Direkt nach den Sommerferien haben alle Leverkusener Erstklässler zum Schulstart eine wieder verwendbare Brotbox erhalten. Gefüllt war sie mit einem gesunden Frühstück und sollte für eine gesunde Ernährung sensibilisieren. Nach sechs Wochen Schule war es jetzt Zeit, um einen Biobrotboxcheck zu machen.
Alle ersten Leverkusener Klassen konnten sich auf Termine  „Biobrotboxcheck“ bewerben. Geplant waren nur 15 Termine, da aber die Nachfrage so groß war, finden jetzt insgesamt 25 Kurse statt. „Ich war beeindruckt über das große spontane Interesse der Kolleginnen und Kollegen, das Thema mit den Erstklässlern nachhaltig zu verankern.“, erklärt Ute Pfeiffert-Frohnert, die für die BioBrotBox-Aktion in Leverkusen verantwortlich ist.

Gesponsert werden diese Kurse vom OLEO Gesundheitsfonds. Eigentlich fördert der OLEO Fonds, um Präventionskurse für Kindergarten- und Schulkinder im Kinder- und Jugendmuseum EnergieStadt, die aber wegen Corona nicht stattfinden konnten. Wegen der Pandemie mussten alle Aktivitäten anlässlich des 10jährigen OLEO-Jubiläums entfallen. „Umso mehr freut es uns, dass OLEO jetzt wieder seine Arbeit aufgenommen hat und aktiv Schulen bei dem Thema Gesunde Ernährung und Bewegung unterstützt“, berichtet Ute Pfeiffer-Frohnert.

Mario Kück, der 2010 den OLEO Fonds gegründet hat, freut sich über die große Nachfrage: „Ich bin mir sicher, je früher Kinder die Grundlagen einer gesunden Lebensweise lernen, desto größer ist die Chance, dass sie ein glückliches, aktives und gesundes Leben führen, im Einklang mit der Natur.“

Beim Brotbox-Check konfrontierte Claudia Brehl, Referentin vom NaturGut Ophoven, die Schülerinnen und Schüler mit ihren „Essgewohnheiten“ und erklärte dann, was eine Ernährungspyramide ist. „Von dem, was im roten Bereich ist, sollte man nur wenig essen, denn die Lebensmittel enthalten viel Fett und Zucker. Vom gelben Feld darf man schon ein bisschen mehr essen und vom grünen Bereich darf man viel essen, damit man gesund und fit bleibt“, so die Pädagogin. Danach ordnet sie gemeinsam mit den Kindern die Brotbox-Inhalte der Lebensmittel-Pyramide zu, die sie selbst mitgebracht hat. Sie hat ein „gutes“ und ein „schlechtes“ Frühstück dabei: eines mit regionalem Obst und Gemüse und eines, das zusätzlich in Plastikbeutel verpackt ist, mit Obst aus Übersee und einem Trinkpäckchen versehen ist.
„Euer Frühstück soll nicht nur lecker schmecken und gesund halten, sondern auch gut fürs Klima sein“ so Claudia Brehl. Darum gibt sie den Kindern folgende Tipps: 1. Saisonalität: Obst und Gemüse nur dann zu kaufen und zu essen, wenn es bei uns reif ist, wie z.B. Erdbeeren im Sommer und nicht im Winter – dann helfen wir dem Klima. 2. Regionalität: Wer Äpfel kauft, die aus der Region kommen, hilft dem Klima. Denn sonst müssen die Äpfel mit dem Flugzeug, mit Schiffen und LKWs zu uns transportiert werden und es entstehen viele Abgase, die unserem Klima schaden. und 3.Verpackungen: Zu viel Müll ist gar nicht gut für unsere Umwelt.“

 

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