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Pressemeldung vom 14.12.2015

Danke, dass Sie Bus fahren!

Sekundarschule verteilt Buskekse für den Klimaschutz

„Danke, dass Sie Bus fahren! Ich fahre jeden Tag mit dem Bus zur Schule, weil es Spaß macht und ich damit die Umwelt schone." Mit diesen Worten überreicht der zehnjährige Tom einen Buskeks. Die Fünftklässer der Sekundarschule waren heute (14.12.) mit selbst gebackenen Buskeksen für den Klimaschutz aktiv. Der Grund für die ungewöhnliche Verteilaktion? Jede Strecke, die statt mit dem Auto mit Bus oder Bahn zurückgelegt wird, hilft CO2 einzusparen. Gemeinsam mit ihrer Lehrerin Bettina Stoffers haben die jungen Klimaschützer Kekse in Bus-Form gebacken, haben sich über das Thema Mobilität und Klimaschutz schlau gemacht und Dankeskarten gestaltet. Die Schülerinnen und Schüler wollen durch diese Aktion mit den Busfahrenden ins Gespräch kommen und sie für ihr Engagement in Sachen Klimaschutz loben, denn sie wissen, dass Bus fahren nicht nur umweltfreundlicher und billiger als mit dem Auto fahren ist, sondern gerade beim aktuellen Winterwetter auch viel entspannter ist.

Die Beschenkten am Opladener Busbahnhof freuen sich über die selbstgebackenen Kekse, die eine echte Gemeinschaftsproduktion sind: Die Leverkusener Bäckerei Willeke hat den Teig gespendet und  die Fünftklässler mit ihrer Lehrerin Bettina Stoffers haben gebacken und gebastelt. Markus Willeke: „Wir haben gerne den Teig für diese Aktion zur Verfügung gestellt! Für uns als Bäckereibetrieb in Lützenkirchen ist es selbstverständlich, dass wir die Sekundarschule bei verschiedenen Aktionen unterstützen.“

Marc Kretkowski, Vorstand WUPSI: „Ich freue mich, dass sich die Schüler für das Busfahren und damit für den Klimaschutz einsetzen. Rund 20 Prozent des CO2-Ausstoßes werden in Deutschland im Verkehrssektor verursacht, mehr als die Hälfte kommt allein aus den Auspuffrohren der rund 44 Millionen Autos in Deutschland. Eine Busfahrt dauert zwar vier Minuten länger, verursacht aber dafür 7mal weniger CO2-Belastung als eine Fahrt mit dem Auto. So ist ein attraktiver Busverkehr ein Aktivposten bei der Reduzierung des Energieverbrauchs im Verkehrssektor. Bereits bei einer Bus-Auslastung von 30 % verbraucht eine Person nur 2 Liter Kraftstoff auf 100 km. Zu den Spitzenzeiten hoher Nachfrage werden sogar nur 0,5 Liter benötigt. Der Durchschnittsverbrauch eines Pkw liegt dagegen durchschnittlich bei 6,6 Liter pro Person und 100 km. Zudem haben Bus-Fahrgäste – gerade bei dieser Witterung -  die Sicherheit auf ihrer Seite. Bezogen auf die Beförderungsleistung sind Omnibusse die sichersten Straßenverkehrsmittel.“

Dr. Hans-Martin Kochanek, Leiter NaturGut Ophoven ergänzt: „Klimaschutz umfasst nicht nur Schadstoffminderung, sondern auch effiziente Flächennutzung. Freiflächen sind oft ein knappes Gut. Der Busverkehr hilft, Lebensqualität zu erhalten und den Parkplatzdruck zu verringern. Außerdem kann man als ÖPNV-Nutzer bares Geld sparen. Ein Beispiel für Berufspendler: Das Monatsabo der Preisstufe 2b im VRS-Gebiet  kostet etwa 99,70 Euro.“

Bettina Stoffers von der Sekundarschule: „Unserer Schule arbeitet intensiv an einem Umweltkonzept, in dem der Zusammenarbeit mit dem nahen NaturGut Ophoven eine sehr wesentliche Bedeutung zukommt. Handlungsorientierte Umweltbildung verlangt wie kaum eine andere Thematik nach entdeckendem Lernen. Das beste Umweltbuch kann nicht die Erlebnisse und Einsichten ersetzen, die Schüler gewinnen, wenn sie eine Wasser, Boden oder Luft untersuchen, Bäume pflanzen oder eine solche Aktion wie heute durchführen".

Fortbewegen können sich die Leverkusener in Zukunft auch im neuen NaturGut-Bus. Im Rahmen der Kooperation zwischen der wupsi und dem NaturGut Ophoven wurde ein neuer Bus beklebt und wirbt nun im ganzen Leverkusener Stadtgebiet für die Angebote des NaturGuts, das Naturerleben auf dem Gelände und das Kinder- und Jugendmuseum EnergieStadt. Gemeinsam setzen sich die beiden Unternehmen bereits seit Jahren für eine umweltfreundliche Mobilität ein, der Bus stellt einen neuen Höhepunkt der Zusammenarbeit dar. Marianne Ackermann, 1. Vorsitzende des Fördervereins NaturGut Ophoven: „Wir sind froh über die tolle Kooperation mit der wupsi und auch mit der Volksbank, die uns finanziell unterstützt hat, damit der Bus beklebt werden konnte.“

Pressemeldung vom 08.12.2015

Ein goldenes Thermometer für den Sieger: energieLux

Dritte Prämienausschüttung an Schulen und Kindergärten

Energiesparen lernt Leverkusens Nachwuchs spielerisch: 26 städtische Schulen und 15 Kindertagesstätten haben sich im vergangenen Schuljahr am städtischen Projekt „energieLux - Klimaschutz an Leverkusener Schulen und Kindergärten” beteiligt. Zum dritten Mal zeichneten die Kooperationspartner Stadtverwaltung und NaturGut Ophoven die Einrichtungen aus, die sich am fleißigsten für den Klimaschutz eingesetzt und Kosten gespart haben.

Oberbürgermeister Uwe Richrath überreichte am Dienstagmorgen in der Montanus Realschule „vergoldete“ Thermometer an die drei Sieger. Den ersten Platz belegte die Kerschensteiner Schule in Küppersteg, den zweiten die Montanus Realschule aus Steinbüchel und den dritten die Waldschule aus Schlebusch. „In Paris werden zurzeit die Spielregeln für die internationale Klimapolitik abgesteckt. Hier in Leverkusen handeln wir bereits ganz konkret”, so Oberbürgermeister Richrath. „Ich freue mich über das große Engagement der Kinder, die den Klimaschutz ernst nehmen und sich für eine lebenswerte Zukunft stark machen.”

