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NaturGut Ophoven ist BNE-Regionalzentrum in NRW

Das NaturGut Ophoven wurde vom NRW-Umweltministerium als BNE-Regionalzentrum seit Oktober 2016 ausgewählt. Dadurch bekommt die Umweltbildungsstätte erstmals eine Grundunterstützung durch das Land NRW. „Seit mehr als 20 Jahren sind wir mit dem Land NRW im Gespräch, um solch eine Förderung von Umweltbildungseinrichtungen zu etablieren. Nun ist es endlich Realität geworden. Ein toller Augenblick”, sagte der Leiter des NaturGut Ophoven Dr. Hans-Martin Kochanek bei der Übergabe des Fördermittelbescheides im Februar 2017 durch den Umweltminister Remmel an den Förderverein NaturGut Ophoven.

Möglich wurde dies durch ein neues Förderprogramm mit dem das NRW-Umweltministerium seine Aktivitäten im Bereich der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) verstärkt. Durch die Bereitstellung von Fördermitteln seit 2016 wird schrittweise ein landesweites Netzwerk außerschulischer Lernorte der Umweltbildung aufgebaut, das zur Verankerung von BNE in der nordrhein-westfälischen Bildungslandschaft beitragen soll.

Regional bedeutsame Umweltbildungseinrichtungen, die ihre Bildungsarbeit im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung gestalten arbeiten als Regionalzentren in einem landesweiten Verbund zusammen. Sie kooperieren mit weiteren Partnerinnen und Partnern vor Ort, z. B. mit Einrichtungen des „Globalen Lernens” und anderen Nachhaltigkeitsakteuren. Die BNE-Agentur NRW in der Natur- und Umweltschutz-Akademie NRW (NUA) übernimmt die Koordinierung der Zusammenarbeit. Mit den regionalen Schwerpunkteinrichtungen soll die Grundlage für eine erfolgreiche Umsetzung der Landesstrategie „Bildung für nachhaltige Entwicklung – Zukunft Lernen NRW” verbessert werden. Für Groß und Klein soll eine qualifizierte Bildungsarbeit für eine nachhaltige Entwicklung an vielen Stellen in NRW angeboten werden. Alle verbindet das gemeinsame Ziel, Lernerfahrungen für Menschen jeden Alters möglich zu machen, unsere heutige Lebensweise zu hinterfragen und zu verändern:
"Wir im BNE-Landesnetzwerk NRW arbeiten gemeinsam darain, miteinander ein sich ergänzendes BNE-Angebot in NRW aufzubauen und weiterzuentwickeln. Die vom Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes NRW geförderten Umweltbildungseinrichtungen sind als BNE-Regionalzentren des Landesnetzwerks Anlaufstelle in ihrer Region. Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) ermöglicht es jedem, Auswirkungen des eigenen Handelns auf die Welt zu verstehen und verantwortungsvolle Entscheidungen zu treffen."

Es werden 23 Einrichtungen im Zeitraum vom 01. April 2018 bis zum 31. März 2019 gefördert. Weitere Infos und Vorstellung der geförderten Zentren:

www.land.nrw/de/pressemitteilung/ministerium-foerdert-bildung-fuer-nachhaltige-entwicklung-nordrhein-westfalen

www.schule-der-zukunft.nrw.de/regionalzentren-in-nrw/

 

Schwerpunktthema Wildbienen 2018/2019

Die große Gruppe der Wildbienen - in der BRD gibt es ca. 580 Arten – ist den meisten kaum bekannt. Sie haben jedoch eine extrem große Bedeutung für verschiedene Elemente in unserem Ökosystem. So sind sie in Mitteleuropa die wichtigsten Pflanzenbestäuber und tragen dadurch elementar zur Artenvielfalt der Pflanzen bei. Durch die menschlichen Aktivitäten sind jedoch fast 50% der Wildbienenarten in ihrem Bestand gefährdet. Daher legt das NaturGut Ophoven einen neuen Schwerpunkt unserer BNE-Bildungsarbeit auf die Vermittlung der Bedeutung der Wildbienen im Ökosystem und der Möglichkeiten durch eigenes Handeln die Lebensräume und den weiteren Bestand der Wildbienen bei uns zu sichern.

