Wenn die Temperatur wieder über 10 Grad steigt und die Sonne scheint, wird reger Flugbetrieb auf dem Gelände des NaturGut Ophoven herrschen, vermutet Matthias Rawohl, Koordinator des NaturGut Geländes. „Die ersten Mauerbienen sind schon zu sehen.“ Wer seinen Garten fit machen will und Wert auf eine große Artenvielfalt legt, solle jetzt starten so der Biologe. Denn Bienen brauchen unseren Schutz. Immer mehr Arten haben Probleme genug Nahrung und Nistplätze zu finden. Die städtische Initiative „Leverkusen blüht auf“ will aufklären und die Bürger motivieren beim Artenschutz mitzumachen.

„So kann z.B. jeder eine Blumenwiesen anlegen, in denen die Wildbienen viel Nahrung finden oder Nisthilfen im Garten oder auf dem Balkon aufhängen“, so Rawohl. In den Gängen hinter den Löchern legen die Wildbienen ihre Eier ab. Im nächsten Jahr schlüpft dann der Nachwuchs. 70 Prozent der Wildbienen-Arten, wie die Weiden-Frühlings-Seidenbiene nistet jedoch im Boden. Sie bohren ihre Niströhren und Nester am liebsten in ein Lehm-Sandgemisch. „Ein solcher Nistplatz kann im Garten leicht angelegt werden“, so der Geländekoordinator. Wichtig ist dabei, dass auf diesen Flächen keine Pflanzen wachsen.

Beim Schutz der Wildbienen muss jedoch einiges beachtet werden: „Die Insekten mögen es warm und trocken, deshalb ist es wichtig, dass die Insektenhilfe nach Süden ausgerichtet und vor Nässe mit einem kleinen Vordach geschützt ist“, erklärt Rawohl. Benutzt man Bambusröhrchen oder bohrt man Brutlöcher ins Holz, sollten die Ränder der Löcher jetzt mit einer Feile nachgearbeitet werden, damit sich die jungen Bienen nicht die Flügel verletzen“. Die Nisthilfe sollte außerdem mindestens einen halben Meter über dem Erdboden angebracht werden.

Auch beim Anlegen einer Blumenwiese muss einiges vorbereitet werden, so Rawohl. „Damit es in ein paar Wochen kräftig blüht, muss der Boden zuerst ausgemagert werden. Unsere Böden sind zu nährstoffreich.“ Dazu rät der Biologe, die Grasnarbe zu entfernen – eine 10 cm tiefe Schicht -, anschließend mit 10 cm Sand aufzufüllen und darauf 2 cm nährstoffarme, feinkrümelige Erde aufzubringen. Mit der Aussaat sollte man wegen der Temperaturen aber frühestens Anfang April beginnen, so Rawohl. Weitere Tipps sind auf der Website „Leverkusen blüht auf“ www.naturgut-ophoven.de/leverkusen-blueht-auf nachzulesen.

Die professionelle Insektenhilfe „Leverkusen“ sowie Blumensamen für halbschattige oder sonnige Flächen können beim NaturGut Ophoven bestellt werden. Die Leverkusener Blühwiesenmischung“ gibt es in drei Ausführungen.

Hintergrundinfos zum Projekt: Leverkusen blüht auf!
Das Projekt „Leverkusen blüht auf“ gehört zu den Klimaschutzaktivitäten und ist Maßnahme des Leitbilds Grün der Stadt Leverkusen. Verschiedene Teile des Projektes werden durch die Stadt Leverkusen, kleine Bezirksmittel, die Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW oder die Postcode Lotterie gefördert.