Im Juni 2012 wurde das Energiesparprojekt eingeführt, das umweltpädagogische Aktivitäten genauso belohnt wie nachgewiesene Sparergebnisse. Für beide Anstrengungen wird eine Prämie vergeben. Die drei Einrichtungen, die besonders viele Aktionen zum Klimaschutz durchgeführt haben, erhalten zusätzlich zu ihrer energieLux-Prämie noch 500 Euro extra.

„Die teilnehmenden Schulen haben diesmal im Durchschnitt 16,3 Prozent [Vorjahr 12,6 Prozent] und die Kindergärten 8,9 Prozent [Vorjahr 9,2 Prozent] Energie im Vergleich zu den Referenzjahren 2009-2011 eingespart. Das sind zusammen über vier Mio. Kilowattstunden. Genug um 134 Vierpersonen-Haushalte im Einfamilienhaus mit Strom und Heizenergie zu versorgen”, erklärte Britta Demmer vom NaturGut Ophoven. Das Umweltzentrum koordiniert das Projekt und führt pädagogische Maßnahmen in den Schulen und Kindergärten durch.

Die hohen Energieeinsparungen seien allerdings nicht allein auf ein verändertes Nutzerverhalten zurückzuführen, erklärte Norbert Plaga von der Leverkusener Gebäudewirtschaft, sondern auch auf die Anstrengungen der städtischen Gebäudewirtschaft, die die Einrichtungen so energieeffizient wie möglich umbaut. „Allerdings würden diese Verbesserungen nicht zum Tragen kommen, wenn nicht auch das Nutzerverhalten optimiert würde”, so der Ingenieur.

Einige der Einrichtungen haben auch mehr Energie verbraucht als im Mittel der drei vorangegangenen Referenzjahre. „Jetzt müssen wir untersuchen, woran das liegt. Neben dem Nutzerverhalten können auch Umbauarbeiten oder die Nutzung zusätzlicher Räumlichkeiten im Rahmen der OGS oder Mensaversorgung die Ursache sein”, erklärte Britta Demmer vom NaturGut Ophoven.

Über fünf Millionen Euro gibt die Stadt jährlich dafür aus, Schulen, Kindergärten und die Verwaltungsgebäude mit Strom zu versorgen und zu heizen. „Mit Aktionen und Schulungen wollen wir Schüler, Lehrer, Kindergartenkinder und Erzieher für das Thema Energiesparen sensibilisieren und ihnen zeigen wie sie in ihrem Alltag zum Klimaschutz beitragen können”, so Britta Demmer.

In allen Klassen werden bspw. Energiesprecher gewählt und geschult. Sie achten darauf, dass richtig und effizient gelüftet wird und das Licht nur dann angeschaltet werden soll, wenn es wirklich nötig ist. So genannte E-Teams spüren gemeinsam mit dem Hausmeister Energielecks im Gebäude auf, und während einer Temperaturmesswoche überprüfen die Schulen und Kindergärten, ob die Heiztemperatur 20 Grad nicht übersteigt.

Im nächsten Jahr soll das energieLux-Projekt auf die Verwaltungsgebäude ausgedehnt werden. Ausgebildete energieLux-Schülerinnen und Schüler werden den städtischen Mitarbeitern zeigen wie in ihren Büros Strom und Heizenergie gespart werden kann.

Pressemeldung vom 25.11.2015

Über 46.500 Klimameilen für Klimakonferenz kommen aus Leverkusen

Marc Kretkowski von der wupsi ehrt die kleinen Klimaschützer

In Leverkusen waren wieder kleine Klimaschützer unterwegs: Von April bis November wurden in zwölf Kindergärten und Schulen grüne Klimameilen gesammelt: Jeder Weg, der zu Fuß, mit dem Roller, dem Fahrrad oder mit dem Bus zurückgelegt wurde, zählt symbolisch für eine grüne Meile.

Die Leverkusener Schülerinnen und Schüler wurden am Mittwochmorgen von wupsi-Vorstand Marc Kretkowski für ihre 46.565 gesammelten Meilen ausgezeichnet. „Mobil sein, ist sehr wichtig in unserem Leben, aber es muss nicht immer per Auto sein.” Zu Fuß, mit dem Fahrrad oder aber mit dem öffentlichen Nahverkehr sei man viel klimafreundlicher unterwegs, so Kretkowski.

Zusammen mit den grünen Meilen aus anderen europäischen Städten werden die Leverkusener Meilen sowie die Wünsche und Forderungen der Kinder auf der diesjährigen UN-Klimakonferenz Ende November in Paris an die Politiker überreicht. Es ist ein Zeichen dafür, dass auch die Kleinsten sich schon aktiv für das Klima und ihre Zukunft einsetzen.

„In diesem Jahr haben die Leverkusener Kinder viermal so viele Meilen gesammelt wie im Vorjahr”, erklärte Britta Demmer vom NaturGut Ophoven erfreut. Alle Einrichtungen nehmen seit drei Jahren am städtischen Projekt „energieLux- Klimaschutz an Leverkusener Schulen und Kindergärten” teil, das vom NaturGut koordiniert wird. „Die Kinder werden immer sensibler und möchten sich für eine lebenswerte Zukunft stark machen.”

Seit 2002 sammeln Kindergarten- und Schulkinder in aller Welt grüne Meilen für das Weltklima, 140.000 Kinder in 13 Ländern nehmen in diesem Jahr an der Klimameilen-Aktion teil. Über 1,3 Mio. haben sie bereits gesammelt. Leverkusen ist in diesem Jahr das achte Mal dabei. Die Waldschule, die Thomas-Morus-Schule, die Astrid-Lindgren-Schule, die KGS Don Bosco, die Kerschensteinerschule, die GGS Opladen, die KGS In der Wasserkuhl, die KGS Im Kirchfeld, die Hans-Christian-Andersen-Schule und die Kitas Sandstraße, Borkumstraße und Oulustraße haben mitgemacht.

Hintergrund: Die Aktion findet im Rahmen des städtischen Projekts „energieLux - Klimaschutz in Leverkusener Schulen und Kindergärten” statt. 25 Leverkusener Schulen und 15 Kindergärten nehmen an dem Projekt teil. Weitere Informationen unter www.energieLux.de.

