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Meldung vom 24.03.2017

Förderung der außerschulischen BNE Zentren NRW geht in die zweite Runde

Am 21.02. und 22.02.2017 fand in Lünen die inzwischen 20. Umweltbildungswerkstatt NRW mit über 50 Teilnehmern statt. Und es gab sehr Erfreuliches zu berichten: Die ersten Umsetzungserfahrungen mit dem Fach- und Förderkonzept  der außerschulischen BNE-Zentren liegen vor und wurden von Victor Haase, dem zuständigen Abteilungsleiter im MKULNV vorgestellt. Er konnte zur Freude der Anwesenden mitteilen, dass die Förderung der außerschulischen Bildungseinrichtungen in 2017 nicht nur fortgesetzt wird, sondern, dass die dafür zuständige Titelgruppe im Haushalt mit 3,35 Millionen Euro ausgestattet wurde. „Wir wissen, welch außergewöhnliche Anstrengung dies für Sie und Ihr Team im Ministerium bedeutet hat, und ich möchte mich im Namen aller in der Bildung für nachhaltige Entwicklung Tätigen bei Ihnen dafür sehr herzlich bedanken“, sagte die Vorsitzende der ANU-NRW Martina Schmidt von Boeselager. Viktor Haase ging zudem auf die aktuelle Entwicklungen der Bildung für nachhaltige Entwicklung ein. So wurde in NRW z.B. die BNE-Strategie verabschiedet. Die Modellphase zur BNE-Zertifizierung wurde abgeschlossen und der Übergang in den Echt-Betrieb findet jetzt statt. Die entsprechende Personalstelle wird gerade ausgeschrieben.

Aber auch bildungsfachlich präsentierte die 20. Umweltbildungswerkstatt NRW unter dem Titel „Außerschulische BNE im Spannungsfeld voller Terminkalender, Dissonanzen und neuen Dimensionen“ viel Neues. Außerschulische Bildung für nachhaltige Entwicklung verändert sich immer weiter und befindet sich dabei im Spannungsfeld vielen Anforderungen gerecht zu werden. Wie kann die bisherige Zielgruppe „Familie" gehalten bzw. für die Umweltbildung wieder neu gewonnen werden ? Die pädagogische Auflösung von sich widerstrebenden Ansprüchen und Wünschen in unseren Veranstaltungen bildeten so einen weiteren Schwerpunkt.

Ute Pfeiffer-Frohnert und Sonja Fasbender vom Förderverein NaturGut Ophoven stellten die Ergebnisse des Projekts „Familien in die Natur“ vor. Sie analysieren Beweggründe und Hemmschwellen der Zielgruppe „Familie" in ihrer Freizeit in die Natur zu gehen. Es ergab sich z.B., dass viele Freizeitaktivitäten von Familien geprägt sind von Sinnsuche und Ergebnisorientierung, so dass ein Aufenthalt in der Natur als scheinbar „zu wenig wert“ eingeschätzt wird. Im Workshop ging es dann verstärkt darum, mit Praxisübungen ein Gefühl für zeitgemäßes Naturmarketing zu erhalten, durch das sich Familien angesprochen fühlen und Angebote in der Natur wahrnehmen.

Annika Wachten vom Förderverein NaturGut Ophoven stellte das Projekt „Klimabildung+” vor. Schwerpunkt des Projekts ist der Umgang mit kognitiver Dissonanz. Welche Entscheidungsmöglichkeiten hat der Einzelne in Dilemmasituationen? Mithilfe von Dilemma-Geschichten und weiteren Materialen setzen sich die Schülerinnen und Schüler gezielt mit dem Themenbereich „Klima und Klimaschutz“ auseinander und können dabei sowohl globale Zusammenhänge erkennen als auch individuelle Konsequenzen ableiten. Die Motivation der Lernenden für dieses vielschichtige Thema wird vor allem durch die Einbeziehung von Alltagserfahrungen gesteigert. Im Workshop werden verschiedene Unterrichtseinheiten vorgestellt und gemeinsam erarbeitet, sowie das Thema „Kognitive Dissonanz" im individuellen Erleben intensiv bearbeitet.

