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Tipps für den Alltag

Jeder kann mit kleinen Aktionen dazu beitragen, etwas für unser Klima zu tun. Machen Sie es wie diese prominenten Sportler: Speerwurf-Weltmeisterin Steffi Nerius (rechtes Bild) fährt mit dem Fahrrad zum Bäcker. Olympiateilnehmer Heinrich Popow (mittleres Bild) errechnet mit Hilfe des oben genannten Kohlenstoffdioxid-Rechners seine Ökobilanz und die ehemalige Weltmeisterin Heide Ecker-Rosendahl bereitet mit Schülern klimafreundliches Eis zu. Hier weitere Tipps:

zum Energiesparen im Haushalt

zum zukunftsweisenden Einkaufen

zur umweltfreundlichen Mobilität

Wenn Sie wissen möchten, wie viel Kohlendioxid Sie jedes Jahr produzieren und wie viel Sie durch kleine Verhaltensänderungen einsparen können, dann nutzen Sie den CO2- Rechner des WWF. In wenigen Klicks können Sie erfahren, wo Sie mehr Energie verbrauchen als Sie sollten und wie Sie Ihre Ökobilanz verbessern können.

CO2-Rechner

Zukunftsweisend einkaufen

Wir leben in einem kulinarischen Schlaraffenland. Jederzeit können wir essen, was wir wollen – selbst Erdbeeren im Winter. Die Produkte aus Argentinien oder Neuseeland verschlingen bei ihrer Reise um die halbe Welt eine Menge Energie und tragen zum Kohlendioxid-Ausstoß bei. Außerdem werden Bananen, Kaffee oder Kakaobohnen oftmals unter menschenunwürdigen Bedingungen angepflanzt und geerntet. Kleinbauern werden nur gering entlohnt, Kinder müssen häufig bei der harten Erntearbeit helfen, Pflanzenschutzmittel werden oft ohne Schutzkleidung aufgebracht. Für einen nachhaltigen Konsum, der ökologisch und fair ist, sollten folgende Punkte berücksichtigt werden:

Kaufen Sie regional ein! Kurze Transportwege verringern den Ressourcenverbrauch und den klimaschädlichen Kohlenstoffdioxid-Ausstoß. Außerdem wird die regionale Wirtschaft gestärkt.

Vertrauen Sie auf Ihren Geschmack! Wässrige Tomaten und lascher Tiefkühlspargel im Winter? Lassen Sie sich lieber das schmecken, was gerade Saison hat. Bereichern Sie Ihren Speiseplan um heimische Spezialitäten.

Optimieren Sie Ihre Logistik! Egal, ob man im Hofladen oder im Supermarkt kauft: Pro Pkw-Fahrt sollte man möglichst viele Einkäufe zusammenfassen und eventuell Einkaufsgemeinschaften bilden. Wer mit dem Fahrrad zum Wochenmarkt fährt, um dort Ökoprodukte aus der Region zu kaufen, der sorgt für die günstigste Ökobilanz.

Legen Sie Vorräte an! Wer Platz schafft für Vorräte spart Zeit, Wege und Energie. Ein Einkaufsplan für die ganze Woche hilft dabei und lastet den Kühlschrank optimal aus.

Verzichten Sie auf Tiefkühlgemüse! Die Tiefkühltruhe verschlingt viel Energie. Wenn sie nicht komplett gefüllt ist, fällt die Klimabilanz der tiefgekühlten Produkte schlecht aus.

Greifen Sie zu Ökoprodukten! Am besten kauft man Lebensmittel aus einem nahe gelegenen Geschäft, auf Märkten oder Hofläden ein. Auch immer mehr Supermärkte bieten Bioprodukte an. Das hat gleich zwei Vorteile: umweltgünstige Produktion, die der Ökoanbau garantiert und kurze Wege!

Achten Sie auf das Fairtrade Siegel! Um den Welthandel gerechter zu machen und die Lebenssituation der ländlichen Bevölkerung im Süden zu verbessern, sollten Sie möglichst Produkte aus dem Fairen Handel kaufen. Nicht nur Bioläden auch Discounter führen bereits Fairtrade-Produkte!
www.fairtrade-deutschland.de

Adressen zum ökologischen Einkaufen in Leverkusen
Im „Einkaufsführer für biologische und regionale Produkte in Leverkusen und Umgebung”, herausgegeben vom NABU und dem BUND, finden Sie aktuelle Adressen für den richtigen Einkauf. Sie können den Einkaufsführer beim NABU-Leverkusen, Friedensstraße 3, 51373 Leverkusen bestellen oder hier herunterladen als PDF.

So sparen Sie Energie im Haushalt!

Elf einfache Verhaltensregeln helfen im Alltag Strom, Wasser oder Heizenergie zu sparen. Hier unsere Spartipps op kölsch und in Hochdeutsch. Der Kölner Kabarettist Jürgen Becker stellte im Mai 2008 den Kölschen Klimakanon auf dem NaturGut Ophoven vor.

Kölsche Klimakanon

Dun der Deckel op der Pött, söns es de Energie baal fott! Die Benutzung eines Deckels beim Kochen kann bis zu 30% Energie sparen.

Bes kei Ei, schald us „Stand by”! Bei Geräten wie Fernseher, DVD-Player etc. immer die Stand by-Funktion ausschalten. Praktisch ist die Steckerleiste mit AN/AUS Knopf. Der Bund bietet im Internet zur Suche nach einem sparsamen Fernsehgerät einen TV-Finder.

Hätt de Rechnung dich geschaff, tau doch ens der Iesschrank av! Kühlgeräte zweimal im Jahr abtauen und Gummidichtungen sauber halten.