Weitere Infos erhalten Sie beim NaturGut Ophoven von Britta Demmer, Tel. 02171/73499-44, E-Mail: britta.demmer@naturgut-ophoven.de

Pressemeldung vom 10.11.2015

Ich koche - Sterneköche fürs Klima

Shary Reeves stellt Kinderkochbuch zur klimafreundlichen Ernährung vor

Dass der Klimawandel durch Kohlendioxid verursacht wird, wissen die meisten Jungen und Mädchen. Für die meisten von ihnen sind die Abgase von Autos und Fabriken die Ursache für den Anstieg der CO2 Konzentration in der Luft. Dass aber auch unsere Ernährung einen erheblichen Einfluss auf das Klima hat, ist Kindern und Jugendlichen meistens unbekannt oder schwer verständlich.

Das NaturGut Ophoven entwickelte deshalb im Projekt „Sterneköche fürs Klima”, das von der Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen gefördert wurde, das Kochbuch „Ich koche - Sterneköche fürs Klima”. Dieses Kochbuch ist ein echtes Muss für Selberkocher und Klimachecker. Mit den Rezepten können Kinder und Jugendliche selbstständig, gesund, lecker und nebenbei auch klimafreundlich kochen.

Shary Reeves, die deutsche Schauspielerin, Autorin, Moderatorin, Produzentin und ehemalige Fußballspielerin war am 09.11. auf dem NaturGut Ophoven und feierte gemeinsam mit den am Projekt beteiligten Kindern die druckfrische Ausgabe des neuesten Projekts des NaturGuts. Sie stellt im Kochbuch ihre „Frage an die Welt” und erklärt, was Klimaschutz und Ernährung eigentlich miteinander zu tun haben. „Ich habe beim Projekt mitgemacht, weil es mir Spaß macht und ich gerne esse.”, erzählt Shary Reeves den jungen Kinderköchen, die alle Rezepte vor den Sommerferien viele Wochen lang getestet haben.

Auch der Fußballprofi Stefan Kiesling drückt seine Begeisterung über das Kochbuch gleichfalls mit einigen Worten auf dem Einband des Buches aus.

Das Kochbuch umfasst 100 Seiten mit 73 Rezepten. Extra dicke Seiten und eine Ringbuch-bindung erleichtern die Handhabung für alle Köche, die die leckeren, klimafreundlichen Rezepte testen möchten. Alle Rezepte wurden vorab mit Kindern und Jugendlichen zusammen gekocht, getestet und bewertet. Nur die erfolgreichsten haben es in dieses Kochbuch geschafft. Verschiedene Rubriken wie „Die Sattmacher”, „Ganz Einfach dazu”, „Süß geht immer”, aber auch „Geniale Getränke” und „Geschenke zum Aufessen” machen die Benutzung des Kochbuchs sehr einfach. Manche Rezepte sind zudem mit einem KlimaStern ausgezeichnet. Der KlimaStern steht für Rezepte mit klimafreundlichen Zutaten (bio, regional, vegetarisch), so dass nur wenige klimaschädliche Gase ausgestoßen werden. Wichtig ist den Machern, dass nicht bestimmte Lebensmittel verboten werden, aber man selbst entscheiden kann, wann und wie häufig man sie essen möchte.

Bestellung:
Das Kochbuch „Ich koche - Sterneköche fürs Klima” ist für 14,95 Euro telefonisch unter 02171/73499-0, per e-Mail kochbuch@naturgut-ophoven.de oder im Shop des Kinder- und Jugendmuseums EnergieStadt, geöffnet von Dienstag bis Freitag von 9.00 Uhr bis 18.00 Uhr, Samstag, Sonntag und an Feiertagen von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr. Das Kochbuch ist auch über den Buchhandel (ISBN 978-3-9816451-2-5) lieferbar.

Pressemeldung vom 6.11.2015

Dicke Luft im Klassenraum?

Schüler der der Astrid-Lindgren-Schule führten Experiment zum richtigen Lüften durch

Das geht gar nicht: Dicke Luft im Klassenraum. Mit 25 – 30 Kindern ist der Sauerstoff im Klassenzimmer schnell verbraucht, das hat ein Experiment der Astrid-Lindgren-Schule im Rahmen des energieLux-Projektes herausgefunden. Drei Tage lang haben zwei Schulklassen mit Hilfe von CO2-Messgeräten getestet, wann und wie lange richtig gelüftet werden muss.

„Studien in Dänemark und Bremen haben ergeben, dass eine hohe CO2-Konzentration die Lernfähigkeit der Kinder einschränkt, sie werden müde, unruhig und unkonzentriert”, erklärte Britta Demmer, Koordinatorin des Energiesparprojekts in Leverkusener Schulen und Kindergärten. Außerdem steige die Gefahr der Schimmelbildung, wenn zu wenig gelüftet wird, berichtet Norbert Plaga von der städtischen Gebäudewirtschaft. „Durch die energetische Sanierung sind immer mehr Gebäude betroffen, nicht nur Schulen auch Privathaushalte. Neue Gebäudehüllen und dichtere Fenster machen ein regelmäßiges Lüften unverzichtbar.”

Die CO2-Konzentration ist ein wichtiger Indikator für die Qualität der Luft im Raum insgesamt. Wo es viel CO2 gibt, werden auch besonders viele Keime gefunden. Amerikanische Wissenschaftler haben herausgefunden, dass die Ansteckungsgefahr mit zunehmender CO2-Konzentration steigt. Der Chemiker Max von Pettenkofer legte bereits 1858 einen Grenzwert von 1000 ppm als akzeptable Obergrenze des CO2-Gehalts in der Atemluft fest, spätestens bei 1500 ppm sollte gelüftet werden. Werte zwischen 4000 und 5000 ppm seien im Winter aber keine Seltenheit in deutschen Klassenzimmern, so Britta Demmer.

Die Messungen in der Astrid-Lindgren Schule ergaben, dass der kritische Wert von 1500 ppm in der Klasse 3a bereits nach einer halben Stunde überschritten war und in der 4b nach 45 Minuten. „Das liegt daran, dass unterschiedlich viele Kinder in den Klassen sind”, berichtete energieLux-Lehrerin Sandra Scharff. Überrascht waren die Kinder schon, dass die Luft so schnell verbraucht ist. Etwas störend war das Piepsen des Messgerätes, wenn wieder die Fenster geöffnet werden mussten, berichtete die 9-jährige Paula. „Aber durch die viele frische Luft bin ich nicht müde geworden”.

