73 Schülerinnen und Schüler aus ganz NRW haben am Wettbewerb „KlimaKunstKarton“ des NaturGut Ophoven teilgenommen. Sie waren aufgefordert alleine oder im Klassenverband ein klimafreundliches Zuhause in einem Schuhkarton zu gestalten. Einzige Bedingung war: Es durften nur Dinge genutzt werden, die sonst in der Papier- oder Plastiktonne landen.
„Die Ergebnisse waren unglaublich kreativ und phantasievoll“, erklärt Ute Pfeiffer-Frohnert vom NaturGut Ophoven erfreut. „Ein Dach wurde beispielsweise mit Kresse begrünt oder ein Toilettenpapierhalter aus den Verschlüssen von Milchtüten gestaltet“. Am besten gefiel der Jury aus Mitarbeitenden des NaturGut Ophoven der Karton von Lara Trager.

Die Schülerin der KGS In der Wasserkuhl baute in ihren Schuhkarton eine nachhaltige Stadt. Windräder, gebastelt aus bunten Plastikstrohhalmen, versorgen die Häuser mit Energie. Große Tanks auf deren Dächern liefern Wasser für Treibhäuser. Den Strom für die Straßenlaternen, die aus gebrauchten Pralinenverpackungen gebastelt wurden, liefert eine Biogasanlage.

Einsendungen für den Wettbewerb kamen aus ganz NRW wie Köln, Bochum oder Kevelaar, freut sich Ute Pfeiffer-Frohnert. Es konnten alle Schulklassen von 1-6 teilnehmen oder auch einzelne Kinder zwischen 6 und 12 Jahren. Da der Transport für einige delikate Kunstwerke zu gefährlich war, wurden auch Bilder oder Videos von den Kartons geschickt. „Viele haben auch einen „Beipackzettel“ für ihren Kunstkarton geschrieben, obwohl dies in den meisten Fällen gar nicht nötig war,“ so die Leiterin des Kinder- und Jugendmuseums EnergieStadt.

Elias Praller beispielsweise hat ein Solar Parkhaus für E-Autos und E-Fahrräder gebaut, natürlich mit Solaranlage auf dem Dach. Zusätzlich hat er die Fassade begrünt. Das habe verschiedene Vorteile fürs Klima erklärt der Viertklässler: „Das Gebäude heizt sich nicht so stark auf, die Pflanzen binden Kohlendioxid und produzieren Sauerstoff und die Begrünung bietet Lebensraum für verschiedene Tiere.“

„Wir sind sehr glücklich darüber zu sehen, wie sehr sich Kinder mit dem Thema Klimawandel auseinandersetzen und selber nach Lösungen suchen“. Das gebe Hoffnung, dass sich auch unsere Gesellschaft wandelt – hin zu mehr Nachhaltigkeit, so Ute Pfeiffer-Frohnert. Die Kunstwerke werde sie in der EnergieStadt ausstellen, so dass auch Besucher sie ab Wiedereröffnung am 27.3. sehen können.

Lara Trager gewinnt für sich und ihre Klasse einen Sommerspaß zum Thema Wasserkraft und Klimaschutz im Kinder- und Jugendmuseum EnergieStadt auf dem NaturGut Ophoven. Pizza, Getränke und Waffeln gibt es dazu. Zehn weitere Teilnehmenden erhalten das Kochbuch: Sterneköche fürs Klima. Zur dieser Kunstaktion wurde im Rahmen des Projekts Klimabildung NRW aufgerufen, das vom Ministerium für Wirschaft, Innovation, Digitaliseirung und Energie des Landes NRW gefördert wird.