Dr. Michael Kopatz vom Wuppertalinstitut beschäftigte sich mit dem Thema „Neue Dimensionen in der Bildung – kommunale Suffizienzbremsen“. Besonders war die Vorstellung des Buchs „Ökoroutine.  Damit wir tun, was wir für richtig halten“, denn dieses Buch macht Schluss mit umweltmoralischen Appellen. Es zeigt, dass wir verantwortungsvoll leben können, ohne uns tagtäglich mit Klimawandel oder Massentierhaltung befassen zu müssen, denn »Öko« soll einfach zur Routine gemacht werden. Was unmöglich erscheint, ist konzeptionell denkbar einfach: Mülltrennung, Sparlampen, Effizienzhäuser – alles längst akzeptiert oder in Reichweite. Was wir zur Durchsetzung brauchen, sind neue, innovative Standards und Limits: Wenn Geräte weniger oft kaputt gehen, die Tierhaltung schrittweise artgerechter wird oder bedenkliche Zusatzstoffe aus Lebensmitteln verschwinden – welcher Verbraucher würde sich darüber beschweren? Michael Kopatz präsentiert eine Vielzahl leicht umsetzbarer, politischer Vorschläge für alle Lebensbereiche, damit die Utopien von heute schon bald die Realitäten von morgen werden.
Den Bogen zu den weltweiten Aktivitäten schlug dann abschließend Katarina Roncevic mit der Vorstellung des Weltaktionsprogramms und stellte dabei die Bedeutung des Programms für die BNE heraus.

Pressemeldung vom 20.02.2017

Biodiversität im Garten – was hat mein Meisenkasten mit Klimaschutz zu tun?

Es gibt in Deutschland etwa 20 Millionen Gärten und Kleingärten – und damit eine enorm große  Möglichkeit, etwas für die Natur zu tun. Bunte Wildblumenwiesen, natürliche Verstecke und heimische Gehölze bieten Insekten, Vögel, Igel und Co. im Garten eine Heimat. So gibt es viele „einfache“ Möglichkeiten, etwas für die Artenvielfalt und darüber hinaus auch für den Klimaschutz zuhause im eigenen Garten zu tun.

Hans-Martin Kochanek, Leiter NaturGut Ophoven erläutert, was der Einsatz für die Artenvielfalt denn mit dem Klimaschutz zu tun hat: „Tatsache ist, dass der Schutz der biologischen Vielfalt von Pflanzen und Tieren überall auf der Erde notwendig ist. Denn nur die von uns Menschen vorgefundene riesige Anzahl verschiedener Pflanzen und Tiere – die biologische Vielfalt – hält unser natürliches System auf der Erde im Gleichgewicht. Die Stabilität dieses Ökosystems, in dem wir  Menschen auch ein Teil sind, basiert erwiesenermaßen auf der unfassbar großen Anzahl von Tieren und Pflanzen“. Prognosen zufolge könnten klimatische Veränderungen bis zum Ende dieses Jahrhunderts eine große Gefahr für die biologische Vielfalt werden: Klimazonen verschieben sich, häufiger auftretende Extremereignisse wie Starkregen, Sturmfluten oder Hitzewellen haben negativen Einfluss auf die Artenvielfalt und damit auf die der Ökosysteme.

Ingrid Mayer, Sprecherin des BUND Leverkusen betont: „Es ist zwingend notwendig, dem Schutz der Biodiversität zu einer größeren Bedeutung in Politik und Öffentlichkeit zu verhelfen. Dazu haben wir viele Chancen. So z.B. dass bald bei jedem Neubau von Gebäuden in Leverkusen Nisthilfen, Dachbegrünung oder naturnahe Wiesen Standard sind“.

Jede Verlangsamung des Klimawandels, also jede Reduktion des Kohlendioxid-Ausstoßes, gibt den Arten und Lebensgemeinschaften mehr Zeit, sich „zu erholen“ und an die veränderten Umweltbedingungen anzupassen. Andersherum können intakte und vernetzte Ökosysteme zum Klimaschutz beitragen, indem sie in der Funktion als Kohlenstoffsenken große Mengen an Kohlendioxid speichern oder aber die Auswirkungen des Klimawandels „abpuffern“. Und je größer und stabiler die Vielfalt der Arten, Gene und Ökosysteme ist, desto besser werden auch wir Menschen mit den klimatischen Bedingungen der Zukunft zurechtkommen.