Die Ergebnisse wollen die Kinder jetzt an alle anderen Klassen der Schule weitergeben und einen Tipp von Jonas aus der 4b dazu. „Spätestens in jeder kleinen Pause sollte gelüftet werden - fünf Minuten lang alle Fenster auf und auch die Türe”. Eine Kipplüftung komme nicht in Frage, sondern nur eine Stoß- oder Querlüftung, um möglichst schnell die Raumluft auszutauschen und keine Energie zu verschwenden.

Im Rahmen des energielux-Projektes ist der Leitfaden „Frische Luft für frisches Denken” entstanden. Schulen und Kindergärten können den Leitfaden für energieeffizientes Lüften unter www.energielux.de im Internet abrufen. Interessierte energieLux-Schulklassen haben die Möglichkeit ein CO2-Messgerät beim NaturGut Ophoven auszuleihen. Kontakt: meike.schoepf@naturgut-ophoven.de.

Hintergrund: energieLux - Klimaschutz in Leverkusener Schulen und Kindergärten
25 Leverkusener Schulen und 15 Kindergärten nehmen an dem städtischen Projekt „energieLux - Klimaschutz in Leverkusener Schulen und Kindergärten” teil. Weitere Informationen unter www.energieLux.de.

Bild: Frische Luft für frisches denken. Schülerinnen und Schüler der Klasse 3a und 4b der Astrid-Lindgren-Schule führten mit CO2- Messungen zum richtigen Lüften durch.

Weitere Infos erhalten Sie beim NaturGut Ophoven von Britta Demmer, 02171/73499-44, E-Mail: britta.demmer@naturgut-ophoven.de

Pressemeldung vom 02.11.2015

Erneute Auszeichnung

NaturGut Ophoven erhält Zertifikat Bildungsanbieter der „Bildung für nachhaltige Entwicklung” vom Umweltministerium NRW

Das NaturGut Ophoven wurde als „Zertifizierte Einrichtung Bildung für nachhaltige Entwicklung” ausgezeichnet. Im Rahmen einer Auszeichnungsfeier am 22. Oktober überreichten Gisela Lamkowsky, Natur- und Umweltschutz-Akademie NRW und Viktor Haase an Marianne Ackermann und Ute Rommeswinkel vom Förderverein NaturGut Ophoven die Urkunde und ein Hausschild. Als Abteilungsleiter aus dem Umweltministerium vertrat Viktor Haase den kurzfristig verhinderten NRW-Umweltminister Johannes Remmel. Die Bedeutung der ausgezeichneten außerschulischen Bildungseinrichtungen betonte Viktor Haase. Die Zielvorgabe – Bildung für eine nachhaltige Entwicklung – werde durch die internationale Agenda 2030 der Vereinten Nationen vorgegeben, und die Einrichtungen für die Umweltbildung oder das Globale Lernen in NRW seien in diesem Bereich von großer Bedeutung.

Die Auszeichnung wurde nach erfolgreicher Teilnahme an der Modellphase des Leitprojektes „Qualitätsentwicklung und Zertifizierung außerschulischer Bildung BNE verliehen und gilt für den Zeitraum von 2015 bis 2018. Erstmals wurden in diesem Jahr sechs Bildungseinrichtungen und eine Freiberuflerin in NRW ausgezeichnet. Damit kann sich das NaturGut Ophoven künftig als zertifizierte „Einrichtung Bildung für nachhaltige Entwicklung in NRW” präsentieren. Die Modellphase wird mit Unterstützung des nordrheinwestfälischen Umweltministeriums von der Natur- und Umweltschutz- Akademie NRW koordiniert.

Die Einführung eines freiwilligen Zertifizierungsverfahrens in NRW wurde nun erstmals mit einigen ausgewählten Bildungsanbieterinnen und -anbietern durchgeführt. Ziel ist es, Bildungsanbieterinnen und -anbieter aus dem Umweltbereich oder dem Globalen Lernen bei der Qualitätsentwicklung ihrer Bildungsangebote im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung zu unterstützen und die gute Arbeit unter einem gemeinsamen Label für alle sichtbar zu machen.

Pressemeldung vom 30.10.2015:

Internationaler Austausch zur Umweltbildung

Mitarbeiter aserbaidschanischer Ministerien besuchten das NaturGut Ophoven

Am 27. Oktober hatte das NaturGut Ophoven Besuch aus Aserbaidschan. Sechs leitende Mitarbeiter/innen von Bildungs- und Umweltministerium, vom Landeszentrum für Umweltbildung und aus dem Tourismusbereich wollten wissen, wie bei uns Kinder und Jugendliche für Natur und Umwelt aber auch für Klimaschutz und den Erhalt der natürlichen Ressourcen begeistert werden. Begleitet wurden sie von Berater(inne)n der deutschen Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ), die die Reise im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit organisierten.

Die Gäste interessierte besonders der Aufbau und die Struktur des Zentrums, aber auch wie es in der Öffentlichkeit wahrgenommen werde. Dazu hatte Bürgermeister Bernhard Marewski, der die Delegation begrüßte, gleich eine Antwort: „Die Arbeit des NaturGuts Ophoven wird in der Öffentlichkeit, in der Politik und in der Stadtverwaltung sehr geschätzt.” Es sei ein Aushängeschild der Stadt, das Leverkusen überregional bekannt mache.

Neben allgemeinen Informationen zur Arbeit und zum Aufbau des Fördervereins NaturGut Ophoven durch Andrea Wegner wurde die Delegation von Ute Rommeswinkel über das Gelände und von Ute Pfeiffer-Frohnert durch die EnergieStadt geführt. Begeistert waren die internationalen Besucher, dass sie eine Grundschulklasse in der Ausstellung beobachten konnten und eine weitere mit selbstgebastelten Sonnenhüten zu einem Weltraumabenteuer unterwegs war.

Nach dem Mittagessen im BioBistro des NaturGutes ging es für die Delegation mit dem Kleinbus weiter zum nächsten Programmpunkt ihrer einwöchigen Studienreise zu deutschen Umweltzentren in die Rhön.

