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NaturGut Ophoven klimaneutral zertifiziert

Das Umweltbildungszentrum NaturGut Ophoven in Leverkusen ist zertifiziert als:
- erstes klimaneutrales Umweltinformationszentrum Deutschlands
- erstes klimaneutrales BioBistro Deutschlands und
- erste klimaneutrale Biologische Station Deutschlands

Als Umweltbildungszentrum will das NaturGut Ophoven Vorbild sein. Deshalb achtet es darauf so wenig klimaschädliche Gase zu emittieren wie möglich. So war beim Umbau der Scheune Energiebewusstsein oberstes Gebot: Niedrigenergiehausstandard, Bewegungsmelder im Flur schalten das Licht an, ein Blockheizkraftwerk und ein Holzvergaserkessel heizen das Haus. Trotzdem gibt es noch viele Möglichkeiten der Optimierung wie die Umstellung der Beleuchtung in der Ausstellung auf LEDs oder der Austausch der Kühlschränke durch energieeffiziente Geräte und vieles mehr.
Um das Engagement für den Klimaschutz noch mehr zu verstärken, wurde durch die Unternehmensberatung ClimatePartner der Kohlendioxid-Fußabdruck des NaturGutes bestimmt. Teil der Bestandsaufnahme der Treibhausgasemissionen waren die Verwaltungsaktivitäten und die Verpflegung der Gäste im BioBistro des NaturGuts Ophoven und der NABU-Naturschutzstation Leverkusen - Köln. Mit dem Kohlendioxid-Fußabdruck lässt sich zum einen der Einfluss des NaturGuts auf den Treibhauseffekt bestimmen, zum anderen lassen sich Vermeidungs- und Reduktionspotenziale identifizieren.

Zertifiziert nach Gold Standard

Die noch vorhandenen Kohlenstoffdioxid-Emissionen kompensiert das NaturGut durch Ausgleichszahlungen nach Gold Standard. Nach Gold Standard werden ausschließlich Projekte in den Bereichen erneuerbare Energien und Energieeffizienz unterstützt. Im Fall des NaturGuts Ophoven wurde ein Gesamtausstoß von rund 178 Tonnen Kohlenstoffdioxid und für die NABU Naturschutzstation Leverkusen - Köln 17 Tonnen für das Jahr 2008 ermittelt. Die Kompensationsbeträge (24 Euro pro Tonne Kohlenstoffdioxid) fließen in ein myclimate Klimaschutzprojekt in Madagaskar. Dort werden effiziente Solar-Kocher verbilligt an die Bevölkerung abgegeben, um der voranschreitenden Abholzung entgegenzuwirken. Durch das Kochen auf den Solarherden sinkt der Verbrauch von Brennholz und Holzkohle, und klimaschädliche Emissionen werden reduziert. Zudem werden Schulungsprogramme durchgeführt. Aktuelle Informationen zu dem Projekt in Madagaskar finden Sie hier.

Wie wird man eine klimaneutrale Einrichtung?

Aus Anlass der Zertifizierung hat das NaturGut Ophoven einen Leitfaden zur klimaneutralen Zertifizierung von Organisationen, Vereinen und Unternehmen erstellt. Den Leitfaden können Sie hier herunterladen oder ansehen:

Klimaschutz liegt uns am Herzen. Leitfaden zur klimaneutralen Zertifizierung von Organisationen, Vereinen und Unternehmen.

Außerdem fand Ende Mai 2010 auf dem NaturGut Ophoven das Symposium „Klimaneutral zertifiziert! Chancen für Unternehmen und Bildungseinrichtungen” statt. In sieben Fachbeiträgen erklärten Experten den Weg zu einer klimaneutralen Bildungseinrichtung sowie Chancen und Trends im Bereich Kohlendioxid-Einsparungen.

Dr. Hans-Martin Kochanek, Leiter NaturGut Ophoven
Die ersten Schritte zu einer klimaneutralen Einrichtung
Als Umweltbildungszentrum tun wir schon viel, um möglichst wenig Kohlendioxid zu emittieren. So ist bei jedem Umbau Nachhaltigkeit und Energiebewusstsein oberstes Gebot: Niedrigenergiehausstandard, Bewegungsmelder im Flur schalten das Licht an, ein Blockheizkraftwerk und ein Holzvergaserkessel heizen das Haus. Mehr

 

Prof. Dr. Marc Bettzüge, Vorsitzender des KlimaKreises Köln
Bildung ist aktiver Klimaschutz
Wir sind überzeugt, dass unser gefördertes Projekt „Klimaschutz im Dialog” wichtig ist, denn Bildung ist Voraussetzung zum Handeln und aktiver Klimaschutz. Die Zertifizierung als klimaneutrales Bildungszentrum ist hier ein wichtiger Baustein. Mehr

 

Josef Tumbrinck, 1. Vorsitzender des NABU NRW
Die Bedeutung von klimaneutralen Organisationen in NRW
Ich bin überzeugt, dass klimaneutrale Organisationen eine immer größere Bedeutung erhalten. Wir brauchen dafür Vorbilder wie das NaturGut Ophoven, die voran gehen. Ich werde mich dafür einsetzen, dass in NRW mehr Einrichtungen diesem Beispiel folgen. Wir müssen wie das NaturGut auf lokaler Ebener handeln. Mehr

 

Alexander Rossner, Geschäftsführer der Unternehmensberatung climatepartner
Berechnung der Kohlendioxid-Emission am Beispiel von NaturGut Ophoven
In die Berechnung des Treibhausgas-Emissionsausstoßes fließen die Kohlendioxid-Werte des Gebäudes, der Logistik, der Betriebsmittel sowie der Geräte und Maschinen ein. Zum Ausgleich für diese Kohlendioxidemission wird mit dem Geld des Kaufes von Zertifikaten in Madagaskar wieder Kohlendioxid eingespart. Mehr

 

Martina Fleckenstein, WWF-Deutschland
Wie seriös sind Klimazertifikate?
Der Gold Standard stellt sicher, dass diese Projekte den höchsten Ansprüchen genügen. Ziel des Gold Standards, an dessen Entwicklung Experten des WWF beteiligt waren, ist es nicht nur, sicherzustellen, dass Kompensationsprojekte tatsächlich zu einer Reduktion von Treibhausgasen führen. Mehr

 

Wolfgang Neuerburg, Leiter des Referates Ökologischer Landbau im Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz NRW:
Das erste klimaneutrale Bio Bistro Deutschlands
Gerade bei der Außer-Haus-Verpflegung gibt es ein großes Wachstumspotential: Biolebensmittel nehmen zwar am Gesamtlebensmittelumsatz schon 3,5 % ein, aber bei der Außerhaus-Verpflegung erst 0,5 % ein. Mehr

 

Rainer van Loon von der EnergieAgentur.NRW
Klimaneutrale Unternehmen im Trend
Ich bin davon überzeugt, dass das Projekt Klimaneutralität und Emissions-Ausgleich auch von anderen aufgegriffen wird. Ich sehe die Zertifizierung als große Chance für Unternehmen, denn klimaneutrale Unternehmen liegen im Trend. Mehr