Erich Schulz, Vorsitzender des NABU Leverkusen zeigt auf: „Erfreulicherweise sind die Chancen der Förderung der biologischen Vielfalt im Garten sehr groß. Sie beginnt bei Nisthilfen für Meisen, Spatzen, Schwalben oder Mauersegler, dem Anpflanzen von einheimischen Bäumen und Blumenstauden, aber auch Reisighaufen für Igel oder Rotkehlchen, der Anlage eines naturnahen Teiches oder der Verringerung der Versiegelung im Garten.“ Wichtig ist, dass in jedem Garten viele der bei uns einheimischen Blumen und Sträucher vorhanden sind. Denn nur diese bieten unseren Vögeln oder Schmetterlingen ein reichhaltiges Nahrungsangebot. So bietet der Goldregen nur 4, Kirschlorbeer nur 3 Vogelarten Nahrung, während der einheimische Weißdorn 30 Vogelarten Nahrung bietet. Der schwarze Holunder ist da noch besser, bei ihm finden über 60 Vogelarten einen reich gedeckten Tisch. Viele Tipps zu Ihren Chancen für mehr Natur im Garten finden Sie auch unter www.bund-leverkusen.de oder www.nabu-leverkusen.de
 

Pressemeldung vom 14.02.2017

NaturGut Ophoven erhält von Minister Remmel den Zuwendungsbescheid als BNE Regionalzentrum

Das NaturGut Ophoven wurde vom NRW-Umweltministerium als BNE-Regionalzentrum ausgewählt. Dadurch bekommt die Umweltbildungsstätte erstmals eine Grundunterstützung durch das Land NRW. „Seit mehr als 20 Jahren sind wir mit dem Land NRW im Gespräch, um solch eine Förderung von Umweltbildungseinrichtungen zu etablieren. Nun ist es endlich Realität geworden. Ein toller Augenblick”, sagte der Leiter des NaturGut Ophoven Dr. Hans-Martin Kochanek bei der Übergabe des Fördermittelbescheides durch den Umweltminister Remmel an den Förderverein NaturGut Ophoven.

Möglich wurde dies durch ein neues Förderprogramm mit dem das NRW-Umweltministerium seine Aktivitäten im Bereich der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) verstärkt. NRW-Umweltminister Remmel: „Ich bin froh, dass ich mit dem Start des Förderprogramms die Umweltbildungszentren und das tolle NaturGut Ophoven unterstützen kann.” Die Landesmittel werden aus dem neuen Programm für Umweltbildungseinrichtungen des Umweltministeriums bereitgestellt. Die Einrichtungen erhalten im ersten Förderzeitraum bis zum 31.03.2017 eine Zuwendung von bis zu 60.000 Euro für ihre Bildungs- und Vernetzungsaktivitäten als Regionalzentrum im „Landesnetzwerk Bildung für nachhaltige Entwicklung NRW”. Für die folgende, ganzjährige Förderperiode ist eine Zuwendung von bis zu 110.000 Euro je Einrichtung möglich.

Im ersten Schritt wurden 8 regional bedeutsame Umweltbildungseinrichtungen, die als Regionalzentren im Landesnetzwerk mitarbeiten wollen und ihre Bildungsarbeit im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung gestalten, vom Land ausgewählt. Neben dem NaturGut Ophoven handelt es sich um die Bergische Agentur für Kulturlandschaft in Nümbrecht, die Klimawelten Hilchenbach, das Landschaftsinformationszentrum Wasser und Wald Möhnesee, das Naturschutzzentrum Bruchhausen in Erkrath, den Schulbauernhof Emshof in Telgte, den Wahrsmannshof in Rees und die Waldschule Cappenberg in Selm.