Weitere Infos erhalten Sie beim NaturGut Ophoven von Britta Demmer, Tel. 02171/73499-44, E-Mail: britta.demmer@naturgut-ophoven.de

Pressemeldung vom 27.10.2015

Ich kann (meine) Zukunft gestalten

Veranstaltungsreihe für Jugendliche vor der Ausbildung

Die Schule ist bald geschafft, die Zukunft wartet und die Suche nach einem Ausbildungsplatz beginnt. Doch fällt es vielen Jugendlichen schwer, sich aktiv um eine Ausbildungsstelle zu kümmern. Die Gründe sind vielfältig wie „das lohnt sich ja doch nicht” „ich hab ja eh keine Chance”, oder „wenn ich die Ausbildung schaffen sollte, bekomm ich ja doch keine Stelle”.

Im dem Projekt „Ich kann (meine) Zukunft gestalten”, welches von der „Allianz für die Jugend” gefördert wird, können Jugendliche aus Leverkusen verschiedene Angebote zum Bewerbungstraining wahrnehmen. Durchgeführt werden die insgesamt 6 Module in der Hauptschule Neucronenberg und dauern jeweils ca. 2 Stunden. Besonderer Wert wird darauf gelegt, dass die Kurse von der Ansprache und Durchführung her auf die Bedürfnisse und Ansprüche der Jugendlichen hin ausgerichtet sind. Das Projekt möchte die Jugendliche motivieren sich mit dem Thema „Ausbildung” intensiv zu beschäftigen und sie zu motivieren sich zu bewerben.

In den einzelnen Modulen geht es z.B. um die Vorstellung verschiedener Zukunftsberufe im „Speed-Dating” oder das Kennenlernen der eigenen Stärken und Schwächen durch Kooperations- und erlebnispädagogische Elemente zum Thema „Du bist wertvoll!”. Mit weiteren Einheiten zum Bewerbungsmanagement mit Bewerbungstraining, Selbstvermarktung, fiktiven Vorstellungsgesprächen und telefonischen Bewerbungen haben die Teilnehmer „Die Zukunft im Blick” und bauen Ängste rund um das Thema Ausbildungsplatzsuche und Bewerbungsmarathon ab.

Wo? Hauptschule Neucronenberg, Neucronenbergerstraße 81, 51381 Leverkusen
Wann? Mittwoch, 4.11.2015, Donnerstag, 5.11.2015, Freitag, 6.11.2015
jeweils von 8.00-10.00 bzw. 10.25-12.30 Uhr

Interessierte Jugendliche melden sich bitte bei Frau Annika Wachten vom NaturGut Ophoven unter 02171-7349924 oder per Mail an annika.wachten@naturgut-ophoven.de

Pressemeldung vom 23.10.2015

Klimafreundlich Energie gewinnen an Schulen

energieLux-Projekt stellt Leitfäden für Windkraft- und Solaranlagen an Schulen vor

Viele Energiesparschulen in NRW installieren Fotovoltaik- oder Windkraftanlagen auf ihrem Dach - weniger um damit Geld zu verdienen, sondern vielmehr um die Energiegewinnung aus regenerativen Energiequellen in den Unterricht einzubinden. Die Installation einer Solar- oder einer Windkraftanlage erfordert bauliche Voraussetzungen, Gutachten, ein Betriebskonzept und vieles mehr. Im Rahmen des energieLux-Projektes sind Leitfäden für Windkraft- und Solaranlagen für Schulen entstanden. Unter www.energieLux.de sind sie als PDF herunterzuladen.

„Bei der Installation einer Solar- oder Kleinwindkraftanlage müssen neben baulichen und technischen auch einige rechtliche Fragen geklärte werden. Deshalb sind viele verschiedene Behörden involviert”, erklärt Ingenieur Stefan Brand, der im Auftrag des energieLux Projektes die Leitfäden erstellt hat. Der Autor hat alle Anlaufstellen und Ansprechpartner für Leverkusen recherchiert und zusammengetragen, um es Interessierten so einfach wie möglich zu machen. Außerdem werden verschiedene Modelle von Anlagen und Betriebssysteme vorgestellt.

Erfahrungen aus anderen Kommunen haben ihm geholfen, Empfehlungen auszusprechen. Im Gegensatz zu Solaranlagen scheinen sich Kleinwindkraftanlagen an Schulen ökonomisch nicht zu rechnen. „Allerdings sind sie eine große Bereicherung für die pädagogische Arbeit”, so Lehrer Rainer Meinigke. Die Käthe-Kollwitz-Schule hat bereits eine Solaranlage des örtlichen Energieversorgers auf dem Dach. Eine digitale Anzeige im Foyer der Schule zeigt den Schülern, wie viel Energie produziert wird. Jetzt möchte die Schule auch eine Kleinwindkraftanlage installieren.

Zwar sind die Genehmigungsverfahren speziell für Leverkusener Schulen recherchiert, dennoch sind die Leitfäden auch hilfreich für Schulen in anderen Kommunen und Bundesländern, da alle Aspekte, die berücksichtigt und geplant werden müssen, benannt sind.

Hintergrund: energieLux - Klimaschutz in Leverkusener Schulen und Kindergärten
25 Leverkusener Schulen und 15 Kindergärten nehmen an dem städtischen Projekt „energieLux - Klimaschutz in Leverkusener Schulen und Kindergärten” teil. Weitere Informationen unter www.energieLux.de.

Pressemeldung vom 28.09.2015

Duftende Äpfel und gefilzte Blüten

Mittelalter Markt auf dem NaturGut Ophoven zog Hunderte von Gästen an

Bei traumhaftem Herbstwetter schlenderten am vergangenen Sonntag mehr als zweitausend Besucher über den Mittelaltermarkt auf dem NaturGut Ophoven. Zahlreiche Trödelstände, mittelalterliche Spielaktionen und vielseitiges Kunsthandwerk luden zum Verweilen ein.

„Waffeln, Würste und die Pommes waren schon eine halbe Stunde vor Schluss komplett ausverkauft”, schwärmte die erste Vorsitzende Marianne Ackermann über den großen Andrang auf dem traditionellen Herbstfest des Fördervereins NaturGut Ophoven. Trotzdem saßen noch bis 17 Uhr zahlreiche Eltern bei Kaffee und Kuchen gemütlich in der Sonne während ihre Kleinen drechselten, Ritterhelme bastelten oder sich im mittelalterlichen Ringe stechen übten.

