander entwickeln und neue Wege des aktiven Lernens beschreiten.
Neue Zielgruppen aus allen Bevölkerungsschichten ansprechen; insbesondere sollen die Generation 60plus, Kinder im Vorschulalter und Menschen mit Migrationshintergrund durch neue Bildungskonzepte, -angebote und -dienstleistungen zur Teilhabe am nachhaltigen Bildungsprozess gewonnen werden.
Berücksichtigen, dass der Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen und der biologischen Vielfalt, das nachhaltige Wirtschaften und Konsumieren und die soziale Verantwortung in der Einen Welt Kernthemen von Bildungsarbeit und Bewusstseinsförderung sind.
Regionen und Kommunen als Orte des Nachhaltigkeitshandelns erkennen und dafür Bildungsstrategien entwickeln und den Bildungssektor stärker für bürgerschaftliches Engagement, interkulturelles Lernen und internationale Kooperationen öffnen.

III. Wir brauchen in NRW
eine breite Allianz aus Schulen, Hochschulen, Einrichtungen der Kinder- Jugend- Berufs und Erwachsenenbildung, Umweltbildungszentren, Nichtregierungsorganisationen, Wirtschaft, Sozialverbänden, Kirchen, Politik und engagierten Bürgerinnen und Bürgern, um die Bildung für nachhaltige Entwicklung in NRW auf den Weg zu bringen.
Einen Aktionsplan für die Dekade, in dem wichtige Themen, Ziele, Maßnahmen, Kampagnen und Projekte dargestellt sind und der im Verlauf der Dekade weiter fortgeschrieben wird.
Entsprechende öffentliche und private Finanzierungsgrundlagen.
Den Ausbau bestehender Netzwerke wie zum Beispiel das Aktionsnetzwerk Zukunft Lernen (AZUL), um die Zusammenarbeit von staatlichen und nichtstaatlichen Organisationen, Einrichtungen, Verbänden und sonstigen Akteuren in NRW weiter zu entwickeln.
Die Integration der Bildung für nachhaltige Entwicklung in die Agenda 21 NRW.

Erstunterzeichnerinnen und Erstunterzeichner:
Agenda-Transfer Bonn; Prof. Dr. Christel Adick Bochum; Günter Bargel Gelsenkirchen; Jürgen Becker Köln; Veronique Bell Köln; Roland Berlet Dortmund; Gerhard Blum Hünxe; Astrid Bönemann Düsseldorf; Chris Boppel Düsseldorf; Michael Borowski-Godau Brocchi Düsseldorf; Lydia Brockes Dortmund; Tim Brüggemann-Bühs Münster; Bernhard Burdick Düsseldorf; Sandra de Vries Münster; Holger Dehnert Köln; Sarah Deidhofer Essen; Peter Doetsch Aachen; Achim Dunker-Ehses Köln; Thilo Elsner Bochum; Monika Engel Bochum; Ralf Engelbrecht-Schreiner Rheine; Sabine Eylert Münster; F. Fraser Düsseldorf; Asra-Lorenz Gemer Köln; Hans-Joachim Gericke Baumertz; Ana Lorena Gomez Köln; Rita-Marion Habermann Ratingen; Friedrich Hagedorn Marl; Klaus Hahne Bonn; Andrea Hamrath-Hankeln Mülheim a.d. Ruhr; Prof. Dr. Peter Heikämper Altenberge; Markus Heißler Herne; Dr. Gerhard Helmstaedter Arnheim; Dr. Christa Henze Essen; Thomas Here Berlin; Ingeborg Hofmann Düsseldorf; Jürgen Hollmann Düsseldorf; Wilfried Hoppe-Hunscheck Recklinghausen; Heike Jankowski Essen; Brigitte Jansky-Jurisch Aachen; Franz Karch Krenzau; Agnes Kessens Bochum; Daniela Kiefer Moers; Tanja Kiehne Dortmund; Dr. Hans-Martin Kochanek Leverkusen; Kathrin Knuppe Münster; Stefan Kumetz Magdeburg; Luise Lahrmann Sturwede; Tim Lehmann Witten; Krystian Lembke Mülheim; Jürgen Linnemann Barntrupp; Silvia Lück-Lundorf Berlin; Elisabeth Lütteken Essen; Dr. Peter Markus Iserlohn; Friedhelm Meier Niederkassel; Roland Migende Bonn; Günter Mitlacher Rheinbach; Regina Möckel Erkrath; Joachim Möller Köln; Frauke Müller Münster; Sabine Napierala-Nerger Aachen; Rainer Overmann Hürth; Anne Pfuhlmann-Pfromm Essen; Claus Pulm Dortmund; Frank Raddaz Düsseldorf; Natalie Raeck Duisburg; Herbert Raeithel Düsseldorf; Michael Rehli Münster; Nicole Remy-Rytz Aachen; Klaus Reuter Iserlohn; Wilfried Rifferoth Essen; Elvira Rocholl Köln; K.-D. Rowedder Neuss; Werner Rybarski Gelsenkirchen; Margarete Sander Schmidt-Jodin Selm; Gabriela Schmitt Düsseldorf; Angela Schmitzer Bochum; Nadine Scholz Leverkusen; Bernhard Schowe-von der Brelie Aachen; Uwe Schröder Aachen; Wibke Schuchert Köln; Martina Schultze Essen; Rolf Schulz Staufenberg; Oda Schumann Essen; Inga-Kristina Schwartz Mülheim; Erik Simon Wuppertal; Jürgen Sokoll Essen; Pia Spenger Raesfeld; Matti Spiecker Witten; Hans Georg Spiekermann Sprockhövel; Otti Stein Bonn; Karl-Josef Strank Aachen; Kerstin Stuhr Essen; Stefan Tanneberger-Teuerle Köln; Sandra Trapp Leverkusen; Klaus Tschorn Münster; Britta Waldmann Düsseldorf; Barbara Wenzel Dortmund; Margret Wessels Düsseldorf; Petra Wiemann-Schmidt Essen; Sünje Winkler Hamburg; Christina Würminghausen Wirtz Krenzau; Norbert Wolter Eltville; Detlef Zeich Essen; Gisela Zierau Gelsenkirchen; Daride Raesfeld; Angela Köln; Thomas Essen; Andrea Duisburg; Regina Bielefeld; Rolf Oberhausen; Matthias Bielefeld; Uwe Bochum; Peter Duisburg; Edith Leverkusen; Dodo Wuppertal; Wilhelm Köln; Roswitha Oestrich; Ana Marie Düsseldorf; Martina Bonn.