Äpfel, Möhren, Zucchini werden reif. Es ist Erntezeit im Garten. Das Problem: Alles auf einmal kann keiner verzehren. Aber als Saucen, Chutneys, Antipasti oder Marmeladen lässt sich das Obst und Gemüse haltbar machen und für einige Zeit im Vorrats- oder Kühlschrank aufbewahren. „Darüber freut man sich nicht nur im Winter, sondern man tut auch etwas für den Klimaschutz, denn regionaler geht es nicht“, erklärt Britta Demmer vom NaturGut Ophoven.

Damit niemand den ganzen Winter über Apfelmus essen muss, veranstaltet das NaturGut Ophoven eine Tauschbörse am 2. Oktober im Hof der Wasserburg. Jeder Mann und jede Frau bringt selbstgemachte Chutneys, Marmeladen, Saucen, Tees, Öle oder Essig mit und kann sie tauschen. „Das bringt eine große Vielfalt regionaler Spezialitäten in den Vorratsschrank“, schwärmt Britta Demmer.

Einmachen liege voll im Trend, so Ute Rommeswinkel vom NaturGut Ophoven. „Es gibt zahlreiche Bücher und Internetforen mit tollen Tipps. Während der Tauschbörse werden wir einige vorstellen“. Nicht nur die Lust am leckeren Essen motiviert zum Einkochen, sondern auch der Wunsch Lebensmittel zu retten. Überschüsse im Garten, im Supermarkt oder auf dem Wochenmarkt landen so nicht im Müll, sondern im Einmachglas, freut sich die Umweltexpertin.

Im Durchschnitt wirft jede/r Deutsche 80 Kilogramm Nahrungsmittel pro Jahr weg. „Aber diese Gleichgültigkeit können wir uns nicht leisten“, so Rommeswinkel, „denn unsere Ernährung verursacht weltweit rund 25 Prozent der klimaschädlichen Gase“. Anbau, Verarbeitung und Transport produzieren viel CO2. Künstliche Düngemittel, Gülle und Pestizide, die die konventionelle Land- und Viehwirtschaft einsetzt, belasten den Boden und das Grundwasser. „Einmachen ist deshalb Klimaschutz mit Genuss und alle können dazu beitragen“.

Tauschbörse 2. Oktober 2021, von 11 – 13 Uhr. Anmeldung: britta.demmer@naturgut-ophoven.de