Die beteiligten Umweltbildungseinrichtungen arbeiten künftig in einem landesweiten Verbund zusammen und kooperieren mit weiteren Partnerinnen und Partnern vor Ort, z. B. mit Einrichtungen des „Globalen Lernens” und anderen Nachhaltigkeitsakteuren. Die neu gegründete BNE-Agentur NRW in der Natur- und Umweltschutzakademie NRW übernimmt die Koordinierung der Zusammenarbeit.

Für die Umweltbildungseinrichtungen stellt der Start des Förderprogramms einen Meilenstein dar. Erstmalig unterstützt ein Förderprogramm gezielt den Aufbau stabilerer Strukturen in der außerschulischen Umweltbildung in NRW. Die Rolle der Einrichtungen als wichtige Partnerinnen aller Bildungsbereiche für ein an den Teilnehmenden orientiertes, „lebenslanges Lernen” – von der Kindertagesstätte, dem Familienzentrum über die Schule bis zur Hochschule und beruflichen Bildung – wird so gebührend anerkannt. Erfahrung und Handeln stehen im Mittelpunkt der Bildungsangebote, wenn Themen wie Klimawandel und globale Gerechtigkeit, Biodiversität oder Gewässerschutz bearbeitet werden.

Mit den regionalen Schwerpunkteinrichtungen soll die Grundlage für eine erfolgreiche Umsetzung der Landesstrategie „Bildung für nachhaltige Entwicklung – Zukunft Lernen NRW” verbessert werden. Für Groß und Klein soll eine qualifizierte Bildungsarbeit für eine nachhaltige Entwicklung an vielen Stellen in NRW angeboten werden. Allen verbindet das gemeinsame Ziel, Lernerfahrungen für Menschen jeden Alters möglich zu machen, unsere heutige Lebensweise zu hinterfragen und zu verändern. NRW-Umweltminister Johannes Remmel betont: „Wir brauchen ein Umdenken in den Köpfen der Menschen und zukunftsfähige Lebensformen. Bildung für nachhaltige Entwicklung ist das Rüstzeug, das wir für den notwendigen Wandel brauchen.”

Pressemeldung vom 10.02.2017

Es geht doch - Alternativen zum eigenen Auto

„Ohne Ende Staus auf den Straßen, die Feinstaub- und Stickoxidbelastung nimmt von Jahr zu Jahr zu.“ Die Situation kenne man nicht nur aus Leverkusen, viele Kommunen in NRW haben damit zu tun, so Hans-Martin Kochanek vom NaturGut Ophoven. Es gibt zu viele Fahrzeuge in Leverkusen. „Auf jeden zweiten Leverkusener – Kinder und Jugendliche eingerechnet –  kommt ein Auto“, so Kochanek weiter. 85.862 Pkws sind im Stadtgebiet unterwegs und es werden von Jahr zu Jahr mehr. In den vergangenen zehn Jahren sind laut städtischer Statistik 10 Prozent (8000 Autos) dazugekommen. Das schadet nicht nur unserer Gesundheit, sondern auch dem Klima, so der Leiter des Umweltzentrums auf einer Pressekonferenz am Freitag. Aber es gibt Alternativen zum eigenen Auto: Carsharing und Mitfahrgelegenheiten sind eine Möglichkeit, das Verkehrsaufkommen zu reduzieren.

Yvonne Pfeifenschneider aus Opladen pendelt jeden Tag ins 60 Kilometer entfernte Jülich. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln sei ihre Arbeitsstelle im Forschungszentrum nicht zu erreichen und mit dem eigenen Auto sei das jeden Tag viel zu stressig. Deshalb habe sie mit vier Arbeitskollegen eine Fahrgemeinschaft gegründet. „Das spart Sprit, ist weniger stressig, weil man nur einmal in der Woche mit Fahren dran ist und die Luft wird weniger verschmutzt.“ Sie habe ihre Mitfahrer über das firmeneigene schwarze Brett gefunden. Aber es gäbe auch Internetplattform wie „flinc“, auf der man leicht Gleichgesinnte finden könnte. flinc.org