Maach de Heizung frei und spar dobei! Heizungen nicht mit Möbeln zustellen oder mit Vorhängen bedecken, sonst kann bis zu 20% der Wärme verloren gehen.

Wells do dinge Strompries senke, loss der Ökolampe schenke! Energiesparlampen sparen bis zu 80% Strom, ihre Lebensdauer ist bis zu neun Mal länger als die von Glühbirnen. Auf der Seite der EnergieAgentur.NRW können Sie mit vier Klicks eine für Ihren Zweck geeignete Leuchte finden, mit Hilfe der Online-Datenbank.

Läuf et Wasser wie verröck, hätts de leever „Stopp” gedröck. Ein Sparspüler kann bei jedem Toilettengang bis zu sechs Liter Wasser sparen.

Sparsam es et, gläuv nor dran: schmieß die Spölmaschin doch aan. Im Vergleich zum Handspülen benötigen moderne Geschirrspüler bis zu 50% weniger Energie. Der deutsche Hausfrauenbund hat in Zusammenarbeit mit der Uni Bonn dazu eine Studie veröffentlicht. Hier zu finden als PDF.

Bräng de Huushald dir en Schoss, kauf ’nen Iesschrank A Plus Plus!Beim Neukauf von Elektrogeräten immer die beste Energieeffizienzklasse wählen (bei Kühlgeräten heute schon Energieeffizienzklasse A++). Dass sich das auch preislich rentiert, zeigt dieser Artikel der Stiftung Warentest.
Tips zu Haushalts- und Bürogeräten, die besonders effektiv und preisgünstig sind, ist zu finden auf der Homepage der Deutschen Energieagentur.

Geihs do durch et Trappehuus und e Lamp geiht nit mih us, raub der Strom der dann de Gelder, bau en ene Bewegungsmelder! Im Außenbereich und im Treppenhaus ist es oft sinnvoller Bewegungsmelder zu installieren, statt das Licht dauerhaft brennen zu lassen.

Mer woss et ald em aale Rom, besser es der Ökostrom. Wechseln Sie doch einfach Ihren Stromanbieter. Durch den Verzicht auf Kohlestrom wird der Kohlendioxid–Ausstoß gesenkt. Über unabhängige Stromanbieter informiert das Bündnis „Atomausstieg selber machen”.

Hee dä Kanon soll der nötze, et Klima op der Welt zo schötze. Der Kölsche Klima Kanon richtet sich natürlich auch an alle Menschen außerhalb Kölns.

Der „Kölsche Klimakanon” ist auch als Postkarte auf dem NaturGut Ophoven erhältlich unter: 02171 73499-0.

Ausleihe von Energiekostenmessgeräten
Energiekostenmessgeräte bieten Ihnen einen einfachen Weg, den Stromverbrauch und die Energiekosten für elektrische Geräte zu ermitteln. Das Gerät zeigt Ihnen den aktuellen Stromverbrauch und die Kosten. Sie können ein solches Gerät beim NaturGut Ophoven (Tel.: 02171 73499-0) gegen zehn Euro Pfand ausleihen.

Umweltfreundlich mobil

Zum Bäcker drei Blocks weiter mit dem Auto – das macht doch keiner? Von wegen: acht Milliarden Mal pro Jahr drücken die Deutschen für eine Kurzstrecke unter einem Kilometer aufs Gaspedal. Doch gerade auf den ersten Kilometern schlucken die Wagen bei kaltem Motor unverhältnismäßig viel Sprit. Die Folge: immens teure Sonntagsbrötchen und ein happiger Ausstoß an klimaschädlichem Kohlendioxid.
Die Verbraucherzentrale NRW hat im Juni 2009 nachgerechnet, wie viel Geld und Kohlendioxid sich auf Kurzstrecken sparen lässt:
•  Ohne Stau, Parkplatzsuche und Umwege haben Fußgänger im Umkreis von 500 Metern die Nase vorn. Bis fünf Kilometer Distanz lohnt es sich, aufs Rad zu steigen. Erst dann sind Autofahrer im Schnitt schneller unterwegs.
•  Doch nicht nur der Zeitfaktor spielt eine Rolle. Ein kalter Motor benötigt auf den ersten Kilometern bis zu 35 Liter Sprit pro 100 Kilometer. Das ist sogar mehr, als tonnenschwere Geländewagen durchschnittlich fressen. Erst ab dem vierten Kilometer pendelt sich der Verbrauch allmählich wieder auf das Durchschnittsniveau ein.
•  Mit dem erhöhten Benzinverbrauch steigt auch der Ausstoß an Kohlendioxid. Bis zu ein Kilogramm pro Kilometer produzieren Autofahrer auf der Kurzstrecke. Fußgänger oder Fahrradfahrer sind dagegen 100 Prozent klimafreundlich unterwegs und verursachen kein Gramm Kohlendioxid.
•  Zum extrem hohen Spritverbrauch bei kaltem Motor gesellen sich die anteiligen Kosten für Anschaffung und Unterhalt des Autos. Die Fahrt zum Bäcker in zwei Kilometern Entfernung addiert sich so auf mehr als zwei Euro.
•  Ein Brötchen kostet im Schnitt 30 Cent. Wer also seinen Mittelklasse-Wagen einmal stehen lässt, kann sich für das gesparte Geld sieben Brötchen kaufen. Kilometergeld, das nicht nur das Klima schont, sondern schmeckt.

Noch mehr als Autos belastet der wachsende Flugverkehr unser Klima. Deshalb unser Tipp: Verzichten Sie möglichst auf Flugreisen. Wer nicht verzichten will, hat dennoch eine Möglichkeit einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Sie können bei atmosfair in klimafreundliche Projekte investieren.

atmosfair