Dazu werden neue Bildungsveranstaltungen für unterschiedliche Zielgruppen entwickelt, mit der Zielgruppe getestet und danach optimiert fertiggestellt. Außerdem werden neue Wildbienenbiotope auf dem NaturGut Ophoven angelegt. So werden u.a. neue Wildblumenwiesen angelegt und Nistkästen für Wildbienen gebaut und aufgestellt.

In Zusammenarbeit mit dem NABU und BUND Leverkusen wurden kleine Wildbienenbeobachtungshäuser für Leverkusener Kindergärten gebaut. Für die Erzieherinnen wurde eine Anleitung erstellt, die man hier herunterladen kann.

Ein ähnliches Beobachtungshaus kann gekauft werden beim Wildbienenschreiner Manfred Frey: wildbienenschreiner.de

Bienen und das Regionalzentrum

Der Schutz der Bienen spielt auf dem NaturGut Ophoven seit Beginn an eine wichtige Rolle. Seit 30 Jahren imkert der Lehrer Reinhold Glüsenkamp auf dem NaturGut Ophoven in Leverkusen. Hier hat er eine Imkerei mit vielfältiger umweltpädagogischer Nutzung aufgebaut und initiierte bereits 1991 eine halbtägige Ausleihe von Einwabenkästen an Leverkusener Schulen.

Sowohl an der Gesamtschule Leverkusen-Schlebusch als auch auf dem NaturGut gestaltet er mit Schülern modellhafte Bienengärten. Sein Langzeitprojekt „Mit Bienen in die Zukunft“ erhielt Preise bei Nachhaltigkeitswettbewerben und wurde im Rahmen der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ausgezeichnet.

Gemeinsam mit den Schülern entwickelt der Imker fortwährend Ideen um die Lebensbedingungen der Bienen auf dem NaturGut Ophoven zu verbessern. Im Laufe der Jahre wurde der Bienengarten weiterentwickelt, es wurden Trockenmauern angelegt für die vielen Wildbienenarten, die dort einen Nistplatz finden und ein Trachtkalender entwickelt, um vielerlei  Nahrungsangebote für Bienen zu schaffen.

Die Projektarbeit macht den Schülerinnen und Schülern sehr viel Spaß. Sie verbessern durch ihr Engagement nicht nur die Lebensbedingungen der Bienen, sondern gewinnen gleichzeitig wesentliche Handlungskompetenzen im Sinne von BNE.  Um die Lieblingspfanzen der Bienen bekannter zu machen, haben die Schüler auf dem Gelände der Schule und des NaturGuts wichtige Trachtbäume gepflanzt und mit auffälligen Sechsecken markiert. 2013 entwickelte sich daraus der erste Leverkusener Baumparcours auf dem Gelände der Gesamtschule. Ein Jahr später folgte der zweite für das Umweltzentrum NaturGut Ophoven und 2017 der dritte an einem viel genutzten städtischen Rad- und Wanderweg. Wie unterschiedlich die Bedeutung der Bäume für Bienen sein kann, dies erfahren die Besucher mit der Angabe des artspezi?schen Nektar- und Pollenangebotes.

Mit dem Verkauf von Honig und Bienenpflanzen sowie der Teilnahme an Wettbewerben erwirtschafteten die Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule Schlebusch auch Einnahmen. Um die Gewinne sinnvoll einzusetzen, erweiterten sie ihre ökologisch und regional ausgerichteten Bemühungen. So entstand eine Kooperation mit dem schulischen Eine Welt Verein „Horizontes e. V.“, der bereits über Jahre hinweg erfolgreiche Entwicklungsprojekte in Nicaragua und Burkina Faso betreibt. Zum gemeinsamen Ziel wurde es, Bienen in der Entwicklungshilfe einzusetzen und Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten. Bedürftige Menschen sollten in der Haltung von Bienen ausgebildet werden, die anfallenden Kosten von Verein und den Initiatoren des Bienenprojektes geteilt werden.

Seit Beginn an werden Schulen und Kindergärten durch vielfältige pädagogische Programme die Bedeutung der Honig- und Wildbiene nahegebracht. Ziel ist eine kontinuierliche Weiterentwicklung.

Ansprechpartnerin für das NaturGut Ophoven:
Ute Rommeswinkel, Tel. 02171 73499-41, ute.rommeswinkel@naturgut-ophoven.de