Heute schon aufs Smartphone geschaut? Insta und TikTok gecheckt? Snaps verschickt? Für die allermeisten von uns ist ein Leben „offline“ kaum noch vorstellbar.
Das gesamte Streamen, Chatten, Googeln & Co verursacht in Deutschland rund 33 Mio. Tonnen CO2-Emissionen pro Jahr. Unglaublich aber wahr: Wäre das Internet ein Land, hätte es weltweit den drittgrößten Stromverbrauch – direkt nach den USA und China!
Aber nicht nur die Nutzung der vielen Smartphones, Computer oder Server sind sehr energieintensiv, auch ihre Herstellung verbraucht viel Strom und Ressourcen.

Jeder Klick zählt
Der Blick auf euer Handy wirkt sich nicht nur auf euren Akku aus, sondern treibt eine ganze Menge Energiefresser an. Wenn ihr Stories bei Insta anschaut, bei TikTok aktiv seid oder euren Freunden bei WhatsApp antwortet: Immer stecken dahinter zahlreiche Server, Übertragungstechnik und –netze, Sensoren und Rechenzentren. Deshalb:
• Streamt nicht aus Langeweile!
• Ladet eure Lieblingsfilme und Videos herunter und streamt sie nicht immer wieder neu!
• Wählt grüne Provider! Mit „Plantyflix“ können Netflix-Nutzer ihre Emissionen kompensieren. Sie pflanzen Bäume auf Madagaskar oder Haiti. Ähnliches macht auch die Suchmaschine Ecosia.

Einfach mal den Stecker ziehen
Alle digitalen Geräte verbrauchen Strom, das ist klar! Die meisten sogar, wenn sie nicht arbeiten. Wusstest du, dass ein Router, der den Zugang zum Internet herstellt, auch dann Energie verbraucht, wenn du nicht „online“ bist? Einige Modelle verbrauchen so viel wie ein kleiner Kühlschrank. Deshalb:
• Lösche deine alten Mails und entlastet damit die Server.
• Je kleiner der Monitor, desto niedriger der Stromverbrauch.
• Konzentriere dich auf ein Gerät und lass nicht Fernsehen und IPad laufen, wenn du gerade mit Freunden auf dem Smartphone chattest.
• Wenn du neue Geräte kaufst, achte darauf, dass sie möglichst wenig Energie verbrauchen. Dabei hilft das EU Energielabel, der Blaue Engel oder die Bezeichnung „TCO Certified“.

Seid unzertrennlich!
Deinem Smartphone, PC oder Tablet solltest du ein langes Leben wünschen, denn im Vergleich zur Nutzung werden bei der Herstellung der Geräte am meisten Treibhausgase freigesetzt.
Jedes Jahr werden in Deutschland 24 Mio. neue Geräte gekauft. Für diese Menge werden unter anderem 720 Kilogramm Gold, 264 Kilogramm Palladium, 7,3 Tonnen Silber und 396 Tonnen Kupfer benötigt. Die Suche nach diesen Rohstoffen fügt der Umwelt und insbesondere den Regenwäldern sowie den Menschen vor Ort großen Schaden zu. Denn viele Rohstoffe befinden sich in Ländern wie dem Kongo oder Brasilien. Dort werden sie häufig unter katastrophalen Arbeitsbedingungen gewonnen. Deshalb:
• Nutzt eurer Smartphone so lange wie möglich. Das spart am meisten Energie und Ressourcen!
• Kaufe ein gebrauchtes Smartphone und wenn es doch ein Neues sein muss: Kaufe eines, dessen Akku du selber austauschen kannst!
• Entsorge dein kaputtes Smartphone und alle anderen Geräte der Informationstechnik bei öffentlichen Sammelstellen oder starte eine Sammelaktion für gebrauchte Handys an eurer Schule!

Challenge für diese Woche: Versucht einmal sieben Tage keine Filme zu streamen!

Diese Aktion ist Teil der Leverkusener Informations- und Öffentlichkeitskampagne „Klimaschutz jeden Tag. Du bist wichtig“, die das NaturGut Ophoven als BNE-Regionalzentrum (Bildung für Nachhaltige Entwicklung) durchführt. Es wird vom Land Nordrhein-Westfalen gefördert. Aktionen und Veranstaltungen mit vielen Tipps und Anregungen für das tägliche Leben sollen Leverkusener Bürger den Klimaschutz nahebringen.