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Klimafreundlich Mobil

Wir alle sind mobil. Und das immer mehr. Legte jeder Bundesbürger im Jahre 1950 jährlich nur etwa 1.000 km zurück, so sind es heute schon rund 12.000 km. Der Anteil der in NRW gemeldeten PKWs nahm seit 1990 um rund 18 % zu. Zurzeit besitzen 8,4 Millionen Haushalte in NRW rund 10 Millionen PKWs.

Oft sind wir bequem: Etwa zwei Drittel der Autofahrten sind kürzer als 10 km, etwa die Hälfte ist kürzer als 5 km und knapp ein Drittel ist sogar kürzer als 3 km. Dabei ist gerade bei kurzen Strecken der Spritverbrauch von PKWs besonders hoch.

Busse und Bahnen zu nutzen, mit dem Fahrrad zu fahren oder zu Fuß zu gehen wäre oft eine klimafreundlichere Fortbewegung. Das entlastet nicht nur unsere Straßen und das Klima, sondern macht auch weniger Lärm. Eine erfreuliche Folge ist zudem mehr Lebensqualität. Auch können Kinder selbstständig ihre Wege zurücklegen und lernen frühzeitig, klimafreundlich mobil zu sein. Autofahren dagegen verursacht Kosten, verbraucht Ressourcen und produziert das Gas Kohlendioxid. Wer auf ein eigenes Auto nicht verzichten kann oder will, sollte Einsparpotenziale suchen, um möglichst klimafreundlich unterwegs zu sein.

Wie sieht die Mobilität der Zukunft aus? Brauchen wir energieeffizientere Autos? Wie kann die Mobilität neu organisiert werden? Interessant sind die Beispiele in Ostasien. In Tokio oder Osaka kommt fast keiner mehr auf die Idee mit dem Auto zur Arbeit zu fahren. Das ist langsam, ineffizient und teuer. Die U- und S-Bahnen sind so eng getaktet und außerdem schnell und gut mit dem Hochgeschwindigkeitszugnetz verknüpft, dass es im ganzen Land praktisch kein Ziel mehr gibt, das sich im Auto schneller als mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen ließe.

www.vcd.org

CO2-Rechner

Und wie hoch ist Ihre persönliche Kohlendioxid-Bilanz? Diese, auch CO2-Fußabdruck genannt, ist ein Maß für den Gesamtbetrag von Treibhausgasen (dargestellt in CO2-Äquivalenten), der, direkt und indirekt, durch eine Aktivität verursacht wird oder über die Lebensstadien eines Produkts entsteht. Der CO2-Fußabdruck hat in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen, da er ein hilfreiches Mittel werden könnte, um die Klimaauswirkungen von Produkten, Dienstleistungen und anderen Geschehnissen im Alltag eines jeden Menschen zu ermitteln. Mit diesen Informationen lassen sich die Klimaauswirkungen wirksam minimieren, was wiederum nötig ist, um angestrebte Klimaziele zu erreichen.

Mit umgerechnet rund 11 Tonnen Treibhausgasen liegen die Einwohner Deutschlands im Schnitt deutlich über dem weltweiten Pro-Kopf-Aufkommen von etwa 6,8 Tonnen. Mit CO2-Rechnern können Sie Ihren persönlichen Energieverbrauch und die dadurch entstehenden Kohlendioxid-Emissionen errechnen und Ihre Werte mit dem deutschen Durchschnitt vergleichen. Die Berücksichtigung der verschiedenen Bereiche wie Wohnen, Mobilität, Ernährung und Konsum ermöglicht es, die Auswirkungen einzelner Aspekte des täglichen Lebens auf ihre Klimawirksamkeit hin einzuschätzen.

Ein Blick auf Ihre eigene Bilanz zeigt Ihnen sofort die Auswirkungen Ihres Handelns. Ergänzend erhalten Sie Tipps, was Sie persönlich zur Verringerung von Treibhausgasen und damit zum Klimaschutz beitragen können. Wir haben Ihnen zwei Rechner herausgesucht:

co2.myclimate.org

www.co2-rechner.bayern.de

Fahrradplaner

Fahrradfahren macht Spaß, hält gesund und ist gut fürs Klima. Wir Deutschen könnten aber noch öfter auf das Fahrrad als Verkehrsmittel setzen.

Als Vorbild gilt Dänemark: Würden überall in Europa die Menschen so häufig auf das Fahrrad als Verkehrsmittel umsteigen wie die Dänen, ließen sich allein dadurch 26 % der EU-Klimaschutzziele erreichen. Dort fährt der durchschnittliche Bürger 2,6 km pro Tag mit dem Drahtesel.

Falls Sie mal wieder Lust auf eine tolle Fahrradtour haben, kann Ihnen der Radtourenplaner NRW weiterhelfen. Hier kann man sich eine Route für Fahrradfahrten im Bundesland Nordrhein-Westfalen berechnen lassen.

www.radroutenplaner.nrw.de

Fliegen und Klimaschutz

Die mehr als 25.000 Flugmaschinen, die weltweit im Einsatz sind, tragen bereits rund 2,5 Prozent der Treibhausgase zum Klimawandel bei. Die größte Klimawirkung haben beim Fliegen das reine CO2, welches immer beim Verbrennen von Benzin oder Kerosin entsteht. Die Bildung von Schleierwolken und Kondensstreifen, der Aufbau vom Treibhausgas Ozon in einem sensiblen atmosphärischen Stockwerk sowie der Abbau von Methan sind die Folge. Nach Berechnungen des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) könnte sich die Zahl der Passagierkilometer bis 2050 gegenüber dem Jahr 2000 versechsfachen, denn in den bevölkerungsreichen Schwellenländern China, Brasilien und Indien entdecken die neuen Mittelschichten den Komfort des Fliegens. Dank neuer Materialien und sparsamerer Triebwerke hat die Luftfahrtindustrie den Verbrauch pro transportiertem Kilogramm Gewicht seit 1990 um durchschnittlich zwei Prozent pro Jahr reduziert. »Diese Verbesserung wird durch das Wachstum des Luftverkehrs insgesamt zunichte gemacht«, sagt Werner Reh, Flugverkehrsexperte des Bundes Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). Tatsächlich ist der Treibstoffverbrauch der gesamten Flugzeugflotte seit 1990 um 2 bis 3 % pro Jahr gestiegen.

Deshalb unser Tipp: Verzichten Sie möglichst auf Flugreisen. Wer nicht verzichten will oder kann, hat dennoch eine Möglichkeit, einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Sie können bei atmosfair in klimafreundliche Projekte investieren. atmosfair ist eine Klimaschutzorganisation mit dem Schwerpunkt Reise und betreibt aktiven Klimaschutz mit u.a. der Kompensation von Treibhausgasen durch erneuerbare Energien.

www.atmosfair.de