Die Temperaturen sinken und die Heizung läuft auf vollen Touren. „Obwohl die Heizung nicht das ganze Jahr in Betrieb ist, entfällt auf sie 70 Prozent des Energieverbrauchs im Bereich Wohnen“, erklärte Marianne Ackermann, erste Vorsitzende des Fördervereins NaturGut Ophoven. Deshalb mache es sich bezahlt für Portemonnaie und den Klimaschutz, beim Heizen und Lüften ein paar Tipps und Tricks zu beachten, so Ackermann. „Schon ein Grad Celsius weniger senkt den Wärmeverbrauch um sechs Prozent. Stellen Sie deshalb die Temperaturen so niedrig wie möglich ein“.

Was kann ich noch tun, um Heizenergie einzusparen?

Richtig lüften

Um die Feuchtigkeit aus dem Raum heraus zu lüften, sollte man täglich 2 bis viermal Lüften, je nachdem wie häufig man sich in dem Raum aufhält.

Im Winter möglichst Quer- und Stoßlüften, damit die Raumluft schnell ausgetauscht wird und dabei Wände und Mobiliar nicht auskühlen.

Dauerlüften durch gekippte Fenster verschwenden Energie. Außerdem kühlen die Fensterlaibungen verstärkt aus, was das Schimmelpilzrisiko erhöht.

Unmittelbar nach dem Duschen, Baden, Kochen oder Bodenwischen sollte Stoßgelüftet werden.

Effizient Heizen
Im Wohnbereich reichen 20 Grad für ein gemütliches Raumklima aus. In der Küche 18 bis 19 und im Schlafzimmer 17 bis 18 Grad. Im Badbereich darf es ruhig etwas wärmer sein.

Zum Aufheizen der Wohnräume sollten Sie die Thermostatventile nicht höher als auf die gewünschte Temperaturstufe einstellen: Stellen Sie die Ventile auf eine höhere Stufe (zum Beispiel auf 5 statt auf 3), wird es nicht schneller warm, sondern am Ende wärmer.

Heizkörper sollten nicht durch Möbel, Gardinen oder Verkleidungen abgedeckt werden, damit die Leistung des Heizkörpers voll genutzt werden kann.

Weil nachts tiefere Außentemperaturen herrschen, verbraucht das Warmhalten der Wohnung über Nacht mehr Energie. Darum empfiehlt es sich, die Heizung nachts um drei bis fünf Grad Celsius herunterzudrehen („Nachtabsenkung“), das entspricht bei Thermostatventilen ungefähr anderthalb Temperaturstufen. Kühler sollte es über Nacht nicht sein, da das Wiederaufheizen der Räume am nächsten Tag sonst zu viel Energie benötigt.

Das Schließen der Rollläden über Nacht verringert die Wärmeverluste durch das Fenster um rund 20 Prozent. Geschlossene Vorhänge verstärken diesen Effekt und helfen ebenfalls, die Heizkosten gering zu halten.