„Die lebendige Marktatmosphäre und das vielfältige Angebot machen das Burgfest zu einem Erlebnis, das von den Leverkusenern gerne angenommen wird”, erklärt Organisatorin Cille Körner. Neben Waffeln, Kuchen, Würsten, Pizza und Pommes Frites aus biologischem Anbau konnten auch Pilze und Honig aus der Region verköstigt werden. Bio-Öl und Kräuter aus Griechenland, Kunsthandwerk aus Filz und Seide, genähte Taschen aus bunten Baumwollstoffen sowie die zahlreichen Trödelstände luden zum Bummeln ein.

Jedes Jahr ist auch die Apfelpresse ein Highlight für Groß und Klein. Insbesondere die Kinder wurden nicht müde aus einer Handpresse frischen Saft aus regionalen Äpfeln zu pressen und zu probieren. „Die Apfelernte in diesem Jahr ist ausgezeichnet, so dass wir auch viele verschiedene alte Obstsorten aus der Region zum Probieren anbieten und verkaufen konnten”, erklärte Claudia Heidkamp von der Naturschutzstation Leverkusen-Köln. Diese präsentierten über zwanzig regionale Apfelsorten, die sie auf umliegenden Streuobstwiesen geerntet hatten.

Verleihung des HOVspatzes

Wie in jedem Jahr wurde auf dem Burgfest der „HOVspatz” an einen besonders engagierten Ehrenamtler verliehen. In diesem Jahr ging der Ehrung an Ingeborg Knust, die ehemalige langjährige Vorsitzende des Fördervereins NaturGut Ophoven. Seit 2002 wird der Ehrenamtspreis verliehen. Gespendet wurde das Kunstwerk von Prof. Dr. Weise und erstellt von dem Leverkusener Künstler Kurt Arentz.

Bildunterschrift: Marianne Ackermann und Hans-Martin Kochanek verliehen am Sonntag Dr. Ingeborg Knust den HOVspatz auf dem traditionellen Burgfest auf dem NaturGut Ophoven. Das keine Kunstwerk wird an engagierte Ehrenamtliche verliehen.

Pressemeldung vom 25.9.2015

Gut für unser Klima – gesund für unsere Kinder

Schritte zur klimafreundlichen Kantinenverpflegung in Schulen

Wie kann unsere zukünftige Schulverpflegung aussehen? War die Frage des Infoabends, zu dem das NaturGut Ophoven und die Stadt Leverkusen am Donnerstag eingeladen hatte. Zahlreiche Schulvertreter, Mensabeauftragte und Caterer waren der Einladung gefolgt. Was wir essen, hat großen Einfluss auf unsere Gesundheit und Leistungsfähigkeit, erklärte Hans-Martin Kochanek vom NaturGut Ophoven, „das allein ist Grund genug, besonderen Wert auf gute Nahrungsmittel zu legen. Dazu kommt noch, dass wir durch unsere Ernährung unser Klima stark beeinflussen.” Zum ersten Mal sollte an diesem Abend der Zusammenhang zwischen Schulverpflegung und Klimaschutz deutlich gemacht werden.

Bürgermeister Bernhard Marewski begrüßte die Initiative, denn Ernährungsbewusstsein werde schließlich von klein auf gelernt. Es sei wichtig, dass bereits Schüler wissen, dass der regionale Apfel als Pausensnack nicht nur gesünder ist als ein Schokoriegel, dessen Zutaten um die halbe Welt zu uns gereist sind, sondern auch klimafreundlicher.

In Vertretung des leider terminlich verhinderten Umweltminister Remmel zeigte Ingrid Köth-Jahr vom Umweltministerium NRW auf, welch wichtige Rolle eine moderne, nachhaltige Schulverpflegung bei den Klimaschutzbemühungen des Landes NRW einnimmt. „Es ist wichtig, unsere Speisepläne hinsichtlich ihrer Klimabilanz zu verbessern”, forderte die Referatsleiterin für Ernährungspolitik und nachhaltigen Konsum. Cornelia Espeter von der Vernetzungsstelle Schulverpflegung NRW erklärte, dass dazu der Einsatz von biologischen, regionalen und vegetarischen Lebensmitteln künftig eine immer größere Bedeutung spiele.

Bio ist klimafreundlicher

„Die schrittweise Umstellung auf Biolebensmittel beispielsweise ist nicht nur gesünder für die Schülerinnen und Schüler, sondern auch besser fürs Klima”, erklärte Ingrid Köth-Jahr. Das Bio-Siegel gibt die Gewissheit, dass die natürlichen Ressourcen geschont werden. Der ökologische Landwirt verzichtet auf Pflanzenschutzmittel und mineralische Dünger. Das trägt zum einen zum Schutz der Artenvielfalt bei und hält unser Trinkwasser sauber. Außerdem wird durch den Verzicht auf chemische Zusatzstoffe Energie gespart. Denn die Produktion von Düngemittel und Pflanzenschutzmittel ist sehr energieaufwändig.

Je nach Lebensmittel werden bei der Bio-Produktion bis zu 35 Prozent weniger CO2 freigesetzt. Bei Milchprodukten sind es 10 - 21 Prozent, bei Weizenbrot 25 Prozent und bei Gemüse 10 - 35 Prozent.

Regional statt weltweit

Auch Lebensmittel aus regionalem Anbau verbessern die Ökobilanz, so Cornelia Espeter. Der Lufttransport von einem Kilo Weintrauben aus Kalifornien verbraucht beispielsweise vier Liter Flugbenzin. Dies entfällt, wenn man heimische, saisonale Produkte kauft und auch auf hiesige Treibhausprodukte im Winter verzichte, die viel Energie verbrauchen.

Vegetarier leben klimagesünder

In Deutschland liegt der Pro-Kopf-Verbrauch an Fleisch bei über 1,2 Kilogramm pro Woche, das ist nicht gesund”, so Espeter weiter. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt maximal 300-600 Gramm Fleisch pro Woche, weil übermäßiger Fleischkonsum zu Volkskrankheiten wie Übergewicht, Diabetes Typ 2, Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs führen kann. „Grund genug auch in den Schulmensen den Fleischkonsum zu reduzieren und auf vegetarische Alternativen zurück zu greifen”, so die Ökotrophologin.

Weniger Fleisch ist aber nicht nur gesünder, sondern auch klimaverträglicher.

