Zum Auftakt der bislang größten Kooperation von Museen im Bergischen Land trafen sich am Donnerstag, 20. August 2020, Vertreterinnen und Vertreter von 20 bergischen Museen in Wuppertal. Im Frühjahr 2019 schlossen sich die ersten elf bergischen Museen zusammen. Das erste Jahr war der Auftakt für eine Vernetzung der Kolleginnen und Kollegen aus ganz verschiedenen Häusern der Region, von der alle profitieren. Diese erfolgreiche Arbeit führt dazu, dass gleich zehn weitere Partner sich ab sofort aktiv im Arbeitskreis Bergische Museen engagieren.
Neu mit dabei ist auch das Kinder- und Jugendmuseum EnergieStadt im Förderverein NaturGut in Leverkusen. „Erfahrungsgemäß ist der Blick über den Tellerrand immer ein Erfolgsrezept, um Anregungen, Inspiration und neue Ideen zu erhalten“, so Ute Pfeiffer-Frohnert.

Trotz aller strukturellen und inhaltlichen Verschiedenheit gibt es viele Überschneidungen zu einer Menge von Themen, die regional aber auch generell gesellschaftlich relevant sind. Die Vielfalt der Perspektiven macht da den entscheidenden Unterschied. Der Kontakt zu den Kolleginnen und Kollegen, der Austausch zwischen den Häusern, die gegenseitige Bewerbung und die dadurch gewonnene breitere Öffentlichkeit und Präsenz war für Dr. Andreas Wallbrecht, Deutsches Werkzeugmuseum Remscheid, das Wichtigste an der bisherigen Zusammenarbeit. Sandra Brauer vom Bergischen Museum für Bergbau, Handwerk und Gewerbe in Bergisch Gladbach betont die damit verbundene Gelegenheit, die vielen großen und kleinen Museen der Region besser kennenzulernen und zusammen herauszufinden, wie gemeinsam die vielfältigen Geschichten des Bergischen Landes veranschaulicht werden können.

Neben dem fachlichen Austausch steht vor allem auch das zweite bergische Themenjahr im Fokus. Unter dem Motto „Alles in Bewegung“ dürfen sich ab März 2021 Besucherinnen und Besucher der Bergischen Museen auf vielfältige Angebote freuen, unter anderem Sonderausstellungen, Vorträge und Konzerte, digitale Events, Aktionstage sowie Rad- und Wandertouren.

Auch weiterhin unterstützt der Oberbergische Kreis diese Vernetzungsinitiative von heterogenen Museumseinrichtungen und hat erneut die Verantwortung als Antragsteller für die nötigen Fördermittel sowie die Leitung der Geschäftsstelle des Arbeitskreises mit Sitz im Kulturamt auf Schloss Homburg, übernommen. „Diese Zusammenarbeit der Museen unterschiedlichster Ausrichtung und Trägerschaft in einem interdisziplinären Netzwerk ist für das Bergische Land einzigartig,“ betont Silke Engel, Museum und Forum Schloss Homburg, und freut sich auf die kommenden Monate.

Hintergrund zum Arbeitskreis Bergische Museen
Bisherige Mitglieder im Arbeitskreis Bergische Museen:
Deutsches Schloss- und Beschlägemuseum Velbert; Niederbergisches Museum Wülfrath Zeittunnel Wülfrath; Museum auf der Hardt, Archiv- und Museumsstiftung der VEM, Wuppertal; Deutsches Werkzeugmuseum, Remscheid; LVR-Industriemuseum Gesenkschmiede Hendrichs, Solingen;  Museum Schloss Burg, Solingen; Bergisches Museum für Bergbau, Handwerk und Gewerbe, Bergisch Gladbach; LVR-Freilichtmuseum Lindlar; Museum und Forum Schloss Homburg, Nümbrecht

Neue hinzukommende Teilnehmer im Arbeitskreis Bergische Museen:
NaturGut Ophoven e.V. | Kinder- und Jugendmuseum EnergieStadt, Leverkusen; Konsumgenossenschaft Vorwärts Münzstraße e.V. Wuppertal; Eisenbahn- und Heimatmuseum Erkrath-Hochdahl e.V. ; Zentrum für Verfolgte Künste gGmbH, Solingen; Bergische Museumsbahnen e. V. Wuppertal; Manuelskotten, Wuppertal;  Wilhelm-Fabry-Museum Hilden; Museum Plagiarius e.V., Solingen; Schulmuseum Bergisch Gladbach sowie das Netzwerk Industriekultur Bergisches Land

NaturGut Ophoven Auszeichnungen