Birgit Weghaus aus Leverkusen hat vor einigen Jahren ihr Auto abgeschafft. Sie fährt zur ihrer Arbeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Fahrrad und nutzt für weitere Strecken das carsharing Angebot von Flexicar - und das bereits seit 16 Jahren. „Für Fahrten abends und nachts, wenn der ÖPNV schwächelt oder Tagesausflüge ins Bergische Land ist das carsharing optimal“, so die 55-Jährige. Sie spare viel Geld ohne eigenes Gefährt, habe aber trotzdem die Freiheit ein Auto zu nutzen, wenn sie will. „Manchmal brauche ich es nur einmal im Monat. Man fährt viel weniger und bewusster“. Fünf verschiedene Mietautos von Flexicar seien für sie innerhalb von 5 bis zehn Gehminuten verfügbar.

In Leverkusen bieten Flexicar und die wupsi das Carsharing-Model an. Verschiedene Fahrzeugmodelle stehen an festen Parkplätzen bereit. Die Buchung erfolgt online oder über eine 24 Stunden-Telefonzentrale. Mittels einer Chipkarte kommt man an den Autoschlüssel. Neben einer Anmeldegebühr bezahlt man pro Stunde und Strecke. Die Tankkosten sind bereits enthalten. www.flexicar.de, www.wupsi.de

Pressemeldung vom 01.02.2017

Klimaschutz durch Nachbarschaft

Wenn Nachbarn sich gegenseitig Werkzeug leihen, wenn sie verderbliche Lebensmittel vor dem Urlaub abgeben oder der eine Nachbar dem anderen zeigt, wie man ein Radio repariert, dann geht es zum einen um Verbesserung der Lebensqualität durch gemeinsame Aktivitäten, aber es handelt sich auch um gelebten Klimaschutz.

Gerade Nachbarschaft ist es, die Antworten auf die großen gesellschaftlichen Themen wie demographischer Wandel, Anonymisierung der Gesellschaft, nachhaltiger Umgang mit Ressourcen und Sicherheit in sich birgt. Starke und lebendige Nachbarschaften wirken im Kleinen und für jeden Einzelnen. Sie verbessern unsere Lebensqualität dort, wo wir die meiste und wichtigste Zeit verbringen.

Das Thema „Nachbarschaft” liegt voll im Trend, zeigen die Zahlen: Allein 2016 haben Nachbarn in mehr als 100 Städten und ländlichen Regionen bereits über 2.000 Nachbarschafts-Netzwerke auf nebenan.de gegründet. Inzwischen gibt es verschiedene Nachbarschaftsnetze wie z.B. www.nebenan.de, www.wirnachbarn.com oder www.nachbarschaft-netzwerk.net.

Manfred Urbschat nutzt die Online-Plattform nebenan.de seit einigen Monaten in der Nachbarschaft Schlebusch/Leimbacher Berg aktiv: „Das ist eine tolle Sache. Jede Woche bekommt man eine Benachrichtigung mit Neuigkeiten aus deiner Nachbarschaft. So wurde letzte Woche ein Um-/Aufbau für einen Bollerwagen gepostet.” Er ist von den Vorzügen der Nachbarschaftsnetze überzeugt. „Es wäre schön, wenn mehr solche Nachbarschaftsnetze in Leverkusen zustande kommen würden.” Er erzählt, wie das Nachbarschaftsnetzwerk „Schlebusch/Leimbacher Berg” entstanden ist: „Ein Ehepaar ergriff die Initiative und machte eine private Postwurfaktion mit den Anmeldemöglichkeiten im Netzwerk www.nebenan.de. Einige Nachbarn traten bei, kommunizierten, es gab ein erstes Treffen mit 30 Leuten und man warb mit der Idee wieder bei anderen Nachbarn. So ist die Gruppe Schlebusch/Leimbacher Berg inzwischen auf 70 Teilnehmende angewachsen.” Die Beispiele für die Nachbarschaftsaktivitäten in Schlebusch reichen von einem Markt für Gebrauchtes, Hilfsanfragen und Angebote von Babysitting bis zur Mithilfe beim Bau eines Karnevalzugwagens für eine Grundschule.