7 bis 16 Kilogramm Getreide werden verschwendet, um ein Kilogramm Fleisch zu erzeugen. Auf der dafür benötigten Fläche ließen sich im selben Zeitraum bis zu 200 Kilogramm Tomaten oder 160 Kilogramm Kartoffeln ernten. 35 Prozent der weltweiten Getreideernte und etwa 80 Prozent der Sojaernte werden an Nutztiere verfüttert. Weltklimarat und FAO gehen davon aus, dass unsere Viehzucht für 18 Prozent der globalen Treibhausgase verantwortlich ist. Das sind in etwa genauso viele CO2 Emissionen wie weltweit der Verkehrs- und Transportsektor ausmacht.

Außerdem ist die Voraussetzung für ein Billigschnitzel in Deutschland der massenhafte Import von Futtermitteln wie Soja. Deutschland nutzt dafür gut 2,5 Mio. Hektar Landfläche außerhalb Europas vor allem in Südamerika. Dort zerstört der Sojaanbau die grüne Lunge der Erde, das Amazonasgebiet und die brasilianischen Savannen, in denen viele Arten wie Jaguare, Faultiere oder Papageien zuhause sind. Wenn eine vierköpfige Familie nur einen Tag in der Woche fleischlos genießt, wird die Fläche eines Tennisplatzes nicht für die Produktion ihres Fleisches benötigt.

Bei der Herstellung von einem Kilogramm Rindfleisch werden 13,3 Kilogramm CO2 freigesetzt, bei der Herstellung von einem Kilogramm Gemüse im Schnitt nur 150 Gramm, wenn es konventionell hergestellt wird. Bei Biogemüse ist es noch mal 10 – 35 Prozent weniger. „Wer also nur einmal die Woche auf Fleisch verzichtet, spart bereits 6 Prozent CO2 ein. Wer sich hingegen konsequent vegetarisch in Bioqualität ernährt, dem gelingt sogar eine Einsparung von 43 Prozent CO2 Emission,” rechnete Hans-Martin Kochanek vor.

Klimafreundliche Verpflegung schmeckt und ist bezahlbar

Julie Küpry vom Mensaverein Freie Aktive Schule Wülfrath, Frau Langen von der GGS Waldschule in Leverkusen Schlebusch und Ulla Pauli vom Mensaverein Integrierte Gesamtschule Köln Holweide berichteten aus eigener Erfahrungen wie eine Pausen- und Mittagsverpflegung mit regionalen und biologischen Produkten gestaltet werden kann, wie viel Fleisch tatsächlich sein muss und welche Rahmenbedingungen nötig sind, um eine Umstellung erfolgreich umzusetzen.

Sie konnten gängige Vorurteile wie Bio schmeckt nicht, sieht nicht gut aus und ist zu teuer aus dem Weg räumen. Erfahrungen, die auch das NaturGut Ophoven in den vergangenen Jahren gemacht hat.

Stimmt nicht!:

Bio schmeckt nicht

In der Schulkantine der Gesamtschule Schlebusch wurde 2011 eine Biowoche durchgeführt. Ein Essen wurde komplett aus Biozutaten hergestellt. Anschließend ergab eine Befragung von 113 Schülerinnen und Schülern, dass 63,7 Prozent die Biokost leckerer fanden als die konventionelle. 31 Prozent hat keinen Unterschied geschmeckt und nur 5,3 Prozent fanden die konventionelle Kost besser.

Bio sieht nicht gut aus

Die fleischlose Küche ist längst nicht mehr der freudlose Gemüsebratling oder das Omlette mit Gemüsebeilage. Vegetarische Gerichte sind vielfältig, geschmackvoll und liegen voll im Trend wie die Kochbücher von Attila Hildmann: Nudelauflauf mit Mangold in Mandelcreme, Tomatenrisotto oder ein Kartoffel-Kürbis Curry mit Reis.

Bio ist teurer

In der Regel sind Bioprodukte teurer als konventionelle Produkte, aber durch eine geschickte Einkaufs- und Speiseplanung können finanzielle Potenzial frei werden. Die Kita der Fachhochschule für Sozialpädagogik in Hamburg St. Pauli hat von 100 Prozent konventionell auf 100 Prozent Bio umgestellt und dabei sogar noch Kosten gespart: Sie haben den Speiseplan umgestellt auf zwei Komponenten Hauptmahlzeit und Nachtisch oder Vorspeise und Hauptgericht und bietet nur noch einmal die Woche Fleisch an. Außerdem werden nur noch Rohprodukte gekauft, d.h. beispielsweise, dass Soßen und Nachtische selbst angerührt werden.

Hans-Martin Kochanek freute sich über die vielen neuen Ideen der Referenten, den Klimaschutz in die Schulverpflegung zu integrieren. Die anschließende Diskussion unter den Teilnehmer ergab, dass sich bereits einige Einrichtungen auf den Weg gemacht haben, die Verpflegung der Schülerinnen und Schüler gesünder und klimafreundlicher zu gestalten. Ihnen sollte der Abend weitere Impulse und Anregungen geben.

Pressemeldung vom 02.09.2015:

Ein Topf Heimat – 14 Tage regionales Ernährungsprojekt

Regional = saisonal = gesünder!

Mit der Aktion „Ein Topf Heimat” möchte das NaturGut Ophoven mit seinen Partnern austesten, ob es möglich ist, sich mit saisonalen und regionalen Lebensmitteln zu versorgen. Dafür sucht das NaturGut Ophoven neugierige Menschen, die Lust auf ein besonderes Abenteuer haben und sich in der Woche vom 13.09. - 27.09.2015 nur von Lebensmitteln ernähren, die im Umkreis von 100 Kilometern gewachsen sind oder produziert wurden. In einem kleinen „Log-Buch” sollen die Teilnehmenden die Herkunft der Produkte dokumentieren. Dieses Faltblatt können sich alle Interessierten zusenden lassen (Tel. 02171-734990) oder man bekommt es auf dem NaturGut beim Infoabend am Mittwoch 09.09.2015 um 19 Uhr.

Die Abschlussveranstaltung und Prämierung aller Teilnehmer findet am 27.09.2015 um 14 Uhr im Rahmen des Burgfestes auf dem NaturGut Ophoven statt.

