Derzeit suchen sich die stacheligen Tiere einen Unterschlupf für den Winter. Igel sollten für den Winterschlaf ein Gewicht von 600-700 g erreicht haben. Mit diesem Gewicht haben sie sich ein ausreichendes Fettpolster als Energiespeicher angefressen. Er baut sich sein Winterschlafnest aus eng gepacktem Laub.

Cille Körner vom NaturGut Ophoven gibt Tipps, wie Gartenbesitzer dem Igel helfen können: „Legen Sie einen möglichst naturnahen Garten an. Das bedeutet selbstverständlich kein Gift oder Kunstdünger zu verwenden. Gerade jetzt im Herbst sollte man vorhandene Unterschlüpfe wie Reisig-, Laub- und Komposthaufen belassen und nur einheimische Stauden und Gehölze pflanzen.“ Sie ergänzt: „Übrigens ist die Anwesenheit eines Igels im Garten ein Kompliment an die Gartengestaltung.“

Igel, die nach Wintereinbruch im Dauerfrost herumlaufen, finden kein Futter mehr und benötigen Hilfe. Kranke und verletzte Igel sind daran zu erkennen, dass sie im Hellen unterwegs sind, denn Igel sind nachtaktiv. Findet man einen kranken, verletzten oder untergewichtigen Igel, sollte man sich am besten mit einem Tierarzt, einer Igelstation oder der Hotline des Pro Igel e.V. in Verbindung setzen: 01805 555-9551
Homepage: www.pro-igel.de

Der Klimawandel macht auch den Igeln Probleme: Seit einigen Jahren stellen Forscher fest, dass Igel ihren Winterschlaf immer früher unterbrechen, wenn die Temperatur dauerhaft über mehr als sechs Grad liegt. Oft beenden Igel bereits Ende Januar schon den Winterschlaf, wenn die Temperaturen zu hoch sind. Das Problem besteht darin, dass die Tiere im wachen Zustand innerhalb von nur zwei Wochen den Speck, der im Winterschlaf für die gesamte kalte Jahreszeit reichen sollte, verbrauchen. Weil die Stacheln nicht vor Kälte schützen, verbrennen sie enorme Mengen ihrer gespeicherten Fettreserven. Neue Nahrung finden sie so früh im Jahr kaum, da ihre Hauptnahrung Insekten dann nicht zu finden sind.

NaturGut Ophoven Auszeichnungen