Dr. Hans-Martin Kochanek, Leiter NaturGut Ophoven ist beeindruckt von den verschiedenen Möglichkeiten der Nachbarschaftshilfe. „Gerade Nachbarschaften bieten vielfältige Ansätze für mehr Klimaschutz im Alltag. Nachbarschaftliche Initiativen können in einer sehr wirkungsvollen Weise zum Klimaschutz vor Ort beitragen und stärken gleichzeitig den Zusammenhalt. Sie ermöglichen schnelle, individuelle und nachhaltige Lösungen und schaffen so kurze Wege für den Klimaschutz. Klimaschutz ist also für alle gut!”

Die Nachbarschaftsinitativen setzen beim Alltagshandeln der Bürgerinnen und Bürger an und bewirken, dass beispielsweise weniger Energie, Ressourcen und Fläche verbraucht wird, weniger Nahrungsmittel vernichtet werden etc. Sie bewirken auch, dass mehr Grün in die Städte kommt, um das Klima zu schützen und die Lebensqualität zu steigern. Durch die gemeinsamen Aktivitäten stärken sie zudem den Zusammenhalt in Nachbarschaften und tragen zu einer Verbesserung der Lebensqualität in dem jeweiligen Stadtteil bei.

Pressemeldung vom 08.01.2017:

NaturGut Ophoven mit viel Elan ins neue Jahr 2017

NaturGut Ophoven dankt Ehrenamtlern für große Unterstützung

Trotz widriger Bedingungen mit Glatteis schauten rund 70 Mitglieder und Freunde des Fördervereins NaturGut Ophoven beim traditionellen Neujahrsempfang am 9. Januar auf ein ereignisreiches Jahr 2016 zurück und wurden von Marianne Ackermann, 1. Vorsitzende des Fördervereins und Hans-Martin Kochanek, Leiter der Umweltbildungseinrichtung über anstehende Veränderungen für die kommenden Monate eingestimmt.

Dabei wurde zunächst ein Stopp an der neuen Stepperstation im Kinder- und Jugendmuseum EnergieStadt eingelegt. Diese Station wurde durch das Engagement des Fördervereinsmitglied Claus Peter Brandt von der Firma IKS Engineering modernisiert und komplett mit Hard- und Software im November neu ausgerüstet. Gerade den vielen teilnehmenden Kindern mit ihren Eltern, aber auch bunt gemischte Erwachsenenteams machte die Rallye „Stromjäger retten das Klima!” besonders viel Spaß.

Nach einem leckeren Mittagessen ließen Ackermann und Kochanek im Kino des NaturGuts das Jahr 2016 Revue passieren. Dabei betonte er die außerordentliche Rolle des Ehrenamtes für das Umweltbildungszentrum: „Ohne Ehrenamtler wären die vielseitigen Aktionen nicht in diesem Ausmaß möglich gewesen!” Da 2017 noch ereignisreicher werde, hoffen sie auch weiterhin auf große Unterstützung und viele neue Helfer.

Außerdem wurde erstmals ein virtueller Rundgang in 360 Grad-Format gezeigt, der demnächst auf der Homepage des NaturGuts zu sehen sein wird, der von Rüdiger Bendel kostenfrei erstellt wurde. Er wurde auf dem Neujahrsempfang das erste neue Fördervereinsmitglied des Jahres 2017. Marianne Ackermann: „Wir hoffen, dass wir in diesem Jahr viele neue Mitglieder im Förderverein NaturGut Ophoven begrüßen können, denn nur mit der Unterstützung von vielen Menschen können wir viel erreichen und ein attraktives Bildungsprogramm anbieten, unser Gelände pflegen, unsere beliebten Feste feiern und neue Projekte ins Leben rufen.” Zudem betonte sie, dass es viele Vorteile für die Fördervereinsmitglieder wie reduzierte Preise für alle Kurse, regelmäßige Infos und Rabatt im Ausstellungsshop und auch bei der Bestellung von Weidenmaterial gibt. Beim abschließenden gemeinsamen Kaffeeklatsch gab es tolle Gelegenheiten zum Austausch mit Menschen, die sich gemeinsam für unsere Zukunft einsetzen.