Allen Teilnehmern wird der „Einkaufsführer für biologische und regionale Produkte” vom Stadtverband NABU Leverkusen und der Kreisgruppe BUND-Leverkusen mit an die Hand gegeben. Die Broschüre bietet den Teilnehmern einen guten Überblick über die Anbieter regionaler Produkte in Leverkusener Umgebung. In ausgewählten Läden erhalten die Teilnehmer Rabatte. Zum Beispiel gibt es beim Imbacher Bauernhof 2,5 kg Kartoffeln aus eigenem Anbau gratis zum Einkauf dazu, beim Obstgut Morsbroich erhalten die Teilnehmer 10 % auf Produkte aus eigenem Anbau und Obstanlagen Oderwald gewährt 20% Nachlass auf alle Produkte. Bei den regionalen Anbietern gibt es zudem viele Tipps und Tricks, was man Leckeres aus dem saisonalen Obst und Gemüse kochen kann.

Unterstützt wird die Aktion vom Verein „Taste of Heimat”, dem OLEO Gesundheitsfonds, der Barmer GEK, dem Stadtverband NABU Leverkusen und der Kreisgruppe BUND Leverkusen. Marita Urfey-Mülhens, zweite Vorsitzende von Taste of Heimat: „Wie wir uns ernähren und wo wir einkaufen entscheidet wesentlich mit über die Zukunft unserer Erde und ihrer Bewohner. Wir möchten daher langfristig und nachhaltig die Strukturen einer regionalen Lebensmittelversorgung stärken. Dazu ist es notwendig, regionale bäuerliche Lebensmittelproduktion und –vermarktung sowie eine tierfreundliche Landwirtschaft zu fördern und so die Wertschöpfungskette für Mensch, Tier und Natur in der Region fair und nachhaltig mitzugestalten.” Der Verein bietet Erzeugern, Verarbeitern und Anbietern regionaler Lebensmittel die Möglichkeit sich zu vernetzen.

Hans-Martin Kochanek, Leiter vom NaturGut Ophoven: „Gemüse und Obst aus der Region haben wegen ihrer kurzen Transportwege große Vorteile für den Klimaschutz. Sie verursachen nur ein Fünftel CO2 im Vergleich zu Waren, die mit dem Flugzeug transportiert wurden.”

Hintergrund der Aktion: Insgesamt trägt die Ernährung jährlich mit rund 2,1 Tonnen an klimarelevanten Emissionen pro Person zu den Treibhausgasemissionen durch privaten Konsum bei und liegt damit ungefähr in derselben Größenordnung wie bei den Emissionen durch Mobilität in Deutschland. Etwa 45 Prozent der Treibhausgase durch Ernährung entstehen bei der Erzeugung der Lebensmittel (einschließlich der Transporte), also z. B. auf dem Acker, im Kuhstall, aber auch bei der Verarbeitung oder durch den Supermarkt. Wir essen zwar nicht mehr als vor 20 Jahren, aber die Transportwege unserer Nahrungsmittel haben sich in dieser Zeit verdoppelt. Regionale Produkte kaufen – das spart überflüssige Transportwege und stärkt die Landwirtschaft in der Umgebung. Vor allem für Kinder kann der Einkauf auf dem Bauernhof zum Erlebnis werden und ein besseres Verständnis für das wecken, was Nahrung ist.

Pressemeldung vom 24.08.2015

Eine Woche „autofrei”!

NaturGut Ophoven und wupsi starten eine Gewinnaktion zum Klimaschutz

Das NaturGut Ophoven startet zusammen mit der wupsi die Aktion „Autofreie Woche” vom 7. bis 13. September. Sie soll Leverkusener Bürger anregen, eine Woche lang das Auto stehen zu lassen und auf klimafreundlichere Verkehrsmittel wie Fahrrad oder Bus umzusteigen oder zu Fuß zu gehen.

Mit dem Auto ist der Einkauf zwar schnell erledigt und die Fahrt zum Arbeitsplatz trocken und bequem, doch das Auto hat nicht nur Vorteile: Fast ein Fünftel der gesamten deutschen CO2-Emissionen werden durch den Verkehrssektor verursacht. Mehr als die Hälfte dieser Emissionen stammt aus den Auspuffen der rund 41 Millionen Autos in Deutschland.

Grund genug, umzudenken, so Marc Kretowski, Vorstand der Kraftverkehr Wupper-Sieg AG. Neben dem Fahrrad und den Füßen sei auch der Öffentliche Nahverkehr eine umweltfreundliche Alternative, erklärte er am Montag bei der Vorstellung der Aktion. „Durch die niedrige Schadstoffbelastung im Vergleich zum Individualverkehr tragen die wupsi-Busse aktiv zum Klimaschutz bei und entlasten die Menschen von Schadstoff- und Lärmemissionen”.

„45 Prozent – fast die Hälfte aller Autofahrten - sind kürzer als fünf Kilometer”, so Hans-Martin Kochanek, Leiter des NaturGuts Ophoven. Das seien Strecken, die durchaus mit Öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Fahrrad zurückgelegt werden können. „Das wird die Umwelt besonders entlasten, da ein kalter Motor auf den ersten Kilometern besonders viel Sprit verbraucht.” Laut dem Verkehrsclub Deutschland seien dies bis zu 35 Liter pro 100 Kilometer.

Die Teilnehmer der Aktionswoche tun nicht nur Gutes für den Klimaschutz, sondern haben auch die Chance attraktive Preise zu gewinnen. Unter ihnen werden ein IPad verlost, zwei mal zwei VIP-Eintrittskarten für ein Heimspiel der Bayer 04 Werkself sowie zahlreiche 4er-Tickets, gesponsert durch die wupsi. Außerdem können die Teilnehmer 20 Eintrittskarten für das Kinder- und Jugendmuseum EnergieStadt gewinnen.

Anmelden können sich alle Interessierten bei der Auftaktveranstaltung am 3. September um 19 Uhr auf dem NaturGut Ophoven oder per Mail an britta.demmer@naturgut-ophoven.de. Die Gewinner werden am 21. September bei der Abschlussveranstaltung ermittelt.
Flyer und weitere Informationen zur Aktion erhalten Sie in allen Verkaufsstellen der wupsi sowie beim NaturGut Ophoven und im Internet unter www.naturgut-ophoven.de.

Hintergrund:
Die Aktion ist Teil der Leverkusener Informations- und Öffentlichkeitskampagne „Klimaschutz - jeder jeden Tag”. Aktionen und Veranstaltungen mit vielen Tipps und Anregungen für das tägliche Leben sollen Leverkusener Bürger den Klimaschutz nahe bringen. Mehr unter: www.naturgut-ophoven.de.